Verdeckte Mängel verursachen Schwelbrand hinter Kamin
Knigge: "Das hätte tragisch enden können"
NZaM-Kaminbrand 23.11.2004
Feuerwehrleute aus Hagen
und Nöpke löschten den
Schwelbrand in der Holzverkleidung
eines Wohnhauses am Süntelweg
(Foto: Seitz)
Hagen
"Gut, dass wir alarmiert wurden." Ortsbrandmeister Manfred Knigge wagt kaum auszudenken, was sonst am späten Sonntagabend im Süntelweg hätte passieren können.
Die Besitzer eines Wohnhauses hatten die Brandschützer zur Hilfe gerufen, nachdem am Schornstein Qualm aus der Decke quoll. Bei genaueren Untersuchungen entdeckte Knigge durch eine Riss in der Tapete Feuerschein in der Wandverkleidung hinter dem Kamin in Wohnzimmer, ein Schwelbrand fraß sich durch das Holz.
Die 38 Einsatzkräfte mussten die Wand öffnen, um gegen den Brandherd vorgehen zu können. Mit der Kübelspritze lölschten sie das Feuer, um möglichst wenig Wasserschaden anzurichten. "Die Bewohner hatten gar nicht mit einem solchen Einsatz gerechnet, sondern uns mehr zur Sicherheit alarmiert", so Knigge. Brandursache war laut Bezirksschornateinfeger-Meister Gerhard Kastenschmidt eine ungenügende Wärmedämmung des Kamins. Die Leichtbauwand hinter der Feuerstelle, deren Lattengerüst mit Spanplatten beplankt war, konnte sich dadurch entzünden.
Bei der Abnahme des Kamins war nach Kastenschmidts Informationen die Wand bereis verschlossen, der Bauunternehmer hate aber eine ordnungsgemäße Dämmung bescheinigt.
(Leinezeitung 24.11.04 ( http://www.Leine-Zeitung.de ))