Vermisster Senior liegt längst im Nienburger Krankenhaus
Mehr als 100 Rettungskräfte suchen 77-Jährigen
Feuerwehrleute der umliegenden Ortswehren
- hier aus Hagen - durchkämmten zu Fuß und mit
Fahrzeugen das Gebiet zwischen Nöpke und Linsburg.
(Fotos:Seitz)
Hagen (os)
Einige Einsatzkräfte machten ihrem Ärger am Donnerstag kurz nach dem Tageswechsel deutlich Luft: "Das gibt es doch gar nicht, da hat doch jemand gepennt". Seit den frühen Abendstunden hatten insgesamt rund 120 Feuerwehrleute und Polizisten sowie Rettungshundestaffeln von Rotem Kreuz (DRK), Johannitern und Technischem Hilfswerk (THW) mit 17 Suchhunden nach einem 77-Jährigen Nöpker gesucht. Weil sein Patient nicht öffnete, alarmierte der Hausarzt des Seniors die Polizei. Der Senior befand sich aber nicht, wie erwartet, hilflos in der Wohnung, sondern blieb zunächst verschwunden. Ein Hinweis brachte die Suchmannschaften auf das Gebiet zwischen Nöpke und Eilvese. Dort suchten die Einsatzkräfte mit Fahrzeugen und zu Fuß, das DRK setzte sogar Hunde von einem Boot aus auf nahe liegende Gewässer ein. Ein Polizeihubschrauber suchte das weitläufige Gebiet mit der Wärmebildkamera ab. Kurz nach Mitternacht kam dann die Meldung: Der Gesuchte war bereits am Mittwoch ins Krankenhaus Nienburg eingeliefert worden, weil er nach einem Schwächeanfall hilflos am Linsburger Bahnhof aufgefunden worden war. Die Polizei hatte nach eigenen Angaben umliegende Krankenhäuser abgefragt, der 77-Jährige sei aber mit falschen und unvollständigen Personendaten aufgenommen worden, sagte Polizeisprecher Ingo Ulbrich. Deshalb blieb eine erste Nachfrage am Nachmittag ohne Ergebnis.
(Neustädter Zeitung am Samstag 29.05.2004 ( http://www.neustaedter-zeitung.de ))