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In Taberna III - Die 12 Siegel


Die Daten

Datum:28. bis 30.11.2003
Orga:Die Schwarze Rose
Location:Burg Neuerburg
Art:Burgcon, Vollverpflegung, Abenteuer
Kosten:SCs Conzahler etwa 85 Euro
Regelwerk:DragonSys (leich modifiziert)
Charakter:Ethuil An-nuir


Ausfuehrliche Bewertung


Organisation:
Nicht das geringste zu bemaengeln.

Plot:
Anspruchsvoll, viel Kampf und gleichzeitig viel Raetsel.

Location:
Einerseits zumindest aeußerlich schoen ambientig, andrerseits leider wenig Wald-/Wiesen-Gelaende und viele kampfungeeignete Stellen. (steile Treppen, rutschige Holzplanken, usw.)

Unterbringung:
Leider nicht ambientetauglich, in mehr oder minder grossen Zimmern (Jugendherberge halt), aber absolut in Ordnung.

Verpflegung:
Von der Orga betriebene Taverne, ansonsten leckeres und reichliches Essen der Jugendherberge mit variablen (LARP-angepassten) Essenszeiten.

Preis / Leistung:
Sehr gut.

Fazit:
War wirklich toll, ist nur zu empfehlen für alle, die viel Action moegen!


Der Bericht


Die Outtime-Anreise war etwas schwierig, da wir uns spontan einige Tage vor dem Con angemeldet hatten und dadurch keine Conbestaetigung mit der Anreisebeschreibung bei uns eingegangen ist. Aber mit etwas Glueck haben wir es trotzdem geschafft.
Ausladen und Check-In ging dermaßen schnell und reibungslos, dass wir noch Stunden Zeit hatten.
TimeIn sollte gegen 22 Uhr stattfinden. Ueberraschenderweise war dies die erste Orga die sich NICHT um mindestens 3 Stunden verspaetet hat. Kurz vor Mitternacht kam eine kurze Ansprache, dann ging's ab zur Intime-Anreise in den naechtlichen Wald. (Rutschig, dunkel und stellenweise steil, keine gute Kombination.)
Das Con war uebrigens (wie ich hinterher erfahren hab) als HofhaltungsCon ausgeschrieben... oh ja, wir sollten unsere liebe Muehe haben, den Hof zu halten....

Die Reise zur Burg verlief beinahe ereignislos. Ein Fest sollte gefeiert werden, und so wollte mein Lehrmeister die Gelegenheit nutzen, diplomatische Beziehungen zu knuepfen.
Doch kurz bevor wir die Burg erreichten wurden wir angegriffen. Ich bekam von dem Angriff nur wenig mit, doch hoerte ich von Echsenwesen. Und das Burgtor wurde uns nicht sogleich geoeffnet, die Wache musste erst den Vorgesetzten holen, der wiederum Befehle seines Vorgesetzten erwarten musste... Doch schließlich wurden wir freundlichst willkommen geheissen, empfangen von dem Befehlshaber dieser Burg (sie hatten der Titel viele..).
Versprochen wurde uns ein Festmahl, doch noch bevor dieses beginnen konnte, wurde die Burg angegriffen.
Ich frage mich, wie die Burg so lange hatte standhalten koennen, denn nun, wo mehr kampffaehige Mannen denn je zuvor die Burg verteidigten, fiel die gesamte Besatzung der Burg in der ersten Angriffswelle der Echsenwesen und wir blieben allein zurueck.
Mein Lehrmeister gebot mir, mich im Hintergrund zu halten, und so tat ich dies soweit noetig.
Als jedoch ein daimonisches Wesen auftauchte und die Angriffe der Echsen immer heftiger wurden, unsere Krieger in arge Bedraengnis gerieten, schritt ich dennoch ein und toetete 4 der Echsen, bevor ich zu Boden ging. Gerade konnte ich noch erkennen, wie der Daimon fiel.
Meister Nauralagos heilte mich. Das Schlachtfeld bot einen entmutigenden Anblick. Kaum ein Kaempfer vermochte noch sein Schwert zu halten, und die ersten Toten unter uns waren zu beklagen.
Schon bald tauchten Raetsel auf. Doch Meister Nauralagos und ich zogen uns alsbald zurück, geschwaecht von den Strapazen des Tages und einen ereignisreichen Morgen erwartend.

Dies erwies sich als klug. Nach einer kurzen Staerkung in der Taverne (wieso faellt eigentlich immer die gesamte Besatzung, nur die Taverne bleibt verschont? ;) ich glaube Tavernen sind so heilig, dass kein Daemon sie betreten kann... *g*) begannen schon wieder die ersten Angriffe der Echsenwesen. Es waren ihrer viele und nach der 3. Angriffwelle haetten wir keiner weiteren standhalten können, die Zahl der Opfer auf unserer Seite stieg betraechtlich.
Gleichzeitig galt es, Raetsel zu loesen, Artefakte zu erlangen, um die noch zu erwartenden Daimonen besiegen zu koennen.

Und die Daimonen kamen... mit Mueh und Not konnten wir sie besiegen, doch die Situation schien immer hoffnungsloser.

Als die Dunkelheit hereingebrochen kam starteten die Echsenwesen gemeinsam mit dem verbliebenen Daimonen einen letzten, finalen Angriff.
Meister Nauralagos, besorgt um mein Wohlergehen (ich muß gestehen, meine Ausbildung sowohl in den Kuensten der Magie als auch im Kampfe ist mehr denn unzureichend), schuetzte mit mit magischer Ruestung, doch befahl mir gleichzeitig auch, mich in der Hoehle zu verstecken.
Seinem Befehl gehorchend, tat ich dies, doch es kamen immer mehr Echsenwesen, wir wurden von den Kaempfern abgeschnitten und in der Hoehle eingeschlossen. Nun war das Versteck zur Falle geworden.
Wir, die wir noch in der Hoehle festsaßen, waren die, die nicht zu kaempfen vermochten, 5 an der Zahl waren wir, nur 2 bewaffnet, und dazu zaehle ich bereits meine eigene unzureichende Bewaffnung. 4 Echsenwesen standen am schmalen Eingang, schienen auf Verstaerkung zu warten, bevor sie hereinkommen wollten, waren geruestet und bewaffnet, und einer der ihren hielt etwas nicht erkennbares in der Hand. Ein Zauber? Eine Waffe? Was auch immer, er hielt es wurfbereit.
In diesem Bedraengnis versteckten wir uns hinter Tischen am anderen Ende der Hoehle. Doch wir mussten hinaus, das wurde uns bald klar, und zwar so schnell als moeglich. Deshalb fasste ich einen Entschluß.
Ich wusste, es konnte meinen Tod bedeuten, doch wollte ich die anderen, welche hier festsaßen, wenigstens versuchen zu retten, und so erhob ich mich aus meinem Versteck und schritt ohne Hast auf die Echsenwesen zu. Ich wollte dieses unbekannte Wurfgeschoß auf mich ziehen, um den anderen einen Weg zu bahnen. Die Rufe meiner Gefaehrten sollten mich zurückhalten, sie verstanden nicht, was ich tat, doch ich ging weiter, und vorerst schien es so, als sollte mein Plan besser funktionieren als erhofft. Das Wurfgeschoß stellte sich als Stein heraus, welchen ich gar noch mit meinem Schwert abzuwehren vermochte, doch standen die Echsen am oberen Ende einer vierstufigen Steintreppe und mein Gewand verfing sich, als ich sie angriff. Nur grenzenlosem Glueck ist es zu verdanken, dass ich am Leben blieb, denn kein Heiler vermochte zu mir hindurchzudringen und ich befand mich kurz vor der Bewusstlosigkeit. (Diese Aktion brachte mir unzaehlige blaue Flecken ein, denn just in dem Moment als ich zu Boden ging, stuermte eine Horde von Echsenwesen heran und ich bekam einige Tritte ab bevor ich von NSCs "zur Seite gezogen" wurde.) So lag ich bis zum Ende der Schlacht, welche nur knapp gewonnen wurde. (Scheiße war das kalt, mindestens 'ne Stunde lag ich dort im eisigen Schlamm! Zudem.. noch ein Angriff, noch 3 oder 4 Echsenwesen mehr, und wir waeren alle tot gewesen!) Meine Rettung durch Sir Egladil Nauralagos kam gerade noch rechtzeitig. Auch er kam nicht unverwundet aus dem Kampfgeschehen, doch wir hatten es lebend überstanden - im Gegensatz zu so vielen andere.

Naja, der Rest war dann noch rumlaufen und heilen, in Zimmer hocken und pennen, am naechsten Morgen aufstehen, auschecken, abfahren.

Das Besondere an diesem Con: Spieler und NSCs waren wirklich super! Die Spieler haben zusammengearbeitet, wie ich es noch nie erlebt habe, kein einziger ist da aus der Reihe getanzt, und waere dem nicht so gewesen, wir haetten es nicht ueberlebt.
Einziger Mangel: Die Musik war zwar recht passend, aber viel zu laut! Es ist nicht toll, wenn stimmungsvolle Musik über den Burghof droehnt, so dass man keine normale Unterhaltung mehr fuehren kann. Wäre die Musik leiser gewesen, waere auch hier nichts zu bemaengeln.
Dennoch kann ich die schwarze Rose nur weiterempfehlen!


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