Die Dämonin Selestria dient unter dem Dämonenprinzen Valefor, Prinz der Diebe. Auf Erden arbeitet sie als Karin Schneider als Versicherungsvertreterin in Hamburg, wo sie auch eine kleine Wohnung hat. Zu ihren Vertrauten zählen ein Gecko und ein Psychokiller, ihr Versteck ist ein alter Militär-Hangar und in einem außerhalb gelegenen Stall unterhält sie einige recht erfolgreiche Rennpferde.
Zu Beginn dieser Geschichte ist es Herbst und Karin hat langes, schwarzes Haar und normale Hautfarbe, auch ihre Größe ist mit 1,72m durchschnittlich.
Donnerstag nachmittag. Karin ist gerade auf dem Weg zu einem Kunden. Der Hosenanzug, den sie trägt, entspricht zwar nicht ihrem Geschmack, doch die Notwendigkeit der Anpassung ist für Karin absolut selbstverständlich. Ebenso angepasst dezent ist ihre Schminke.
Vor einem großen Haus bleibt sie stehen. Hier ist es. Auf ihr Klingeln hin öffnet sich die Türe wie von Geisterhand. Überrascht tritt Karin ein.
?Hallo? Ist da jemand??
Als Antwort öffnet sich eine gegenüberliegende Tür. Darinnen sitzt ein Mann in einem Sessel hinter einem Tisch, es ist düster. Wohl ahnend, dass hier etwas in der Luft liegt (der Mann hinter dem Tisch strahlt etwas unmenschlich machtvolles aus, und angenehm ist es nicht), setzt Karin ihre Begrüßung nur zögerlich fort.
Tatsächlich handelt es sich bei dem Mann um einen Dämonen. Er verkündet ein Treffen zwecks eines Auftrags um 22 Uhr im Separee in der Disco ?Palazzo?.
Karin macht sich wieder auf den Weg. Dies war ihr letzter ?Kunde? für diesen Tag. Auf dem Weg nach Hause kommt sie an einer ? genau ihrem ?schwarzen? Geschmack entsprechenden ? Boutique vorbei. Sie betritt sie und sieht sich etwas um, obwohl sie genau weiß, dass solche Kleidung ihre Geldmöglichkeiten übersteigt. Dort trifft sie das erste Mal auf Sandra Müller, die extrem gestylte Besitzerin dieser Edelboutique. Als Karin die Boutique betritt, berät Sandra gerade ein junges Mädchen und zeigt offensichtliches Interesse an diesem.
Karin nimmt einen Stapel Kleider mit zum Anprobieren. Ein knappes schwarzes Kleid behält sie unter ihren normalen Kleidern an. Die Boutique-Besitzerin ist so sehr mit dem Mädchen beschäftigt, dass sie nicht das geringste bemerkt, als Karin mit dem gestohlenen Kleid den Laden verlässt.
Karin geht nach Hause und zieht sich um, zieht das schwarze Kleid an. Dann fährt sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Palazzo.
Dort gelangt sie problemlos hinein und begibt sich sofort ins Separee. Mit Blick zur Separee-Eingangstür setzt sie sich. Doch nicht der Auftraggeber ist es, der zunächst kommt, sondern die bereits bekannte Besitzerin der Boutique, nicht weniger extrem geschminkt, sie trägt das gleiche Kleid wie Karin. Vorerst jedoch fällt ihr nichts auf, Sandra setzt sich gegenüber.
Dann erscheint der Auftraggeber. Seine Aura macht sofort klar dass es sich um den, nicht wirklich beliebten, Dämonenprinzen der Rache selbst handelt.
Er unterbreitet den beiden eingeschüchterten Frauen den Auftrag, eine gewisse Laura Adelsbach, wohnhaft Grafenallee 23, zu töten. Weitere Informationen bekommen sie nicht, er geht wieder.
Das gestohlene Kleid fällt nun zwar auf, doch lassen die Umstände keine größeren Diskussionen zu und Sandra schweigt dazu. Sie tauschen die Handynummern aus.
Während Sandra das Mädchen von Nachmittag entdeckt und sich mit diesem vergnügt, fährt Karin kurz zu ihrer Wohnung, um sich umzuziehen ? praktischere Klamotten ? und Ausrüstung einzupacken. Zurück am Palazzo beginnen die beiden nun die Suche nach einem Auto. Den Plan, sich an einen Typen ranzumachen um an sein Auto zu kommen, geben sie jedoch bald auf (nachdem sie an einen Dämonen geraten sind...) und sie nehmen ein Taxi.
Sandra plaudert sofort die Adresse, Grafenallee 23, heraus, doch Karin korrigiert sie noch und nennt Grafenallee 20 als Ziel. Dort werden sie nun abgesetzt.
Zuerst jedoch beginnt der Streit um Sandras Auffälligkeit. Sie weigert sich, sich abzuschminken oder ihre Plateau-Stiefel auszuziehen. Als eine Polizeistreife angefahren kommt, zieht Karin Sandra kurzerhand an sich und knutscht sie ab, einerseits um Sandras Auffälligkeit in dieser Villengegend vor der Polizeit zu verbergen und andererseits, um ihr die Schminke abzuwischen.
Dies funktionierte auch. Kaum ist der Polizeitwagen um die Ecke, lässt Karin ab, wischt sich die Schminkereste von Gesicht, und auch Sandra schminkt sich gezwungenermaßen die kläglichen Reste ab.
Nun kann Karin Sandra auch überzeugen (dazu zwingen), die Stiefel auszuziehen und im Buschwerk zu verstecken. Dann machen sich die beiden auf zu der Villa. Davor zieht Karin sich aus, und wirkt ihren Chamäleon-Zauber, welcher sie mit ihrer Umgebung vollständig verschmelzen lässt. Ihr Sachen drückt sie Sandra in die Hand.
Das Tor ist mit einem Polizeisiegel verschlossen, offenbar hatte hier vor kurzem etwas stattgefunden...
Die beiden klettern also über das Tor. Karin geht ein gutes Stück über die Wiese voraus.
...Fortsetzung folgt!
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