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Wir waren in der Zeit von 18.10.2001 bis 7.11.2001 auf
Fesdu. Der Flug von Male aus dauert ca. 25 Minuten.
Da Touristen nur per Airtaxi nach Fesdu gebracht werden,
gibt es häufig gute Fotomotive (Starts und Landungen
der netten Airtaxis vor Fesdu).
Die Insel kann zu Fuß gemütlich in 20 Minuten 1x
umrundet werden. Dabei kann man immer am strahlend sauberen Sandstrand
entlanggehen.
Es gibt Flachdach-Reihenbungalows
und freistehende Rundbungalows. Wir waren in Rundbungalow
36 untergebracht und von der Lage begeistert (am Strand,
direkt beim Riffeinstieg). Rundbungalows besitzen Klimaanlage,
Dusche (kalt/warm), WC, Doppelbett, einen (kleinen)
Kleiderschrank, Korbsessel und Tisch innen, Sessel und
Tisch draußen auf der Veranda - keine Minibar und keine
Badewanne (braucht man beides nicht unbedingt, da Duschen
sowieso gesünder sein soll und statt der Minibar, setzt
man sich auch lieber an die Hotelbar) :-)
Die
Bungalows sind vom Meer aus gesehen in mehreren Reihen
angelegt - in allen Fällen "fällt" man praktisch
von der Veranda an den Strand, der nur wenige Schritte
entfernt ist. Viele Gärtner kümmern sich unermüdlich
darum, die Sand-Wege sauber zu halten und kehren 1-2x
tgl. Blätter, Blüten etc. weg.
Der Rest der Hotel Anlage besteht aus dem
überdachten, beleuchteten und windgeschützten Tischtennisplatz,
einem Federballplatz, dem Beachvolleyballplatz, der
Tauchschule, der Rezeption inkl. Wechselstube, dem Souvenierladen,
dem Restaurant und der Bar mit Veranda zum Meer. Generell
sind die Einrichtungen (Bungalows, Restaurant) zwar
nicht die neuesten, dafür aber gepflegt und tip-top
sauber. Ein gutes Beispiel zum Thema
Sauberkeit: In welchem Restaurant oder welcher Bar in Österreich
oder egal wo, kann man auch barfuß ohne weiteres die
Toiletten aufsuchen? Fesdu ist so sauber, da ist dies
kein Problem!
Das Essen ist prinzipiell Frühstücksbuffet;
Mittag und Abend jeweils entweder Menü oder Buffet.
Wenn mittags Menü, dann abends Buffet - und umgekehrt.
Die Reihenfolge wechselt täglich. (Abendmenü hat 2 Hauptspeisen
zur Wahl; Mittagsmenü nicht). Außerdem kann man kleine
Snacks
an der Hotelbar bestellen (Toast und Sandwich). Die
Insel bietet All-Inclusive, nur wenige spezielle Getränke
(wie Champagner oder Sekt, Flaschenweine oder Milchshakes)
und einige Snacks sind von AI ausgenommen. Das Service
ist ausgezeichnet - das Personal sowohl im Restaurant
als auch an der Bar ist korrekt, unglaublich freundlich
und stets rasch zur Stelle um nachzuschenken, Getränke-Bestellungen
aufzunehmen, abzuservieren etc. Einfach super!
Das Essen ist ausgezeichnet - Fisch ist garantiert
grätenfrei und meilenweit von den heimischen Fisch-Gewohnheiten
(panierter Trapez- oder Stäbchenfisch mit Kartoffelsalat)
entfernt. Wer zuhause keinen Fisch mag, sollte unbedingt
probieren! Sonst gibt es Gemüse, Huhn, Nudeln, Rindfleisch
in verschiedensten Variationen und immer sehr gut zubereitet.
Nachspeisen sind Ananas, Bananen, div. Cremes, Kuchen
etc. ... die rot grüne Götterspeise haben wir dann
aber doch gerne den englischen und deutschen Gästen
übriggelassen ;-)
Apropos deutsch: Reiseveranstalter ist TUI
- mit Reiseleiter vorort, der nach den anfänglichen
einleitenden Worten (ca. 40-50 min. allgemeine Infos)
durch 3 blaue TUI-Ordner ersetzt werden kann, in die
man sich zB. für Ausflüge einträgt oder weitere Infos
zu Fesdu und die Malediven nachlesen kann. (Wie wir
gehört haben, wechselt die Reiseleitung noch im November
- wird vielleicht besser; ist aber nach der Ankunft
auch wirklich nicht unbedingt erforderlich)
Man kann verschiedene Ausflüge buchen - ein
"Sunset-Cruise" ist im All-in Preis
bereits inkludiert. Dabei fährt man mit einem Dhoni
(maledivisches Boot) Richtung Sonnenuntergang, der spektakulär
hinter der nahegelegenen unbewohnten Robinson-Insel
Gatafushi stattfindet (siehe Bild auf der Hompage).Wer
Glück hat, hat dabei nur wenige Wolken und sieht auf
der Fahrt auch noch Delphine. Der auf dem Boot servierte
Sekt rundet das kitschig-schöne Gesamtbild stimmungsvoll
ab. (Genug Filme mitnehmen!) Den Sonnenuntergang
über dem Meer (ohne Blick auf Gatafushi) kann man auch
direkt bei einem Cocktail von der Restaurant-Terasse
aus miterleben.
Wie gesagt, kann man sich zwar für einige (kostenpflichtige)
Ausflüge anmelden, diese finden aber nur statt, wenn
sich genug Teilnehmer finden (zB. ein Kultur und Shopping
Ausflug per Speedboot in die Hauptstadt Male benötigt
14 Teilnehmer) - auf einer kleinen Insel wie Fesdu ist
es fast unmöglich soviele Teilnehmer zusammen zu bekommen.
Einige Ausflüge finden daher wegen Teilnehmermangel nicht
statt. Die Reiseleitung könnte entweder besser und gezielt
Werbung für die Ausflüge machen oder andere Ausflüge
überlegen.
Ein Ausflug der besonderen Art ist
ein Ausflug auf die benachbarte, unbewohnte Robinson-Insel
Gatafushi. Ein Boot bringt einem in 10 Minuten auf
die traumhafte, menschenleere Insel, die nur von einigen
putzigen Hasen bewohnt wird. Mit ein paar Getränken
aus der Kühlbox und der richtigen Begleitung, vergehen
die Stunden wie im Flug.... ;-)
Auf den Malediven gibt es einiges in Hülle
und Fülle: Sand, Palmen, Meer, Sonne und .... Moskitos.
Was gegen die Sonne Sonnencreme (hoher Lichtschutzfaktor!)
ist gegen die Moskitos Autan. Falls alle Abwehrmechanismen
versagt haben, ist Autan Akut Spray für danach sehr
zu empfehlen. Auf Fesdu geht ab und zu jemand mit
einem Spüher durch die Insel und versprüht eine Art
Palmen-Extrakt, das die Moskitos vertreiben soll (lt.
Reiseleitung kein Insektizid!). Wir glauben, es hilft
sogar - die Plagegeister zeigten sich dann weniger.
Am sonnigen Strand bleibt man von den Moskitos unbehelligt
- die halten sich nur im Schatten in der Nähe von Pflanzen
auf.
Ab 16:30 spielt das Hotelpersonal Fußball. Ab und
zu sieht man auch Gäste mitspielen. In der Nähe des
Fußballplatzes dürfte auch die Kanalisation der Insel
zusammenlaufen, da von dort mehrmals täglich eine intensive
Duftwolke (windabhängig) über die Insel zieht - da wird
sogar den Moskitos schlecht.(Vielleicht würde schon
eine neue geschlossene Kanalabdeckung helfen...).
Fesdu ist ideal zum Schnocheln, da das Riff
unglaublich nah an den Strand herankommt (10-15m). Da
man bei Ebbe vom Strand über die Korallen nicht optimal an die
Riff-Kante kommt (die Korallen sind dann schon im seichten
Wasser, sodaß man nur schwer darüber
hinweg schnorcheln kann), sollte man die für Schnorchler
und Taucher freigeräumten "Einstiege" in das
Riff nutzen. Diese korallenfreien Flächen sind rund
um die Insel angelegt, aber nicht überall gekennzeichnet.
Bei der Tauchschule hängt ein Plan der Insel mit den
Einstiegen. Neuankömmlinge sollten unbedingt vor
dem ersten Schnorcheln/Tauchen einen Blick darauf werfen. Die
Korallen auf Fesdu sind nach El Nino schon wieder in
einem erstaunlich guten Zustand und locken sehr viele bunte Fische an. Wer die Fische
auch benennen möchte, sollte sich einen Fisch-Führer
mitnehmen. Wir haben uns das Buch "Unterwasserführer
Malediven" mitgenommen und waren damit sehr zufrieden.
Es gibt aber auch große Fisch-Tafeln bei der Tauchschule,
die man sich ansehen kann. Fesdu ist jedenfalls super
zum Schnorcheln, da es sehr viele verschiedene Arten
zu sehen gibt - Rochen, Schildkröten, Haie, Muränen
und viele andere mehr beobachten, ohne tauchen zu müssen!
Die beste Schnorchelgegend ist auf der Seite von
Bungalow 26 bis 57. (Wenn ihr vom Einstieg bei Bungalow
38 nach links schnorchelt, gibt es eine spektakuläre
Riffkante mit Höhlen zu "erschnorcheln" -
die Taucher halten sich auch immer dort in der Nähe
auf.) Die Tauchschule ist angeblich eine der besten
der Malediven (Testbericht einer deutschen Zeitschrift
hängt an der Wand bei der Rezeption) - wir können das
nicht beurteilen (waren "nur" schnorcheln).
Aber es wird schon was dran sein. Jedenfalls war immer
reger Betrieb.
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