| Gold
und Silber lieb' ich sehr
Gold und Silber lieb' ich sehr,
Kann's auch gut gebrauchen,
Hätt' ich doch ein ganzes Meer,
Mich hinein zu tauchen;
Braucht nicht grad geprägt zu sein,
Hab's auch so ganz gerne,
Sei's des Mondes Silberschein,
Sei's das Gold der Sterne.
Sei's des Mondes Silberschein,
Sei's das Gold der Sterne.
Noch viel schöner winkt das Gold,
In dem vollen Becher,
Wenn dazu klingt wunderhold,
Frohes Lied der Zecher,
Daß die Zeit einst golden war,
Wer könnt das bestreiten?
Denkt man noch im Silberhaar
Gern der Jugendzeiten.
Denkt man noch im Silberhaar
Gern der Jugendzeiten.
Doch am schönsten ist das Gold
Das vom Lockenköpfchen
Meines Liebchens niederrollt
In zwei langen Zöpfchen!
Darum komm' geliebtes Kind,
Laß uns herzen und küßen,
Eh' die Locken silber sind
Und wir scheiden müßen.
Eh' die Locken silber sind
Und wir scheiden müßen.
Liebes Mädchen trag' nicht Leid,
Blicke nicht so trübe,
Weil du nicht die einz'ge Maid,
Die ich erstlich Liebe.
Schau Studenten machen's so,
Lieben mehr als eine,
Bin ich nicht mehr Studio,
Lieb' ich dich alleine.
Bin ich nicht mehr Studio,
Lieb' ich dich alleine.
5. Wer nur eine einz'ge küßt,
Bis zur Jahreswende,
Und die anderen schüchtern grüßt,
Der ist kein Studente!
Wer noch nie bezechet war,
Der hat nie studieret,
Wär er auch so manches Jahr,
Ins Kolleg marschieret.
Wär er auch so manches Jahr,
Ins Kolleg marschieret.
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