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Informationen rund um den Obus - informations about trolleybuses

Reiseberichte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Eröffnung des Obusbetriebs in Landskrona/Schweden

am 27. September 2003, Reisebericht (26.-28.9.03)

 

Nach fast 39 Jahren verkehrt in Schweden wieder der Obus, und zwar in der etwa 30.000 Einwohner zählenden Kleinstadt Landskrona am Öresund, etwa 40 km nördlich von Malmö gelegen. Dieses seltene Ereignis in heutiger Zeit veranlaßte mich, nach Landskrona aufzubrechen.

Am Donnerstag abend ging es mit dem Nachtzug von Düsseldorf nach Kopenhagen los. Pünktlich an der Grenze wachte ich um 6:30 Uhr auf und konnte dann die Fahrt durch Dänemark genießen. Interessant war die Befahrung der Brücke über den Großen Belt (Storebelt) zur Hälfte als Brücke, der Rest in einem Tunnel unterhalb des Meeres. Um 9:53 Uhr erreichte der Zug Kopenhagen. Vor dem Bahnhof dominierten die zahlreichen Dieselbusse: Solobusse und Doppelstockbusse. Ein Versuch, in Kopenhagen den Obus wieder einzuführen scheitete, diese verkehrten, wie ich auf dem Rückweg näher betrachtete, zwischen dem Bahnhof Noerreport und der Haltestelle Haraldsgade (Lyngbyvej/Sejregate) zwischen dem 2.8.1993 (offizielle Eröffnung) und Februar 1998, jedoch ist heute hier keine Oberleitung mehr vorhanden. Die zwei DUO-Busse wurden nach Beendigung des Probebetrieb zu Dieselbussen umgebaut, einer davon wurde nach einen Brand bereits verschrottet. Auch das frühere Kopenhagener Obusnetz hatte am Bahnhof Noerreport den südlichen Endpunkt. Vom 21. Mai 1938 bis zum 15. Oktober 1963 starteten hier die damaligen Obuslinien 23 und 24. 

 

Um 10:20 Uhr ging es weiter über den Öresund nach Malmö, die Verbindung über den Öresund wurde am 1.7.2000 eröffnet. Auch hier verkehrte die Bahn wieder teils auf einer Brücke und teils in einem Tunnel. Von Kopenhagen nach Malmö wird ein 20 Minuten-Verkehr angeboten, die Strecke führt auch am Flughafen Kopenhagen vorbei. Stündlich verkehrte der Zug über Landskrona weiter nach Helsingborg, zweistündlich weiter bis Göteborg. Am neuen Bahnhof in Landskrona traf ich gegen 11:50 mit einigen Minuten Verspätung ein, da in Malmö technische Störungen am Elektrotriebwagen auftraten. 

 

Der neue Bahnhof außerhalb des Stadtzentrums war der Grund für die Einführung des Obusbetriebs in Landskrona. Im Zuge des Neubaus eines Bahnhofs außerhalb des Stadtzentrums im Zuge einer durchgehenden Bahnverbindung Malmö – Göteborg verlor im Frühjahr 2001 die Stadt ihren bisherigen Kopfbahnhof, der sich unmittelbar am Stadtkern befand. Nach etlichen Gutachten führte die Stadt den Obus auf der knapp 3 km langen Linie ein, die den neuen Bahnhof mit der Innenstadt verbindet. Der Weg zur Innenstadt sollte nun möglichst mit einem umweltfreundlichen Verkehrsmittel überbrückt werden. Die Stadt Landskrona liegt am Öresund rund 40 km nördlich von Malmö. In der Kleinstadt leben knapp 30.000 Einwohner. Die als Fischerdorf entstandenen Ansiedlung erhielt 1413 Stadtrechte, damals noch unter dänischer Herrschaft wurde 1549 ein Schloß als Zitadelle errichtet, unter schwedischer Herrschaft ab 1658 wurde die Festung weiter ausgebaut. Nach einem Reichtagsbeschluß erfolgte der Abriß der mittelalterlichen Stadt und der Neubau im klassizistischem Baustil. Wegen der günstigen Lage des Hafens hatte sich dann die Stadt im 20. Jahrhundert als bedeutende Industriestadt entwickelt. Aufgrund der stadtnahen Lage des Bahnhofs war eine Straßenbahnanbindung nie erforderlich, 1920 wurde eine Buslinie zum benachbarten Fischerdorf Borstahusen eingerichtet, dorthin verkehrt auch heute noch die Stadtbuslinie 1.

 

Bei meiner Ankunft in Landskrona wartete vor dem Bahnhof die Linie 3 zum Stadtzentrum, es war jedoch ein Dieselbus. Auch der nächste Kurs war ein Dieselbus. Da die 3 km lange Linie in 8 Minuten bzw. 9 Minuten passiert wird, kommen tagsüber nur zwei Kurse zum Einsatz. Der Dienstplan sieht tagsüber einen 10 Minuten Verkehr vor, aber nur fünfmal in der Stunde. Zwischen der Fahrt um Minute 36 und Minute 56 ab Station (Bahnhof) besteht ein 20-minutiger Abstand, da in diesem Zeitraum keine Züge verkehren. Zwischen 6:00 und 9:00 Uhr sowie 15:00 und 18 Uhr wird alle 10 Minuten gefahren, dann kommen drei Kurse zum Einsatz mit 10 Minuten Pause am Bahnhof. Auf den knapp 3 km langen Fahrweg befinden sich nur sieben Haltestellen einschließlich der Endhaltestellen, es besteht ein großer Haltestellenabstand. 

 

Der Verkehr nach Ausschreibung durch den Verkehrsverbund Skanetrafiken wird seit 2000 durch den Unternehmer Orusttrafiken, benannt nach einem Insel oberhalb von Göteburg, bedient. Der Vertrag gilt für drei Jahre, ist dann maximal drei Jahre verlängerbar. Diese Option ist bereits eingelöst, der Vertrag gilt somit bis 2006. Die Niederflurdieselbusse muß der Unternehmer selbst stellen. Für die vier Linien des Stadtverkehrs wurden acht DAB/SilkeborgMidibusse (7201-7207, 7230; Bj.2000) mit hydrostatischen Antrieb, völlig niederflurig und vier Scania Omnilink Seminiederflurbusse mit längsstehenden Motor (7208-7211, Bj.2001) beschafft. Wagen 7230 war urspünglich ein Vorführwagen und wurde gebraucht übernommen. Als Reservefahrzeug dient ein Scania Carrus Nr.7257 im Anstrich des ehemaligen Verkehrsverbund Lanstrafiken Malmöhus.

Ich war enttäuscht, denn ich hatte den Einsatz von Obussen erwartet. Denn bereits am 15.9.2003 verkehrte der erste Obus im Linieneinsatz. Aber die Freude war groß, als 10 Minuten später doch ein Obus vor dem Bahnhof auftauchte. Mit dem Obus führte Laila Nielsen Fahrerschulungen durch, in der letzten von drei Stufen der Schulung muss der Fahrer im Linienverkehr üben. Nach Aussage von Laila Nielsen absolvierten bislang etwa die Hälfte der Fahrer diese letzte Stufe. Der Obus war bis 18 Uhr im Einsatz. Als dritter Kurs der Linie 3 kam nachmittags der einzige Hochflur-Dieselbus zum Einsatz, der vorübergehend in Landskrona als Reservefahrzeug dient. Zwischendurch konnte ichnoch die beiden anderen Obusse im Depot besichtigen. Das Depot befindet sich etwa 800 m von der Endhaltestelle am Hafen entfernt, in dem Teil einer Lagerhalle finden gerade mal die drei Obusse Platz, der restliche Wagenpark wird vor der Halle abgestellt. 

 

Im Gegensatz zu früheren Planungen wurde nicht der alte Bahnhof angefahren, sondern eine provisorische Endhaltestelle vor dem Hafengelände errichtet. In unmittelbarer Nähe ist in den nächsten Jahren die Errichtung eines neuen Fährhafens geplant, von dem die Fährverbindung zu der Insel Ven, die zum Stadtgebiet gehört, starten soll. 

 

Am Morgen des Eröffnungstages wird der Museumsobus 101 aus Kopenhagen aus einer Halle im Hafen geschleppt, die Achse wird auf dem Ausleger eines LKWs gehoben und so wird das Fahrzeug zur etwa 500 m entfernt liegenden Endhaltestelle geschleppt. 

 

Zur Eröffnung des Obusbetriebs wurde aus Kopenhagen der Obus 101, ein dreiachsiger Leyland/KS/Metrovick-Obus des Baujahrs 1938 nach Landskrona transportiert. Er stammt aus der seit 1915 bestehenden HT-Sammlung der VB Kopenhagen, welche demnächst vom dänischen Straßenbahnmuseum übernommen wird (mehr siehe: http://www.sporvejsmuseet.dk/2003/grafik/rek/1d.htm, bitte dort Button klicken). Das 10 m lange, dreiachsige Fahrzeug war bis zum Eröffnungstag in einer Halle im Hafengebiet abgestellt. Er kam aus Kopenhagen am Dienstag zuvor und absolvierte am Mittwoch erfolgreich Probefahrten unter der Fahrleitung. Gegen 9 Uhr wurde das 65 Jahre alte Fahrzeug zur Endhaltestelle am Hafen geschleppt. Zusammen mit den zwei Obussen 7232 und 7233 pendelten die drei Wagen zwischen den beiden Endstationen, um die geladenen Gäste vom Bahnhof in das Stadtzentrum zum Festplatz auf dem Kasernplan zu bringen. Dort war der dritte Obus (7231) ausgestellt. Außerdem konnte hier ein 15 m Dieselbus der Firma Solaris für Berlin (Nr. 1781), ein alter PKW und einige Museumsfahrzeuge besichtigt werden:

-         T-Ford Bus Bj. 1920, 4 Zylinder, 20 PS, 14 Passagiere Helsingborgs Modell- und Karrosseriefabrik

-         Scania B 811 Baujahr 1953, 8 Zylinder, 180 PS, 36 Sitzplätze vom Helsingborg Trafiken Museiförening

-         Scania B63 Baujahr 1951, 135 PS, 43 Passagiere, SJ Nr. 1857 Scania-Vabis

 

Um 12:30 Uhr fand in einem Zelt auf dem Platz für die geladenen Gäste ein Mittagessen mit zahlreichen Ansprachen statt. Gegen 14 Uhr fuhren die Obusse, die zwischenzeitlich in der Endhaltestelle am Hafen abgestellt waren über Endstation am neuen Bahnhof bis vor den Festplatz auf, auch der vormittags zur Besichtigung ausgestellte Wagen 7231. Vor den Obussen auf einem Podest wurden weitere Ansprachen vor der Öffentlichkeit abgehalten ehe die Umweltministerin Lena Sommestad ein Band durchschnitt um somit die Abfahrt des ersten Obus freigab. Vorher wurden zugedeckte Aufkleber mit Sprüchen über die Umweltfreundlichkeit der Obusse wie „Landskrona mit Umwelt im Tank“ und „Landskrona bussig mot miljön“ (etwa: eifrig mit der Umwelt) enthüllt. Ebenfalls erhielten die drei Obusse Namen, die alle mit El wie Elektrizität anfingen:

Betriebs-Nr.Kennz.ZulassungChassis-Nr.

Ella,   7231, TXT 772, 10.09.2003, SU92411663BPN-1069

Elvira, 7232, TXT 754, 10.09.2003, SU92411663BPN-1067

Ellen,  7233, TXT 763, 10.09.2003, SU92411663BPN-1068


 

Am Bahnhof (Stationen) warten Obus 7233 und der KS 101 am Samstag vormittag darauf, die geladenen Gäste zum Festplatz zu bringen. 


   

Für den Einsatz in Schweden erhielt der Museumsobus 101 ein provisorisches Kennzeichen welches in der Windschutzscheibe und an der Heckscheibe eingelegt wurde. Hier KS 101 am Bahnhof, im Hintergrund der alte Wasserturm von Landskrona, der 1970 durch einen Neubau im Hafengebiet ersetzt wurde. 


 

Mit dem Durchschneiden eines grünen Bandes gab die Umweltministerin Lena Sommestad die Abfahrt des ersten Obus auf der Eriksgatan vor dem Kasernplan frei. Für die Dauer der Eröffnung wurde die Straße für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Aus den Mitteln des Umweltministerium gab es die Mittel in Höhe von rund 15 Mio. Kronen für die Gesamtkosten des Projekts in Höhe von 38 Mio. Kronen (=4,2 Mio Euro). 

 

 

Die Obusse nahmen die geladenen Gästen auf und fuhren die gesamte Strecke ab. Anschließend konnten alle Fahrgäste eine Freifahrt genießen. Ebenfalls war der Kopenhagener Museumsbus für alle Interessierten kostenfrei freigegeben. Zusätzlich zu den zwei fahrplanmäßigen Kursen, die von Dieselbussen bedient wurden, verkehrten die vier Obusse auf der Strecke bis gegen 18 Uhr. Die Obusse 7232 und 7233 lösten dann die Dieselbusse ab und übernahmen somit den Linienverkehr.

 

In der Gegenrichtung wartete der Museumsobus 101 an der Haltestelle Radhuset, Obus 7232, gefüllt mit geladenen Gästen, passiert den Wagen in Richtung Hafen. 

Im Linienverkehr führt der Fahrer die Sichtkontrolle der Fahrscheine durch. Es gibt Karten im Vorverkauf als Mehrfahrtenkarte als Magnetkarte, in einem Entwerter beim Fahrer wird die Karte geprüft und die Fahrt abgebucht. Für die Fahrt vom Bahnhof hat auch die Fahrkarte der Eisenbahn Gültigkeit.

Ein Flyer wies auf die Eröffnung des Obusbetriebs hin, besonders wurde auf die Umweltfreundlichkeit der Obusse hingewiesen. Der Energieverbrauch liegt bei 60% der heutigen Dieselbusse, die Abgase für die Luft betragen 0, der Umweltgewinn wird mit 108.000 kg Kohlendioxid, 1.300 kg Stickstoff und 18 kg Gesundheitsgefährdende Artikel angegeben. Für die Stromversorgung wurde ein Windkraftrad angemietet, welches die für den Obusbetrieb erforderliche Menge Strom an den Stromversorger liefert. Die Linie 3 benutzten nach einer Fahrgastzählung Mitte 2001 täglich 1.450 Fahrgäste, es wird jedoch Zuwachs von 25% erwartet. Das Netz besteht aus 160 Masten, fast sämtlich mit Ausleger und 3 km doppelspurige Fahrleitung, ein Unterwerk welches etwa 500 m vom Bahnhof entfernt an der Kreuzung Vattenverksallen/Kolonigatan liegt sorgt für die Stromversorgung. Als Generalunternehmer errichtete die Firma SRS (Swedish Rail System), die zur Heidelberg Cement Group gehörten, jetzt der britischen Gesellschaft Carillion, die gesamte Anlage. Die Fahrleitungsanlage entstand unter Mitarbeit der Schweizer Firma Furrer + Frey, deren jüngste Konstruktion zur Anwendung kam. Diese Firma hat, als Nachunternehmer zu SRS die ganze Anlage projektiert und entsandte auch einige Fahrleitungsmonteure in Landskrona während des Sommers. Bauherr und Auftraggeber waren die Technischen Werke der Stadt Landskrona, die bislang noch nicht privatisiert sind. Sie übernehmen auch die Wartung der Oberleitung, während die drei städtischen Obusse von der privaten Firma PEAB in Landskrona elektrisch und mechanischgewartet und repariert werden. Die Ausbildung der Mitarbeiter wurde von den Herstellerfirmen Solaris und Ganz Transelektro bereits durchgeführt.

 

Die beiden Obusse 7232 und 7233 kamen auch am Sonntag zum fahrplanmäßigen Einsatz. Hier werden entsprechend der Ankunft und Abfahrt von Zügen alle zwei Stunden für 30 Minuten im 10-Minuten-Takt gefahren, ansonsten besteht ein 30 Minuten-Takt. 
 

In der Endschleife am Hafen pausiert Ellen (7233) am Sonntag Morgen. Im Hintergrund die Bahnanlagen, die nun ausschließlich für den Güterverkehr dienen. Der alte Bahnhof liegt etwa 200 m nördlich (links in Blickrichtung).


 

Obus 7233 wartet am Bahnhof auf Fahrgäste. Im Hintergrund das „Bahnhofsgebäude“ als Eingangsbereich eines Einkaufszentrum mit vorgelagerten Kiosk, an dem auch Bahnfahrkarten verkauft werden. Neben dem Schriftzug Landskrona Station ist vermerkt, dass diese 9,90 m über NN liegt. 

 

 

Die neuen Obusse wirken laut, besonders fällt das laute Anlaufen der Hilfsaggregate auf. Es gibt jedoch Bestrebungen, dies zu ändern (dies ist nun für Ende November geplant). Die Innengeräusche sind unterschiedlich, beim Wagen 7233 wirken sie lauter als bei Wagen 7232. Die Wagen des Typs Solaris/Ganz Trollino 12 sind 12 m lang und 2,55 m (nach herstellerangaben) bzw. 2,60 m (nach örtlichen Messungen) breit. Sie sind dreitürig, die hintere Tür ist jedoch nur einflüglig, die beiden anderen sind 1,10 m und 1,27 m breit. Die Wagen bieten 29 Sitz- und 55 Stehplätze. Die Obusse haben ein Dienstgewicht von 13.880 kg, das zulässige Gesamtgewicht beträgt 18.290 kg. Somit dürfen die Obusse gewichtsmässig nur insgesamt 63 Fahrgäste befördern. Der Preis pro Obus lag bei 5 Mio SEK (umgerechnet etwa 560.000 Euro), somit etwa doppelt so hoch wie ein 12-m langer Niederflur-Dieselbus in Schweden. Die Obusse sind mit einem Batterie-Notfahrbetrieb, bestehend aus 30 12V-Nickel-Metall-Hybrid-Batterien ausgestattet. Damit können sie 4 km fahren, ehe die Batterien wieder aufgeladen werden müssen. 

 

Der Hilfsantrieb wird zum Depot genutzt, da hier keine Fahrleitung für die 0,8 km Strecke errichtet wurde. Dieses hat auch den Vorteil, daß keine Weichen erforderlich sind.

 

Ellen (Obus 7233 fährt die Haltestelle Stationen an. Auf dem Dachschild oberhalb der Fenster steht der Spruch „Landskronabussig mot miljön, über der Eingangstür:

Centrum <-> Stationen 


Der Kopenhagener Museumsobus wurde am Samstagabend wieder in die Halle im Hafengebiet geschleppt, er unternahm am Sonntag abend nochmals eine Sonderfahrt, Ebenfalls am Montag abend war eine Fahrt für Mitglieder des Dänischen Strassenbahn-Vereins geplant ehe er am Dienstag wieder nach Kopenhagen zurückgeschleppt wurde. 

Um 15:20 Uhr startete die Rückfahrt. Einen kleinen Zwischenstop legte ich in Malmö ein um das dortige Straßenbahnmuseum zu besuchen. Auf einer 1,6 km langen eingleisigen Linie verkehrten zwei Museumswagen, und zwar Wagen 100, 1906 geliefert von der Firma Kockums, Malmö und Wagen 20 mit einer elektrischen Ausrüstung der Firma ASEA, Baujahr 1907, umgebaut 1928.

Nach einem weiteren Zwischenstop in Kopenhagen, um die ehemalige Obuslinie zu besichtigen, ging es mit dem Nachtzug zurück nach Düsseldorf. Rechtzeitig zum Frühstück traf ich um 7:00 Uhr am Montag morgen zuhause ein.

 

Für die Informationen im Bericht danke ich ganz herzlich Thomas Johansson und P.G. Andersson, die auch die nachfolgenden Informationen beisteuerten:

In der Nacht von Sonntag auf Montag (28./29. September) nach der Eröffnung warfen Unbekannte einen Stein durch das hintere Fenster eines Obusses (Wagen 7233). Dieses war bereits das fünfte Mal innerhalb von 10 Tagen, dass ein Bus in Landskrona mit Steinen beworfen wurde. Der Obus fiel für rund 10 Tage aus. Für zwei halbe Tage (nachmittags und morgens) verkehrten dann erstmals drei Obusse auf den drei Kursen, ehe bei einem ein Obus ein elektrischer Fehler im Umformer für das Druckluftsystem auftrat. Der Wagen konnte letztendlich am 17.10.2003 in Betrieb gehen, jedoch am gleichen Tag verunfallte ein Obus mit einem PKW an der Kreuzung in der Nähe des Krankenhauses, der Obus trug Glas- und Plastik-Schäden davon. Er wartet nun auf eine Reparatur, so dass bis Ende Oktober wieder nur zwei Obusse zur Verfügung stehen. 

Weitere Informationen über den Bau des Obusbetriebs sind unter http://www.lund.bostream.se/pege/Lk-tradbuss.htm zu finden,

Über Steckennetz und Fahrplan auf:


www.skanetrafiken.skane.se

Dies ist der Auftraggeber des öffentlichen Verkehrs in der südschwedischen Region
"Skåne" . Für Informationen über den Stadtverkehr Landskrona ist unter "Tider", danach "Tidtabeller", "Stadsbuss" zu schalten, dann wird einen Übersichtsplan der Städte der Region gezeigt. Es ist dann auf auf "Landskrona" und anschliessend auf "Linie 3" zu klicken, um einen Fahrplan in pdf-Format zu sehen, bzw. auf "Karta", um den Linienplan zu sehen.

 

 

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