Des Menschen Elf - Teil 2

Disclaimer: Meine beiden Schnuckel und alles, was in dieser Story vorkommt, gehören mir und entspringen meinen wirren Fantasien. Wer sich eine der Figuren ausleihen oder die Geschichte auf seiner Seite veröffentlichen möchte, der sollte mich vorher bitte fragen. Ich verdiene kein Geld oder sonst irgendetwas an dieser Story, es sei denn, jemand möchte mir unbedingt etwas dafür geben (nehm auch Liebesbriefe für meine Kleinen an); das schlag ich dann natürlich nicht aus.

Inhalt: Was passiert, wenn ein kleiner, naiver Elf in die Welt der Menschen kommt, um einer ganz bestimmten Person zu helfen?

Warning: Zucker

Danksagung/Widmung: Gewidmet ist dieses Kapitel allen Lesern und ganz besonders wieder meiner lieben Peilless, meinem größten (und wahrscheinlich auch einzigen) Fan!

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2. Kapitel - Erwachen

Als Jessie erwachte, hatte er sofort das Gefühl, dass etwas ganz und gar nicht so war, wie es sein sollte. Irgend etwas war in seinem Mund, was da nicht hingehörte. Und das Bett war wesentlich ungemütlicher, als er es gewohnt war. Das, was ihn jedoch am meisten irritierte, war die Tatsache, dass da etwas auf ihm drauf lag, was, nach Gewicht zu urteilen, nicht nur die Decke sein konnte.
Langsam öffnete er seine Augen und musste sogleich blinzeln, da ihm die Sonne direkt ins Gesicht schien. Als er sich schließlich an die Helligkeit gewöhnt hatte und er die sterile Decke sehen und das Piepsen eines Gerätes hören konnte, war ihm gleich klar, dass er sich in einem Krankenhaus befand. Das Letzte, woran er sich noch erinnern konnte, waren die Kreuzung und ein Auto, das er im Augenwinkel auf sich zufahren gesehen hatte. Von da an riss seine Erinnerung ab.
Nun, da er wusste, wo er sich befand, musste er nur noch herausfinden, was da auf seinen Oberkörper drückte. Also ließ er seinen Blick nach unten wandern. Sein darauf folgender Schrei wurde von dem Schlauch, der noch immer in seinem Mund steckte, geschluckt. Da lag etwas, nein, JEMAND auf ihm, der überhaupt nicht als normal zu bezeichnen war. Er konnte zwar nicht alles sehen, doch was er sah, ließ keinen Zweifel daran, dass dieses Wesen auf seiner Brust alles andere als eine eingeschlafene Krankenschwester, wie er es zuvor vermutet hatte, war. Da waren Haare, blonde, schimmernde, lange Haare, in denen Blätter hingen. 'Vielleicht mein Zimmergenosse, der sich nach einem nächtlichen Ausflug in den Busch im Bett geirrt hat?', fragte er sich, denn das Bett neben ihm, so hatte er nach einem kleinen Seitenblick ausmachen können, war leer.
Den Ruck, der aufgrund seines Erschreckens durch seinen Körper gefahren war, hatte wohl die Gestalt auf ihm ebenfalls mitbekommen, da sie sich nun bewegte und leise vor sich hinbrabbelte. Mit Argusaugen beobachtete er jede Regung seines 'Bettgenossen', der, so wie es aussah, seelenruhig weiterschlummerte und ihn weiterhin als Kissen missbrauchte.
Beinahe in Zeitlupentempo, um ja den anderen nicht zu bewegen, hob er seine Hände an, wobei er feststellte, dass in seiner linken eine Kanüle stak, die mit einem Tropf neben dem Bett verbunden war. Er wollte den Schlauch aus seinem Mund ziehen, da er sich, seiner Meinung nach, sehr wohl in der Lage befand, selbstständig zu atmen. Und so entfernte er das Klebeband, das den Schlauch an seinem Platz gehalten hatte und zog den störenden Fremdkörper dann heraus, den er danach einfach aus seiner Hand zu Boden gleiten ließ. Erleichtert sog er nun erst mal die Luft ganz tief in seine Lungen ein, was ihm keinerlei Probleme bereitete, sodass er sich fragte, warum die Ärzte ihm das Ding überhaupt verpasst hatten, wenn es doch auch ohne ganz gut ging. Und auch sonst fühlte er sich eigentlich wohl und konnte keine einzige, schmerzende Stelle an seinem Körper ausfindig machen.
Während er da also grübelte, was genau er sich bei dem Unfall - denn einen Unfall musste es gegeben haben, sonst hätte er kein Blackout gehabt - getan hatte, dass er hier im Krankenhaus am nächsten Morgen aufwachte, begann es sich wieder auf seinem Oberkörper zu regen. Und diesmal, so schien es, war sein 'Benutzer' tatsächlich dabei aufzuwachen, da er sich genüsslich auf ihm streckte. Sekunden später sah er einen sich hebenden Kopf, gefolgt von einem erschrockenen Aufschrei und einem 'Plumps', als das Blondchen von ihm herunterpurzelte.

'Mmmmhhh, so weich...', dachte Finn noch leicht verschlafen, als er langsam aus dem Schlaf hinüber in einen wachen Zustand driftete und seine Sinne sowie seine Erinnerung noch ziemlich vernebelt waren. 'Seit wann ist mein Bett so schön warm und weich?' Sich ausgesprochen wohlfühlend, streckte er sich erst einmal ausgiebig, bevor er leise schmatzend seine Augen öffnete und seinen Kopf anhob, nur um dann einen erschrockenen Schrei auszustoßen und in der nächsten Sekunde aufgrund der ruckartigen Bewegung unsanft auf dem Boden zu landen. Er musste im Schlaf wohl irgendwie auf seinen Schützling gekrabbelt sein und es sich auf ihm bequem gemacht haben.
'Schwarz' war das einzige Wort, das in diesem Moment in seinem Kopf herumschwirrte.

'Mein Gott! Was ist denn DAS?' Mit weit aufgerissenen Augen betrachtete er sich das Wesen, das dort auf dem Boden neben seinem Bett saß.
Schulterlange, mit Blättern kunstvoll verzierte, blonde Haare, die teilweise die spitzen Öhrchen versteckten, ein engelsgleiches Gesicht mit großen, leuchtend grünen Augen, einer kleinen Stupsnase, feingeschwungenen, rosigen Lippen und Wangen, die bunt schimmerten, da irgendeine Art feinster Staub darauf war, schmale Schultern und ein ebenso schmaler Körper, der schon beinahe als schmächtig zu bezeichnen war und in einem grünen T-Shirt und grünen, halblangen Hosen steckte, beides an den Säumen wie ausgefranst, und noch dazu barfuß. Und der Kleine - denn ohne Zweifel handelte es sich hier um ein männliches Wesen, trotz der androgynen Züge - starrte ihn genau so an wie er ihn.
"Was bist du?", hörte er sich da auch schon selbst flüstern, ohne, dass er es hätte verhindern können, auch wenn es noch so unhöflich klang.

'Dunkelbraun', korrigierte er sich in Gedanken, 'seine Augen sind nicht schwarz, sondern dunkelbraun.' Und was für ein Dunkelbraun! Er konnte den Blick gar nicht von diesen faszinierenden Augen nehmen, die er im ersten Moment für schwarz gehalten hatte und die ihn nun ganz genau musterten. Erst die leise Frage holte ihn wieder ins Hier und Jetzt und ließ ihn sich leicht den Kopf schütteln, um den Blick von diesen Augen abwenden zu können.
"I... i... ich bin... ei... ein Elf", brachte er schließlich stotternd hervor, wofür er sich am liebsten selbst die Zunge abgebissen hätte. Er stotterte doch sonst nicht so herum. "D... dein Elf", hängte er dann noch leiser an.

"Ein Elf?", sprach er langsam nach. Irgendwie war die Bedeutung dieser Worte noch nicht ganz in seinem Gehirn angekommen, zu beeindruckt war er von der Gestalt vor sich und den leuchtend grünen Augen, die ihn so unschuldig anblickten. "MEIN Elf?"
Plötzlich zuckte er zusammen, als er etwas hinter dem Rücken des Elfen hervorschimmern sah, das er vorher nicht bemerkt hatte - Flügel! Er schluckte. 'Das kann doch nicht wahr sein! Ich halluziniere! Ja, das wird es sein! Ich werde ein Schädeltrauma haben! Deswegen liege ich auch hier im Krankenhaus!'
Trotz dieser Gedanken hörte er sich auch schon wieder fragen: "Sind... sind die echt?" Dabei zeigte er auf die hellblau schimmernden Flügel.

"Ja", antwortete Finn mit einem unsicheren Lächeln und war dabei stolz auf sich, da er nicht gestottert hatte. 'Dummkopf! Bei einem Wort kann man ja auch nicht allzu viel stottern!'
"Möch... möchtest du sie mal anfassen?", hauchte er nun, wobei er sich selbst fragte, ob er das gerade laut ausgesprochen hatte. Nie zuvor hatte er jemandem erlaubt, seine Flügel zu berühren. Langsam rappelte er sich auf und trat zögernd einen Schritt näher an das Bett heran.

Jessie nickte wie in Trance und beugte sich im nächsten Moment etwas vor, um mit seiner rechten Hand über den ihm zugewandten, filigranen Flügel, der aussah, als würde er aus unterschiedlich großen, lang gezogenen Waben bestehen, zu streicheln. Er traute sich kaum, ihn zu berühren, so zerbrechlich sah dieser aus. Vorsichtig strich er an der Außenseite entlang und registrierte dabei, wie der Kleine erzitterte. Sofort zog er seine Hand weg, aus Angst ihm wehgetan zu haben.
"'tschuldigung", nuschelte er, kaum verständlich.

Finn erschauerte unter dieser federleichten Berührung. Das war soooo schön! Beinahe hätte er angefangen zu schnurren, als der andere seine Hand auch schon wieder fortzog und sich leise entschuldigte. 'Bloß für was?', fragte sich Finn und sah dabei sicherlich reichlich verwirrt aus, bis ihm der Gedanke kam, dass Jessie vielleicht gedacht haben könnte, dass er ihm wehgetan hat.
"Du hast mir nicht wehgetan", flüsterte er. Lauter traute er sich irgendwie nicht zu sprechen. "Das kannst du gar nicht."

"Du... ich..." Nein, so konnte das nicht weitergehen. Er schloss die Augen und atmete tief ein, erwartend, dass das Wesen, sobald er seine Augen wieder öffnete, verschwunden war. Doch stand der Kleine immer noch vor ihm und blickte ihn verunsichert an, als er seine Lider wieder aufflattern ließ.
"Du... du kannst nicht echt sein", brachte er dann schließlich hervor.

Wie ein kleiner Stich mitten in sein Elfenherzchen bohrten sich Jessies Worte. 'Du kannst nicht echt sein', hallte es immer wieder in ihm nach.
"Wieso nicht?", schniefte er dann mit einer kleinen Elfenträne im Augenwinkel.

"Weil..."
'Oh Gott! Er wird doch nicht etwa gleich mit Weinen anfangen! Nein, bitte nicht weinen!'
"... weil es so etwas wie Elfen nicht gibt", sprach er seine Gedanken aus, wobei er selbst schon begann daran zu zweifeln, wenn er sich den Kleinen vor sich so betrachtete.

Langsam kullerte die Träne, der noch viele folgten, über Finns schimmernde Wange. Das tat weh. Das tat wirklich weh. Sein Jessie glaubte nicht, dass er real war. Finns Knie gaben nach, immer noch geschwächt vom Kraftakt des letzten Abends, und er fand sich erneut auf dem Boden sitzend wieder. Schluchzend vergrub er sein Gesicht in seinen kleinen Händchen.

Oh nein! Was hatte er nur angerichtet! Er hatte dieses zierliche Wesen zum Weinen gebracht! Und irgendwie war er nun hin- und hergerissen zu glauben, ob dieses kleine Häufchen Elend dort auf dem Boden, das von Schluchzern geschüttelt wurde, real war oder nicht.
So beugte er sich ein Stückchen vor und streichelte seinem Blondchen über die glänzenden Haare. "Hey, nicht weinen!"

Finn spürte eine streichelnde Hand auf seinem Kopf und musste ein besonders heftiges Zusammenzucken unterdrücken.
"Bin... bin ich nicht real? Fasse ich mich nicht echt an?", fragte er dann mit tränenschwangerer Stimme und hob seinen Kopf aus seinen Händen, um sein Gegenüber ansehen zu können.

"Doch", gab er zu, nahm eine Strähne zwischen seine Finger und zwirbelte sie ein wenig. "Doch, du fühlst dich sogar sehr echt an. Und deswegen habe ich Angst, dass ich verrückt werde, verstehst du, kleiner Elf?"

Zögerlich nickte Finn. Nein, er verstand nicht ganz. Für ihn war es doch auch normal, dass es Menschen gab, auch wenn er gerade erst den ersten getroffen hatte. Aber er wusste, dass die Menschen alle Dinge, für die sie keine Erklärung parat hatten, ignorierten und deren Existenz bestritten; wahrscheinlich zählten die Elfen da auch dazu.

Plötzlich wurde die Tür schwungvoll aufgerissen und ein etwas beleibter Mann in weißem Kittel trat in das Zimmer ein. "Mr. Foster", schrie er förmlich. "Schön, dass Sie wieder unter den Wachen weilen!" Mit großen Schritten kam er auf Jessie zu.

Jessie zuckte regelrecht zusammen, als der Arzt so hereingeplatzt kam. "Mit wem haben Sie sich denn da eben unterhalten, Mr. Foster?", hörte er den Mann auch schon fragen.
"Äähh, sehen Sie ihn nicht?" Dabei deutete er auf Finn, der immer noch auf dem Boden hockte, mittlerweile aber aufgehört hatte zu weinen.

"Nein, er kann mich nicht sehen. Nur du kannst das. Weil ich es so will", flüsterte er seinem Schützling zu. Misstrauisch beäugte er den Arzt. Der wollte seinem Kleinen doch wohl nicht etwas zu Leide tun?

"Was soll ich denn da sehen?" Die Stimme des Arztes klang leicht verdutzt.

"Oh, einen Käfer", zog sich Jessie schnell aus der Affäre und schaute erneut in die Richtung, um dann bedauernd anzumerken: "Schade, er ist schon weg. Das war wirklich ein schöner Käfer."

Finn grinste. Er war also ein Käfer? Ein 'wirklich schöner Käfer'? Er fietschte leicht, weil das sooo niedlich war, wie sein Schützling da diesen dicken Mann an der Nase herumführte. Dann hingen seine Augen wieder an dem Arzt, der seinem Jessie bedrohlich nahe kam.

"Äh, schade, ja, wirklich schade", lächelte der Doktor leicht gequält. Komische Patienten hatten sie hier. "Wie geht es Ihnen denn, Mr. Foster? Was ist das Letzte, an das Sie sich erinnern können?"

Leicht hoben sich bei dem quietschenden Geräusch des Elfen Jessies Augenbrauen, bevor er sich auf die Fragen des Arztes konzentrierte. "Mir geht's gut. Um ehrlich zu sein, hab ich mich schon gefragt, was ich hier mache, weil ich keinerlei Beschwerden habe. Ich könnte Bäume ausreißen", meinte er übermütig und hob dabei seine Arme in die Luft. "Das Letzte, an das ich mich erinnere, ist die Kreuzung kurz vor meiner Wohnung und ein Auto, das auf mich zugefahren kam. Was ist denn da passiert? Bin ich ohnmächtig geworden?"

"Nein, Mr. Foster. Sie wurden angefahren. Und es sah ziemlich schlimm mit Ihnen aus. Der Autofahrer und einige Passanten haben Sie sofort ins Krankenhaus gebracht, aber da lagen Sie schon längst im Koma", berichtete der Arzt.

Jessies Kinnlade klappte herunter. "Was? Ich lag im Koma? Aber... aber... wenn es so schlimm um mich stand, wieso geht es mir dann heute schon wieder so gut?" Er verstand nur Bahnhof. Irgend etwas lief hier ganz und gar nicht normal ab.

"Anscheinend haben Sie gutes Heilblut. Ob es Ihnen wirklich soo gut geht, wage ich zu bezweifeln. Immerhin ist Ihre Lunge angerissen, weswegen Sie auch beatmet werden mussten. Haben Sie den Schlauch selbst entfernt?" Dabei hob er den Schlauch vom Boden auf und betrachtete ihn einen Moment.

'Lunge angerissen? Das kann doch gar nicht sein!'
"Ja, hab ich. Er hat mich gestört. Und wie Sie sehen, kann ich auch ganz gut ohne atmen. Sie müssen sich geirrt haben; meine Lunge kann gar nicht angerissen sein. Vielleicht haben Sie die Röntgenbilder getäuscht?", klang ein Hoffnungsschimmer in seiner Stimme mit.

"Das bezweifle ich ebenfalls, Mr. Foster. Aber um sicherzugehen, werden wir Sie noch einmal gründlich untersuchen und auch röntgen." Etwas überrascht nahm der Arzt wahr, dass die Schramme auf Jessies Wange weg war. 'Oder hab ich die mir nur eingebildet gestern?'
Leicht den Kopf schüttelnd nahm er Jessies linke Hand in seine und begann, die Kanüle zu entfernen.

Sofort sprang Finn alarmiert hoch und beugte sich über das Bett, um den Dicken besser bei seiner Tat beobachten zu können.
"Was macht der da? Tut er dir weh? Er wird dir doch nicht etwa wehtun?", fragte er besorgt und aufgeregt und zugleich misstrauisch gegenüber dem Fremden nach.

"Schön, Doktor, dass Sie mir die Kanüle herausnehmen. Die hat mich schon richtig gestört", erklärte er mit einem Seitenblick auf den kleinen Elf, damit dieser auch verstand, dass er keinesfalls in Gefahr schwebte.
'Der macht sich ja richtig Sorgen um mich.'

"So", brummte der Arzt, "das wäre erledigt. Ich beende noch meine Visite in den anderen Zimmern und komme dann wieder, um Sie zur Untersuchung mitzunehmen." Mit diesen Worten drehte er sich um und verließ den Raum mit einem lauten Türenschlagen wieder.

'Herrgott noch mal! Kann der die Tür nicht ein bisschen leiser zumachen?'
Doch nun hatte Jessie sich wieder einem ganz anderen Problem zu stellen. Da war immer noch dieser Elf, der nicht von seiner Seite gewichen war, als der Arzt da gewesen war.
"So, und was mach ich nun mit dir?", stellte er die alles entscheidende Frage, die ihm schon die ganze Zeit auf der Seele brannte.

Gerade wollte Finn ansetzen zu antworten, da sah er einen weiteren Elf zum Fenster hineinfliegen, der sich direkt vor seinem Gesicht aufbaute, die Hände in die Seiten gestützt und nicht gerade freundlich blickend.

"Finn, was hat dir die Hohe Mutter gesagt? Es sollte eine Ausnahme sein und bei Ausnahmen geht man nicht soweit und überschreitet seine Grenzen!", wütete der Mini-Elf.

"Fiorl, das ist unhöflich. Er kann dich schließlich nicht sehen. Also zeig dich ihm gefälligst, wenn ich schon mit dir rede", befahl er dem anderen, den er eigentlich als seinen Freund ansah. Sie waren fast gleich alt; ihre Menschen hatten nur wenige Tage auseinander Geburtstag. Noch dazu arbeitete er oft mit ihm zusammen.

Augen verdrehend tat Fiorl schließlich, wie ihm geheißen und machte sich für Finns Menschen sichtbar. "So. Zufrieden?"

Jessie hatte stirnrunzelnd mit verfolgt, wie der Elf anscheinend mit der Luft sprach. Doch nur Sekunden nach seinen Worten erschien ein zweiter Elf, jedoch in der Größe einer Libelle. 'Oh Gott, jetzt seh ich die schon im Doppelpack', dachte er verzweifelt, die Augen weit aufgerissen.

"Ja, vielen Dank. Was hast du mir zu sagen, Fiorl? Ich glaube kaum, dass du den weiten Weg nur gemacht hast, um mir 'Hallo' zu sagen", vermutete Finn.

"Nein, Finn. Ich bin aus wesentlich ernsteren Gründen hier. Die Hohe Mutter schickt mich. Sie hat dich beobachtet diese Nacht. Du bist an deine Grenzen gegangen. Du hast zu viel deiner Energie an deinen Menschen gegeben und wirst dich jetzt eine ganze Zeit nicht mehr wandeln können, weil du zu schwach bist. Deshalb..."

"Moment mal", unterbrach Jessie diesen Winzling, den er trotz dessen minimaler Größe perfekt verstehen konnte. "Was hat er gemacht? Und wem hat er geholfen? Und wer ist eigentlich die Hohe Mutter?" In seinem Kopf hatte sich ein einziges Fragezeichen gebildet, das man in diesem Moment wohl auch von seiner Stirn ablesen konnte.

Nun wandte sich Fiorl an den Menschen. "Er hat dein Leben gerettet, Mensch, indem er dir von seiner Lebensenergie einen Großteil abgegeben hat. Und die Hohe Mutter ist die Mutter aller Elfen", erklärte er ziemlich genervt.

Jessie war sprachlos. Hatte er das gerade richtig verstanden? Finn, so hatte er zumindest den Namen des größeren Elfen aufgeschnappt, hatte er sein Leben und seine Gesundheit zu verdanken? Aus großen Augen starrte er seinen Retter an.

Finn blickte verlegen zu Boden. "Das war doch nicht der Rede wert", nuschelte er, leicht dabei errötend.

Fiorl seufzte. 'Mein Gott, sind hier nur alle übergeschnappt? Irgend etwas muss hier in der Luft liegen...'
"So, und nun höre, Finn. Die Hohe Mutter hat entschieden, dass du eine Strafe verdienst. Zwar hast du heldenhaft gehandelt, doch hast du auch indirekt ein Gesetz gebrochen und das darf nicht ungesühnt bleiben."

"Er hat ein Gesetz gebrochen? Bestraft? Er soll bestraft werden?", faselte Jessie die Worte des Elfenzwerges nach.

Wieder verdrehte Fiorl die Augen. Waren alle Menschen so schwer von Begriff oder hatte er hier ein Prachtexemplar in Sachen Dämlichkeit vor sich?
"Folgendes ist deine Strafe: Du sollst den nächsten Monat als Mensch leben und musst dich daher sichtbar machen für alle. Nach diesem Monat werde ich wiederkommen und dich abholen. Genau so lange wird dein Körper auch brauchen, um die verloren gegangene Energie wieder herzustellen." Den Menschen ignorierte er gekonnt.

Finn dachte, sich verhört zu haben. Das konnte doch nicht wahr sein! DAS sollte seine Strafe sein? Das war doch ein Geschenk! Er wollte schon immer einmal die Menschen erforschen. Noch dazu konnte er viel Zeit mit seinem Schützling verbringen. Vorausgesetzt, der wollte das überhaupt...
Wieder verunsichert, warf er einen Blick auf seinen Kleinen, der aussah, als hätte er noch nicht ganz die Bedeutung von Fiorls Worten verstanden.

"Okay, Finn, du bist ab jetzt sichtbar. Vergiss das nicht", ermahnte er den Elf, während er seine nun größeren Kräfte anwandte, um den anderen sichtbar zu machen und dessen Flügel zurückzubilden. Finn hätte das selbst nicht tun können, da er noch viel zu geschwächt war. "Ich muss dann jetzt wieder zurück. Die Arbeit wartet. Wir sehen uns in einem Monat. Du tust mir leid", fügte er zum Schluss noch an und es entsprach der Wahrheit. So eine grausame Strafe; bei den ungläubigen Menschen, alle, seiner Meinung nach, ebensolche Intelligenzbolzen wie der, den er gerade kennengelernt hatte, seine Zeit zu fristen - das stellte er sich wirklich furchtbar vor.
So flog er wieder durch das Fenster und zurück gen Elfenpalast, seinen Freund, den er in Bezug auf diese seltsamen Erdenbürger noch nie hatte verstehen können, zurücklassend.

Weg war dieses Winz-Ding. Und er hatte immer noch nicht ganz begriffen, was sich da die letzten Minuten in diesem Raum abgespielt hatte.
"Noch mal ganz langsam und für Dumme", bat er Finn nun mit einem schiefen Grinsen.

Und so erklärte Finn es ihm noch einmal - ganz langsam und für Dumme. Als er fertig war, sah er ihn wieder verunsichert an und murmelte ganz leise: "Und jetzt weiß ich nicht, wo ich diesen Monat hier verbringen soll." Natürlich hoffte er, dass Jessie ihm anbot, bei ihm zu wohnen.

Genau in diesem Moment wurde die Zimmertür erneut geöffnet. Doch diesmal trat nicht der Arzt, sondern eine blonde, dämlich grinsende Krankenschwester ein. "Guten Morgen, Mr. Foster! Sie - huh! Sie haben ja Besuch!", stellte sie überrascht fest, als sie von dem Tablett aufblickte. Irritiert betrachtete sie den 'Besuch'.

"Hallo", sagte Finn freundlich, "ich bin Finn, ein..."

"... ein Freund!", unterbrach Jessie ihn hastig. Nicht, dass er dieser Schnepfe auch noch erzählte, er wäre ein Elf. "Er ist ein Freund", betonte er noch einmal.
'Jedenfalls bin ich jetzt nicht mehr der einzige, der ihn sehen kann', dachte er erleichtert. 'Muss also doch was dran sein an dieser ganzen Geschichte...'

"Aha. Und wie sind Sie hier hereingekommen, Mr. Finn?", fragte die Schwester mit diesem blöden Grinsen. "Niemand hat Sie herkommen sehen, so weit ich weiß."

"Ach, das hat er mir auch gerade erzählt", fing Jessie auch schon wieder an, Finn zu bevormunden. Er hatte einfach Angst, dass der Kleine sich verplapperte. Schließlich wollte er nicht, dass sie den Elfen für irre hielten und in eine Klapse steckten. "Er war selbst ganz überrascht, niemandem begegnet zu sein, als er hergekommen ist. Wissen Sie", meinte er nun in verschwörerischem Tonfall, "er ist nicht von hier." 'Und damit habe ich noch nicht einmal Unrecht.' "Er kommt aus der Schweiz", fügte er erklärend hinzu, dabei auf Finn und dessen ungewöhnliches Aussehen deutend. 'Okay, das war jetzt aber wirklich eine Notlüge. Hoffentlich nimmt der Kleine mir das nicht übel.'

Finn runzelte die Stirn, als Jessie schon wieder für ihn antwortete. Und was war eigentlich 'der Schweiz'?

"Verstehe", sagte die Schwester in demselben verschwörerischen Tonfall. "Das erklärt natürlich einiges."

"Eben. Aber er ist ein ganz Lieber und harmlos, wissen Sie. Einmal, da hat er geweint und ein Riesentrara gemacht, weil er eine Fliege erquetscht hat. Mein Ernst! Das sind in der Schweiz heilige Tiere oder so." Gott, machte das einen Spaß, diese dumme Ziege zu veralbern. Finn war ihm wegen diesem kleinen Scherz, so hoffte er, nicht böse. Er warf einen Blick auf seinen Retter, doch der sah im Moment ziemlich verwirrt aus.

"Ja, davon hab ich auch schon gehört. Aber dass das gleich so schlimm ist, das wusste ich noch nicht", antwortete sie erstaunt.

'Du lieber Himmel! Die ist ja noch dümmer als ein Sack Kartoffeln!'
"Jedenfalls wollten wir uns gestern treffen und als ich nicht aufgetaucht bin, hat er sich wohl Sorgen gemacht und herumtelefoniert, bis er herausgefunden hat, dass ich in diesem Krankenhaus hier liege. Und da ist er sofort hergekommen."

Finn verstand nun gar nichts mehr. Was erzählte Jessie da für konfuse Sachen? Am besten, er würde ihn einfach einmal fragen, wenn diese Person hier wieder weg war, denn einmischen wollte er sich ganz bestimmt nicht.
Diese Frau irritierte ihn irgendwie. Er wusste nicht, wie er sich verhalten sollte und sie weckte seine Beschützerinstikte in Bezug auf Jessie ganz stark. Zwar beobachtete er sie schon die ganze Zeit interessiert - schließlich war sie die erste Menschenfrau, die er sah - aber richtig schlau wurde er aus ihr und diesem merkwürdigen Gespräch nicht.

"Das sind noch wahre Freunde", seufzte sie theatralisch und stellte dann das Tablett auf dem aufklappbaren Tisch von Jessies Nachtkommode ab. "Hier, Ihr Frühstück, Mr. Foster. Haferbrei. Lassen Sie es sich schmecken", säuselte sie honigsüß, bevor sie schließlich das Zimmer wieder verließ.

Sofort ging Finn wieder in die Hab-Acht-Stellung, als die Frau so nah an Jessie herankam. Er atmete erleichtert aus, als sie wieder fort war.

"Ihgitt! Ich HASSE Haferbrei!", würgte Jessie hervor, als die dämliche Kuh endlich weg war. Mit spitzen Fingern und gerümpfter Nase öffnete er den Behälter, in der Hoffnung, dass vielleicht doch etwas Essbares, also KEIN Haferbrei, darunter war. Doch er wurde enttäuscht - glibbrig-gatschiger Haferbrei bis zum Rand. Die neugierigen und wohl auch hungrigen Blicke Finns entgingen ihm nicht. "Möchtest du? Ich kann da nicht ran."

Begeistert nickte Finn. Das sah doch gar nicht so schlecht aus. Er zog sich einen Stuhl heran und schnappte sich mit großem Appetit den großen Löffel, der in seiner kleinen Hand recht groß wirkte, und schaufelte sich etwas von diesem Menschenessen in seinen Mund. 'Hmm, gar nicht so übel...' Hungrig aß er weiter. 'Fast wie der Brei, den die kleinen Elflinge bekommen.'
"Was hast du der Frau vorhin eigentlich für komische Sachen erzählt? Ich kenne keinen Schweiz, was auch immer das ist. Und eine Fliege habe ich auch nie erquetscht."

Erstaunt beobachtete er Finn, wie der sein Frühstück heißhungrig verschlang. "Ach, Finn! Ich wollte der Krankenschwester nicht erzählen, dass du ein Elf bist. Das sollten wir niemandem sagen - das bleibt unser kleines Geheimnis. Und weil du nicht gerade wie ein Einheimischer aussiehst, hab ich eben gesagt, dass du aus der Schweiz kommst. Das ist übrigens ein Land auf der anderen Seite der Erde. Wenigstens werden deine Ohren von deinen Haaren einigermaßen verdeckt. Ich weiß nicht, wie die anderen darauf reagieren würden, verstehst du?"

Wieder nickte Finn, doch diesmal, weil er den Mund voll hatte und deswegen nicht antworten konnte.

"Außerdem hat es Spaß gemacht, diese dumme Ziege zu verkohlen", fügte er grinsend hinzu.

"Verkohlen?", fragte Finn verwirrt nach, den Kopf dabei hebend und mit dem Essen innehaltend.

"Ja, verkohlen. Sie an der Nase herumzuführen, verstehst du?" Daran hätte er aber mal eher denken können, dass Finn solche neumodischen Wörter sicher nicht kennen würde.

"Verstehe", brabbelte Finn und aß den letzten Löffel seines Breis. "Das war lecker", meinte er danach, sich leicht über den Bauch reibend.

Unwillkürlich musste Jessie lachen, als er sah, wie der kleine Elf sich über seinen nicht vorhandenen Bauch strich. "Freut mich!"

Und schon ging wieder die Tür auf. Und erneut trat diese nervige Krankenschwester ein.
"Mr. Foster, kommen Sie bitte mit", sprach sie, das belämmerte Grinsen auf dem Gesicht nach wie vor zur Schau tragend. "Doktor Eckebert muss sich noch um einen Patienten kümmern, hat mich aber gebeten, Sie schon einmal zur Untersuchung zu geleiten", plusterte sie sich auf, als hätte sie den Miss USA-Schönheitswettbewerb gewonnen. "Wollen Sie in der Zeit auf ihren Freund hier warten, Mr. Finn?"

Finn nickte. Irgendwie schien das zu so etwas wie einem Hobby für ihn zu werden, das Nicken. Aber in Gegenwart dieser Frau, die ihm irgendwie immer noch suspekt war, wollte er einfach nicht sprechen. Die Angst, dass seinem Kleinen etwas angetan werden könnte, stellte sich sofort wieder ein und er blickte Jessie aus furchtgeweiteten Augen an.

Die Schwester verschwand noch einmal kurz auf dem Flur, ließ die Tür aber offen.

"Hey, du brauchst dir keine Sorgen machen, Kleiner", versuchte er den Elf zu beruhigen. "Ich bin hier in einem Krankenhaus und da will mir keiner schaden. Und wenn, dann wüsste ich mich zu wehren." Er hatte Jessies Reaktion richtig gedeutet, da er dessen Beschützerinstinkt mittlerweile schon bemerkt hatte. So streichelte er mit einer Hand über Finns blondes Haar, berührte dabei auch ein paar kunstvoll eingewebte Blätter.

Schnell schluckte er die Angst hinunter und nickte wieder tapfer. Mitgehen stand anscheinend gar nicht erst zur Debatte.

Da kam die Schwester auch schon wieder um die Ecke, einen Rollstuhl vor sich herschiebend. "Ihr Wagen ist vorgefahren", versuchte sie blöde lächelnd einen Witz zu reißen, als sie vor Jessies Bett anhielt.

"Nein", stieß er hervor. "Nein! Also, DAMIT werde ich ganz bestimmt nicht fahren! Ich kann sehr gut auch selber laufen!" Das war ja wohl die Krönung! Wollten die ihn in einem Rollstuhl herumkutschieren!

"Tut mir leid, Mr. Foster", flötete die Schwester schadenfroh. "Der Doktor hat mir ausdrücklich befohlen, Sie nicht laufen zu lassen, sondern in diesem Rollstuhl zu fahren. Also, nehmen Sie bitte Platz!"

Missmutig stand Jessie auf und registrierte dabei, dass er eins dieser scheußlichen Krankenhausnachthemden anhatte. 'Naja, wenigstens haben die mir meine Shorts angelassen', dachte er erleichtert. Und so ließ er sich in den bereitstehenden Rollstuhl plumpsen und wurde auch schon zur Tür geschoben. "Bin bald wieder da, Finn", rief er diesem noch einmal zu, bevor sie endgültig den Raum verließen.

Doch dieses versprochene 'bald' ließ lange auf sich warten. Über zwei Stunden saß Finn in Jessies Zimmer und wartete auf diesen. Er vermisste sein kleines Menschlein, an das er sich in dieser kurzen Zeit schon gewöhnt hatte. Oft hatte er sich nach den Nächten, in denen er ihm im Traum begegnet war, vorgestellt, wie sein Schützling wohl wirklich war. Der Jessie, den er hier kennengelernt hatte, entsprach zwar nicht unbedingt diesem Bild, aber dafür war das Original um einiges interessanter. Ja, er mochte seinen kleinen Menschen. 'Ob er mich auch mag? Wenigstens ein klitzekleines bisschen?', fragte sich Finn immer wieder. Schließlich wurde er in seinen Gedanken, die sich mittlerweile damit beschäftigten, wo er nun diesen einen Monat verbringen würde, unterbrochen, als die Tür sich erneut öffnete und ein gestresst aussehender Jessie hereinstapfte.

"Wir gehen", meinte Jessie nur, als er wiederkam. Über zwei geschlagene Stunden hatten sie ihn untersucht und zwar bis ins kleinste Detail und hatten dann doch einsehen müssen, dass er sich bester Gesundheit erfreute. Wahrscheinlich war er jetzt bei allen Ärzten und der gesamten Schwesternschaft hier das achte Weltwunder und würde noch lange Gesprächsstoff liefern. Ihm war das egal. Sie hatten ihn noch da behalten wollen - um sicherzugehen, hatten sie gesagt - doch er hatte nur die Papiere für seine Entlassung verlangt, diese unterschrieben und war dann auf schnellstem Wege wieder in sein Zimmer und zu Finn gekommen.
Schnell schnappte er sich seine Klamotten, die auf dem Stuhl neben dem Fenster lagen und verschwand damit im Bad.

Gehen? Das klang gar nicht mal so schlecht in Finns Ohren. Er blickte Jessie erstaunt nach, als dieser mit energischen Schritten und einem Bündel unter dem Arm im angrenzenden Zimmer verschwand. Nur wenige Minuten später kam er wieder heraus und Finn musste feststellen, dass der Modegeschmack der Erdenbürger recht gewöhnungsbedürftig war.

Jessie fluchte leise vor sich hin. Seine Klamotten waren total verdreckt. Noch dazu hatte seine Jeans ein Loch am Knie und sein Pullover war eingerissen und hatte Blutflecken. "Sag nichts", meinte er zu Finn, dessen überraschten Gesichtsausdruck er wohl registriert hatte. "So abgerissen lauf ich normalerweise nicht herum."

Das glaubte er Jessie gern. Grinsend ging er auf ihn zu und zupfte an dessen Pullover, was sogar ein bisschen Staub aufwirbelte.

Jessie musste lachen. Dieser kleine Elf war einfach zu niedlich! "Na dann, wollen wir?", fragte er Finn, nachdem dieser ihn genau inspiziert hatte. Für ihn gab es da gar keine Frage; natürlich würde Finn für den Monat, den er hier sein würde, bei ihm wohnen.

Wieder nickte Finn nur, fügte dann aber noch ein "Gern!" an. Und so verließen sie Jessies ehemaliges Krankenzimmer und wenig später auch das Gebäude und Finn machte seinen ersten Schritt in die große, weite Welt der Menschen, die es ab nun für ihn zu entdecken galt.