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Fußballer unter sich
Die Idee, so etwas zu schreiben, kam während der EM 2004 (auch wenn ich sonst kein Fußballfan bin). Besonders inspiriert hat mich eine Szene aus dem Spiel Schweden/Holland, nachdem die Holländer gewonnen hatten. Da wurden zwei Schweden eingeblendet, so wie es in meiner Geschichte auf dem Feld dann auch ist (falls das jemand gesehen haben sollte).
Viel Spaß beim Lesen! ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Sie hatten verloren. Ein einziger Schuss beim 11-Meter-Schießen, vom Torwart nicht gehalten und schon waren ihre Träume zerstört, ins Halbfinale einziehen zu können. Eine Sekunde, die über ihr weiteres Schicksal in dieser EM entschied. Und sie hatte sich gegen sie entschieden. Ohne ersichtlichen Grund, denn sie hatten keineswegs schlechter als ihre Gegner gespielt. So viel Training, so viel Schweiß, so viel Anstrengung, alles umsonst. Sie hatten verloren. Marek ließ seinen Blick schweifen. Auf der einen Seite die überglücklichen und strahlenden Gesichter der anderen Mannschaft, die mehr durch Glück als durch größeres, überlegenes Können gewonnen hatten, und der Jubel ihrer Fans. Auf der anderen Seite die traurigen, niedergeschmetterten Gesichter seiner eigenen Mannen und die trüben Mienen ihrer Landsleute. Seine Augen blieben an einer auf dem Boden kauernden, sich leicht vor und zurück wiegenden Gestalt hängen. Darian. Sein Schützling, dem er so einiges schon beigebracht hatte. Er war der jüngste in ihrer Truppe, gerade einmal unschuldige 21 Jahre alt. Und er war der motivierteste von ihnen gewesen. Mit seiner jugendlichen Frische hatte er Schwung und Leben ins Spiel gebracht. Doch nun war er nur noch ein kleines Häufchen Elend, das mehr als jeder andere hier über das verlorene Spiel trauerte. Marek ging zu ihm, setzte sich hinter ihn ins leicht feuchte Gras, schlang einen Arm um die Taille des anderen und wuschelte ihm beruhigend und Trost spendend durch die blonden Haare. Darian zuckte kurz zusammen, blickte dann hinter sich und als er erkannte, wer sich da diese Freiheiten bei ihm herausnahm und derjenige sich als sein bester Freund in der Mannschaft herausstellte, seufzte er laut. "Ich hätte treffen können. Nein, müssen! Wenn ich den Ball doch nur reingehauen hätte vorhin! Dann wären wir jetzt weiter. Weißt du das? Wir wären weiter, Marek!" "Hey, Kleiner! Mach dir mal keine Vorwürfe! Du warst nicht der einzige, der dazu Gelegenheit hatte. Du hättest ihn gar nicht reinkriegen können. So wie die dich in die Mangel genommen haben. Ich bin froh, dass dir nicht mehr passiert ist bei denen ihrer brutalen Art!" Seine Hand strubbelte immer noch durch das Haar des anderen. Fast zärtlich, so schien es Darian. Er war dem um drei Jahre älteren Marek noch nie so nah gewesen. Und es fühlte sich bei weitem nicht schlecht an. Er genoss die Nähe und Wärme des starken Mannes, das feuchte Shirt an seinem eigenen nicht minder durchgeschwitzten, der Geruch nach..., ja, nach ihm. Er nahm tatsächlich einen Teil seiner Betrübtheit und seiner Selbstzweifel von ihm. So saßen sie eine ganze Weile, alles um sie herum ignorierend; die gewaltige Geräuschkulisse der feiernden Menschen, die nicht ehrlich gemeinten es-tut-uns-wirklich-schrecklich-leid-für-euch-Blicke der gegnerischen Mannschaft, die gesenkten Häupter der Kollegen. "Komm. Lass uns gehen." Marek war aufgestanden und reichte Darian eine Hand, die er dankend annahm und sich auf die Beine helfen ließ. So schlenderten sie vorbei an der Tribüne, auf der ihre Landsgenossen saßen, die sie alle mit mitfühlenden Blicken verfolgten, zum Coach. "Gutes Spiel, Jungs. Und auch wenn die Anderen gewonnen haben, ich weiß doch, dass wir besser sind als die. Nächstes Mal..." Die beiden nickten ihm zu und verschwanden dann in Richtung Mannschaftskabine, sich den Blicken der Öffentlichkeit und der sich im Stadion befindlichen Menschen entziehend. Die anderen waren schon alle da. Keiner sprach auch nur ein Wort. Schweigend wechselten sie die durchgeschwitzten Oberteile gegen neue, denn es lohnte sich nicht, sich noch weiter umzuziehen. Erst nach der Dusche, die auf die Spieler im Hotel wartete. Die Fahrt im eigens gebuchten Bus war kurz. Das Hotel war nicht allzu weit vom Stadion entfernt. Daneben ein großer Trainingsplatz, den sie jetzt nicht mehr brauchen würden, da sie morgen abreisen müssten. Jeder klopfte jedem noch einmal auf die Schulter. Dann verschwanden sie in ihren Zimmern. *~*~*~*~*~ Darian fühlte sich ein wenig besser. Er hatte ausgiebig geduscht und stand nun in frischen Klamotten in seinem Zimmer. Er wusste nicht, was er jetzt machen sollte. Die Ereignisse des Tages waren noch zu nah, zu frisch, als das er hätte jetzt schlafen können. Plötzlich hörte er ein lautes Geräusch aus dem Nachbarzimmer. Mareks Zimmer. Nach langem Überlegen und Abwägen, ob er den Freund um diese Uhrzeit noch stören könne, entschloss er sich dafür. Er ist wach. Also kann ich ruhig noch rüber.' Erstaunlicherweise schlug sein Herz bei dem Gedanken höher, Marek gleich wieder gegenüber zu stehen. Er riss sich zusammen, rief sich zur Räson und machte sich dann auf den Weg. Vor der Tür angekommen, rang er erneut mit sich, klopfte nach einigen Augenblicken schließlich doch an. Er hörte von drinnen ein lautes "Ja?" und antwortete mit leicht unsicherer Stimme "Ich bin's, Darian." Da schwang auch schon die Tür mit einem Ruck auf. "Hey, Kleiner! Komm doch rein. Ich dachte, es wäre wieder irgend so ein dämlicher Journalist, der es irgendwie geschafft hat, hier reinzukommen und uns jetzt ausquetschen will." Darian starrte den Älteren an. Er war ebenfalls frisch geduscht. Seine dunkelbraunen, lockigen Haare hingen ihm, genau wie seine eigenen, feucht über der Schulter. Er hatte sich neue Sachen angezogen. Eine schwarze lange Hose und ein schwarzes Oberteil. Marek liebte schwarz, das wusste Darian. Er folgte ihm in das Zimmer des Freundes. Es herrschte gedämpftes Licht, da Marek es nicht so hell und grell mochte zu späterer Stunde. Eine Flasche Wein stand auf dem Tisch, daneben ein Glas. "Setz dich doch. Ich hol noch ein Glas." Und schon war er verschwunden und besorgte ein zweites Glas, das er langsam mit der dunkelroten Flüssigkeit füllte, bevor er sich selbst ebenfalls eingoss. "Ich... ich hab ein Geräusch gehört aus deinem Zimmer... und da dachte ich, dass ich doch noch mal vorbei kommen könnte. Ich... ich konnte nicht schlafen, weißt du." Marek fing an leise zu lachen. Das war einfach zu niedlich, wie sich der Kleine hier rechtfertigte für seinen späten Besuch. "Schon gut. Mir geht es doch auch nicht anders. Kein Wunder..." Ernst fuhr er fort. "Jetzt heißt es, wieder ab nachhause." "Ja, aber da wartet doch sicherlich schon deine Freundin auf dich." Darian hätte sich im nächsten Moment am liebsten in den Allerwertesten getreten. Das war ihm einfach so rausgerutscht, obwohl er das gar nicht sagen wollte. Gut, es interessierte ihn wahnsinnig, denn er hatte sich mit dem Älteren nie über Beziehungen unterhalten. Umso überraschter war er über die Antwort. "Ich habe doch keine Freundin." Marek war wirklich erstaunt gewesen über diese Frage. Doch hatte er wahrheitsgemäß geantwortet. Aber nun wollte er seinerseits doch auch etwas wissen. "Bei dir wartet wohl eine schon sehnsüchtig zu Hause?" "Ja..." Im ersten Moment war Marek richtig enttäuscht. Er konnte sich zwar nicht erklären, warum, was ihn nur noch mehr verwirrte, aber es war nun einmal so. Dann hörte er jedoch die nächsten Worte, die Darian nach einer kleinen Pause hinzufügte. "Meine kleine Tinka wird mich schon sehnsüchtig erwarten." Marek horchte auf. "Tinka?" "Meine Katze." Jetzt grinste Darian den sichtlich überraschten Freund an. Er hatte es sich nicht nehmen lassen, ihn ein bisschen an der Nase herumzuführen. Marek fiel ein zentnerschwerer Stein vom Herzen. Er hörte es richtig plumpsen, so erleichtert war er. Was ist nur los mit dir? Du bist doch kein kleiner Junge mehr.' Laut aber sprach er "Na dann, auf Tinka!" und stieß mit seinem Gegenüber geräuschvoll an. So saßen sie eine ganze Weile beisammen, tranken Wein und unterhielten sich. Sie redeten nicht viel über das verlorene Spiel. Darüber müsste man morgen noch genug sprechen. Und sie wollten sich den letzten Abend, den sie hier verbringen würden, nicht noch mehr kaputt machen lassen. Nach einiger Zeit stand Marek auf, um den Fernseher einzuschalten. Eigentlich wollte er nur mal durchschalten, um zu schauen, was denn so schönes lief. Das letzte, was er sehen wollte, war jedenfalls Fußball. Besonders nicht ihr eigenes Spiel. Doch das erste, was kam, war genau das. Ihr Spiel. Und zwar schon nachdem das entscheidende Tor gefallen war. Er seufzte. Gerade, als er umschalten wollte, kam ein Bild, dass ihn selbst zeigte, wie er hinter Darian sitzt und ihm tröstend durch die Haare streichelt. Ein Bild absoluten Vertrauens und Beisammenseins. Er konnte den Blick nicht davon abwenden. In ihm breitete sich ein Gefühl der Leere aus. Eine Leere, die er schon lange Zeit verspürte, sich ihrer aber erst jetzt in diesem Moment wirklich bewusst wurde. Er fühlte sich schrecklich allein, einsam, doch musste er zugeben, dass dieses Gefühl noch stärker war, bevor er Darian kennengelernt hatte. Damals hatte er regelmäßig Depressionen gehabt und einen Haufen Tabletten schlucken müssen. Darian hatte ihm wieder hochgeholfen, ihm gezeigt, wie schön das Leben eigentlich sein kann. Er war mehr als nur sein Freund. Und in genau diesem Moment, als er sich das eingestand, war es, als würde ihm der letzte, alles verhüllende Schleier vor seinen Augen fallen: er liebte Darian. Wahrscheinlich schon vom ersten Moment an, wobei er es immer nur als reine Sympathie abgestempelt hatte. Doch nun war er sich seiner Gefühle einhundertprozentig sicher. Und er hatte Angst. Angst davor, dadurch einen Freund zu verlieren. In ihm tobte ein eigener kleiner Krieg. Plötzlich spürte er, wie sich zwei starke Arme leicht um seine Hüften legten. Damit hatte er nicht gerechnet. Es brachte sein Innerstes noch mehr in Aufruhr und bestätigte ihm seine Gefühle für Darian. Dann spürte er einen warmen Lufthauch an seinem Ohrläppchen. "Marek, ich brauche noch immer deinen Trost, ..." Darian hatte es nur geflüstert. Er war sich nicht sicher, ob er hier nicht doch ein wenig zu weit ging. Schließlich hatte Marek nie Andeutungen gemacht, dass er mehr als nur einen guten Freund in ihm sah. Er jedoch hatte es schon lange gespürt, es sich nur nie eingestehen wollen. Doch nun konnte er sich nicht mehr zurückhalten. Er musste es einfach riskieren. Entweder ein überglückliches oder ein gebrochenes Herz. Er bemerkte die Gänsehaut an Mareks Nacken, den sein Atem verursacht hatte und musste leicht lächeln. Er musste es jetzt wagen, sonst würde er sich ewig Vorwürfe machen. "... deinen Trost und noch mehr." Mareks Herz setzte einen Augenblick lang aus, nur um danach wieder wie wild zu pochen. Diese letzten drei Worte, leiser noch als ein Flüstern, brachten ihn fast um den Verstand. Es war eindeutig, was er darunter zu verstehen hatte. Vor seinem bildlichen Auge vollführte er gerade Luftsprünge, die seinesgleichen suchten. Darian wollte ihn, genauso wie er ihn wollte. Doch hatte er immer noch Zweifel. Was, wenn es bei seinem Freund nur bei dieser einen Nacht bleiben würde? Wenn er gar keine tieferen Gefühle für ihn hegte? Zieh nicht den Schwanz ein, bevor du es nicht sicher weißt!' Langsam drehte er sich um, die Hände immer noch um seine Hüfte. Und was er da sah, verschlug ihm die Sprache und ließ ihn die Luft anhalten. In Darians Augen konnte er nur Liebe, unbedingte Liebe lesen, begleitet von einem Anflug Angst, der ihm aber sogleich wich, als er in die Augen Mareks blickte. Diese strahlten nun in demselben Glanz, zeigten ebenfalls seine ganzen Gefühle, die er dem Jungen entgegenbrachte. Eine Träne stahl sich aus seinem Augenwinkel. Noch nie zuvor war er so glücklich gewesen. "Ich liebe dich." Darian hatte diese drei Worte, die sein Leben veränderten und ihm einen neuen Sinn gaben, mehr von den Lippen Mareks abgelesen, als das er sie gehört hatte. Überglücklich, seine Angst unbegründet und um die Liebe des Älteren für ihn sicher zu wissen, fiel er seinem Geliebten um den Hals und drückte ihn fest an sich. "Marek, mein Engel, ich werde dich nie verlassen." Marek schluchzte auf. Dann sah er Darians geliebtes Gesicht direkt vor seinem eigenen. Nur Sekunden später spürte er diese unglaublich weichen Lippen auf seinen. Ganz sanft nur, zärtlich. Ein Kuss, in den sie all ihre Liebe einbrachten, die sie füreinander empfanden. Viel zu schnell, so fand Marek, lösten sich Darians süße Lippen schon wieder von seinen. So schnellte er vor, um seinen Geliebten in einem erneuten Kuss gefangen zu nehmen. Darauf schien dieser nur gewartet zu haben, denn schon strich er mit der Zunge zärtlich an Mareks Lippen entlang und forderte Einlass, den dieser ihm sogleich gewährte. Ein leidenschaftliches Zungenspiel entbrannte, bei dem keiner der beiden als Gewinner hervorging, als sie sich einige Zeit später aufgrund Luftmangels keuchend voneinander trennten. Darian blickte ihn nun fragend an. Sie verstanden sich auch ohne Worte, sogar in dieser Situation. Doch Marek fiel plötzlich wieder siedend heiß ein, dass er bis vor ein paar Minuten noch nicht einmal gewusst hatte, dass er schwul ist, geschweige denn, dass er je mit einem Mann geschlafen hatte. Irgendwie schämte er sich, das so direkt seinem Freund zu sagen. Er spürte, wie er leicht rot wurde. "Ich... ich hab noch... noch nie... mit einem Mann... also, hm... du weißt schon..." Darian musste grinsen. Das war einfach zu süß! Er hatte schon gewusst, was jetzt kommen würde, noch bevor Marek seinen Mund aufgemacht hatte. "Lass mich diesmal dein Lehrmeister sein." Marek sah ihn mit großen Augen an. Er war wahnsinnig aufgeregt, wusste nicht, was er als nächstes tun sollte. "Komm. Lass uns in mein Zimmer gehen. Du wirst hier nicht alle... hm, ... Utensilien haben." Darian nahm einen sichtlich angespannten Marek an der Hand, drückte ihm noch einen flüchtigen Kuss auf den Mund und zog ihn dann in sein eigenes Zimmer. Dort angekommen verfrachtete er seinen Geliebten erst einmal auf die Couch. Er wollte noch etwas erledigen. Schließlich sollte alles perfekt sein beim ersten Mal. Marek war noch verwirrter als vorher, als Darian verschwand. Er wäre ihm am liebsten hinterhergelaufen, doch ein Blick, den ihm der Jüngere zuwarf, genügte ihm, um ihm klarzumachen, dass er warten und sich noch ein wenig gedulden solle. Nach wenigen Minuten kam der Ersehnte zurück, zog ihn lächelnd von der Couch und schob ihn ins Schlafzimmer. Marek stockte der Atem bei dem Anblick, der sich ihm bot. Im ganzen Zimmer verteilt standen Kerzen, die ein sanftes Licht ausstrahlten. Wieder verließ eine Träne seine Augen, die Darian vorsichtig wegküsste. "So etwas hat noch nie jemand für mich gemacht." "Dann genieße, mein Liebster." Sie hielten sich eng umschlungen, in einen leidenschaftlichen Kuss vertieft und sanken, ohne sich voneinander zu lösen, aufs Bett. Darians Hand fuhr vorsichtig unter Mareks T-Shirt und streichelte sanft dessen Oberkörper, während sie den Kuss noch vertieften. Doch schon bald genügte ihm das nicht mehr. Er ließ kurz von ihm ab, was Marek einen Laut des Missfallens entlockte, um ihm dann das Shirt ganz auszuziehen. Sein eigenes folgte gleich darauf. Er wollte seine Haut spüren, alles von ihm, mit allen seinen Sinnen. Sein Blick glitt bewundernd über die entblößte Brust des Älteren, die im Kerzenlicht verführerisch schimmerte. Marek erschauerte unter diesen Blicken, wand sich darunter. Er vermisste Darians streichelnde Hände. Doch lange musste er nicht auf sie warten. Darian hatte gesehen, wie sehr sich Marek nach ihm sehnte. Und diesem Sehnen gab er doch gerne nach. Zärtlich streichelten seine Hände über Mareks Brust, umkreisten seine Brustwarzen, die sich ihm schon erwartend entgegenreckten, um sich dann, bei der kleinsten Berührung, sofort zu verhärten. Angespornt durch Mareks Seufzen, begann er nun, die kleinen Nippel mit seiner Zunge zu reizen und über sie zu lecken. Dann biss er vorsichtig hinein, was Marek laut aufstöhnen ließ. Darian grinste, sichtlich zufrieden mit der Reaktion auf seine kleine Behandlung. Doch war er mehr als nur überrumpelt, als er plötzlich von zwei starken Armen gepackt und herumgerissen wurde, sodass Marek nun über ihm lag. Dieser hatte es passiv nicht länger aushalten können. Diese Berührungen machten ihn noch wahnsinnig. So hatte er nun die Initiative ergriffen. Verlangend presste er seine Lippen auf die leicht geöffneten seines Freundes und versank tief mit seiner Zunge darin. Er begann ein heftiges Zungenspiel, während seine Hände zärtlich an Darians Seiten auf und ab strichen. Dann ließ er seine Zunge auf Wanderschaft gehen. Über den Hals, auf den er leichte Küsse tupfte, hinab bis auf die Brust, auf der er eine feuchte Spur hinterließ. Er hörte, wie der Atem des anderen sich beschleunigte. Am Hosenbund hielt er inne, kam wieder nach oben, um federleichte Küsse auf Darians willige Lippen zu hauchen, nicht mehr als ein Flügelschlag. Damit brachte er Darian fast um den Verstand. Er hob seinen Kopf, versuchte, die ersehnten Lippen mit seinen eigenen zu halten und den Kuss zu vertiefen, doch reagierte sein Liebhaber viel schneller, als ihm das im Moment lieb war. Schnell hatte er den Spieß wieder umgedreht und lag nun wieder auf Marek, der ihn von unten herauf grinsend ansah, sich völlig bewusst, was er dadurch angerichtet hat. Wieder strichen Darians Finger über Mareks Oberkörper, ließen den Älteren genüsslich seufzen. Er arbeitete sich immer weiter nach unten vor, bis er dann schließlich am Hosenbund stehenblieb und seine Hände ganz plötzlich wegzog, nachdem er festgestellt hatte, dass Marek den Atem angehalten hatte. "So, ich glaube, unser Training ist dann für heute beendet." Breit grinsend blickte ihm ein äußerst zufriedener Darian entgegen, der gerade im Begriff war sich von ihm herunterzurollen. Das würde er sich nicht wagen, jetzt aufzuhören! Das wäre ja wohl die Krönung! "Und ich glaube, mein Trainer muss heute noch ein paar Überstunden einlegen." Mit einem Schwung hatte er den Jüngeren wieder auf seinen Schoß gezogen. "Hm,... werd ich dann auch gut bezahlt?" "Wenn du deinen Job ordentlich erledigst, dann bestimmt." "Gut, überredet." Und schon beugte sich ein blonder Haarschopf über Marek, um ihn mit seiner Zunge zu malträtieren. Wieder wanderte er hinab bis zum Hosenbund, doch machte er diesmal nicht halt, sondern zog die Hose ohne großen Umschweif aus. Marek lag jetzt nur noch in Shorts vor ihm und Darian konnte schon deutlich eine Wölbung erkennen. Er blickte hoch zu seinem Liebsten, der seinen Blick mit lustverhangenen Augen erwiderte. "Na, was haben wir denn hier? Das sieht aber ganz schön gedopt aus. Ich denke, da werde ich eine nähere Inspektion durchführen müssen." Geschickt pellte er Marek aus den Shorts, was mit einem tiefen Stöhnen quittiert wurde. Sofort ruhten seine Augen auf dem langen, schlanken Glied, dass sich ihm im Schein der Kerzen verlangend entgegenreckte. Er war wirklich noch schöner als in seinen schönsten Träumen. "Hm,... ich glaube, da muss ich erst fühlen, um feststellen zu können, ob das gedopt ist oder nicht. Könnte ein Stückchen dauern." Marek war unfähig, auch nur eine Silbe von sich zu geben, wimmerte schon leise. Er glaubte, es nicht länger aushalten zu können, ohne von seinem Geliebten berührt zu werden. Doch dann wurde sein Wunsch erhört. Ganz sacht berührte ein Finger seine Erregung, streichelte daran auf und ab. Er stöhnte laut auf unter dieser fast unschuldigen Berührung. Langsam kamen immer mehr Finger dazu, die sein pulsierendes Glied immer weiter bearbeiteten, es umschlossen und leicht anfingen es zu pumpen. Er presste sich tiefer in die ihn umschlossen haltende Hand, stieß mit seiner Hüfte nach vorn. Doch entließ Darian daraufhin seine Härte, um ihm gleich darauf einen Kuss auf seine Eichel zu hauchen. Mareks Atem kam nur noch stoßweise. Er konnte nur noch fühlen, nur noch spüren, wie nun seine Länge in eine feuchte Höhle aufgenommen und hart daran gesaugt wurde. Darian genoss es, am Schaft seines Freundes zu saugen. Es war für ihn fast genauso erregend, wo das laute Stöhnen noch dazu beitrug. Es fehlte nicht mehr viel, bis Marek kommen würde. Ein paar Lusttröpfchen traten schon aus seiner Spitze aus, die Darian gierig schluckte. Am liebsten hätte er alles von ihm geschmeckt, doch hatte er noch ganz anderes mit seinem Geliebten vor. Er wusste nicht, wem es mehr missfiel, als er von Marek abließ. Schnell entledigte er sich seiner restlichen Klamotten, merkte erst jetzt, als seinem eigenen Glied die Freiheit gewährt wurde, wie erregt er doch selbst schon war. Dann beugte er sich wieder über den wimmernden Marek, küsste ihn voller Hingabe und Leidenschaft, fühlte Haut an Haut. Auch Marek genoss diesen uneingeschränkten Körperkontakt, ganz ohne lästige Kleidungsstücke, sichtlich. Zwar trauerte er noch immer der Berührung von vorhin nach, doch ahnte er, dass da noch mehr auf ihn zukommen würde. Er spürte, wie die harte Erregung Darians an seinen Bauch gepresst wurde, da sein Geliebter etwas kleiner war als er. Wieder entwich ihm ein Laut des Missfallens, als sich Darian von ihm löste. Er beobachtete jede Bewegung, sah, wie er sich Gleitcreme auf die Finger schmierte, die er dann schließlich zwischen seine Pobacken gleiten ließ. Ein Finger nach dem anderen verschwand in dessen Öffnung, bewegte sich leicht. Er weitet sich für mich. Oh mein Gott! Oh mein Gott!' Darian hielt Marek mit seinen Augen fest. Er hatte bemerkt, wie dieser ihn beobachtet hatte und nun sichtlich verwundert und fasziniert war, dass er sich für ihn vorbereitete. Ihn erregte es, zu wissen, dass sein Freund ihm dabei zusah, wie er sich für ihn weitete. Dann nahm er ein Kondom und zog es Marek über, was diesem wieder ein tiefes Stöhnen entlockte. Nachdem er noch ein wenig Gleitcreme darüber verteilt hatte, rutschte er wieder ein Stückchen höher, bis hoch ans Ohr seines Geliebten, in das er leicht hinein biss. "Du hast jetzt einen Freistoß, mein Engel." Er hob den Kopf, um Marek in die Augen sehen zu können. "Ich bin dein..." Mit diesen Worten ließ er sich vorsichtig auf Mareks Hüften nieder und nahm dessen Glied unter lauten Atemstößen und Stöhnen Stück für Stück in sich auf. "... heute... und für immer." Mit einem letzten Ruck nahm er ihn ganz in sich auf. Er keuchte, fühlte Mareks pulsierenden Schaft tief in sich drin. Marek hatte geschrien, als er in die heiße und enge Öffnung seines Freundes aufgenommen wurde. Er fühlte sich ganz von ihm umschlossen. Beide waren sie nun ruhig, bewegten sich keinen Millimeter. Und Marek schien es den letzten Nerv zu rauben. "Bitte..." Kaum, dass er das gesagt hatte, begann Darian, sich leicht auf ihm zu bewegen. Er spürte, wie sein Glied immer ein Stückchen herausgezogen wurde, um dann wieder ganz hineinzugleiten. Nach ein paar heftigen Atemzügen begann auch er sich zu bewegen. Er hob Darian seine Hüfte entgegen, wenn er sich erneut auf ihm niederließ, um noch tiefer in ihn einzudringen. Darian glaubte, sterben zu müssen. Das Gefühl des Ausgefülltseins beherrschte ihn. Er musste aufschreien, als Mareks Glied die Stelle in ihm getroffen hatte, durch die er in die höchsten Sphären gehoben wurde. Aber er wollte noch mehr. Er nahm die Hand seines Geliebten und führte sie zu seiner eigenen schmerzenden Erregung. "Berühr... mich!" Das ließ sich Marek nicht zweimal sagen. Sofort fing er an, das errigierte Glied Darians im Takt ihres Rhythmus zu pumpen. Immer härter und schneller wurden ihre Stöße. Immer unkontrollierter ihre Atemzüge. Tiefer und tiefer drang er in Darians feuchte Höhle ein. Schneller und immer schneller pumpte er dessen steifes Glied. Bis er schließlich Darian zum Orgasmus brachte und dessen Glied direkt auf seinen Bauch abspritzte. Durch das Zusammenziehen in Darian wurde sein eigener Schaft noch einmal besonders eng gepresst und mit einem letzten harten Stoß kam dann auch er und entlud sich explosionsartig, während er laut den Namen seines Geliebten rief. Keuchend, total erschöpft, aber überglücklich lagen die beiden Liebenden nun beisammen. Zärtlich streichelte Marek über den blonden Haarschopf Darians, der sich langsam und etwas widerwillig von Mareks Hüfte erhob und dessen Glied freigab. Dann legte er sich neben ihn, kuschelte sich eng an seinen Engel. "Wie werden Weltmeister, mein Schatz." "Im Fußball?" "Im Fußball und beim Sex. Das verspreche ich dir." *~*~*~*~*~ Zwei Jahre später. Fußballweltmeisterschaft. Endspiel. Kurz nach Abpfiff. Sie hatten gewonnen. Endlich hatten sie es geschafft. Sie hatten es der Welt gezeigt. Zwei Männer rannten besonders glücklich zur Tribüne ihrer Fans. Einer groß mit längeren braunen, gelockten Haaren, der andere etwas kleiner mit blonden, mittellangen Haaren. Die Fans jubelten, schrien ihre Namen. Sie wussten um die besondere Beziehung dieser beiden, denen in diesem Moment das Glück ins Gesicht geschrieben stand, und akzeptierten es auch vollkommen. "Wir haben es geschafft, mein Schatz. Wir sind Weltmeister!" "Im Fußball, ja. Beim Sex?" "Schon lange!" Grinsend fielen sich die beiden in die Arme und besiegelten unter lautem Jubel der Fans ihre unsterbliche Liebe mit einem nicht enden wollenden Kuss. ENDE |
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