Moreton Island

Dieses war echt ein schönes entspannendes Wochenende. Noch dazu, wenn man seinen letzten Arbeitstag hat, bevor man einige Zeit Urlaub machen kann und Dieter am Montag anreist.

Irgendwie ist alles ganz spontan entstanden. Wir saßen in der Kueche bei Uwe und Petra prahlte von ihrem Trip nach Moreton Island. Na ja, und da dachten wir, es waere doch mal eine gute Idee, mal ein ganzes Wochenende da zu verbringen. Uwe hat sich dann um alles gekuemmert und dann konnte es losgehen.

Es waren dann dabei: Petra, Uwe, Pablo, Ben, Rafael und ich. Ben und Rafael sind aus Venezuela. Petra hatte die beiden auf ihrem Trip kennen gelernt und einfach gefragt, ob die beiden nicht auch mit wollen. Pablo macht seine Doktorarbeit hier an der University of Queensland(UQ). Ich denke, Uwe und Petra habe ich vorher in anderen Berichten schon mal vorgestellt.

Ausser mir sind alle schon mit der ersten Faehre am Freitag rueber nach Moreton Island. Ich musste den Freitag noch arbeiten. Aber um 17 Uhr fuhr noch ne Faehre. Ich hatte leider nicht das Glück, mit einem Bus direkt zum Anleger gebracht zu werden. Na ja, also habe ich mich mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchgeschlagen, was dann auch ganz gut ging. Ich war mit allem gewappnet und hatte keine Probleme, den Anleger zu finden. Ein Taxi war mir einfach zu teuer, wenn Bus und Bahn da auch irgendwie hinfahren.

Per Handy habe ich versucht, Kontakt zur Insel aufzunehmen, aber es war kein Empfang. Na ja, ich hoffte dann mal, dass sie mich vom Anleger abholen würden, weil ich ja keine Ahnung hatte, wo ich hin musste. Aber es waren alle am Anleger. Es war kurz nach 18 Uhr und um halb sieben fängt immer das Delphine-Füttern an. Wir haben uns so aufgeteilt, dass immer 3 je Abend an der Fütterung teilnehmen, damit die anderen Fotos machen konnten. Es handelt sich hierbei um wild lebende Delphine, die nur zur Fütterung abends an den Strand kommen. Insgesamt sind’s im Moment 8 Delphine, die auch alle Namen haben. Da ich gerade erst angekommen war, war ich für den Samstag mit Petra und Pablo zum Füttern eingeteilt. Wir standen oben auf der Jetty und konnten so die Delphine beobachten. Das ist schon ein tolles Gefühl. Bei der Fütterung wurden 4 Reihen jeweils zu zweit gebildet. Man musste vorher seine Hände desinfizieren und bekam dann einen kleinen Fisch, den man den Delphinen gegeben hat. Für jede Reihe war ein Betreuer zuständig, der einen ins Wasser geführt hat und auch was zu dem jeweiligen Delphin erzählt hat. Das ganze hat auch nicht lange gedauert, aber es ist schon ein schoenes Erlebnis. Es waren recht viele Menschen da, die füttern wollten.

Leider war die Fütterei irgendwann zu Ende und die Delphine dann auch sofort verschwunden. Na ja, irgendwie war ich auch hungrig. Pablo hatte für Petra, Uwe, sich und mich was zu essen gekauft und mit zur Insel genommen, weil die Sachen dort natürlich teurer waren. Also ging’s ab in die Apartments. Wir hatten 2 für je 3 Personen. Beide waren mit Kueche ausgestattet. Am Freitagabend gab es Spaghetti mit Bolognese(aus der Dose, schmeckte aber gut) und Paesto und dazu noch gemischten Salat. Echt lecker! Vor allem an Paesto habe ich Gefallen gefunden. Zum Nachtisch gab’s Eis, aber das war nicht so lecker wie zuhause; na ja, wie so manches hier.

Da wir Mädels gekocht haben, haben Pablo und Uwe abgewaschen. Am Rest des Abends haben wir uns dann nett unterhalten. Da waren dann auch Ben und Rafael dabei. Fürs Essen wollten die beiden selber sorgen. Spät ist es an dem Abend nicht geworden, weil wir am nächsten Morgen Schnorcheln gehen wollten. Das ging um 7.30 Uhr los. Vorher mussten dann noch die Wet-Suits angezogen werden und die Flossen, Brillen und Schnorchel ausgesucht werden. Fotos, wie wir in diesen Anzügen ausgesehen haben, findet Ihr unter der Rubrik Fotos-Australien-Moreton Island. Sieht schon lustig aus, was?

Na ja, das Wasser war ziemlich kalt. Aber der Wet-Suit hat schon sehr gut geholfen. Für mich und Petra war es das erste Schnorchelerlebnis. Uii, und das war schon nicht schlecht. Man kann total gut sehen, wenn man mit dem Kopf unter Wasser geht und dank des Schnorchels bekommt man auch noch Luft. Ich habe viele Fische gesehen. Unter anderem haben wir Brot bekommen, um die Fische zu füttern. So kamen die dann natürlich ganz nahe an einen ran. Wir sind dann noch zu ein paar Schiffswrack geschnorchelt, wo sich teilweise Korallen gebildet haben. Als es dann zurück zum Boot ging, dass uns wieder an den Ausgangspunkt zurückbringen wollte, waren alle froh, denn so langsam wurde es kalt und wir bekamen Hunger, weil wir ja noch vor dem Frühstück aufgebrochen sind. Na ja, um das noch genießen zu können, sind wir dann schnell duschen gegangen und haben uns trockene Sachen angezogen und dann schnell zum Frühstücksraum. Das Frühstück war zwar gut, aber nicht so, wie man es von Deutschland gewöhnt ist. Keine Brötchen, kein richtiges Brot, nur Labbertoast, keine Wurst und kein Käse, noch nicht mal Nutella. Man konnte also Toast mit Marmelade, Vegemite, Erdnussbutter oder Honig essen, verschiedene Arten von Cornflakes und Müslis, Obst und Früchte und das übliche andere, was es hier so gibt wie Rührei, Speck, kleine Würstchen(so wie die, die wir zum Raclette-Essen oben auf den Grill legen), Spiegeleier, gebackene Bohnen(finde ich persönlich am eckigsten), Pfannkuchen. Ich habe mich dann auf Toast und Cornflakes beschränkt und einen Pfannkuchen probiert. Ach ja, es gab hart gekochte Eier, von denen ich eins genommen habe. Freu mich schon wieder auf ein leckeres Brötchen und vernünftiges Frühstücksei in Deutschland. Es gab auch ein riesen Tablett mit Blue-Berry(Blaubeere)-Muffins. Da haben wir uns dann alle ein paar eingepackt, um für den Nachmittag noch was Leckeres zu haben. Hat sich keiner beschwert.

Nach dem Frühstück war erstmal ausruhen angesagt. Aber das war auch nett. Wir haben Tee getrunken, auf dem Balkon gesessen und gequatscht. Uwe hat an diesem Tag eine Whale-Watching-Tour gemacht. Wir anderen haben uns dann irgendwann aufgerafft und haben zuerst ne Stunde Tischtennis gespielt. Rundlauf kannten die beiden aus Venezuela nicht. War recht lustig! Hinterher haben wir uns für ne Stunde ein Kanu gemietet und sind auf dem Wasser rumgepadelt. Ganz schön anstrengend das ganze, aber es hat Spaß gemacht.

Zurück im Zimmer wurden dann die Muffins verputzt und die Reste der Spaghetti gegessen. Da eine Mikrowelle in der Kueche war, war das Aufwärmen kein Problem. Pablo, Ben und Rafael wollten unbedingt noch etwas surfen, aber daraus ist nicht soviel geworden, weil kaum Wind war. Na ja, sie hatten wohl trotzdem ihren Spaß. Petra, Uwe und ich sind noch etwas am Strand entlang gelaufen und haben Fotos vom Sonnenuntergang gemacht. Da Brisbane an der Ostküste liegt, kann man den Sonnenuntergang ins Meer nur auf den Inseln sehen, wenn man an der Westseite steht. Ich habe ein paar schöne Bilder gemacht. Leider kann ich keine mehr einscannen, weil Dieter meine Fotos mitgenommen hat. Aber Ihr werdet Euch sicher noch gedulden können. Ich muss ja auch noch Geduld haben. ;-).

Nach dem Spaziergang mussten wir auch schleunigst zurück, weil wir ja wieder zum Delphine-Füttern mussten. Und vorher musste man sich die Sonnencreme von der Haut waschen, um die Tiere nicht zu irritieren. Die Haut der Delphine ist sehr empfindlich und man darf sie auch nicht anfassen. Unserer hat mich aber ganz kurz mit der Nase am Knie berührt. Petra und ich haben uns ganz vorne angestellt, damit wir auch in die Reihe am Anleger kommen konnten, damit man uns auch gut fotografieren konnte. Meine Fotos vom Füttern sind auch ganz gut geworden. Aber wie schon gesagt, kann ich die Euch erst zuhause zeigen oder scanne sie da ein. Es gibt ja auch ein paar Leute, die mich nicht regelmässig sehen, aber Interesse an ein paar mehr Fotos haben.

Okay, das Füttern lief sonst genauso ab wie am Freitag. An diesem Abend gab’s bei uns Reis mit Hühnchen und Soße(wieder aus der Dose, aber wieder gut). Das Hühnchen haben Pablo und Uwe gegrillt und Petra und ich haben den Rest gemacht. Zum Nachtisch gab’s dann wieder Eis. Hm, lecker! An diesem Abend sind wir noch in die Bar gegangen, wo noch Karaoke zugange war. Uwe war schon schlafen gegangen. Aber wir fünf haben dann tatsächlich noch Karaoke gesungen. Unser New York, New York war der letzte Song an dem Abend. Danach wurde noch so ein bisschen Musik gespielt. Na ja, der Brüller war das nicht, aber besser als gar nichts. Spät ist es auch da nicht geworden. Am nächsten Tag mussten wir wieder recht früh raus, weil wir um 10 Uhr die Zimmer geräumt haben mussten. Das war auch kein Problem. Das Frühstück war so wie am Samstag, nur dass es statt Pfannkuchen Croissants gab, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Lecker! Nicht ganz wie Brötchen, aber schon nicht schlecht. Es wurden wieder Muffins eingepackt und dann ging’s ab in die Zimmer, Klamotten holen. Und dann konnten wir uns ne ganze Zeit nicht entscheiden, was wir machen wollten. Letztendlich haben wir eine Wanderung zum Dessert(Wüste) gemacht, der ca. 2 Stunden dauern sollte. Petra ist als einzige am Strand geblieben. Das ganze war schon schweißtreibend, aber das hatte sich auch gelohnt. Zurück bei Petra haben wir ein wenig zu Mittag gegessen. Wir hatten noch Hühnchen über. Und die Muffins waren auch noch da. Ben und Rafael waren noch im Pool, um sich den Sand abzuwaschen, den sie sich beim Sandboarding im Dessert zugezogen hatten. Ich bin mit Petra noch etwas am Strand langgegangen, bevor es dann zurück zum Schiff ging, das uns zurück zum Festland bringen sollte. Na ja, das Wochenende war vorbei. Die Zeit war schön. Aber ich hatte ja noch schönere Wochen vor mir, weil Dieter ja schon auf dem Weg zu mir war. Kann jedem nur empfehlen, auch nach Moreton Island zu fahren, wenn er/sie mal in Brisbane ist.