Hallo aus Lhasa, 29.8.02 ja wir sind heil angekommen... Aber zunaechst geht es mit Nepal weiter: Die im Verhaeltnis recht wohlhabende Familie(obere Schicht), die auf dem Land, 2 h von Kathmandu entfernt wohnt, war sehr nett. Sie bestand aus zwei alten Frauen, die Schwestern u die Frauen des gleichen Mannes waren, der schon gestorben ist. Ausserdem sind sie hervorragende Koeche. Im Moment Leben gerade noch zwei Kinder dort. Ein junger Mann Rajaram u ein Junge, der noch zur Schule geht. Lena hatte in einem Nachbar Dorf zwei Wochen in einer Schule unterrichtet, bevor i kam. Die Unterkunft war sehr schoen. Mitten in den Bergen, umringt von Reis- u Maisfeldern. Das Haus ist ein Original Lehmhaus, das u.a. aus Kuhmist gebaut wird. Lena u i hatten ein gemeinsames Zimmer unter dem Dach. Gewoehnungsbeduerftig war die eigenschaft auf dem Boden ohne Unterlage zu Essen.- Das wir uebrigens, wie in Indonesien mit der Hand taten-. DAnach wurde der Boden mit frischem Kuhmist ueberstrichen u somit gereinigt. I fand das aber ehrlichgesagt gar nicht so schlimm, denn wenn er getrocknet war, war das eine saubere Sache u stinken tuts ja auch nicht. Der schlimmere Teil war eher die Toilette. Auf den ersten Blick u bei gutem Wetter war sie gar nicht schlimm. DAs nie mit WAsser abgespuelt wurde u somit die Scheisse noch sichtbar drinlag, war auch nicht so sehr schlimm. Es war eher der Gang zum Klohaeuschen im Regen. Die Fuesse wurden bei dem Wetter grundsaetzlich total eingeschlammt. DAzu kamen die Blutegel, die bei Regen besonders aktiv unterwegs waren. Wenn man sie nicht gleich bemerkte musste man sie mit der Hand abkratzen und dann konnte die Wunde zunaechst ziemlich bluten. Das aller Schlimmste war aber, dass ma kein Klopapier benutzen durfte und somit den Hintern mit Wasser u der linken Hand abputzen musste. Das muss mir wohl so in schrecklicher Gedanke gewesen sein, dass i die naechsten 4 Tage nicht richtig aufs Klo gehen konnte. Was nicht gerade gesund ist. Lena trank aus dem Grund schon die ganzen letzten Tage, die sie dort war nur ein Glas MilchTee morgens u ein Glas Wasser abends, wie die Einheimischen. Das Essen bzw. das Gemuese selber enthielt aber auch viel Wasser. Das Essen bestand immer aus Reis u Linsen. Dazu gab es dann verschiedene Gemuese Sorten, die unglaublich lecker waren. Ein mal gab es Kuerbis dazu... Der Reis selber war auch etwas besonderes, denn er wird von der Familie selbst angepflanzt. Im Restaurant bekommt man immer nur den indischen Reis, der um die Haelfte billiger ist u lange nicht so gut schmeckt, wie der nepalesische einheimische, den die Nepalis nie verkaufen. Am darauf folgenden Tag gingen wir gleich zur chinesischen Botschaft um das Visum zu beantragen. Als wir dort ankamen hatten wir noch 1/2h um das Formular auszufuellen u Bilder machen zu lassen, da i meine im Dorf vergessen hatte. Nebenan ist ein Fotoladen, der Passfotos macht, doch das Entwickeln dauerte 45 min. Trotzdem schafften wir es noch rechtzeitig mit etwas unfertigem Foto zur Botschaft zurueck zu rennen. Wir haben die Leute im Fotoladen ganz schoen gestresst. Dann die Enttaeuschung. Der Pfoertner meinte das Konsulat macht schon um 11Uhr zu, also als wir davor ankamen. Wir waren ganz schoen sauer, dass haette er ja ruhig vorher sagen koennen. Jetzt haben wir uns so beeilt. Am naechsten Tag sollten wir rausfinden, dass die Botschaft an dem Tag gar nicht offen gehabt haette. Der ganze Stress um sonst. An dem Tag zeigte mir Lena noch Kathmandu u seine Sehenswuerdigkeiten. Ausser dem vertroestetn wir die Reisegesellschaft wegen der TibetReise auf den naechsten Tag. Der Hin-u Rueckweg war auch so ein Erlebnis. Da es den ganzen TAg regnete u wir keinen Bus direkt vom u ins Dorf bekamen, mussten wir die eigentlich wunderschoene Strecke durch die Reisfelder 1/2h laufen. Dumm war nur der stroemende Regen. Nicht, weil wir deshalb nass wurden, sondern vor allem weil wir danach voller Blutegel waren, die wir dann erst mal entfernen mussten. Trotzdem war das ganze irgendwie lustig. Total verschlammt kamen wir im Dorf an. Am naechsten Morgen fuhren wir sehr frueh los um bis um 9.30Uhr an der Botschaft zu sein, was wir auch schafften. Nach einer Stunde anstehen kam der entscheidende Moment. Gab der Chinese mir das Visum bis Freitag oder nicht. Zur Vorsorge hatte i eine gefaellschte Kopie meines Fluges von Kathmandu nach Shanghai u das Originalticket BKK-Stgt. dabei. Es kostete uns viel Ueberredungskunst u Nerven ihn dazu zu bringen es bis Freitag ausstellen zu lassen. Mit dem Argument, dass Lena auch schon ein Visum hat u die Stornierungskosten fuer die Fluege teuer waeren, schrieb er ploetzlich los, als wir gerade aufgeben wollten. Am naechsten Tag um 16Uhr konnte i es abholen, wenn es auch statt 33$ 56$ kostete. Der Trip nach Tibet konnte also gebucht werden. Mittags sind wir dann noch nach Bodhnath um die groesste Buddha Stupa der Welt zu sehen u wanderten dann nach Pashupatinath um uns wichtige HinduTempel anzuschaiuen. Leider waren dort jedoch entweder die Eintritte unverschaemt teuer, oder man durfte als nicht Hindu nicht rein. Wegen zu wenig Zeit konnten wir die Verbrennugszeremonien auf dem Fluss leider nicht mehr sehen, da es noch ein langer Trip zurueck zum Dorf war. Tatsaechlich kamen wir dort es ziemlich spaet an, da der Busfahrer meinte ins Dorf zu fahren, uns aber an einer Kreuzung rausliess, von wo aus wir noch 1/2h laufen mussten. Zum Glueck regnete es nicht mehr u wir konnten den letzten Weg zum Dorf mit seiner wunderschoenen Umgebung noch mal geniessen. Abends kam netterweise Rajarams Bruder vorbei um sich von Lena zu verabschieden. Noch ein Mal genossen wir das leckere Essen u die frische Milch der Kuh. Am ersten Tag war die Milch noch so dick, dass sie nach dem Kochen so dick wie Kaese war... Am 24.8. packten wir alles zusammen u verabschiedeten uns von der super lieben Familie. Wir fuhren in den Stadtteil Thamel, um dort in einem Hotel unsere letzte Nacht in Nepal zu verbringen. Wir zwei ginghen noch etwas schoppen, damit Lena ihr Paeckchen mittags endlich bei der Post abschicken konnte. Doch die hatte schon zu als wir kamen u so muss sie die 4kg bis zu Hause noch mitschleppen. Kurz nach 4 erreichten wir nach 25,im im Lauifschritt endlich die Botschaft. Sie war noch gar nicht offen, als wir kamen u so konnte i mir einen guten Platz in der Schlange der Abholer ergattern. Als ich das Visum endlich in der Hand hatte umarmten wir uns beide u lachten. Die Leute mussten denken, wir waeren verrueckt, denn die Nepalis haben kaum Koerperkonntekt zu einander sondern eherein Verhaeltnis auf Abstand mit Respekt. Abends gingen wir mit zwei Freunden von Lena newarisch(Kathmandu Region) essen.- Einer ein Sueddeutscher, der Architektur studiert u die Restauration eines Tempels mitleitet. Am naechsten Morgen gings dann los nach Tibet, aber das schreibe i dann erst im naechsten Bericht... DBs Claudi