ATWReport 24: 16.9.2002 Hallo zurück aus Stuttgart, u weiter geht’s mit dem letzten Teil meiner Reise: Erst mal eine Verbesserung: der Vulkan Cotopaxi war nicht in Nicaragua, sondern in Ecuador!!! Am 1.September fuhren wir zum Kloster Gandan. Schon früh ging die Reise dorthin los. Morgens um 6Uhr fuhr des Bus ab nach 3h Fahrt in Eiseskälte u 40 min davon den Berg hoch kriechen, kamen wir endlich an. Gandan ist somit ein Kloster hoher Lage u mit grandioser Aussicht. Diese wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen u zogen die Wanderung der großen 2h Chora der Besichtigung des Klosters vor. Es lohnte sich, u wie. Es war wunderschoenes Wetter mit Ausblick auf drei Täler u vor allem dem Kloster Komplex, wie er sich da so wunderschön halbmondförmig dem der Bergkuppe anpasste. Ein traumhaftes Panorama. Das Kloster hatte auch noch ein paar Sehenswürdigkeiten zu bieten: u.a. das Grab des Thsongkaba- der Gründer des Gelukpa Ordens. Außerdem konnten wir einer Mittagszeremonie beiwohnen. Während der wurden zunächst in tiefen Tönen Mönchslieder gesungen. Danach gab es Mittagessen. Es bestand aus Yak Butter Tee u Zhamba, ein Teig aus gerösteter Hirse angemacht mit etwas Butter Tee. Während der weiteren Besichtigung des Klosters kamen wir an der Butter Tee Brauerei vorbei. Wir ließen es uns nicht nehmen bei der Gelegenheit mal einen Blick dort hineinzu werfen. Da wurden wir prompt zu einem original Butter Tee eingeladen. Die Mönche u Brauer wollten sich unbedingt von uns fotografieren lassen u fragten, ob wir ihnen das Bild nicht später zuschicken würden. Man merkte nichts von dem buddhistiscehn Gebot, dass die Mönche zu Frauen Distanz halten sollen, mit ihnen nur über einen anderen Mann reden dürfen bzw. nur so etwas entgegen nehmen dürfen, sowie sie weder einer Frau in die Augen schauen noch sie anlächeln darf. Kurz nach dem wir uns von denen Verabschiedet haben wurden wir schon ins nächste Zimmer eingeladen um Zhamba zu probieren. So hatten wir nach dem Tag eine richtige Einführung in Mönchs Essen genossen. Den nächsten Tag nahmen wir uns frei um bei der den KlosterKomplex Norbolinka anzuschauen, mich um meinen Jeep nach Kathmandu zu kümmern u bei der Bank Geld zu holen. In ganz Tibet gibt es nämlich keinen Kreditkartenautomat. Nur für die Einheimischen gibt es einen Kartenautomat, auf dem auch noch in Deutsch ECGeldautomat geschrieben steht. Als i den sah freute i mich schon, doch als i die Karte gerade reinschieben wollte kam ein Polizist u riss mir die Karte aus der Hand. I protestierte u meinte, er solle mich es wenigstens versuchen lassen schließlich stände in meiner Landessprache mein Kreditkartentyp darauf geschrieben. Nach langem hin u her, nach dem schon die ganze Bank ihre Augen auf mich gerichtet hatte, ließ er mir meinen Willen. Doch er hatte leider Recht. Nur die Chinesischen Karten funktionierten dort. Leiße zogen wir also wieder vondannen. Nur mit Traveller Checks an den Bank of China’s u mit der Visa Card an der Hauptbank bekam man am Schalter sein Geld für 4,5% Komission. Sonst kann man in Hotels auch noch Dollar u Euro in Yuan umwechseln. Dollars zu bekommen ist dagegen genauso ein Glück, wie ein 6er im Lotto... Auf dem Weg zum Norbolinka kamen wir durch einen Markt. Oder eher: wir gerieten in einen Markt. Uns schien die Einkaufswut zu packen. Wir entdeckten billige gute Woks, Teeflaschen mit Sieb drin, leckere Teesorten u das genialste Essen. Der Markt in einer großen Halle war auch ein Erlebnis. Er war großzügig u großräumig aufgeteilt in Teemarkt, Kräuter u Gewürze, Obst, Gemüse u Fleischmarkt. Nachmittags hatten wir dann endlich Norbolinka erreicht, nach dem wir unsere Woks buchstäblich stolz durch die ganze Stadt geschleppt hatten. Der Komplex enthält mehrere Gebäude die Dalai Lamas gehören u ehemals teilweise Regierungssitz waren. Zudem gibt es noch einen erbärmlichen Zoo, den i mir, wegen der armen leidenden Tiere, die in kargen Beton Käfigen sitzen, lieber nicht anschauen hätte sollen. –u eine übermäßig wiederliche Toilette. Unter den Gruppentoiletten war ein richtiger Güllesee, in dem schon alles möglichen, wie Tampons u beim Pinkeln reingefallene Hüte rumschwammen. Das aller widerlichste waren aber die Würmer die sich darin um die Scheisse schlängelten... Da viel uns eine Geschichte aus dem Lonely Planet ein, in der eine Frau unglücklichterweise mit samt ihren ganzen Sachen in so eine Pampe reingefallen ist. Bis man da wieder sauber ist u sich vom Arzt den Magen hat auspumpen lassen... iiihhh!!! Die Gebäude konnten wir uns trotz mehrerer Ticketkontrollen umsonst anschauen. Wir sehen halt so unschuldig aus... Vor allem der Haupttempel war der interessanteste. In ihm konnte man die Wohn-, Schlafräume u Toilette des Dalai Lama besichtigen. Der hatte sogar eine westliche Toilette u kein Stehklo. Nur schade, dass man das nicht abschliessen konnte. Das wäre wohl etwas angenehmer gewesen als die Wurmgesellschaft ausserhalb! Am gleichen Abend fand i heraus, dass i mich wohl noch mal etwas genauer um meinen Jeep nach Kathmandu kümmern musste. Die billigen Jeeps, die die Touristen von der Grenze brachten u am nächsten Tag dorthin zurückfuhren, konnte i nicht nehmen, da i erst 4Tage später losfahren wollte u zu der Zeit auch gar nicht in Lhasa sein würde. Das hiess für mich, Aushänge über meinen Rückfahrtstermin zu machen um genügend Leute zu finden, die mit mir einen Jeep an dem Tag teilen wollen. I hoffte, dass sich irgend jemand auf meiner E-Mail oder im Hotel melden würde, bis i in 3Tagen vom Lake Namtso zurück war. Dorthin fuhren wir am 3. 9.