ATWReport12 18.01.2002 Hola aus Mexico, HONDURAS ich weiss, i weiss, i habe schon ewig nichts von mir "lesen" gelassen. Das mit dem Internet war in Honduras u El Salvador jedoch leider etwas ungeschickt. Denn entweder gab es keines, oder sie machten immer dann zu, wenn i ins Internet wollte, also zwischen 18 u 20Uhr. In Guatemala hatten sie jeden Falls bisher immer laenger offen, so kann i mich endlich mal wieder meinem naechsten Bericht widmen. Weihnachten auf Roatán war ein Traum. Wir blieben dort sogar 7 Naechte. Das erste Hostal war eher ein Alptraum: mit Wasser auf dem Boden, Moder Gestank vielen Schaben u Moskitos, sowie wirklich dreckige Baeder u Kueche. Sobald in dem Hotel ein Zimmer frei wurde, in dem wir eigentlich wohnen wollten sind wir dann auch gleich umgezogen, wie die meisten anderen von dort so bald wie moeglich auch. Dort haben wir dann wirklich schoene Weihnachtsfeiertage verbracht. Alle drei haben wir einen Tauchkurs gemacht. Lena u i den Anfaengerkurs Open Water Diver u Martin den Rescue Diver. Auf den Bay Islands sind die Tauchkurse gluecklicherweise auch einer der billigsten Weltweit. Die Leute im Club waren auch super nett u so, als auch durch die paar Tage, haben wir viele Leute kennengelernt, mit denen wir dann am 24.12. in den 25.12. reinfeiern konnten. Erst gabs ein sehr gutes Shrimpsessen im Restaurant (wir haben die restlichen Tage immer nur Spaghetti gegessen, da das Essen auf den Inseln sehr teuer war), dann haben wir unsere Geschenke ausgepackt. I bekam Ohrringe von Lena u eine blinkende Weihnachtsmuetze mit Keksen gefuellt von Martin. Lena auch. So sind wir mit denen die ganze Nacht rumgelaufen. Martin haben wir Knaller geschenkt, die er gleich ausprobierte. Hier wird (vor) Weihnachten bis Heilige 3Koenige naemlich mit Knallern u Feuerwerk gefeiert- u zwar taeglich. Dann sind wir zu einer Strandbar gelaufen mit Billard u spaeter Disco unter Palmen. Dort haben wir uns dann eine echte hondurische Zigarre geleistet u wie auf meinen Weihnachtspostkarten u E-Mails versprochen unseren Piña Colada unter Palmen getrunken. Alles in allem war es wirklich ein gelungener Abend. Sogar mit genialem Blick auf Vollmond u Meer. Am 25.12. hatte die Tauchschule zu u wir somit einen freien Tag. Den nutzten wir um zu einem der schoensten Straende der Insel zu wandern, der normalerweise total leer ist. Leider hatte aber gerade an diesem Tag ein Kreuzschiff mit 3000 Gaesten angelegt. Die Crew stellte fuer diese dann auch noch 500 Liegestuehle wie Sardinen auf u dementsprechend war der Starnd trotz seiner Groesse gut gefuellt. Die lautstarken Animationen waren auch eher Ruhestoerend als gute Laune machend. Wir verkrochen uns dann, wie auch ein paar Bekannte um die Ecke, von wo aus man die vielen Touristen nicht so sehen konnte. Der Strand u das Wasser waren jeden Falls genial. Aber vor allem die Unterwasserwelt war faszinierend mit den vielen verschiedenen Fischarten in den Korallenriffen gar nicht weit vom Strand entfernt. Waehrend des schoenen Sonnenunterganges liefen wir dann zurueck um im Hotel noch mal etwas ins Tauchbuch reinzuschauen. Denn am naechsten Tag stand uns die Theoriepruefung bevor. Wir 4 Prueflinge bestanden diese natuerlich locker. Leider konnten wir wegen des schlechten Wetters u rauen Wellenganges aber nicht die letzten Tauchgaenge machen, die fuer den Tauchschein noetig waren. So mussten wir gezwungener Massen eben noch einen Tag laenger bleiben, was wir allerdings gar nicht so schlimm fanden- einen Relaxtag mehr, bevors wieder mit dem Reisen losging... Am 27.12. hatte i dann zwei super schoene Tauchgaenge. Dabei sind wir bis auf 18m u u.a. an einer schoenen riesigen Korallenriffmauer entlang u durch einen kleinen Tunnel getaucht. Dort habe i auch das erste Mal eine wilde Schildkroete im Wasser schwimmen sehen. Die Tauchmoeglichkeiten sind dort halt einfach traumhaft. Das naechste Taucherlebnis planen wir in Belize, wo Lena- die am letzten Tag krank wurde u nicht mehr tauchen konnte, da der Druckausgleich nicht mehr klappte- ihre letzten 2Tauchgaenge auch nachholen wird. Am 28.12. gings dann mit der Faehre zurueck ans Festland u nach langen Busfahrten kamen wir dann abends in dem schoenen touristischen Dorf Copán an. Von dort aus starteten wir am naechsten Tag die Ruinen- Tour durch einer der bekanntesten u wirklich beeindruckenden Ruinen mit einem Komplex aus Pyramiden, Tempeln, weiter entfernten Wohnhaeusern u viele symbolische aus Stein gemeiselte Figuren, die die Tempelmauern verziehrten. Interessant fande i, dass die Mayas frueher ein Spiel spielten, dass so aehnlich wie Fuss- oder Handball war. Dabei mussten die Spieler (2-7) durch einen hoch angebrachten Ring eine Art Medizinball aus Kautschuk entweder mit der Huefte, den Knien oder der Schulter durch ein Loch spielen. Das Spiel endete, je nach groesse u Hoehe des Ringes u Spielfeldes bzw. schraege der Waende nach einigen Tagen bis Wochen. Der Sieger einer Mannschaft wurde dem Maya Gott zu ehren geopfert, der Verliehrer reich beschenkt u allerdings aus der Stadt verwiesen. Hart nich? Da wird man sein ganzes Leben lang auf eine Sache trainiert u ist in jedem Fall ein Verlierer... Nach Roatan- wo es weder funktionierenden Telefonanschluss noch Internet gab- kam i endlich mal wieder dazu mein Posteingang zu ueberpruefen. Was mich dort erwartete war alles andere als nur ueberraschend. Ich konnte es kaum glauben als meine Schwester schrieb, sie habe geheiratet. I wusste davon vorher ueberhaupt nichts bis auf das sie seit 3Monaten schwanger war. Tja, solche Dinge koennen passieren, wenn man weit entfernt ist. Nach einigen Tagen stellte sich aber gluecklicher Weise heraus, dass sie mit der kirchlichen grossen Hochzeit noch auf mich warten bzw. diese mit der Taufe zusammen legen wird. Da war i dann schon etwas beruhigter... Am 30.12. fuhren wir dann nach Gracias, einem schoenen idyllisch, mitten in der schoenen gruenen huegeligen Landschaft Honduras liegenden Dorf in dem noch traditionell gelebt u gekleidet wird. Die vielen Cowboys auf ihren schoen gerichteten Pferden haben mir natuerlich besonders gefallen. Zurueck in Santa Rosa de Copán wollen Lena u ich, nach einer kurzen Stadtbesichtigung der Colonialhaeuser dort, gleich zur Grenzstadt bei El Salvador weiterfahren, waehrend Martin lieber in Santa Rosa uebernachten will. Doch uns zieht es eben ans Meer, denn am naechsten Tag ist ja Silvester. So vereinbaren wir uns am naechsten Abend in El Salvador in El Zonte am Strand zu treffen, denn Martin wollte La Palma anschauen, waehrend wir lieber die Haupstadt San Salvador besichtigten. Doch es kam alles anders, denn es war Sonntag u der Bus nach Ocotepeque blieb somit aus. Dummerweise gab man uns jedoch falsche u sich immer wieder der Uhrzeit anpassende Informationen. So warteten wir 3h lang erfolglos u schliesslich halb verfrohren. Gluecklicherweise fanden wir noch eine Hausfrau, die uns leckere heisse Tortillas verkaufte, sonst haetten wir das nie ueberstanden. Zum Trotz nahmen wir dann die billigste Unterkunft fuer umgerechnet 2Euro ohne Wasser u ekligen Baedern. Doch die brauchten wir ja sowie so nicht, so frueh wie wir aufstanden. Am naechsten Tag hatten wir schon wieder Pech mit dem Bus, auf den wir noch mal 1h warten mussten. Allerdings trafen wir noch mal auf Martin, mit dem wir dann noch bis La Palma fuhren u ihm dann ein Gutes Neues Jahr im Voraus wuenschten, denn er wollte lieber gleich in die Naehe der Insel Montecristo- sein naechstes Tagesziel- anstatt mit uns Silvester feiern. Es war ihm "nicht so wichtig". Schade eigentlich...