ATWReport14 GUATEMALA Im Sonnenuntergang fuhren wir dann durch die schoene Berglandschaft Guatemalas bis nach Guatemala City, wo wir sogar noch einen Bus nach Antigua bekamen. Antigua ist eine wunderschoene Stadt mit guter Athmosphaere. Dort blieben wir 1Tag um die schoenen Kolonialkirchen zu sehen u durch die wunderschoenen sauberen Gaesschen mit vielen bunten Kolonialhaeusern zu schlendern hinter denen sich machtvoll u schoen ein grosser Vulkan auftuermt. Seit dem I noch einen schoenen Blick vom Mirador auf die Stadt genossen hatte erklaere i sie zu meiner Lieblingsstadt. "Antigua hier ist die schoenste Stadt, die i bisher gesehen haben. Sauber, freundlich, angenehmes Klima, nette Leute u eben viele "antike" Strassen u Kirchen..." Einzig nervig war nur das Problem mit meiner EC Karte, das sich schliesslich allerdings von selbst geloest hat. Am einen Tag ist sie mir eingezogen worden, da ich zu oft einen "falschen Pin" eingegeben habe. Allerdings hatte i dieses mal einen anderen ausprobiert.Am Samstag habe i sie dann gluecklicherweise wiederbekommen... Nach dem i Mums E-Mail gelesen habe probierte i es dann noch mal mit dem "richtigen Pin". Doch die Karte wurde wieder eingezogen u da bis Montag die Bank geschlossen war u wir weiterreisen wollten liess i sie dort in der Bank. Die Karte bringt mir sowie so nichts, wenn sie nicht funktioniert. I liess sie sperren u mir eine Neue machen. Ob sich das Schicken der neuen dann noch lohnt bezweifele i. I versuche es halt in Zukunft weiter mit Visa u TCs. Am naechsten Morgen fuhren wir weiter zum schoenen See Atitlan. Auf der Hinfahrt schauten wir uns das Dorf Sololá an. Dort sieht man ueberall auf den Strassen u dem Markt die einheimischen Indianer in ihren bunten Trachten. An diesem Tag, wie jeden Sonntag, rannten einige Maenner in ihren Trachten mit Pistolen, einer Puppe u einer Opferschuessel (fuer Spenden) in jeden Laden um Spenden zu erbitten, die sie dann zur 10Uhr Messe mitbringen. Uns fragten sie natuerlich auch u bekamen eine eher symbolische als wertvolle Spende. Es war echt Zufall, dass wir diese noch gesehen haben u interessant oder eigentlich eher lustig. Vom Hafen Panajachels (auch Gringotenango genannt, wegen der vielen bleibenden Gringos dort) aus fuhren wir dann rueber auf die andere Seeseite wo wir in San Pedro del Lago uebernachteten. Dieses etwas touristische Dorf liegt direkt am See und am Fusse des Vulkans San Pedro u das Hotel war sogar mit Seeblick durch das Maisfeld. Mittags machten wir eine wunderschoene 3h Wanderung am Seeufer entlang durch eines der letzten nicht-touristischen freundlichen Doerfer, San Juan, hindurch. Bis San Marcos. Auf dem Weg laeuft man staendig durch Felder mit ganz unterschiedlichem Anbau. Man sieht arbeitende, spielende, waschende, badende oder auch einfach nur daliegende u relaxende Maenner, Frauen, Kinder u Familien. Aber auch Villen der aelteren Gringo- (=Traveller-) Generation, die sich ihren Grund erarbeitet haben u jetzt dort ihr Leben geniessen. Doch den Geld Neid bemerkt man schon etwas bei den Einheimischen. Z. B. in San Marcos tranken wir einen Saft u dabei stiess ich Lenas Glas um, dass i nicht sehen konnte. Da i den Preis nicht kannte konnte der Besitzer natuerlich alles verlangen u wie i vermutete u ihm auch vorwarf verlangte er den doppelten Preis, wie i spaeter bestaetigt bekam. Naja, solche Sachen passieren halt u man kann nichts dagegen machen. Abends goennten wir uns wegen dem Heiligen Drei Koenigs Tag dann eine guatemalische Pizza, die auch echt gut u vor allem etwas billiger war. An diesem abend erreichte i endlich mal wieder Marcel telefonisch. Es tat ja so gut mal wieder seine Stimme zu hoeren. Da freut man sich wieder auf zu Hause. Doch noch ist nicht die Zeit gekommen. Am 7.1. gings dann zunaechst weiter nach Chichicastenago, wo die Einheimischen immer noch ihre alten religioesen Maya Riten vermixt mit der katholischen Kirche ausueben. Z.B. zuenden sie Kerzen an, mit denen sie irgendwelches Raeucherzeug ueber Podesten verbrennen u beten. Ausserdem schlendern sie ihren eigenen Weihrauch. Interessant waren auch der bunte Friedhof, der aus lauter kleinen Haeusern bestand, u der Shrine Pascual Abaj, der den Maya Erden Gott ehrt.Sie opfern ihren Vorfahren Weihrauch,Essen u Trinken um sich weiterhin die Fruchtbarkeit der Erde zu garantieren. Mittags gings dann weiter nach Quiché, wo wir unbekannte ziemlich ueberwucherte Ruinen (Utatlán) anschauten. Dort werden, vor allem in einem dunklen Tunnel, heute immer noch Processionen durchgefuehrt. Dort riecht es auch sehr geheimnisvoll nach Weihrauch u anderem verbrannten Zeug. Wir uebernachteten in der Stadt, da der naechste Bus erst am naechsten Tag bis nach Uspantán weiterfuhr, von wo aus wir nach Cobán umsteigen wollten. Erst mal mussten wir dann 2h warten, bis der Bus abfuhr, um dann nach 5h Fahrt in Uspantán zu erfahren, dass der naechste Direktbus nach Cobán erst am naechsten Tag um 3Uhr morgens abfaehrt. So blieb uns nichts anderes uebrig, als in Uspantán zu uebernachten. Trotzdem war es sehr interessant. Dort gab es nur einen weiteren Touristen. Die Stadt war ueberraschend gross, trotzdem sehr doerflich, ruhig, neblig u vor allem kalt. Sie erinnerte uns sehr an das suedamerikanische Hochland. Dort bleibt einem eigentlich kaum was anderes uebrig als sich ins Bett zu legen u zu lesen oder halt zu schlafen, was wir, nach dem i meinen Kocher wieder repariert u heissen Tee gekocht hatte, auch machten. Um drei Uhr morgens standen wir dann frierend am Bus u hatten das Pech mit einem fahren zu muessen, dem die haelfte der Fenster fehlte u die Tuer schlecht zu ging. Zum Glueck hatten wir beinahe alles angezogen, was wir dabei haben, denn eine kalte Fahrt vermuteten wir schon. Dafuer entschaedigte der Sonnenaufgang. Lustigerweise erinnerte mich die bergige Landschaft mit ihrer tropischer Vegetation u Wasserfaellen etwas an die Radeltour auf der gefaehrlichsten Strasse der Welt in Bolivien. So um 8Uhr waren wir dann in Cobán, der Hauptexportstadt Guatemalas fuer Kaffee u Cardamom. Dem entsprechend ging es dort auch zu. Wir wechselten nur Geld u schauten uns dann etwas die Stadt an, um 2 1/2 h spaeter weiterzufahren. Eigentlich wollten wir die Hoehlen in der naechsten Stadt anschauen, doch dann waeren wir an diesem Tag nicht mehr in El Estor im Osten Guatemalas angekommen bzw. haetten nichts mehr von dem landschaftlich schoensten Strassenstueck Guatemalas gesehen. So fuhren wir gleich weiter nach El Estor an den schoenen See Izabal. -u es hat sich wirklich gelohnt. Die vielen kleinen steilen, gruenen Huegel, die meist landwirtschaftlich bebaut sind aber auch die Menschen, die lustig drauf sind u Lebensfreude ausstrahlen. Im Bus trafen wir auf ein Paaerchen aus Berlin, die schon lange Zeit vor allem in Asien gereist sind. Mit ihnen gehen wir dann abends noch gemuetlich essen, nach dem wir den roten Sonnenuntergang ueber den schoenen Bergen u dem See genossen hatten. Die Leute im Restaurant waren ein krasse Gegensatz zu den laendlichen, nicht touristenversauten Einheimischen. Sie wollten uns erst keinen Reis fuer den selben Preis geben u ignorierten uns die ganze Zeit. Zum Glueck passiert so etwas nicht zu oft. Im Gegenteil. Man muss eben eher von den Touristenzentren weg, was ja leider nicht immer moeglich ist. Am 8.1. schauten wir uns die Maya Ruinen Quiraguá an, die fuer fein gearbeitete u eine riesige (ca.11m hohe ) einige Tonnen schwere Stehle bekannt sind, wenn auch nicht die super Touristen Atraktion. Fuer mich lohnte es sich jeden Falls. Auch die Umgebung mit Bananenplantagen u dem schoenen See. Von dort aus fuhren wir dann weiter durch die schoene Landschaft nach Flores, wo wir mit kleiner Panne um 18Uhr ankamen, ein Hotel suchten u dann an der mehrtaegigen Fiesta dieser Region teilnahmen. Auch am folgenden Tag blieben wir in santa Elena u Flores u konnten einigen Paraden u.a. mit schicken stolzen Paso Peruano Pferden zuschauen. Zufaellig trafen wir nun zufaelliger Weise zum 5. u wohl vorletzten Mal das brasilianische Paaerchen, das wir in Costa Rica kennen gelernt haben. Sie werden, 1Woche nach der Besichtigung den Tikal Ruinen, zurueck nach Brasilien fliegen, da sie im Moment keine Lust mehr zum reisen haben. Abends schauten Lena u i im naechsten Dorf ein Rodeo an. Das Stierreiten war wie die in den USA. Da es keinen Platz mehr in der Arena gab stiegen wir auf einen hohen Wasserturm- nichts fuer Schwindelfreie. Dafuer sah man aber super gut. Zurueck in Flores u Santa Anna schauten wir noch dort etwas beim Konzert u Hahnfangen (so aehnlich wie Reise nach Jerusalem) zu. Den ersten Bus um 5Uhr nach Tikal verpassten wir fast, denn wir wollten kein Vorausticket kaufen, sondern den Bus auf der Strasse anhalten. Doch wir verschliefen bis kurz nach 5, so dass uns nichts anderes uebrig blieb, als schnell zusammen zu packen u dem Bus hinterher zu laufen u tatsaechlich, wir bekamen ihn noch. In Tikal angekommen liefen wir schnell zum Hauptplatz um dort die Sonnenaufgangsstimmung ohne Touristen geniesen zu koennen. Die Groesse u Maechtigleit der Tempel machte einen gerade zu sprachlos. Es war ein Effekt, wie beim Machu Pichu, als sich der Nebel vor den Ruinen aufloeste. Der hoechste Tempel, der allerdings auch 1km entfernt vom Hauptplatz liegt ist 64m hoch. Von diesem hatte man einen bezaubernden weitreichenden Blick ueber den Ruinen Komplex u die ganze Jungel Landschaft drum herum. Die ganze Besichtigung dauerte 7h. Danach hatten wir so gut wie alles wichtige gesehen u waren am Ende. Nachmittags ging dann der Einzige Bus nach Uaxactún. Einem suessen Dorf mit Landebahn, wo die Tiere grasen, u einigen Ruinenkomplexen drum herum verteilt. Die Busfahrt empfand i als ewig lang, vor allem, weil ein paar eklige Besoffene des Dorfes mitfuhren... Endlich aus dem stinkenden Bus ausgestiegen beeilten wir uns unsre Sachen am Zeltplatz abzustellen u zu den Ruinen zu laufen, bevor die Sonne ganz untergegangen war. Die Ruinen waren kein Vergleich zu Tikal, denn sie waren kaum hergerichtet u mit Pflanzen bewachsen. Doch es war ein netter Abschluss um sich reinzu versetzen, wie Tikal vor der Restaurierung aussah. Abends durften wir netter Weise in der Kueche des Zeltplatzvermieters unsere Spaghetti kochen u erfuhren dabei noch ganz genau die Herstellung u Zubereitung der Tortillas bzw. des Teiges u durften beim backen dieser zuschauen. Morgens verpassten wir fast schon wieder den Bus, da man uns nicht, wie versprochen, geweckt hatte. Doch der Bus hatte zum Glueck 20 min Verspaetung, so dass wir diesen einzigen am Tag fahrenden noch bekamen. Von dort aus fuhren wir dann direkt zur Grenze Belizes...