ATWReport4 28.9.2001 Holá, ...am 25.9. habe I in aller fruehe ein 2kg Paeckchen nach Hause geschickt mit ein paar Dingen, die mir zu schwer u zu laestig waren. Discman, meine alte kleine Fototasche, weil I eine grosse gekauft habe, zwei Buecher... Selber im Stress, weil unsere 4 taegige Tour in die groesste Salwueste der Welt... um 10.30Uhr anfing, nahm die Frau keine Travellerchecks an u keiner in Uyuni wollte um die Uhrzeit wechseln. Schleisslich musste i zu meinem Hostal zurueck um Dollarscheine zu holen u auch davon nahm sie den 5$schein nicht an, wei ein Eckk fehlt. So habe i mit meinen letzten 30 Bolivianos den Restbetrag zahlen muessen. Punkt halb elf haben wir es dann doch noch zum Tourbuero geschafft. Wir sassen zu 8 incl. Fahrer im ToyotaCheep. Wir drei Deutschen, 1Spanierpaerchen u zwei Maedels aus Israel. Wir fuhren am ersten Tag durch die Salar Uyuni, wo sie Salz abbauen. Es ist unglaublich, wie weiss sie ist. Zusammen mit der Kaaelte koennte man echt glauben, dass es Schnee ist. Die naechste Station war das Hotel aus Salz,dann die Isla de Pescado(Fischform) u gegen 17Uhr waren wir dann in San Juan,einem niedlichen Doerfchen in der Pampa, in dem wir uebernachteten.In diesem gab es sogar eienen Pub, wo wir Nachts vino caliente(Gluehwein) tranken u unsere Gruppe kennenlernten, die ja aus mehreren Autos bestand. Am 26.9. fuhren wirewig durch die Salar de Chiguana, bis wir eine schoene Aussicht auf den noch aktiven Vulkan Ollagüe hatten. Auf der kommenden Strecke sahen wir viele Lagunen mit vielen Flamingos. Es gibt dort graue kleine u rosa-weisse grosse. Dabei sah jede lagune anders aus. Bevor es dann zur groessten Atraktion ging, aben wir noch den Arbol de Piedra (Baum Aus Stein) angeschaut. Im NationalPark sahen wir dann endlich die Launa Colorado von allen Perspektiven. Sie ist wegen Mikroorganisaen u Algen total rot u aendert im Laufe des Tages u der Windrichtung die Farbe. Es gibt dann hellrote, bis gelbe u blaue Stellen. Dort in der Naehe war dann unser zweites nachtquartier auf 5200m Hoehe. Neben einer Fabrik, wo Borrax u illegal auch Kokain hergestellt wird. Es wraurde dort zwar geheitzt, aber trotzdem haben wir alle schlecht geschlafen, weil wir so wenig Sauerstoff hatten. Am naechsten Morgen gings um kurz vor 6 Uhr raus. Zu den Geysiren u dann zu Mineralquellen, worin wir gebadet haben. Es war aussen zwar super kalt, aber die Qullen hatten 30C. Der See daneben war gefrohren u wir sind dort im Wechsel kurz reingesprungen. Nach schnellem anziehen gings dann weiter zurLaguna Verde die vor dem Vulkan Llicana Bur ist. Sie ist dunkel gruen, aber auch nur wennder Wind weht. An der Laguna blanco haben wir dann einen Teil der Tourteilnehmer zurueck gelassen, da die nach San Pedro de Atacama i n Chile weitergefahren sind. Wir fuhren weiter durch kleine Staedtchen, bis wir zum Valle de Rocas kamen, wo man bizzare Felsformationen sieht. Manche sehen aus wie Männchen. Das bekannteste wardas Monster.Einige Felsbloecke hatten Loecher, durch die man schoene Blicke hatte. Mit dem Mond u den Schneebedeckten Bergen im Hintergrund war es eine sehr schoene Athmosphaere. In Alota war unsere dritte Unterkunft. Das Doerfchen lag an einem schoenen Fluesschen, das vor allem in der Abendsonne dunkelblau schimmerte. Drumherum gab es Flamingos, Lamas, Schafe, Bolivianer bei der Arbeit, Hunde u viele Voegel. Heute am 28.9. sind wir wieder zurueckgefahren u haben ein kleines Dorf angeschaut, das neu u ganz modern (z.B. mit Sporthalle, Markthalle, Hospitz, einer schoenen Kirche...)gebaut wird. In diesem leben die Arbeiter, die in der Naehe Gold u Silber aus den Minen holen. Bevor wir zurueck nach Uyuni kamen, haben wir noch an einem Eisenbahnfreidhof vorbei geschaut. Die Atmosphaere mit den Schneebedeckten Bergen im Hintergrund war schon sehr beeindruckend. Endlich war es auch endlich wieder waermer!!! -Die ganze Tour lang sind wir naemlich alle mit Muetz u Handschuhen rumgelaufen. Alles in allem war die Tour sehr schoen u das Geld es somt wert. 70$ incl. drei mal gutem Essen am Tag, Unterkunft, vielen neuen Bekannten (z.B. Pariser, die demnaechst drei Jahre in Melbourn arbeiten u die I besuchen darf)... Ausserdem konnte I auch viel Spanisch, Franzoesisch,Englisch u natuerlich Deutsch sprechen. Viele sind auch schon laenger gereisst u so hatte immer jemand etw. zu erzaehlen. Das einzig negative waerend der Tou war, dass es Martin, aber vor allem Lena die letzten 2 Tage schlecht ging. I hoffe, dass Lenas Durchfall bald vorbei geht. Heute Abend fahren wir um 19Uhr nach Potosí, wo wr uebernachten u Morgen frueh auf eine ca.5stuendige Silberminen Tour gehen. Danach fahren wir nach Sucre... Also, das war´s bis heute. Bis zum naechsten Bericht, DBs Claudi ATWReport5 1.10.´01 Hallole, In Potosi kamen wir nach einer Horrorfahrt um 5Uhr morgens anstatt um 2Uhr an. Die Strasse war ein einziges Wellblech. Gelegentlich kippten wir fast um, wie zum beispiel ein LKW 2 m neben uns...u einmal durften wir 1h warten, da ein LKW den ganzen Weg versperrte u erst seinen Schlauch des Vorderreifens wecheseln musste, u das auf eine primitivere u brutalere Art wie in Montana. Endlich in Potosi angekommen suchen wir bis um 7Uhr ein Hostal, nach dem wir ewig viel km mit Gepaeck gelaufen sind. Aber das Hotel Central ist echt super. Das 4er Zimmer ist schoen gross u billig. Es gab einen schoenen Innenhof u heisses Duschwasser. Wir entscheiden uns erst mal ein paar Stds zu schlafen u erst die Nachmittagstour zu nehmen auch wenn sie morgens auf Grund groesserer Teilnemerzahl billiger gewesen waere. Die Silberminentour war echt super interessant. Die Arbeiter bzw. Kinder sind echt arm dran. Wenn sie lange kein Gold finden beten sie einen Teufel aehnlichen Gott an u opfern Lamas manchmal auch Babys. Verdienen tun sie durchschnittlich 10DM in 8h. Aber immer noch besser als auf der Strasse zu betteln. Die Tour dort ging 4h mit 2h in der Mine laufen. Es war sehr anstrengend. Nicht nur das es wenig Sauerstoff gibt, sondern auch, weil man staendig gebueckt laufen muss uviele Durchgaenge sehr eng sind, dass man durchrutschen muss. Ausserdem hatten wir noch Rucksaecke mit den Kameras darin dabei. Aber wie schon gesagt, es war sehr interessant das mal gemacht zu haben. Vor allem weil der Fuehrer auch ehemaliger Arbeiter war u somit die Arbeitertraditionen...gut erklaeren konnte bzw. uns siccher durch die klitschige, mit tiefen Loechern u Gruben durchzogenen Minengaenge fuehrte. Vor dem Rundgang haben wir noch Kokablaetter fuer die Arbeiter gekauft, die sie gegen Hunger, Muedigkeit...essen u nach der Arbeit (frueher 36h) 96%Alkohol trinken. Abends sind wir dann wie heute Nachmittag die Stadt anschauen gewesen u haben bei einer Hochzeit zugeschaut. Die war etwa so wie unsere in der Kirche. Die Stadt Potosî ist sehr interessant anzuschauen. sie ist die hoechste Stadt in der groesse u hat sehr viele Kirchen, da sie mal sehr reich war bzw. die spanischen Eroberer. Man sieht sofort ob man sich gerade im Armen-oder Reichenviertel befindet. Gegen fuenf sind wir dann 3h nach Sucre, der Haupstadt, gefahren -endlich auf einer geteerten Strasse mit einem guten Bus-u haben ein schon ein nettes Hostal gefunden. Ab Morgen machen wir dann sie Stadt etw. unsicher... Also, bis dann, DBs Claudi ATWReport6 7.10.2001 Hola aus Cochabamba, bis zum 3.10. sind wir in Sucre geblieben. Die Stadt ist sehr schoen mit ihren vielen Kirchen. Vor allem im Vergleich zu Potosî, wo auch viele arme Menschen wohnen. Sucre ist immer noch die Haupstadt von Bolivien, obwohl bis auf den Gerichtshof alles von der Regierung in La Paz stationiert ist. Im Park gibts uebrigens einen kleinen Eiffelturm... Wir haben uns drei Tage Zeit gelassen dort u. a. um nach Mitbringsel aus Lama u AlpacaWolle zu schauen. Aber auch, weil es Lena so schlecht ging, dass wir uns entschieden haben zum Arzt zu gehen. Das war eine gute Entscheidung, denn sie hat Thyphus A1- ein Mutant des Erregers, gegen den wir geimpften sind. Um das Krankenhaus sind wir noch herum gekommen. Sie muss jetzt eben 10 Tage Tabletten nehmen. Ihr geht es jetzt auf jeden Fall wieder gut u kann auch wieder essen. Am 3.10. sind wir dann ueber Nacht nach Samaipata gefahen. Das Dorf liegt am Amboro Nationalpark 3h von Santa Cruz entfernt. Die Fagrt war mal wieder eine einzige Tortour. Vor allem weil wir wahrscheinlich die schlechteste Busgesellschaft ausgesucht haben!!! 1mal u nie wieder sag i da bloss. Morgens kommen wir, kraeftig durchgeschuettelt, in Samaipata an u informieren uns ueber Touren in den wahrscheinlich schoensten Nationalpark hier mindestens in Bolivien. In dem Dorf leben viele ehemalige Europaer. Oder sie sind dann z.B. in Argentinien aufgewachsen... Wie Michael Blendinger: er ist in Dtld. geboren, der Vater ist Oesterreicher, u aufgewachsen ist er in Argentinien, seoine Frau ist Irin, Deutsch u noch was...Die Touren waren alle sehr teuer. Um den Park wirklich kennenzulernen muss man schon drei Tage dort hin u das haette uns mit Fuehrer 320 Dollar gekostet. Also sind wir kurz entschlossen auf eigene Faust losmarschiert. So schwer sind die Wege ja nicht zu finden. Es gibt einen nach oben von dessen Aussichtspunkt man eienen wunderschoenen Blick auf die Vulkane gibt; u eienen anderen, der am Fluss entlang geht. Nach dem wir fuer 100 Bolivianosca. 33DM einen Taxifahrer anheuern konnten, dass er uns zur Incastast El Fuerte u danach zu dem Dorf faehrt, wo wir unsere Wanderung starten konnten, ging das bzw. die Abenteuer los!: Die IncaStadt wurde in deren Zeit auf einem einzigen grossen Felsen aufgebaut u dafuer ausbuchtungen in den Fels gehauen. Echt faszinierend, leider durtfe man nicht mehr ganz drum herum laufen u der Preis(20Bs) istauch ganz schoen happig, wenn man bedenkt, dass bolivianische Studenten nur 5Bs zahlen muessen! Nach 1h kommen wir zurueck u der Taxifahrer faehrt uns zum Dorf. Er bietet uns an einen Teil des Gepaecks, den wir nicht brauchen, bei einer Freundin zu lassen, bis wir zurueckkommen. Das ware cht notwendig, denn wir laufen 2 3/4 lang 7km immer nur den Berg hoch (samt Zelt Kocher, Essen fuer 3Tage...). 20 min vor dem Ziel-dem Aussichtspunkt- nimmt uns ein Busfahrer mit Touristen drin unser Gepaeck den Rest nach oben. Die Anstrengung hat sich gelohnt, denn der Ausblick auf die Vulkane ist wunderschoen. Nur fuers Foteo ist es schon zu dunkel u wir verschieben es deshalb auf den naechsten Moregen. Da wir nicht ins Refugio duerfen (1Nacht:130Bs) bzw. auch nicht daneben Zelten, zelten wir eben auf der Strasse. Am naechsten Morgen regnet es in Stroemen u es dauert bis um 13Uhr bis wir unsere endlich trockenen Zelte u 7 Sachen zusammen gepackt haben u ein nicht ganz so toll mit Licht beschienenenes Foto gemacht haben. Auf dem Weg runter zum Fluss treffen wir am Anfang einen Mann, der uns praktisch den Schleichweg mitten durch den Urwald zeigt. Insgeamt laufen wir ca. 4h. Es war zwar mal wieder sehr anstrengend, aber die Ausssichten die sich uns dabei boten u die Naturnaheit mit den vielen Tieren u unbekannten Pflanzen die wir erfahren durften waren son sehr beeeindruckend. Erleichtert unten am Fluss angekommen treffen wir auf eienen Bauer, der uns seinen "Garten" zum Zelten zur Verfuegung stellt u uns fuer den naechsten Tag Brot u Kaffee zum Fruehstueck besorgt. Wir sind total am Ende. Wie gut hat es getan nach einem schoenen Bad im Fluss Spaghetti mit Tomatensosse zu essen. Der Schock, der uns dann im Zelt beim Ausziehen erwartete war nicht weniger gross. Ueber den ganzen Koerper verteilt hatten wir Zecken. Wir waren alle ueber 1h beschaeftigt alle rauszu drehen uns jegliche andere Viecher aus dem Zelt zu entfernen. Dann kam auch noch ein Typ( ielleicht des Bauers Sohn)der uns dauernt zu schwallte waehrend wir halb nackt ja unsere Zecken entferenen wollten. Als er dann noch fragte, ob er fuer 1B reinkommen koennte dachten wir wir spinnen u haben ihn energisch fortgeschickt. Am naechsten TAg sind Martin u i noch 6h Flussaufwaerts gelaufen. Waehrend Lena sich noch etwas ausruhen wollte bevor wir die 2h Rueckreise ins Dorf mit Gepaeck antraten. Den Wasserfall haben wir leider nciht gefunden, aber nach 3h mussten wir an die Rueckkehr denken. Der Weg war auch ohne riesen Gepaeck sehr anstrenegend, da wir alle paar Meter den Fluss ueberqueren mussten per Stein zu Stein gehopfe, damit wir weiter laufen konnetn. Zurueck bei den Zelten hat Lena uns eine Nachricht hinterlassen, sie waere mit dem Bauern ins Dorf runter um vom Arzt nach ihrer Hand schauen zu lasen, die rot angeschwollen war. Wir packen also unsere Zelte zusammen u gegen fuenf treten wir den Rueckweg an. I war schon von den 6h fertig uns dann noch mit mehr Gepaeck zurueck, weil Lena das Zelt natuelich stehen lassen hat. MArtin ist mir viel zu schnell u so muss er immer wieder warten. Vor allem wenns wieer eine Flussueberquerung zu meistern war.Bis I mich entscloss meiene Sandalen anzuziehen u so den Fluss zu durchqueren. Nicht, dass I nur muede war, nein, mein Fuss, den i am Ende des Ranchaufenthaltes so sehr verstaucht hatte tat wieder weh wie Hoelle. Gegen halb 7, kurz vor Sonnenuntergang, haben wir es dann voellig erschoepft geschafft, nach fast 8h laufen. Aber die Eindruecke waren die Anstrengung auf jeden Fall wert. Nach dem Martin u I unser im Dorf gelassenes Gepaeck wieder eingeraeumt haben, essen wir erst mal was in diesem Restaurant, dss sie an uns auch noch etwas verdienen koennen. An der Getraenke ausgabe treffe I eienen Lehrer, der uns anbietet in seiner Schule auf dem Boden zu schlafen, da der erhoffte Bus nach Cochabamba an dem Abend doch nicht mehr gefahren ist u wir keine Unterkunft hatten bzw. schon um 5Uhr im Bus nach Santa Cruz sitzen wollten- das Zelt aufzu bauen haette sich da gar nicht mehr gelohnt. Wir sind also echt dankbar. In der Nacht erwischt es mich dann auch mal. I bekomme Durchfall u muss Erbrechen- wahrscheinlich von der Ueberanstrengung u den fetten Pommes+mega Suesser Limo. Waehrend eder Busfahrt nach Santa Cruz muss i auch noch mal erbrechen, aber dann wirkt die Medizin Infitrakt endlich. In Santa Cruz steigen wir dann in eienen grossen Bus nach Cochabamba um- dieses mal mit der richtigen Gesellschaft!!! Waehrend den 10h Fahrt erwischt es dann auch Martin u muss erbrechen. Das kam wohl vom Gleichen, wie bei mir. Auf dem Weg nach Cochabamba war die Landschaft sehr tropisch, mit viel Fruechteanbau, Vieh.. Das Obst schmeckt hier auch genial- ein Traum. Cochabamba selber ist eiene sehr fortschrittliche Stadt, weenn man es mit den anderen Staedten vergleicht. Dafuer ist aber auch gleich die Kriminalitaet hoeher. Aml sehn, was wir hier alles schon anstellen. Unsere Busbekanntschften-eine Jugendgruppe war auf jeden Fall super nett u hat uns bei dem finden eines Hostales geholfen. Das Hostal Florida ist zentral gelegen u ist echt nett ausgestattet: mit guten Betten u Innenhof u heisser Dusche!! Dann mal wieder bis zum naechsten mal, DBs Claudi