ATWReport7 17.10.2001 Holá aus Puna in Peru, i habe schon lange nicht mehr geschrieben-I weiss, (aber La Paz u Cobacabana waren so teuer)- u natuerlich auch mal wieder viel erlebt: Cochabamba ist eine Stadt, die mir sehr gefallen hat. Sie ist etwas vortschrittlicher als die anderen bolivischen Staedte, ausgenommen La Paz, aber dazu komme i noch. Cochabamba ist schoen an einem See gelegen u hat auf einem Berg stehend die groesste begehbare Christusstatue der Welt. Martin u I sind natuerlich die 500 Hoehenmeter, die mit Treppen zu bewaeltigen sind 30 min lang emporgestiegen, da die moderne Gondel nur am Wochenende faehrt. Danach habe i mir geschworen an dem Tag weder Treppen hoch noch runetre zu gehen. Leider war dann die Statue selber zu, aber beeindruckend war es allemal ganz zu schweigen von der schoenen Aussicht bei Sonnenuntergang. Abends gabs dann mal wieder super Steinofen- Pizza, wobei man sogar zu schauen konnte. Sie hat umgerechnet 7 DM gekostet incl. frisch gepresstem Orangensaft u Vorspeise (Knoblauchbrot). Fuer uns war das eine richtige Investition im Vergleich mit den Preisen der Empanadas (Eine kostet durschnittlich 40Pf). Aber man muss ja auch ab u zu mal wieder was richtiges essen!!! Am naechsten Tag wollten wir auf einen bekannten grossen Markt nach Punata fahren, erwischten aber den in die falsche Richtung eines vom Namen aehnlichen Dorfes. Das war aber auch nicht uninteressant zu sehen, wie die Leute in den Vororten lebten. Nach 2h anstatt 1h kamen wir dann endlich auf dem Markt an u blieben bis Nachmittag. Der Markt war echt ein Erlebnis. Es wurde alles verkauft was man sich nur vorstellen kann u vor allem war er so richtig bunt von dem Gemuese, Fruechten Kleider, Tiere, Handgearbeitetes, die vielen bunt angezogenen Bolivianer mt ihren traditionellen bunten Huetten, Roecken, Tuechern, die man Ahuayoz nennt... Nur die Tiere, die sie dort verkauft haben waren sehr bagemagert u sind beim verladen vor Schwaeche u Durst teilweise zusammengebrochen... Abends habe i leider mir wieder ein suesses Sahne gefuelltes"Croissant" gegoennt, das im Schaufebster auslag u hatte dafuer am naechsten Morgen starke Bauchkraempfe, Durchfall u schlecht war mir auch. Nach 2 Immodium Akut u einer Elektrolytloesung gings mir dann aber wieder besser u wir konnten Mittags doch wie geplant nach La Paz fahren. Im Bus laeuft schoene Musik u dann muessen schon wieder so kleien Kids kommen u darueber hinweg ihre Sing u Gitarrenspielkuenste beweisen, (ganz zu schweigen von den vielen Bolivianern, die mal wieder alles moegliche verkaufen wollen)- u mir gehts schlecht... Lena u I haben dann halt bei den Radioliedern mitgesungen, was dann den Kids wiedre gestunken hat u sie nach 5 min endlich rausgegangen sind. Abends kommen wir gegen 20Uhr in La Paz an, wo wir fuer 5 Tage blieben. Leider haben wir ein schlechteres Hostal erwischt mit nur 1Dusche, schlechten Betten, Besitzern, die jeden Tag mehrmals gefragt haben wann wir gehen, mal ueber10 min nicht das Hotel aufgemacht haben, u beim Waschen Lenas Unterwaesche etwas geschrottet haben... Naja, aber wir haben viele Traveller dort getroffen, mit denen wir auch teilweise zusammen Touren gemacht haben. Am 11.10. haben wir das Valle de la Luna mit einem Hollaender u Polen angeschaut. Es sieht dort wirklich wei auf eiener Mondlandschaft mit Kaktuessen aus. Die halbe Std., die wir dort durch gelaufen sind war echt faszinierdend. Nachmittags hat es wieder, wie morgens geregnet- die Regenzeit hat 1 Monat zu freuh angefangen, da El Nińo nach Bolivien kam u das Wetter veraendert hat. Normalerweise gibts den nur in Argentinien u Chile. Aber es regnet ja immer nur fuer kurze Zeit. Wir sind dann trotzdem auf den Markt in El Alto, einem hoch gelegenen armen Stadtteil, wo ein grosser Markt an dem Tag war. Der war allerdings kein Vergleich mit Punata. Abends als wir zurueckfuhren konnten wir dann noch ein schoenes Bild von oben von La Paz mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund machen. Einer davon war Illimani, der hoechste Berg Boliviens 6439m. Zurueck nach La Paz gewandert geniessen wir das erste mal Appi. Ein rotes Getraenk aus Mais, das man mit Zwetschgensaft vergleichen kann. Dazu it man eine aufgegangenes Teigempanada mit etwas Kaese darin. Dann besuchen wir noch den Schwarzmarkt, der eigentlich gar keiner ist u den Mercado de Hecheceria = "Hexenmarkt". Der ist schon etwas unheimlich mit den komischen Kraeutern, Saeften, getrockneten Tieren (meidt Voegel u Baby Lamas), die sie dem Gott Pachamama opfern ... Aber trotzdem sind die Leute katholisch. In den gleichen Strassen haben wir die naechsten Abende auch unsere restlichen Souvenirs gekauft, da die Sachen ja in Peru alle um ca. das Doppelte teurer sind. Am 12.10. sind wir dann in das 75km entfernte Tiwanaku gefahren, der Haupstadt des frueheren Tiwanaku-(400vC- 1100nChr.) u spaeter der Inca-Reiches, (sie haben das Reich samt Kultur der Tiwanaku total uebernommen, nach dem eine Krankheit unter den Tiwanaku ausbrach. Man sieht dort viele Tempelruinen, die noch nicht alle ausgegraben sind, weil die Dorfbewohner das selbst machen wollen u deshalb auch ganz schoen Eintritt verlangen. Das Museum mit den ausgestellten Ausgrabungen von Mummien u Keramiktoepfen, Handwerkaszeug, Malereien... war auch sehr interessant. Wir hatten auch Glueck bei einer englischen Reisegruppe mit Fuehrer mit alufen zu duefren, was sehr interessant war. Am Samstag wollten wir dann die Fahrradtour auf der gefaehrlichsten Strasse der Welt machen u sind extra morgens um 6Uhr aufgestanden. Dabei haben wir aber nich bedacht, dass Bolivien Samstags spaeter aufsteht u wir die Tour einen Tag frueher buchen muessen. Wir wundern uns, dass auf der Strasse nichts los ist. Am Tourbuero stehen wir vor verschlossener Tuer, die erst zwischen 9u10Uhr aufmachen soll. Toll denken wir uns u fahren in der Zeit nach Calacoto, in dem auch Touren angeboten werden sollen. Doch die Suche dort bleibt erfolglos. Alle drei Anbieter gibts irgendwie nicht mehr. Wenigstens haben wir aber aml gesehen, wie die reichen so in La Paz leben. Wenn nicht ab u zu ein kleienr Schuhputzer vorbeilaufen oder die Einheimeischen ihr Brot auf der Strasse verkaufen wuerden, koennte man echt glauben, man waere in den USA. Auch wegen den erhoehten Preisen. Nach dem Fruehstueck entschliessen wir uns dann wieder nach la Paz zum anderen Buero zu fahren. Das hat allerdings immer noch nicht auf. Wir finden aber noch ein Plakat von der Konkorenz u gehen erst dorthin. Dort erfahren wir dann auch, dass wir die Tour auf den naechsten Tag verschieben muessen u es unmoeglich ist ein Fahrrad fuer die Tour nur auszuleihen. So muessen wir in den sauren Apfel beisen u die 40$ zahlen. Die Tour von "Explore Bolivia"stellt sich als um 10$ billiger heraus( allerdigns auch mit etwas schlechteren Fahrraedern) u die Frau ist auch netter- nicht so eingebildet wie die Amerikanerin von "Gravity". Aber sie hat uns wenigstens eine gute Konfiteria zum"ueberlegen" empfohlen. dort esse i den besten Kaese Kuchen. Er war so, wie ihn meine Oma immer gemacht hat. ..Beim Geldabheben fuer die Tour laesst Martin seine CreditKarte zu lange im Automaten stcken, so das sie eingezogen wird. Es gibt nur einen Mann, der einen Schluessel zu dem Automaten hat u Samstags arbeietet er nicht. Amrtin versucht es den ganzen Tag ihn auf dem Handy zu erreichen u hat abends endlich Glueck u bekommt die Karte wieder zurueck. An dem Tag schauen wir uns dann uebrigens dann endlcih mal die Sehenswuerdigkeiten der Stadt u.a. mit den Parlamentsgebaeuden, kKirchen u Plaetzen an. Am 14.10. gehts morgens um 10Uhr los. Wir fahren erst mal 1h zum Startpunkt, wo die zwei, der Fuehrer Freddy u der Jeepfahrer, erst mal noch 1h am reparieren sind. Erst mal tut meine Gangschaltung nicht u I bekomme das bessere ErsatzBike fuer 45$. Beim Ami Jamie muessen erst noch die Bremsen ausgewechsellt werden. Spaeter auf der Tour bekomme I dann irgendwann das Fully Bike fuer50$von Freddy, da bei meinem der Sattel dauernt hinten runterkippt u das ziemlich unangenehm war. Die Strecke selber ist echt eine Erfahrung wert. Sie macht einen Hoehenunterschied von 3500m (4650-1200m). Die Vegetation aendert sich staendig u auch das Wetter bzw. die Temperatur. Sind wir am Anfang noch mit Winterklamotten im Schlamm gefahren, so haben wir unten noch im T-Shirt im Staub geschwitzt. I schreibe lieber nicht, wie unsere Klamotten danach aussahen. Oben haben wir wegen Nebels nicht alle Aussichtspunkte geniessen koenne. Aber das Wetter hat sich zum Glueck gebessert. Wichtig ist auf dieser Strasse links runter zu fahren (wie in England) da die Fahrzeuge, die von unten kommen Vorfahrt haben. Ausser dem soll man nich zurueckschauen, da im April diesen Jahres eine 21 jaehrige Juedin dabei ums Leben gekommen ist, als der Fuehrer sagte , niemand solle zurueck schauen u sie tat es eben u stuerzte dafuer als eines von vielen Opfern in den Abgrund. Heute steht dort ein Kreuz als Andenken u Warnung. Dort an einigen Wasserfaellen haben wir dann auch ein leckers Mittagessen genossen u konnten dann gestaerkt die zweite Haelft unseres Abenteuers antreten. Martin u mich hats dabei fast mal runter geschmissen. Martin ist auf einem Stein ausgerutscht u mich hat ein von unten kommender Bus fast runtergefahren, da er vor der Kurve zu spaet gehupt hatte u am Strassenrand gerade eine Ausbuchtung war, ueber die ichs grade noch geschafft habe. Gegen 17Uhr waren wir dann unten am Fluss. Der Jeepfahrer fuhr uns noch kurz widerwillig (weil es schon so spaet war) nach Coroico, wo wir uns 15 min die statt anschauten u in eiener, von einem Norddeutschen gefuehrten Backstube, Kuchen kauften, die echt lecker waren. Coroico selbst ist nicht so besonders. Eigentlich eher ein Touristenoertchen mit einem grossen Auslaenderanteil. Zurueck am Fluss bemerken wir, dass der Jeep einen Platten hat, der dann noch 40 min lang fuer nur 3DM repariert wird. So kommen wir erst gegen 19Uhr nach Sonnenuntergang los u koennen die Landschaft rueckzus kaum noch geniessen. Zurueck in La Paz fanden wir dann mit hungrihˇgem Magen kaum noch waas zu essen. Nur Hot Dogs u Hamburger- es war halt Sonntag. Am 15.10. versuchen wir den ganzen Morgen u Mittag ausfindig zu machen, wie man am guenstigsten unsere 2-3kg schweren Souvenirs nach Deutschland schickt. Wir dachten eigentlich, das Lufthansa fuer 10kg 10$ verlangt, aber es stellt sich heraus, das es 120$ sind, so entscheiden wir uns fuer die Post, wo es zwischen 50-60DM kostet. Freddy, den wir morgens trafen half uns bei den Telefon Gespraechen. Allerdings machte dei Post erst um 14.30Uhr auf u unser Bus fuhr um 15.30Uhr ab. Das war ein richtiger wettlauf mit der Zeit, denn bekanntlich sind Beamte sehr langsam. Wir kamen erst um 14.30Uhr aus der Post heraus u nahmen ein Taxi um es einfach noch zu versuchen den Bus zu erwischen. Tatsaechlich war derBus schon weg, aber zum Glueck war Rushhour u wir konnten dem Bus nach Cobacabana samt Gepaeck hinterherlaufen u aufhalten. Dort kamen wir dann nnach einer wunderschoenen Fahrt am Titicacasee entlang u einer Kanalueberfahrt auf dem Boot. Nachts so um 20Uhr aan. Der Bus wurde extra auf einem Holzboot rueber transportiert, das sah echt lustig aus. In Cobacabana hatten wir dann mit dem Hostal mehr Glueck u sind dann Abends seit langem mal wieder Forelle essen gegangen. Mmmmh das war lecker. Ein ganzes Gericht mit Reis Kartoffeln u verschiedenen Salaten fuer 1,75DM. Am naechsten Tag sind wir dann Morgens auf die ISLA DEL SOL (Sonneninsel) gefahren. Ein wichtiger Ort fuer die Tiwanaku u Inca Kultur, wo viele ituale abgehalten wurden u auch heute noch praktiziert werden. Wir wanderten ca. 4 1/2h ueber die 11km lange Insel von Norden nach Sueden u besichtigten die Ruinen u genossen die schoenen Ausblicke auf den See. Gegen 19Uhr waren wir bei Sonnenuntergang zurueck. Wir stellten fest, dass wir kaum noch Geld hatten um Hotel, Essen u die naechste Busfahrt nach Puno in Peru zu bezahlen. Aber eine Forelle u einen heissen Appi bei der Kaelte genossen wir trotzdem noch. So mussten wir halt am naechsten Tag mit Dollar das Hotel bezahelen, denn die Bank hatte nozh zu. Das Fruehstueck u Busticket haben dann genau so viel gekostet, wie wir noch Geld uebrig hatten, denn die Frau vom Hostal hat uns 10Bolivianos zu viel raud gegeben. In Puno kamen wir gegen 15Uhr an u liefen gleich zum Tourbuero, um eine Tour zu den "Grabsaeulen" u machen, in denen frueher, wie in Aegypten die Leute in den Pyramiden, mumifiziert mit Hab u Gut u getoeteten Dienern "begraben" wurden. Manchmal auch zweistoeckig. Es war jedenfalls sehr interessant. Morgen fahren wir auf die Schilfinseln u auf eiene Insel wo auch Maenner stricken u danach nach Arequipa wo es einen Canyon gibt, der 4mal (4000m) so tief ist wie der Grand Canyon in den USA... Das wars,--bis auf das die Zeitverschiebung jetzt 7std. betraegt... Also, dann, hasta luego, DBs Claudi ATWReport8 1.11.01 Hola aus Ayacucho! Also die Schilfinseln und die Insel Taquile (nicht Tequila)waren echt ein Erlebnis. Morgens hat sich zwar Martin uebergeben u Lena hatte immer noch Durchfall, aber beide sind trotzdem mitgekommen. Wir waren ja auch ziemlich lange auf dem Boot unterwegs. Das war wie Urlaub im "Urlaub". Wir haben es richtig genossen auf dem schoenen Titicacasee auf einem etwas besseren, gemuetlicheren u schnelleren Boot als die bolivianischen mal zu relaxen. Nach einer halben Stunde kamen wir bei der Urus Inselgruppe an. Auf den Inseln leben die Nachfahren der Uros, die allerdings nicht mehr reinrassig sind. Sie haben ihre Inseln selbst erbaut u gehen selten ans Festland. Dafuer fahren sie viel mit Booten herum, frueher waren es Schilfboote, mit denen sie heute die Touristen herumkutschieren. Normale Boote nehmen sie zum Fischen... Es war jedenfalls ein echtes Erlebnis auf dem getrockneten Schilf herum zu laufen. Witzig war auch, dass sie Solaranlagen auf ihren Schifdaechern installiert hatten. Danach fuhren wir 2 1/2 h auf die Insel TAQUILE, wo die Maenner muetzen stricken u die Frauen Tuecher weben. Die Maenner u Jungen tun das den ganzen Tag lang sehr gerne u fangen damit mit ca 7Jahren an. Sie koennen auch Spanisch sprechen, waehrend die Frauen meist nicht koennen u ihre Preise fuer die Tuecher nur fluestern. Die Maenner tragen traditionell alle Muetzen. Die unverheirateten eine halb rote, halb weisse (in Bombel bzw. Zipfelrichtung)-frueher war sogar die Seite entscheident, wo der Bombel hing: links bedeutete Singel, rechts mit Freundin. Die verheirateten tragen rote u die 12 wichtigen bzw. fuer verschiedene Angelegenheiten verantwortichen Maennertragen kuerzere, sehr bunte Muetzen mit Neonfarben u dann gibt's noch die fuer Touristen. Alle sind vergleichsweise sehr teuer, haben aber alle den gleichen Preis. Die Frauen tragen Schwarze Tuecher, an denen an den Ecken vier Bommel haenge. Bunte u grosse bedeuten unverheiratet. Einfarbig u klein bedeutet verheiratet. Die Maedels verkaufen Freundschaftsarmbaender, wovon wir uns alle drei die Gleichen gekauft haben. Nach einem super Mittagessen mit Suppe, Fisch... u der erfolglosen Suche nach einigen Ruinen gings dann schon wieder weiter zurueck zum Boot u auf dem Weg durch 4 Tor u einem Freundschaftstor. Die Gemeinschaft auf der Insel ist echt toll. Jeder kann auf dem Feld arbeiten wann er will oder stricken u ueberall gibt es die gleichen Preise fuer alles, was verkauft wird... Die Kinder muessen aber schon zur Schule gehen. Mir schien, dass alle auf der Insel in Ruhe u Einheit zufrieden zusammenleben u das war echt faszinierend. Dann gings nach 3 1/2 h Fahrt im Sonnenuntergang zurueck nach Puno. Dort angekommen kuemmern wir uns gleich um unsere Weiterfahrttickets nach Arequipa, wo wir wie geplant den Colca Canyon besuchen wollten. Das Busunternehmen sagte uns, dass der Bus um 19. 30Uhr abfaehrt (was er schliesslich auch tat...) , wir wollten uns aber noch mal beraten, ob wir doch nicht erst am naechsten Tag fahren. Als wir dann die Karten doch kaufen wollten um viertel nach 6 meinte die Frau, es ginge jetzt doch nicht mehr, da das Gepaeck gerade schon von den Hostals abgeholt wuerde u der Bus um 18.30Uhr schon losfahren wuerde. Jedenfalls haben wir den Bus doch noch bekommen, weil die Gesellschaft uns mit dem Taxi hingefahren hat, einen wahnsinnigen Stress um die Gepaeckverladung gemacht hat...u der Bus ja schliesslich doch erst nach halb 8 losfuhr. In Arequipa kamen wir um 5Uhr morgens an u kauften gleich das WeiterfahrtTicket zum ColcaCanyon um 14Uhr. Waehrend der Zeit schauten wir uns die schoene Stadt u den bisher genialsten Markt an, den wir bisher gesehen haben- deshalb kamen wir wohl auch mit vollen Tueten u duennem Geldbeutel wieder raus... Die Stadt hat viele spanische Bauwerke, die im mestizio Stil gebaut sind u daher wunderschoene Fasaden haben, die teilweise auch aus dem weissen Vulkangestein Sillar gebaut wurden. Das grosse Kloster, die Hauptattraktion in Arequipe, wollten wir auch besichtigen aber der Eintrittspreis betrug 25Soll(ca.17DM) was ja echt Preise von London sind... Die peruanischen Studenten bekamen allerdings einen Studentenpreis von 5Soll. Fuer Auslaender gibts das dort nicht. Wir haben einen ganz schoenen Aufstand gemacht u sind bis zum Meist- Verantwortlichen vorgedrungen, der gerade da war. Aber es war nichts zu machen. Am Schluss sind wir dann natuerlich sehr unhoeflich geworden u erklaerten ihm, dass wir in Dtld. ja auch keinen Unterschied bei auslaendischen Studenten machen- da kann man Peru ja fast als Auslaenderfeindlich erklaeren... I glaub unser "Gespraech" hat ihn dann schliesslich doch etwas nachdenklich gemacht-trotzdem hat er den Preis nicht nachgelassen u wir sind gegangen. Nach einem weiteren Grosseinkauf im Mercado, weil wir am Colca Canyon Zelten u danach dort Wandern wollten, fuhren wir 6h bis zum CRUZ DEL CONDOR. Als wir ankamen war es schon dunkel u kalt. Irgendwo stand ein Schild, man duerfe hier nicht campen, aber gerade da wgab es die beste Flaeche u zu muede zum rumlaufen mit den grossen Rucksaecken waren wir auch. Am naechsten Morgen wachen wir um 6Uhr auf u haben einen Atemberaubenden Blick in den 4000m tiefen Colca Canyon im Sonnenaufgang u im Hintergrund wunderschoene, teilweise Schneebedeckte Berge. Da es noch so frueh ist legen wir uns noch mal hin. I lege mich mit meinem Schlafsack auf eine Mauer u doese mit Blick zum Sonnenaufgang bis um 7Uhr, als der erste Touristenbus kommt. Dann bin I aber wach, denn mitaussteigen tun ein Aufpasser u ein Polizist, die uns gleich zu Rede stellen, ob wir nicht gelesen haetten, dass zelten hier verboten sei. Wir hatten allerdings Glueck, dass der Polizist ganz nett war u Lena ihn zugelabert hat, von wegen wir seinen zwei Maedels, die nicht so viel Geld haetten u deshalb moeglichst um sonst campen wenn es geht u nur von Brot u Kaese leben. Irgendwie hatte er Mitleid u meinte auch, dass wir aufpassen sollen, auch in Cusco- zwei Maedels alleine waere ja nicht so toll. Er wusste nnaemlich nicht, dass Martin auch zu uns gehoerte, denn er hatte wegen Platzproblemen sein Zelt woanders aufgebaut u es rechtzeitig abgebaut. Naja, jeden Falls hat er uns gehen lassen u wir mussten doch nicht mit aufs Polizeirevier. Ausser dem waren wir fuer den Rest des Tages die Atraktion unter den Touristen, die wir beim Wnadern noch mal trafen. Jeder hat uns gleich erkannt. Eine Schulgruppe von lauter Jungs mit ein paar ihrer Vaeter waren auch nicht weniger begeistert. Auf der Suche nach einer Mitfahr Gelegenheit nach Cabanaconde- dort wollten wir die Wanderung starten- trafen wir auf diese Gruppe. Der Lehrer wollte uns mitfahren lassen, wenn wir mit den Jungs Englisch sprechen- kein Problem sagen wir. Doch der Busfahrer ist dagegen u macht den Lehrer vor seinen Schuelern richtig runter. Der hatte den Satz, "der Kunde ist Koenig"wohl noch nie gehoert. Wir fragen noch andere Busse, aber keiner will o kann uns mit nehemn u so laufen wir an der Srˇtrasse entlang u hitchhiken. Es haelt sogar ein Wagen an mit lauter Maennern drin, die sich als die Vaeter der Jungs rausstellen u in Cabanaconde mit uns u ihren Soehnen Foteos fuers Familien album schiessen. Das aber nur nebenbei, dnn das Wichtigste an dieser Stelle waren ja die Kondoren, die zwischen 7-9Uhr im Canyon ihre Kreise immer hoeher ziehen. Nach u nach kamen immer mehr Touristen, bis die Canyonkannte voll war. Die Kondoren liessen sich Zeit u erst gegen neun gelang mir ein hoffentlich schoenes Foto von einem Kondor, der sehr nahe heranflog. Echt faszinierend diesen eleganten Voegeln beim gleiten in diesem tiefen Canyon zuzusehen. Martin u wir trenten uns, weil er gerne mit seinem schweren Gepaeck 2 1/2h nach Cabanaconde laufen wollte. Wir sind ja mit den Vaetern dorthin gefahren u haben Tipps bekommen wo wir hinwandern u sollen bzw. besser nicht, weil es sehr weit waere am gleichen Tag. Es waere moeglich gewesen am gleichen Tag zu einem Ort zu wandern u dann im Canyon 1-2Naechte zu uebernachten, je nach dem wo wir ueberall noch hinwandern wollten. Schliesslich entscheiden wir uns fuer die kuezeste Variant, naemlich gar nicht dort zu uebernachten, sondern 2 1/2h runter zur Oasis zu wandern, dort 2h im Swimmingpool zu baden, zu essen u zu relaxen u am gleichen Tag wieder 3 1/2h den schlechten, steilen u sehr gross-steinigen Weg wieder hoch zu laufen. Es war ein schoenes Erlebnis in der kargen, heissen, aber doch reizvollen Schlucht in der gruenen Oasis sich abzukuehlen u im Sonnenuntergang wierder hochzulaufen- bis die Kraft nachliess u am Anfang hatte i auch Kreislaufprobleme. Noch heute spueren wir den Muskelkater. Es war noch anstrengender als das Berghochlaufen am ersten Tag im Amboró Nationalpark, aber eben auch ein Erlebnis. Die letzte Stunde sind wir dann mit einem einheimischen Jungen gelaufen, der auf dem Weg Panfloete gepielt u uns Abkuerzungen gezeigt hat. Die Musikbegleitung hat echt gut getan. Martin trafen wir auf dem Weg, als er gerade auf dem Weg zur Oasis war. Er wusste nicht, ob er den gleichen Bus um 9.30Uhr nimmt, wie wir oder unten uebernachten soll, denn durch die 2 1/2h mit dem Rucksack laufen war er schon ziemlich ferig. Schliesslich kam er aber dann doch noch hoch u hat somit den uebelsten Muskelkater von uns allen. Abends genossen wir dann noch ein gutes Mal in einem Restaurant u fuhren dann zurueck nach Arequipa, wo wir um 5Uhr morgens ankamen. Waehrend Lena u ich uns dafuer entschieden gleich 12h weiter nach Cusco zu fahren blieb Martin noch einen Tag in Arequipa u kam am naechsten Morgen dann total muede an. Dann haben wir erst die Stadt Cusco mit ihren vielen Kirchen u Plaetzen angeschaut, die meist auf den Fundamenten von Incamauern gebaut wurden u so erst durch Erdbeben nach u nach entdeckt wurden. Es war echt interessant zu sehen, wie die Spanier ohne Ruecksicht auf die Incakultur viel Zerstoert u ueberbaut haben. In den naechsten zwei Tagen haben wir dann die Incaruinen erst ueber Cusco in 6h abgelaufen (Tambomachay, Pukapukara, Q'enqo u das riesige Saqsaywaman mit seinen maechtigen Mauern)u dann die weiterweggelegenen mit dem Bus: Das auf einem spitzen Berg liegende Parque Arqueologico de Pisac, zu u in dem man 4h lang den Berg hoch- u runterlaufen muss. Aber die Anstrengung war es wert. Ausserdem hat man auch eine schoene Aussicht so weit oben vom Berg runter. Lena u ich sind auch abends noch nach Tipon gefahren um dort die Ruinen mit vielen geschickt bewaesserten Terassen anzuschauen. Auf dem Weg haben wir eine gleichaltrige Einheimische getroffen, die uns die Ruinen netterweise zeigte u uns danach geholfen hat ein gutes Restaurant zu finden, wo wir unser erstes Cuy= Meerschweinchen gegessen haben. Tipon ist bekannt fuer gute u preiswerte Meerschweinchen. Trotzdem musste der Ofen um diese Zeit extra noch mal angeworfen werden u so hatten wir Glueck doch noch eines probieren zu koennen. Mir hat Lenas Erlebniserzaehlung darueber so gut gefallen, dass i ihn hier einach mit reinbringe: wir waren gerade Meerschweinchen essen. Das war ganz gut, so einen Geschmack hatte ich noch nie. Vorallem die Wadeln und der Hals sind gut, am leckersten ist der Magen der seperat gekocht wird. sonst ist alles komplet noch dran und wird gebacken. Ist nett die kleinen Krallen auf seinem Teller zu sehen, aber als ich den Kopf aufbrach, konnte ich gerade noch die Backen essen, bei den Augen wurde es mir dann doch zu viel. Das Gehirn ist auch interessant. Mal schaun wie mir das bekommt... I wuerde noch dazu setzen, dass man sich die Art es zu essen, wie beim Haehnchen vorstellen kann- bloss, dass es ganz anders schmeckt, riecht u vor allem natuerlich etw. unappetittlicher ausschaut... Nach diesen zwei Tagen Bergsteigtraining legten wir erst mal einen Ruhetag ein, denn unsere Muskeln sollten sich vor der groessten Herausvorderung noch mal Erholen- dem MACHU PICCHU. Wir fanden eine echt guenstige Tour fuer 81$statt 100$. Sonst habe i an dem Tag noch meine Haare kurz geschnitten, da dass mit dem Waschen, Wetter, Busfahren... einfach praktischer ist u i habs auf dem Camino Inca o Machu Picchu Trail echt genossen. Abends haben wir dann in der Kueche des Hostals noch gut Spaghetti Napolitana mit frischen Zutaten vom Markt gekocht u unser noetigstes Zeug fuer die naechsten 4Tage Hiking zusammengepackt. Am 26.10. stehe i ganz frueh auf um die letzte Dusche vor 5Tagen ohne zu geniessen. Um 7 geben wir unser Zeug im Buero ab, das wir nicht mitnehmen. Trotzdem wiegt mein Rucksack noch um die 13kg. Dann fahren wir mit dem Bus bis nach "KM 82" wo unsere Tour startet. Am ersten Tag laufen wir 14km in ca.4.1/2h meist geradeaus, was zum eingewoehnen echt gut u unanstrengend war- vor allem vor dem naechsten Tag. Der 2. Tag ist immer der Anstrengenste auf dieser Tour, da es die ganze Zeit nur hoch geht u ganz am Schluss noch mal 1h steil runter, was vor allem nach dem langen harten Aufstieg auch sehr anstrengend war. Wir liefen von 7Uhr bis ca. 14Uhr 11km von 2900m auf 4200m. Dabei machten die 50cm hohen Stufen, die teilweise vorkamen, einem am meisten zu schaffen. Aber man darf dabei ja den Spass, den es macht in dieser schoenen sich hochzuss veraenderten Landschaft nicht vergessen. U es war wirklich ein wunderschoener Weg, den man durchaus geniessen konnte, wenn man sich, wie wir vorher etw, Kondition verschafft hat u auf die richtige- gemuetliche- Weise den Berg angeht. Manch einer hatte es zu eilig, kam mit dem Hoehenunterschied nicht klar o hatte einfach etw wenig Kondition. doch schliesslich kamen alle an. Der letzte 3h spaeter- aber immerhin. Die Traeger, die das Essen u Equipment tragen, sind das Lustigste an allem. Erst rennen sie an einem vorbei um nach 5min wieder voelliger aus der Puste anzuhalten. Waehrend dessen ueberholt man sie wieder, sie rennen wieder an einem vorbei usw. immer das gleich Spiel. Naja, jedem das seine. Die Aussicht vom 4200ter u der etwas tiefer gelegene Zeltplatz von dem aus man eine Wunderschoene Aussicht auf Wasserfaelle, ein gruenes Tal mit Fluss u die dahinter aufragenden schneeweissen 6000-Berge - u ein wie immer gutes Essen -entschaedigten fuer den harten Tag. Am 28.10. war dann die lange Strecke dran. Wir liefen mit gelegntlichen Ruinenbesichtigungen von 7- 16Uhr. Aber dafuer gab es auch viele gerade Streckenteile. Die Natur bzw. der Bergurwald mit den vielen Orcideen u Palmen an diesem Tag hat mir besonders gut gefallen. Auch wenn wir durch den dichten Nebel leider bis mittags keine Aussicht in das schoene Urubambatal hatten, so loesste er sich Nachmittags langsam auf u wir konnten die Aussicht doch noch geniessen. vor allem liefen wir einen Weg zum naechsten Zeltplatz, der normalerweise wegen den vielen Tieren gesperrt ist. An einem super Aussichtspunkt konnten wir dann in der Abendsonne unser Ziel vom naechsten Tag aus einer selten gesehenen Poition bewundern: Den Machu Picchu u den darueber aufragenden WaynaPicchu. Abends gabs ausser dem noch einen Geburtstag von einem Brasilianer zu feiern. Es wurde viel getanzt, getrunken u gegessen. Am 29.10. gings dann um 4Uhr raus u nach eienm kurzen Fruehstueck auf zum MachPicchu. Lena u ich rannten vorneweg, um die ersten am Intipunktu (Sonnentor u Wachposten), dem bekannten Aussichtspunkt zu sein. Aber da der Nebel so dicht war konnten wir leider den ersehnten Sonnenaufgang ueber dem MP nicht sehen. So eilten wir weiter um wenigstens die Ruinen in Ruhe noch ohne Touristen geniessen zu koennen- u das taten wir auch. Es war toll alleine die noch im Nebel liegenden Ruinen zu betreten. Wie ein Gespenst sah man auch die Llamas dort friedlich u noch ungestoert grasen. Nach der Gepaeckabgabe liefen Lena u i zum hoechsten Punkt am Waechterhaus u beobachteten die durch den verschwindenden Nebel langsam erscheinenden Ruinen u den maechtigen WaynaPicchu dahinter. Nach der interessanten Fuehrung unseres netten Fuehrers waren wir auf uns allein gestellt. Nach dem Lena u i uns 1h ausgeruht haben bestiegen wir trotz Muedigkeit den 300m hoeheren WaynaPicchu in ca. 40min um von dort aus (ca.2750m)noch eine bessere Aussicht zu geniessen. Das hat sich echt gelohnt. Auf dem Runterweg gibt es noch eine Abzweigung zum Mondtempel, den i mir wegen genuegend Zeit auch noch anschaute. Jedoch war der Weg viel Anstregender u weiter bzw. weiter unten als i dachte u so kam i bei Lena, die auf mich wartete, 1 1/2h spaeter voellig erschoepft an. Nach eineer kurzen Erhol u Esspause gings dann noch mal 1h den Berg nach Agua Caliente runter. So viel bin i in meinem ganzen Leben nicht gelaufen... Nach einer guten Portion Spaghetti u erfolgreicher Hostalsuche gingen dann Martin u i zu den Aguas Caliente (heisse Termalquellen) um uns nach 5Tagen endlich wieder zu baden u zu duschen- da waren die Baeder gegen Muskelkater natuerlich genau das richtige... vor allem wenn man auf Grund ausgefallenen Lichtes dabei die grossen spitzen Berge im Mondlicht betrachten kann. Ausschlafen konnte wir am nachsten Tag leider nicht, da unser Zug um 6Uhr schon fuhr- der billigste am ganzen Tag (10$ anstatt 25-45$) Zurueck in Cusco holen wir unser Zeug ab u lassen unsere Kleider kurz waschen um um 14Uhr mit dem Bus weiter nach Abancay zu fahren, wo wir so gegen 18Uhr ankamen. Die Waesche wurde nur mit Wasser geaschen u stinkt deswegen immer noch- sauerrei!! In Abancay war es verdammt schwer ein billiges Hostal ausfindig zu machen, weil es sehr tourisisch geworden ist (fuer Einheimische) -nach Reisefuehrer eher nicht. Naja, wie haben dann doch noch den Preis auf 6Soll statt 10S runterhandeln koennen- hatten aber eine kalte Dusche... Am 30.10. ging der naechste bus schon wieder um 6Uhr nach Andahuaylas, dass wir von 12-18Uhr anschauten u dann mit dem Nachtbus nach Ayacucho fuhren. Dort kamen wir heute um 5Uhr an, haben kurz die Stadt angeschaut u sind danach zu dem 1h weg gelegenen Touristendorf Quinua gefahren. Von dort aus wanderten wir dann 2h lang zu den Ruinen der Wari (3000vorChr. u somit auch Pre-Inca). Heute Abend fahren Lena weiter in Richtung Jungel Gebiet (entfernteres Ziel: Pucallpa), waehrend Martin lieber im Hochland bleibt u sich dort weiter "umschaut". Also, hasta luego, DBs Claudi ATWReport9 13.11. Hola, Vor ca. 1 1/2Wochen waren Lena u I auf einem Jungle Trip im Nord-Osten Perus. Jedenfalls hat die Regenzeit begonnen u alles dauert hier nun etwas laenger als man plant. Wir waren 4Tage im Jungle festgesteckt bzw. hatten insgesamt 2 1/2 Tage Wartezeit, bis wir jeweils zu einem anderen Ort weiterkamen -u Internet gabs da natuerlich nicht. Da hiess es halt Geduld bewahren u viele viele leckere Saefte trinken, die billiger u viel leckerer u gesuender waren als Wasser. Es war auf jedenfall ein Erlebnis. Vor allem die Fahrten nach Pucallpa. 2Etappen in jeweils 12h. Die erste im Jeep drin, was sehr heiss u quetschig war, die 2. hinten auf der Ladeflaeche, was zwar etwas holpriger war u mit nur einem Sitzbrett nicht so gemuetlich, aber man konnte sich weingstens noch bewegen mit Frischluft... Das einzig dumme war natuerlich wenns regnete, aber die Plastikplane, die wir ueber uns flattern liessen war dicht. Die letzten 4h nach Pucallpa bin ich dann gestanden- was echt angenehmer war u bei der Hitze gut kuehlend- dafuer bekam i einen guten Sonnenbrand u einen Hautausschlag von der Umstellung auf die Hitze u von den vielen vielen Moskitostichen die mich jetzt noch an den Trip im Jungle erinnern. I holte mir dagegen ein anti-allergisches Mittel, weil sie so angeschwollen sind (auch vom kratzen...)u gejuckt haben. Ein anderes Insektenmittel habe i jetzt auch, denn das andere half nichts, wenn man mitten im Jungle 1h lang rumsteht u zuschaut, wie andere versuchen einen Lastwagen aus dem Dreck zu schaufeln u zu ziehen... Die Leute(vor allem Aussehen) u natuerlich auch die Landschaft u das Klima waren dort sehr anders. Wie auf einem anderen Kontinent. Das einzige, was mich bisher an den Leuten hier gestoert hat- vor allem in Puerto Bermudez- ist, dass sie zu uns Gringos sagen, uns fuer Amis halten u Hello hinterherrufen. Ein Spanier, der 20 Jahren reisen in Suedamerika sich mitten im Jungle, in San Bemudéz, niedergelassen u ein Touristen Hotel mit Tourangeboten in den Jungle hat, scheint von den Einheimischen eher ignoriert u etwas ausgeschlossen zu werden. Aber er lebt gerne allein u fuehlt sich wohl in seinem schoenen Haus mit Papageien, Hund u Katzen. Er hatte keine Lust mehr zu reisen u blieb einfach da wo er gerade war, also jetzt auch wohnt. Ein anderes Dorf mitten im Jungle, Oxapampa, hat Einwohner, die aus Tirol stammen. Leider konnten wir es wegen der Entfernung nicht Besuchen, aber anscheinend sind die Haeuser dort im Tirolstil. Ganz im Gegenteil zu den auf Stelzen gebauten Palmdachhuetten, der Indianer. In Puerto Bermudez war zufaellig abends ein Hahnenkampf mit einem Hahn aus Oxapampa. Der sah genau so aus wie unsere u kraehte auch so- aber er starb, weil er zu langsam war. Pucallpa selber ist eine erschreckend grosse, heisse u laute Stadt vor allem mitten im Jungle...I war immer froh, wenn i dort wieder raus kam- vielleicht, bin i es auch einfach nicht mehr so gewoehnt mit dem Laerm. Am 1.Tag waren wir im Jardín Botanico, wo viele Medikamente in die ganze Welt geliefert werden (u.a. gegen AIDS u Krebs) u der 3200 verschiedene Arten von Baeumen u Pflanzen umfasst. Leider ist ein Teil(u.a. einer mit 70 Orchideenarten...) vor kurzem abgebrannt. Daraufhin fuhren Lena u I 4Tage in den Jungle Die 3Tage Bootstour mit zwischendurch 5h wandern durch die "Selva" war echt super schoen - u interessant zu sehen, wie die Indianer u Tiere dort leben... Wir sahen ein Faultier bzw. streichelten es sogar, weil der Steuermann es von einem 5m hohen Baum herunter holte. Ausser dem Delphine, viele Voegel u Krokodile bei der Nachtbootsfahrt. Wir lernten auch viele Pflanzenarten kennen, die auch zur Medizinherstellung benutzt werden oder aus denen man z.B. Wasser trinken konnte. In der ersten Nacht uebernachteten wir bei einer Indianerfamilie mit im orginal "PalmdachStelzenHaus", in der zweiten im kleinen Peque peque Boot. Ausserdem uebernachteten wir nach der Tour in einem Indianerdorf (San Francisco) u konnten an einer traditionellen Zeremonie teilnehmen. Dafuer waren -zufaelligerweise gerade an dem Tag- extra 2 Meister 3 Tage lang aus dem Jungle mit dem Boot angereist um einerseits ein Kind von Rueckenproblemen zu heilen u andererseits, als Beschuetzer nach der Einnahme der Droge Ayahuasca (Hallozinogen- Wirkung aehnlich Extasy) beizustehen. Bei so einer Gelegenheit haben Lena u i uns es natuerlich , das Angebot dabei zu sein, nicht nehmen lassen. Und es war wirklich beeindruckent mit den schoenen Gesaengen der Shipibo-Indianer, dem Rauch des selbst hergestellten reinen Tabaks, den sie aus selbst gemachten kleinen Holzpfeifen rauchten... Dort waren zu der Zeit noch eine Franzoesin u ein Argentinier, die eine 2 woechige "Diaet" mit der Droge machten u waehrend dessen auch mal ein paar Tage bei den Meistern im Jungle zu Besuch gewesen waren. Etw. gesponnen... U die Franzoesin will auch noch Psychologin fuer Kinder werden!!! Am naechsten Morgen gings dann gleich nach Pucallpa, diesmal mit dem Collectivo, um den Bus nach Lima noch zu bekommen. Dann, nach 33h Fahrt ueber Lima, kamen wir endlich in Huaraz an. Seit Ewigkeiten haben wir endlich mal wieder ein super Zimmer mit super Betten u der besten Dusche seit zu Hause. Das hat allerdings auch seinen Preis gehabt- wenn auch die sicherste- guenstigste Variante in der Touristenstadt Huaraz. Martin wollten wir eigentlich hier treffen, aber die Kommunikation ist wohl irgendwie schief gelaufen u jetzt muessen wir einen anderen Treffpunkt finden. Die letzten 2 Tage haben wir hier in Huaraz die Chavín Ruinen (gehoeren zum Weltkulturerbe) u die groessten Blumen der Welt(glaube I)angeschaut. Die Chavín Kultur in den Anden begann vor 1200vor Chr. u ist total unabhaengig von der Tiwanaku Kultur. Die Ruinen sind mit ihren unterirdischen Kanelen, Labyrinten u der praezisen u sehr symbolischen Steinarbeitskuensten, wie Koepfe, Skulpturen u Zeicheneinkravierungen... sehr beeindruckend gewesen. Auf dem Rueckweg sind wir dann mit einer peruanischen Klasse zurueckgefahren, die uns regelrecht ueber alles Moegliche ueber Deutschland ausgequetscht haben. Wir uebernachteten in Catac, einem Kreuzungspunkt in viele Richtungen. Von dort aus sind wir heute Morgen zu den bis zu 12m hoch werdenden Pflanzen Puya Raimondi gefahren, die 100 Jahre brauchen um ihren Bluetenstamm zu entwickeln u dessen Blueten nur alle 5 Jahre bluehen. Wir sind dort insgesamt 5h gewandert, was nach den vielen Tagen sitzen in Boot u Bus, echt mal wieder gut tat. Heute Abend gehts dann nach Trujillo, wo es wieder Ruinen zum besichtigen gibt... Seit ihr schon schoen in Weihnachtsstimmung? I eigentlich nicht. Schnee gabs zwar vorgestern (weil wir gerade mal wieder ziemlich hoch im Altiplano sind!), aber sonst merkt man hier sonst nichts davon. Also, dann, hasta luego, DBs Claudi