ATWReport 10 3.12.01 Hola aus Panama, I war mitlerweile in Ecuador u in Kolumbien: Sobald wir am 16.11. ohne Probleme in Macará ueber die Grenze Ecuadors kamen sind wir ueber Loja gleich nach Vilcabamba gefahren, dies ist ganz im Sueden Equadors. Dort haben wir dann endlich wieder Martin getroffen, der sich sehr gefreut hat uns nach 2Wochen alleine in Peru rumschlagen, wieder zu sehen- Lena u i uns natuerlich auch. Vilcabamba ist ein Ort, der seit ca. 4Jahren so existiert, wie er jetzt ist. hier gibt es hauptsaechlich Touristen u sesshafte Auslaender, die dort in Geschaeften schaffen u Touren anbieten. Die meisten backpacker fahren dort in die ruhige u fruchtreiche bergige Gegend zum relaxen. Es gibt dort auch einen Nationalpark praktisch hinter der Tuer. Wir blieben dort aber nur einen Tag. I bin dort seit ueber 2 Monaten mal wieder geritten- u zwar den ganzen Tag. Es war echt super schoen, nicht nur auf dem Pferderuecken zu sitzen, sondern auch die Bergwelt. Wir wanderten auch 1h zu einem schoenen grossen Wasserfall. Allein der Weg dorthin war schon urig. Wenn i mehr Zeit gehabt haette (wir hatten uns davor etw. im junglartigen Wald verlaufen) u das Wasser nicht so eisig kalt, dann haette i dort auch gebadet. Von dort aus ging's dann abends ueber Loja , dass wir nachts noch anschauten, nach Cuenca. Dort kamen wir morgens um 5Uhr an u suchten Martin in seinem Hotel auf(er war schon nachmittags gefahren) u schliefen in seinem Zimmer um sonst noch 2h, bis wir zum Bus gingen, der uns zu den bekanntesten Incaruinen Ecuadors fuhr- Ingapirca. Dort angekommen diskutierte i erst mal ungelogen 1/2h mit dem Waechter. Das wir arbeitslose Studenten seien u den sowieso viel zu hoch angesetzten Preis von 6$ nicht bezahlen wollen u auch nicht wirklich koennen. Die ecuadorianischen Studenten bekommen naemlich einen Rabatt von 50%. Er kam mit Wirtschaft u Verdienst... Aber i blieb hart. Arbeitslos ist arbeitslos u so konnte i den Preis auf 4$ pro Person runterdruecken u die Ruinen sogar mit Fuehrung u Museum anschauen. Dann sind wir nach Alausí gefahren um dort eine kurvenreiche bekannte Zugfahrt zu machen, doch wir wussten nicht, dass dieser nur Mi, Fr u So faehrt u es war gerade Montag. So entschieden wir uns gleich nach Baños weiterzufahren u dort waehrend der Zeit Wanderungen um den Vulkan Tungurahua herum zu machen. Wir kamen erst Nachmittags an u wuschen erst mal unsere dreckigen Kleider, denn frische gabs keine mehr. Zum Glueck gabs ausnahmsweise gute Waschmoeglichkeiten u gescheites Waschpulver. Danach gings dann in den Markt billig essen-es ist naemlich unglaublich, wie teuer dort das Essen dort wegen den vielen Touristen ist. Naja, jedenfalls machten wir dann abends noch eine kleine Wanderung auf einen nahe gelegenen Berg, von wo aus man die Spitze des Vulkanes sehen konnte. Wir hatten sogar Glueck u die Spitze war ohne Wolken, wenns auch schon etwas dunkel war- so konnten wir doch einen schoenen Sonnenuntergang sehen. Anders am naechsten Tag an dem wir 7 h auf den gegnueberliegenden Berg wanderten, von dem aus man den ganzen Vulkan sehen kann. Schon morgens regnete es in Stroemen. Aber man sagte uns es wuerde gegen 10-11Uhr aufhoeren u schoen werden wie jeden Tag u tatsaechlich hoerte es auch auf, doch nach ca. 1h wandern fings dann wieder an u die Aussicht war auch nicht so berauschend. Da weiss man was man an guter Regenkleidung hat... Jedenfalls haben wir es nach 3h durch Matschwege, -Felder u Stachelzaeune kraxeln geschafft. Doch der Blick auf den Vulkan liess immer noch auf sich warten. So setzten uns erst mal gemuetlich zum Vespern hin u tatsaechlich, nach 1h klarte es auf u wir bekamen nach u nach den ganzen Vulkan u Krater zu Gesicht. Ein faszinierendes Naturschauspiel. Schade nur, dass er gerade nicht aktiv ist, wie es 1 1/2 Wochen zuvor war. Da kann man naemlich nachts die Lavastroeme beobachten. Zurueck in Baños gings dann gleich zurueck nach Riobamaba, wovon aus wir am naechsten Tag den Tuckerzug ueber Alausí nach Sibambe nahmen. Auf dem Dach sitzend hatten wir ein geniales Panorama auf einer super schoenen zickzack Zugstrecke auf Vulkane u Berge. Das einzig stoerende daran war der Preis (15$), was hier in Ecuador ueberall das Problem ist. Seit der Dollar Einfuehrung ist hier alles teurer geworden. Was ja auch die Reichen reicher u die Armen noch aermer macht. Zum Glueck ist Ecuador nicht so gross u wir sind bald in Panama. Das heisst natuerlich nicht, dass mir Ecuador nicht gefaellt- im Gegenteil, mir gefaellt die Bergwelt mit den vielen Vulkanen sogar sehr gut u I wuerde gerne laengere Zeit hier bleiben u in der einzigartigen Landschaft wandern, klettern, reiten, rafting, Drachenfliegen,... Aber die Zeit draengt auch. Wir wollen ja auch noch Asien sehen!!! Wir uebernachteten in der Nacht in Latacunga n einem relativ billigen hotel. Doch nach u nach wurde uns die schlechte Qualitaet immer klarer. Abgesehen von dem kleinsten Zimmer fuer 4 Betten, dass i je geshen habe, gabs nur kaltes Wasser, keinen Schluessel fuer das Zimmer u um 9Uhr mussten wir im Hotel zurueck sein, da sie dann zu macht u schlafen geht. So bliebe uns nichts anderes uebrig, als im Restaurant drunter zu essen, dass dazu gehoerte. Dafuer wars aber echt billig, gut u reichlich. Zum Glueck wars ja auch nur eine Nacht! Am naechsten Tag machten wir dann eine 2Tages Rundtour durch die Anden um einen tieferen Einblick in Land u Leute zu bekommen- was auch wirklich gelungen ist. Erst gings auf den wohl bekannstesten Markt Ecuadors in Saquisilí. Dort gab es 9 verschieden Marktplaetze mit jeweils anderem "Thema". Eigentlich war die ganze Stadt ein rieseiger Markt, denn die Strassen waren auch voll davon. Mittags gings dann weiter nach Sigchos, wo wir uns eigentlich nur kurz umschauen wollten, bis sich herausstellte, dass es heute keinen Bus mehr zu unserem Tagesziel Chugchilán gibt. Aber nach langem Suchen u teuren Fahrangeboten von 30$ fanden wir dann doch einen Bus, der zumindest bis in die Naehe fuhr u uns fuer 8$ zusammen netterweise bis nach Chugchilán fuhr, wo wir auch ein echt nettes neues Hotel hatten. bloss das Essen war zu teuer, u so mussten wir improvisieren u kauften Broetchen fuer den einzeln angebotenen Fisch auf dem "Hauptplaetzchen". Dort in der schoenen Canyonreichen Landschaft koennte man es laenger aushalten u schoen wandern gehen... Toll fand i im Hotel auch das Kaminfeuer mit heisser Milch, die wir um sonst bekamen. Vor dem habe i dann noch Harry Potter auf Spanisch gelesen. Die schoene warme gemuetlich Athmosphaere hat mich dann gleich an Weihnchten u zu Hause erinnert... Am naechsten Morgen gings dann wieder frueh raus. Um 4Uhr fuhr unser Bus zum Hoehepunkt unserer Rundreise: zum Vulkan Quilotoa, in dessen riesen Krater sich ein wunderschoener See befindet. Wir hatten Glueck eine nette Hotelbeitzerin zu finden, die auf unser Gepaeck aufpasste u uns gegen etw. Kleingeld ein super geniales Amerikan Breakfast machte, mit allem was dazugehoert. Das war auch noetig, denn die Umwanderung war unglaublich lang(4 1/2h) u anstrengend, weil es keine gescheiten durchgehenden Wege gab u i so oefter an ziemlich steilen, tiefen Abhaengen mich im Dreck vorarbeiten musste. Aber i habs ja heil, wenn auch fertig, verschwitzt, dreckig, aber gluecklich geschafft. Es wars auf jeden Fall wert. So was schoenes! U das Wetter war morgens auch zur Abwechslung mal wieder schoen. Auf dem Weg nach Pujilí fahren wir auf dem Dach des Busses mit u haben unseren wackeligen Spass. Gesellschaft leisten uns ein grosses- u ein Babyschaf. Der Ausblick auf die schoene Berg- u Canyon-Landschaft u vor allem spaeter- die Anfahrt von oben ins Valley, wo die Panamerikana (="die Strasse der Vulkane") verlaeuft, - war berauschend u wir machten uns einen Spass mit gegenseitigem Fotosschiessen. Nachdem wir das nette groessere Staedtchen Pujilí angschaut hatten fuhren wir wir weiter nach Latacunga wo wir die Nacht in einem anderen, viel besseren u kaum teureren Hotel verbrachten. Am 24.11. fahren wir zum Cotopaxi National Park. Es hat mich so greit diesen Vulkan zu besteigen. Aber i habe Eisklettern halt noch nie gemacht u er ist auch 5897m hoch. Von der panamerikana sinds noch 7 bis zum Eingang u bis zum Museum noch mal 10km Keine Ahnung wieviel zur Lagune... Jedenfalls blieb uns nichts anderes uebrig, als einfach mal loszulaufen, denn einen fahrbarn Untersatz haben wir ja nicht! -aber Glueck: nach ein paar km nimmt uns erst ein Lastwagenfahrer mit, der dann eine Familie mit ihrem Pickup anhaelt ob sie uns nicht bis zum Eingang mitnehmen koennten, was sie netterweise auch taten u nicht nur das. Dann hiess es zum Museum, dann bis zur Lagune u schliesslich haben wir deren ganzen Tagesausflug mitgemacht. Ohne sie waeren wir niemals so nh auf den Cotopaxi hoch sogar gekommen. Bis zum Refugio auf 4800m wars dann nur noch ein kleines, wenn auch Luftnehmendes Stueck zu laufen. Von dort aus starten die Besteigungstouren um 1Uhr morgens, dass reizte mich ganz schoen... Aber die Aussicht auf den NationalPark u andere Vulkane u Berge war auch genial. Leider wurde das Wetter u die Sicht gegen Ende immer schlechter. Wir liefen noch zum Gletscher hin u machten Fotos. Es sah dort so aus, wie im Film Frankenstein (der Anfang u das Ende). Leider kamen wir dann auch noh auf die Schnappsidee das Eis zu kosten, wie ein kleines Maedchen. Mir wurde auf der Rueckfahrt immer schlechter u im Bus Richtung Quito musste i mich dann 5mal uebergeben. Mir gings in Quito dann noch unten raus, wie nie u auch Lena gings immer schlechter u musste sich im Trole uebrgeben. Zum Glueck war aber eine Tuete zur Hand. Wir schleppten uns nur mit Muehe zu einem Hostal, das auch noh teuer war. Wir nahmen es aber trotzdem u entschieden am nechsten Tag dann eben in ein anderes zu gehen. Martin, dems zum Glueck gut ging, ist dann nachts noch einkaufen gegangen u hat nach einem billigeren Hostal gesucht. Denn am naechsten Tag war Volkszaehlung u die meisten Geschaefte blieben den ganzen tag zu, denn weder In-, noch Auslaender durften zwischen 9 u 17Uhr auf die Strasse, onst waere er festgenommen u 1Monat ins Gefaengnis gesteckt worden. Da in dieser Gegend wegen vielen Touristen alles so teuer war gabs zum Mittagessen eben nur Spaghetti mit Salz. Aber die Diaet u Ruhe tat Lena u mir mit unserer Krankheit so wie so gut u so hatte i Zeit auch endlich ein paar Sachen zu flicken, waschen u zu schreiben. Es war jedenfalls schon faszinierend, die Ruhe in eine so grossen, normalerweise sehr belebten Stadt zu erleben. Vor allem als wir dann am naechsten Tag den Vergleich bekamen, wurde es uns erst richtig klar. Uns stellten sie auch ein paar fragen u Martin verarschte sie dabei maechtig. Er gab den Namen The Dark Masteru die Nationalitaet Araber an. Die glaubten das dann auch noch. Mittags machten wir einiger Besorgungen u.a. bekam i durch einen Trick meine neue ISIC Kartebis Ende naechsten Jahres u wir kauften das Flugticket nach Panama- City fuer den naechten Tag. Dann fuhren wir noch zu "La Mitad del Mundo"(der Mittelpunkt der Welt auh Pre-Inca- Kultur- Maessig...) Mit anderen Worten zum Aequator. Dort lernten wir dann einen Studentn kennen, der dort arbeitet u uns die Zusammenhaenge der PreInca Kultur, ihren "Ruinen" in halb Suedamerika u den heutigen Vermessungen der Welt klar machte. Die PreIncas u Incas wollten ja der Sonne so nahe wie moeglich sein- also war der Aequator der beste Platz dafuer. Die Kulturstaedte sind alle auch auf den ueber die Erde laufenden Linien! Echt faszinierend, wie genau sie diese Orte berechnet u gebaut haben! Abends gingen wir mit ihm dann noch was trinken. Es war echt interessant. Am naechsten Tag, dem 27.11., war Lenas Geburtstag. Wir standen frueh auf, denn um 12.25Uhr ging unser Flug nach Panama- uebrignes Lenas Geburtstagwunsch- an diesem Tag in Panama zu sein. Wir wollten aber vorher noch das Wichtigste der Altstadt Quitos sehen, da wir ja bisher noch keine Chance u Zeit dazu hatten. Die Kirchen des "Herzens der Welt" haben mich echt beeindruckt. So vielGold, genau u komplizierte Holzschnitzereien u Malereien... Als wir dann im Hotel ankamen waren wir schon ziemlich spaet dran. Eigentlich sollten wir 4h vorher am MinniFlughafen sein, was wir es ja kaum glauben wollten u es auf 2h verkuerzten. Das es auch 2h blieben nahmen wir dann eben ein Taxi, was auch gut war, wie sich schliesslich herausstellte. Denn am Eincheckschalter angekommen sagt man uns, dass wir mit nur einem One Way Ticket nicht nach Panama einreisen duerften u noch fuer 40$ ein Rueckflugticket dazukaufen muessten. Wir diskutierten noch ewig hin u her, denn das ist natuerlich sehr viel Geld fuer den sowie so schon teueren Flug. Doch wir hatten keine Chance u kauften es schliesslich um mit Eile dann doch noch den Flug nach Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens, zu erwischen. In Bogotá kamen wir so gegen zwei Uhr an u hatten noch 2h bis zum Weiterflug nach Panama. Die Zeit wollten wir nicht ungenutzt verstreichen lassen u planten einen kleinen Stadttrip mit dem Taxi. Doch zunaechst wurden die Rucksaecke noch mal gecheckt u dummerweise entdeckten sie meinen Leatherman, den i vergass in den grossen Rucksack zu stecken, da er halt immer im kleinen drin ist. Wir mussten dann kurz zu Kontrolle u wurden dazu beauftragt es in den grossen Rucksack in der Gepaeckaufbewahrung zu stecken. Doch wir hatten ja sowie so keine Zeit, u so steckte i es bei Martin in den Rucksack u wir fuhren fuer 1/2h nach Bogotá um einen Platz mit bayrischen Tuermen u geschmueckten Weihnachtsbaeumen zu sehen, so wie die Stierkampfarena dort in der Naehe. Dann gings wieder zurueck zum Flughafen. Wir baten den Zollbeamten uns doch noch einen kolumbianischen Stempel als Andenken zu geben, was er netterweise auch machte. An der Rucksackkontrolle kommt Martin ohne Probleme durch, doch i habe schon wieder Pech, denn jetzt entdeckten die hier etw. genaueren Beamten mein kleines Taschenmesser in meiner Hosentasche, dass i bisher immer schoen in den Koerben fuer die Geldbeutel durchschmuckeln konnte. Bis zum Abflug warens noch 8 min u sie schickten mich wieder ganz zurueck durch den Zoll in die Schalterhalle, um es dort in den Rucksack zu stecken. Doch es war schon zu spaet u einer Stuardess konnten sie es "netterweise" auch nicht mitgeben... Mir blieb nichts anderes uebrig, als es noch ,mal zu versuchen. I versteckte es unter meinem Sturmfeuerzeug in meiner Bauchtasche u liess diese dann bei anderen Leuten durch das Laufband laufen. - u tatsaechlich, niemand bemerkte es. Man, mein Puls raste danach, I fuehlte mich wie kurz vor einem Herzinfarkt... Dann ging alles relativ glatt. Am Flughafen in Panama City angekommen kaufte sich Lena im Duty- free Bereich endlich einen neuen Fotoaparat als Geburtstagsgeschenk. Draussen knallte uns die schwuele Hitze entgegen, nachdem wir aus dem kalten, regnerischen Quito kamen... Wir nahmen einen Bus ins Viertel Bella Vista. Darin trafen wir auf einen Einheimischen, der gut Englisch sprach u uns netterweise mit dorthin begleitete, um uns bei der Hotelsuche zu helfen. Die Gegend dort war naemlich nicht gerade ungefaehrlich, wie die meisten in der Stadt -ausgenommen die Reichenviertel, die halt doch ziemlich stark ueber unserer Preisklasse lagen. Die Hotels in Panama sind doppelt so teuer, wie in Ecuador, wie so viele Sachen. Daran mussten wir uns mit der Zeit erst mal gewoehnen. Abends gabs noch eine Parade der Feurewehrmaenner, die den Unabhaengigkeitstag von den USA am naechsten Tag einleitete. War ganz nett, aber schon am ersten Abend bekamen wir staendig Begleitschutz von Polizisten, was sich in den naechsten Tagen auch nicht aendern sollte, im Gegenteil... Der ertse Eindruck von der Stadt war: sehr amerikanisiert (die bunt beleuchtete Haupteinkaufsstrasse vor allem), viele Schwarze u komische Leute, viele Polizisten u ein unangenemes Gefuehl sobald man auf die Strasse ging, dass man jeden Moment beklaut werden koennte. Am naechsten Morgen schliefen wir bis um 11Uhr aus, so lange wie in Cochabamba in Bolivien nicht mehr. Das tat mal wieder so richtig gut. Wir liessen den Tag also langsam u gemuetlich angehen, denn die meisten Laeden hatten sowie so den ganzen Tag zu. Wir planten einen Ausflug in die nahe Altstadt. Die Gebaeude dort sind ein einziger Kontrast. Da steht z. B. neben dem hochbewachten weissen (im amerikanischen Stil gebauten) Praesidentenpalast ein leeres, mit Baeumen ueberwuchertes Haus. So sieht´s da ueber all aus, ganz zu schweigen von einigen heruntergkommenen Gassen. Wir liefen auf der Promenade entlang zum Mirador auf den Panama Kanal. Mit dem Wetter hatten wir etw. Pech, doch es war schon beeindruckent vor diesem riesigen Meisterwerk zu stehen, an dem 75000 Menschen Jahre lang getuefftelt, geplant u vor allem dann wirklich gebaut haben. I freute mich schon darauf die Schleuse Miraflores zu sehen. Martin wollte sich dann ein Eis kaufen. Dabei bemerkte er, dass ihm sein Geldbeutel fehlte u ziemlich sicher wohl gestohlen wurde, als er auf dem Plaza de Independencia im Pavillon bei Regen gemuetlich vesperte. Zum Glueck wars aber nicht all zu schlimm. Es waren "nur" 20$ Bargeld, 120$TC, die er am naechsten Tag schon zurueck bekam, Studenten-, Jugendherbergs- u Lufthansa Ausweis darin. Wir liefen zurueck zum Platz, wo fuer uns die Polizei gerufen wurde. Dann wurde es erst richtig abenteuerlich. Innerhalb weniger min hatten sich 19 Polizisten um uns versammelt, die mit Motorrad, Fahrrad, Auto oder zu Fuss ankamen. Die Touristen Polizei, die Englisch spricht kam dann auch noch u fuhr uns Stundenlang von einem Revier ins naechste u wollte tausendmal den Inhalt des Geldbeutels wissen. Schliesslich wurden wir dann auch noch bis ins Hostal zurueck begleitet. Dann endlich hatten wir unsere Ruhe. So ein langer Aufwand um so eine kleine Angelegenheit! In Huaraz ging das in 5 min. Doch dafuer haben sie es echt lobenswert genau gemacht. Mit Polizeibericht eben u allem drum u dran. Abends gingen wir dann noch in den einzigen geoeffneten Supermarkt in der amerikanischen riesen Einkaufsstrasse u trauten unseren Augen nicht. So viele Artikel aus den USA. Ueberhaupt kam man sich in diesem Supermarkt vor, wie in den USA- allerdings leider auch bei den meisten Preisen. Am 29.11. wollten wir eigentlich schon gegen abends weiterreisen, nach dem wir im Stadtnahen Parque Natural Metropolitana durch den Jungle zum Aussichtspunkt ueber Panama-City u den Panama Kanal gewandert sind u mittags unsere Erledigungen u restlichen Einkaeufe erledigt haben. Wir machten auch noch ein schoenes Foto vom Dach eines der Nobelhochhaeuser in der Reichengegnd- in diesem hat jeder sein eigenes Stockwerk!... Doch alles brauchte mal wieder laenger als wir dachten u schliesslich wurde es dunkel u wir hatten immer noch nicht alles fuer unsere Paeckchen zusammengefunden, die wir noch vor 5Uhr abschicken wollten, bevor die Post zu machte. Schliesslich entschieden wir uns doch noch mal eine Nacht in der von mir gehassten Stadt zu bleiben u am naechsten Tag sowohl das vollstaendige Packet abzuschicken, als auch noch die Miraflores Schleuse zu sehen, wie die riesigen Schiffe aus aller Welt dort durchgeschleust werden. Es war schon faszinierend vor allem im Vergleich zu unserer kleinen Neckarschleuse vor der Haustuer! Nachmittags fuhren wir dann weiter nach El Valle. Ein nettes Dorf in den tropischen Bergen nord- westlich von Panama. Von dort aus machten wir am naechsten Tag einen kleinen Ausflug zu einem schoenen Wasserfall Park: Monument Natural Cerro Gaital Dann fuhren wir weiter ueber David nach Almirante, wo wir in einem ekligen u penetrant nach Scheisse...stinkendem Hostal uebernachteten um am folgenden Morgen mit dem Boot nach Bocas del Toro zu fahren. Einem Ort auf der Insel Colón, von wo aus man andere Insel u Strandtouren unternehmen kann. Dieses Hotel war endlich mal wieder besser u der Hausbesitzer echt super nett. Wir trafen noch eine 28 jaehrige Studentin aus Koeln, die gerade fuer ein halbes Jahr in Cost Rica arbeitet u jetzt nach drei Monaten u vor dem Firmenwechsel fuer 3Tage ausreisen musste. Sie schlief mit uns im Zimmer u verbrachte mit uns den 1.Advent auf einer einsamen Insel am Strand unter Palmen am "Punta Hospital", wo wir in den schoenen Korallenriffen schnorchelten- so ein ruhiger Tag am Strand war echt mal erholsam. Abends kochten wir dann noch gemuetlich unsere eigenen Nudeln aus Quito, da das Essen wegen der vielen Touristen in der Stadt zu teuer fuer unseren Geldbeutel war. Heute am 3.12. fuhren wir dann schon wieder weiter ueber David nach Cerro Punta, wo wir eigentlich eine schoene 4-6h Wanderung durch den Nationalpark nach Boquete machen wollten. Doch als wir dort ankamen war es schon kurz nach drei Uhr u so machten wir eben nur eine kleine um die Umgebung etw zu sehen. Auf der Hin- u Rueckfahrt sah man ja auch schon viel von der Landschaft u dem Volcano Barú. Die Landschaft, die Haeuser u die Landwirtschaft, mit dem vielen Gemuese u Blumen (auch ein bisschen die netten ausgeglichenen, etw. hellhaeutigeren Menschen dort) erinnerten uns sehr an zu Hause u wir waeren eigentlich ganz gerne noch etw. laenger geblieben. Vor allem i (bis auf den Heuschnupfen wegen der Blumen), denn i haette doch noch gerne den Nationalpark etw. besser kennengelernt. Aber wir hatten ja auch nicht unsere grossen Rucksaecke dabei u die anderen 2 wollten halt auch weiter. So fuhren wir heute Abend wieder zurueck nach David, von wo aus wir Morgen weiter ueber die Grenze nach Costa Rica fahren. Mal sehen, wie´s dort wird. Die Preise jedenfalls sollen mal wieder doppelt so teuer sein. - Dafuer aber die schoensten Straende geben... So, dann mal viel Spass beim lesen, u eine schoene Adventszeit. DBs Claudia