Hola, 26.7.05 endlich schaffe ich es mal wieder Euch zu schreiben. Dieses mal vom Bett aus! Ja, mich hats erwischt-habe eine virale Pharyngitis-auf Deutsch saumässige Halsschmerzen. War heute dann auch mal-nach einer Woche rumkränkeln- beim Arzt und darf jetzt antiinflammatorische Medizin zu mir nehmen. Wenigstens gehts mir sonst soweit gut-abgesehen von der Tatsache, dass mich diese lieben Viren am Bett fesseln und mich nicht auf Reise gehen lassen.So darf ich positiverweise den unglaublichen Heimservice meiner so liebgewonnenen Familie hier geniessen.die verwöhnen mich von oben bis unten, da kann man eigentlich nur gesund werden… Den bekomme ich sicherlich nicht nur, weil ich die ganzen Viren der -die ganze letzte Woche -bettlägrigen Familie eingesammelt habe. Jetzt gehts nämlich allen wieder gut, ausser mir…! So jetzt aber mal Schluss mit dem Klagen-so komme ich schliesslich dazu Euch mal wieder zu schreiben. Bevor ich mit den News anfange will ich erst mal zwei Dinge zu meiner ersten Mail klar stellen. Den Hund, den der Colectivo überfahren hat, habe nicht ich überfahren, sondern der Busfahrer (Bus=Colectivo) –das hatte jemand so verstanden. Der Fehler der mir an anderer Stelle unterlaufen ist, ist der, dass ich in Buenos Aires nicht an den Hafen vom Meer, sondern zum Hafen des Rio de la Plata-also des Flusses laufen wollte. Gracias Luisa für die Aufklärung! Tatsächlich erscheint einem der Fluss ein Meer zu sein, da er so unglaublich gross ist. Letzten Freitag habe ich mein Praktikum beendet-bin schon a bissel traurig,hat super Spass gemacht. Aber was mich jetzt erwartet ist eben meine andere grosse Leidenschaft. Durch die kleine Viruseinlage kann ich mich ja noch mal ganz gemütlich über Reiseziele einlesen und mit anderen Reiseliebenden diskutieren- auf der Suche nach Mitreisenden veröffentlichte ich nämlich eine Anzeige in der Zeitung La Nacion,(die ganz Argentinien zu lesen scheint) und eine Anzeige im deutschen Weltreiseforum im Internet. Auf die Anzeige in der Zeitung bekam ich bestimmt 15Antworten. Wie sich herausstellte waren es aber einige, die sich nur neugierigerweise interessierten oder/und einfach zu alt waren(um die 40)..Andere boten mir an mir ihre Heimatstadt Buenos Aires zu zeigen-auch nett. Ein Deutscher (vom Weltreiseforum)wollte sich mit mir Mitte August in Mendoza treffen, zögert jetzt aber vielleicht doch die billigere und wärmere Mexikovariante zu nehmen, um in umgekehrter Richtung zu reisen. Dann gabs da noch einen Argentinier, der mir auf die Anzeige anwortete und mit mir per MSN Messenger chattete wollte,schliesslich aber gar nicht mehr so genau wusste, woher er mich kannte-ganz abgesehen davon, dass er nicht wirklich vor hatte zu reisen-Leute gibts….voll verplant kann ich dazu nur sagen. Realere Treffen gibts zum Glück auch noch: Ein anderer Deutscher, der gerade im Süden Chiles unterwegs war, will sich mit mir evtl. vor dem 1.8. in Santiago de Chile treffen-aber da ich ja gerade nicht vom Fleck komme ist das ganze etwas fraglich. Zu dem will er jetzt doch ganz in Chile bleiben und weiter Richtung Peru. Die letzte Möglichkeit ist eine Argentinierin 25. Sie hat im September 1 Monat Ferien und würde mit mir gerne in den Süden Argentiniens reisen. Na dann schau mer mal was daraus wird! Wenigstens konnte ich dadurch etwas die castellanische Sprache üben. Warum ich nach Chile will?Na die Lena, meine Weltreisefreundin schwärmt mir bei jedem Treffen von Pisco Elqui vor, wie schön das doch dort sei… und da es mehr oder weniger auf dem Weg liegt muss ich mir das doch mal anschauen. Jetzt komme ich aber noch mal zu meinem Praktikum: Letztes mal habe ich noch nicht so genau beschrieben, wo denn die Unterschiede zu dem europäischen Standard liegen. Allerdings kann ich das ganze nur mit Frankreichs Uni vergleichen- wies in den normalen Praxen zugeht weiss ich eben nicht.. Die Spritzen und Nadeln und Katheter des selben Tieres bzw. selben Medikaments werden mehrmals verwendet und aber natürlich zwischendurch gereinigt. Genauso, wie das Operationsbesteck, dass nur begrenzt vorhanden ist und nicht immer gleich im Ofen sterilisiert werden kann, aber eben mit einer Jodlösung.-Die Influation hat leider alles um das 3-4fache verteuert und die Leute wollen auch weniger zahlen. Die Infusionen sind in mittelhartplastikbeuteln, die werden auch nicht fortgeschmissen, wenn der erste Patient nicht alles gebraucht hat, sondern für die nächsten Patienten weiterverwendet. Infusionsbeutel muss man immer wieder mit Luft auffüllen, sonst läufts nicht mehr so gut. Die Tropfgeschwindigkeit wird über eine Metallklammer geregelt und nicht über ein Plastikdrehrädchen-eigentlich logisch, aber für mehrmalige Anwendung nicht so geeignet. Die Die Fäden sind alle aus Nylon-alle nicht-resorbierbar (deshalb macht Jorge auch meist durchgängige Nähte, die später weniger stören, da die Nähte ja im Körper bleiben) immerhin gibts 2 Grössen. Wenn mal nichts in der Klinik zu tun war, gings ans Bauen und Sterilisieren von Klinikutensilien. D.h. die Fäden werden durch zusammenzwicken mit normalen Injektionsnadeln verbunden,-eine Technick, die in Argentinien erfunden und heute in den USA auch gelert wird. Die Tupfer werden aus Mull und Watte zusammengebaut und die sterilen Tücher über dem Patienten werden aus Müllbeuteln in die richtige Grösse geschnitten. Das alles wird dann in kleine Behälter und Tüten verpackt, die mit dem Feuerzeug zugeschweist werden. Innen drin befindet sich eine Formalintablette, die alles sterilisiert. Die Ops werden auch steril duchgeführt, aber nicht ganz so streng, wie in Frankreich. D.h. wenn einer den operierenden berührt wird nicht gleich alles gewechselt. Das wird aber in ausseruniversitären kliniken in Europa bestimmt auch nicht anders gehandhabt. Bei der Anästhesie gibts bei Jorge durchauss Intubation, was nicht immer der Fall hier ist. Allerdings gibt es kein Apparat, der die Herztöne und Atmung akustisch hörber macht.-so gibt es als Anästhesist immer was zu tun. Jorge ist jeden Falls ein super Chirurg, was sein Fachgebiet betrifft. Der sich immer gerne auch fortbildet, was ja immens wichtig ist.Wenn er in etwas keine Erfahrung hat, dann gibt er es lieber an einen ihm bekannten Spezialisten weiter, von dem er weiss, dass der es besser kann. Was Jorge noch hat und viele hier nicht, ist ein Endoskopie- u ein Röntgengerät. Näheres zum Klinikalltag: Die meisten OPs sind Kastrationen von weiblichen Tieren. Wegen der Machokultur hier?-weiss nicht… Hier gibts eben auch eine Geschlechtskrankheit, die über den Geschlechtsakt übertragen wird- eine Krebsart, die zu heilen ist, aber eben für die Strassenhunde tötlich und leidvoll. Einige setzen sich dafür auf eigene Kosten ein-Jorge unterstützt diese Leute, in dem er ihnen mit dem Preis etwas entgegen kommt. Am billigsten kastriert die Gemeindeverwaltung. Aber sicherer ist natürlich der Tierarzt. Die dringenden Fälle werden oft auf einen der OP Tage verlegt, also Di,Mi,Fr. Ein Notfalltelefon gibts aber auch. Die Fälle werden dann schon schnell behandelt. Leider gibts auch hier genügend verrückte Leute, die anrufen, weil Fiffi deprimiert zu sein scheint und deshalb gleich stirbt… Furchtbar! Was mir am meisten gefallen hat, ist, wie Jorge Wunden auf traditionelle, wirkvolle und doch billige Methoden behandelt. Viele Wunden werden mit H2 O2 (oxig.Wasser) gereinigt und mit Zucker behandelt, das den Zellen Energie gibt und die Wundschliessung verschnellert. Antibiotikum darf natürlich trotzdem nicht fehlen. Entzündungen werden mit Bädern aus Apfeltee oder übersättigtem Salzwasser (mit grobem Salz) behandelt. Andere Möglichkeit für geschlossene Entzündungen sind Umschläge- Tücher eingelgt in Alkohol, Essig und Öl. Er verwendt aber auch die neuesten Erkenntnisse, wie z.B. eine Eigenblutbehandlung mit Chlor aus dem Supermarkt Vitaminen und Procain gegen Atopien (Hautprobleme). Was mir nicht gefallen hat: Die Kastration einer Hündin, die seit 40Tagen tragend war. Die Besitzerin der Dalmatinerhündin hatte sehr viel mit Gruella aus 101 Dalmatiner gemeinsam. Eine Gebärmutterentfernung, die schon bestimmt seit 5 Jahren entzündet und eitrig war.Trotz Befürchtungen, ob sie das wegen der gestressten Nieren überlebt,schaffte sie es. Ihr gehts schon viel besser. Besitzer von 14jährigen Cockerspaniels, die wie Aussätzige behandelt werden und im Garten dreckig vor sich hinvegitieren-aber eine Gesäugetumorenfernung veranlassen. Notfälle, bei denen durch einen Autounfall die Hälfte der Vorderpfoten fehlen. Besitzer, die ihren Hund wegen einer HD einschläfern wollen, weil es ihnen zu aufwendig ist die ganzen Ops und Zeit zu investieren-Aber Jorges Herz ist so gross, dass er lieber erst einen neuen Besitzer sucht, bevor er das Todesurteil fällt. Besitzer, die wegen der dicken 15kg Pudelhündin Winni 10mal am Tag anrufen, wies ihr denn jetzt geht und 10 Lagen Tücher, Decken und Matratzen mitbringen, damits Schätzchen auch ja bequem und warm liegt. Besitzer, die ihre Katze anfahren und behaupten, sie hätten sie mit den Knochenbrüchen im Graben gefunden. Wieviele Hunde-v.a. Welpen hier Staupe haben und die Besitzer merken es nicht.. Schlimm war auch die OP einer alten Schäferhündin, der wir eigentlich eine scheinbar entzündete Gebärmutter entfernt wollten-das Ganze sich aber schliesslich als sehr gut durchbluteter Tumor in der Nähe der V.cava caudalis(Hauptvene) herausstellte, den Jorge dann vorsichtig und erfolgreich entfernte. Nach meinen Autopsiestunden in Frankreich halte ich nicht mehr so viel von der Entfernung von grossen Tumoren(v.a.bei alten Tieren), da er die kleinen Metastasen kontrolliert und nach seiner Entfernung die Metastasen buchstäblich ein Fest feiern, den ganzen Körper bevölkern, sich fröhlich vergrössern und ca. innerhalb eines Monats zum Tod des Patienten führen.-Meine Meinung, wie gesagt. Habe ja sonst zu wenig Erfahrung darin-man muss die verschiedenen Tumoren ja auch unterscheiden Der Schäferhündin gings zunächst echt gut. 4Tage später brachte sie der Besitzer dann aber zum Einschläfern, da sie ihre Exkremente nicht kontrolliert absetzen konnte und der Kot schwarz und stinkend war. Jorge versuchte sie ohne Wissen des Besitzers noch zu retten, aber am nächsten Morgen war sie von selbst gestorben-und das an Jorges Geburtstag. Schweine Ops, in der medizinischen Fakultät von Godoy Cruz, mit denen Radiofrequency Ablacion Experimente durchgeführt werden und zu allem Leid auch noch den ganzen Darm voller Würmer haben, die sich während der Op im Ferkeldarm einen Tanz erlauben um den Chiurgen ihre ganze Schönheit zu präsentieren. Und weils die Mediziner mal wieder übertreiben müssen und keine Ahnung von der Empfiindlickeit unserer geliebten sensiblen Schweinchen (v.a in der Anästhesie) haben-musste der liebe Eber sterben. War aber wahrscheinlich sowie so besser für ihn. So hatten wir jeden Falls die Chance eines der typischen Streitereien zwischen Chirurg und Anästhesist mitzubekommen. 2h vor der Klinik in der Kälte warten und keiner kommt, weil der Dt. Rückenschmerzen hat und die andere Klinik falsch informiert hat, er würde noch kommen. Was mir gefallen hat: Das Mate Trinken zwischen den Ops und das Mittagessen im OP Saal, weil man den Patienten, der schon in Narkose liegt, nicht alleine lassen kann.. Die 1 1/2 Freistunden mittags, in denen ich Schwimmen und im schönen grossen Park von Mendoza Joggen gehen konnte. Das ich einer frisch gebackenen Tierärztin u.a. erklären durfte, wie man einen Katheter legt und intubiert. Das man die Besitzer oft mit Küsschen auf die Wange begrüsst und dutzt. Das ich ausser Fachliches auch noch wichtige castellanische Wörter lerne, wie Schimpfwörter und Ausdrücke. Das ich bei der Vielfalt an Tierärzten hier auch mal Alternativprogramm bekam. Mir teilweise etwas, wie in der Uni vorkam, da die Mitarbeiter z.T. erst fertig geworden sind und selbst noch einiges dazulernen und üben mussten, und so die Erklärungen und Übungen etwas ausgedehnter ausfielen. Und auf Verständnis stiess,wenn ich mal wieder nicht wusste, warum man den jetzt gerade die Medikamente nahm und jene Menge. Ein Sonntagseinsatz bei einm ländlichen Pferdedistanzrennen, bei dem ich selbst auch den Zustand der Pferde beurteilen durfte, ob sie nun weiterrennen konnten oder ausgeschlossen wurden. Der Ausflug mit einem Pferdetierarzt auf ein paar Fincas in der Náhe, auf denen man sich, wie um 50 Jahre zurückversetzt vorkam. Die Leute trugen Kleider und hatten eine Ausrüstung, wie im Bilderbuch oder Abenteuerfilm des 20. Jahrhunderts.. Situs(Auseinandernehmen)von Pichiciegos (kleiner Gürtelmull)auf der Suche nach Organen. Das ich am letzten Tag selbst eine Hündin kastrieren durfte!! Das ich jetzt eine knapp 4 monate alte Hündin habe- “Socke”-die ist schon seit Anfang an in er Klinik. Sie wurde mit Knochenbrüchen an Becken und Hinterbeinen vor der Türe der Klinik abgesetzt. Nach der OP (oberschenkelkopf entfernung, Satbilisationsnagel im Schienbein und Platten zur stabilisierung des Beckens) gings ihr gleich gut und lief schon die ersten Schritte. Gerade machen wir Physiotherapie,d.h. laufen, laufen, laufen- damit alles schön beweglich bleibt. Bei der Gelegenheit kann ich immer Chacras und Umgebung etwas weiter erkunden. Ausserdem konnte ich mittlerweile meinen Vermittler aus Buenos Aires kennenlernen. Einen bekannten Tierarzt- Prof.Resburgo, der der beste Freund von dem argentinischen Prof. Köstlin ist, der mir das Praktikum von München aus vermittelte. Sehr interessant kann ich da nur sagen. Er gab mir mal einen Einblick in die argentinische Geschichte der Tiermedizin. Am selben Tag traf ich dann per Zufall auf eine weit verwandte Cousine von mir, die mit ihrem Hund in die Spechstunde kam. Und wir nur per Zufall rausfanden, dass wir angeheiratet verwandt sein müssen. Über meine Tante kam sie deshlb nämlich zum Deutsch lernen und hat auch vor ein Auslandssemester in Deutschland einzulegen. Da erlebt man ganz schön was in so einer Klinik… Mittlerweile habe ich über Bekanntschaften in allen Richtungen auch schon den einen oder anderen Schlafplatz auf meiner Argentinienreise angeboten bekommen-was natürlich auf Gegenseitigkeit beruht. Mal schauen, wen davon ich alles in Deutschland eines Tages aufnehmen darf… Die Wochenenden habe ich weiterhin immer schön in den Bergen verbracht.. Einmal an der Hängebrücke von Cacheuta. Letztes Wochenende 2 Tage in Potrerillo mit schönen ausgedehnten Wanderungen. Am Sonntag gings zum Aconcagua-dem höchsten Berg Amerikas und Ozeaniens bzw. ausserhalb Asiens (6959 m) Natürlich nur von Weitem, (in der Nähe der chilenischen Grenze), nicht nur weil er für einen gemütlichen Spaziergang darauf etwas zu hoch ist ; º), sondern auch wegen des Schnees… Danach schauten wir noch die Puente del Inca an-ein Naturkunstwerk: eine Brücke, entstanden durch Eis, Mineralien und Erosion(durch den Fluss und den Wind)-Gold-bunt wie ein verzaubertes Schloss liegt das ehemalig prächtige Thermalbad da . wenn nicht gerade Winter ist kann man sich auch mal in die heissen Quellen legen. Gerade liegt aber zu viel Schnee und somit ist der Zugang versperrt. Na wenigstens wärmte die Sonne schön den Körper auf, bevor die Nacht die Wärme verschlang und ihr kalten und doch wunderschönen Sternenbilder zeigte. Vorher durfte ich aber noch mit schwerem Herzen den Wintersportlern auf der Piste von Los Penitentes (2580m) zuschauen-wenn mir doch nur mein invalider Fuss nicht einen Strich durch die Rechnung machen würde. Naja, ich tröste mich damit, dass die Liftkarten hier sowie so Schweineteuer sind-so kann ich wenigstens Geld sparen- ein schwacher Trost! Auf dem Rückweg fuhren wir noch an dem Ort Uspallata vorbei in dessen Nähe die Gegend liegt, wo der Film “7 Jahre in Tibet” mit Brad Pitt gedreht wurde-ein Traum sage ich Euch. Hier, wie auch in Potrerillo kam ich mir wirklich vor, wie damals in Tibet.- unglaublich. Zum Drehzeitpunkt haben viele Mendoziner am Film mitgearbeitet. Z.B. meine Tante Uschi hat die künstlerischen Utensilien entworfen und das deutsche Tagebuch von der Hauptperson(Heinrich) in Deutsch geschrieben. Jorge hat die Hunde betreut und eine Bekannte als Übersetzerin gearbeitet. Gestern habe ich mir deshalb gleich mal den Film wieder anschauen müssen, der mich ja ursprünglich dazu brachte Tibet zu besuchen-jetzt kenne ich beide Orte. Und beide sind traumhaft. Jeder hat auch irgedndwie was spirituelles…?jeder auf seine Weise. Nicht nur wegen der Schriftzeichen der Inca auf ein paar Steinen und den Steingesichtern, die Wächter, die auf natürliche Weise durch den Wind entstanden. Davon schauen die einen nach Westen (untergehende Sonne) und die anderen nach Süden. Die Incas wählten immer diese Orte mit solchen Wächtergesichtern aus, um ihre Rituale zu feiern. Hier wurde mir zum ersten mal klar, dass ich auf meinen Lateinamerikareisen unbewusst dem Weg der Inca gefolgt bin allerdings fehlen noch einge km, ein paar davon werde ich in den folgenden Wochen Richtung NordArgentinien zurücklegen. Zum Abschied gabs noch einen wunderschönen Sonnenuntergang hinter den Bergen, der mir das erste mal die magische blaue Stunde bewusst machte.Es ist die eine Stunde direkt nach Sonnenuntergang, in der alles in unheimlich bläulich und doch unglaublich vielfältigen ganz anderen fast extraterrestrischen Farben erläuchten lässt. (DANKE Rüedi für diesen Hinweis!) Den Zoo habe ich mir am Montag hier auch mal angeschaut. Abgesehen von der schönen Lag emit Aussicht auf die Stadt und Landschaft, lässt er in vielem doch sehr zu wünschen übrig. V.a. die Raubtiere und Vögel leben in viel zu kleinen Käfigen auf dem planken Stein, der nichts zum spielen bietet und die einzige Abwechslung das Fressen und die grölenden Besucher sind. Immerhin gibt es das eine oder andere Zuchtprogramm. Einige Tiere leben in grösseren Freigehegen. Die Gruppen sind allerdings meistens etwas zu gross für meinen Geschmack. Naja, kann nicht viel mehr darüber sagen. Was kulturelle Erlebnisse angeht-abgesehen von dem, meiner Ansicht nach, rituellen Asadoessen (Grillen) und Matetrinken mit vielen Freunden und Bekannten, die fast alltäglich zu Besuch kommen… - wurde ich von meiner Tante zum Fito Paez Konzert eingeladen. Ein warer Musikkünstler aus Buenos Aires mit typisch argentinischer Musik-u.a. Tango Am gleichen Tag bekam ich auch noch eine Vorstellung von traditionellem und modernem Ballet einiger örtlicher Kinder- bis Erwachsenentanzgruppen. Sonst übe ich mich hier im Kochen und Backen-bei der unglaublichen Vielfalt und Köstlichkeiten der Hausküche, kann man von dem Herr bzw. Damen des Hauses nur gutes dazulernen. Die Freude am Kochen bestand ja bei mir schon vorher. Bei den Zutaten, die es hier unglaublich schmackhaft zu kaufen gibt, kann man aber schon gar nicht mehr anders als die alten aus Europa mitgebrachten Rezepte des 20.Jahrhunderts zu durchforsten und auszupobieren. Mein Onkel kocht sehr in Richtung italienisch (Italienischer Abstammung) und meine Tante viel aus deutscher Traditionsküche, was zusammen mit den argentinischen Gerichten eine super leckere Mischung egibt…. Das spiegelt auch die allgemeine argentinische Küche wieder-ein mix aus Kulturen. Anscheinend gibts hier u.a. genauso gute Pizzas und Eis, wie in Italien. So jetzt aber genug geschrieben. Hier nochmal die Seiten, die ihr gerne Besuchen dürft: Fotos: (sind allerdings keine von mir selbst gemacht-habe nur Dias) http://de.photos.yahoo.com/sclaudis Berichte: (fehlen noch einige) http://www.oocities.org/de/sclaudis/ Email: für die, dies noch nicht wissen, mir wärs lieber, wenn ihr mir in Zukunft auf sclaudis@yahoo.de schreibt, da habe ich nämlich viel mehr Speicherplatz. Wer bei Hotmail ist bzw einen MSN Messenger hat: sclaudis@hotmail.de Liebe Grüssle und Besos, Claudi