Hde.geocities.com/for_navigators/fn_milchstrassede.geocities.com/for_navigators/fn_milchstrasse.htmldelayedxoJp1 OKtext/htmlp+1 b.HThu, 06 Mar 2003 18:13:21 GMTMozilla/4.5 (compatible; HTTrack 3.0x; Windows 98)en, *oJ1 for navigators: Dialog

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Milchstrasse

Es war einmal ein Beduine, der in seinem Zelt in der Wüste lebte. Eines Tages tauchte ein Wanderer auf und bat ihn um Gastfreundschaft. Für den Beduinen, wie für alle Wüsten-bewohner, war die Gastfreundschaft Reisenden gegenüber ein zentraler Wert und darüber hinaus ein Pfeiler des Islams.

Er entschied sich dem Fremden sein Lager zu überlassen, aber er hatte gar nichts zum Essen, was er diesem anbieten konnte. Er überlegte und fasste dann den Entschluss, seinen kleinen Sohn, der erst einige Monate alt war, umzubringen und zu kochen und trotz des immensen Schmerzes, den er dabei fühlte, das Versprechen der Gastfreundschaft, das er dem Eingeladenen schuldete, zu halten.

Als Gott die Absicht des Beduinen bemerkte, rief er den Erzengel Gabriel und befahl ihm ein Schaf zu nehmen und dies mit dem Sohn des Beduinen auszutauschen. Gabriel flog mit dem Schaf in den Armen durch den Himmel, als der Beduine getrieben vor Angst, sein Vorgehen beschleunigte, durch sein Zelt eilte mit dem Dolch, um dem Leben seines kleinen Sohnes ein Ende zu setzen. Er erhob sein Messer...und in diesem Moment sagte Gott, der das Geschehen beobachtete zu Gabriel....mach schnell..

Gabriel beschleunigte daraufhin seinen Flug so stark, dass sich ein Teil der Wolle des Schafes löste, und als das Messer des Beduinen sich zu senken begann, riss Gabriel den Jungen im letzten Moment weg und legte das Schaf an seinen Platz.

Weil Gott bei diesem Beduinen soviel Glauben, Gehorsam und Bestimmtheit sah die Regeln der Gastfreundschaft zu befolgen, liess er die Schaffswolle, die am Himmel schwebte, liegen. Und diese Wolle ist das, was wir heute als Milchstrasse sehen, zu Ehren der Gastfreundschaft jenes Beduinen.


 
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