ðHde.geocities.com/for_navigators/fn_perspektive.htmde.geocities.com/for_navigators/fn_perspektive.htm.delayedxºoÕJÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÈp–OKtext/htmlpÑú+†ÿÿÿÿb‰.HWed, 27 Feb 2002 16:26:04 GMTÒMozilla/4.5 (compatible; HTTrack 3.0x; Windows 98)en, *¹oÕJ for navigators: Perspektive

Der Ausdruck "Perspektive" ist abgeleitet von "Perspektiv" (Fernrohr) und bedeutet eine bestimmte Darstellung der Wahrnehmung von Raumverhältnissen in der ebenen Fläche und übertragen auch Sicht, Blickwinkel, Aussicht für die Zukunft.

Perspektive [lat.], die ebene bildliche Darstellung dreidimensionaler (räumlicher) Objekte mit Hilfe einer Zentralprojektion oder einer Parallelprojektion. Die Zentralprojektion ist dem (allerdings einäugigen) Sehprozeß nachgebildet. Denkt man sich alle Punkte des darzustellenden Gegenstandes durch Sehstrahlen (Projektionsstrahlen) mit dem Auge des Betrachters bzw. einem Augpunkt verbunden und schneidet die Projektionsstrahlen mit einer Ebene (Bildebene, Projektionsebene) , so ergibt die Schnittfigur ein ebenes Bild des Gegenstandes. Bei der Zentralprojektion ist das Bild einer nicht durch den Augpunkt verlaufenden Geraden wieder eine Gerade. Besondere Bedeutung kommt dem ›unendl. fernen‹ Punkt (Fernpunkt) einer solchen Geraden zu. Sein Bildpunkt ist der Fluchtpunkt dieser Geraden. Er ergibt sich als Schnittpunkt des zur Geraden parallelen Sehstrahls mit der Bildebene. Das Zusammenlaufen der Bildgeraden paralleler Objektgeraden (z. B. paralleler Kanten eines Gegenstandes) sowie das Kleinerwerden der Bilder mit zunehmendem Abstand der Gegenstände von der Bildebene (perspektivische Verkürzung) sind das wesentliche Kennzeichen der Perspektive. In der Darstellung von Bauten spielen die zur Grundebene parallelen Ebenen (Höhenebenen) eine besonder Rolle; insbesondere schneidet die durch den Augpunkt verlaufende Höhenebene die Bildebene im Horizont. Liegt der Horizont der Bildebene sehr tief, so spricht man von einer Frosch-Perspektive liegt er sehr hoch, von einer Vogelperspektive.

Die Anwendung der Perspektive in der bildenden Kunst beginnt mit der Tiefenraumdarstellung Giottos (Kastenraum); die Erfindung der zentralperspektivischen Raumkonstruktion (um 1420) wird Brunelleschi zugeschrieben. Durch den Illusionismus der Zentralperspektive öffnet sich die Bildfläche gleich einem Fenster, durch das der Betrachter in einen alle Bildgegenstände umfassenden einheitlichen Raum blickt. Wichtig für perspektivische Darstellung ist außerdem die Berücksichtigung der Farbenperspektive und atmosphärischen Nuancen (Luftperspektive). In der Architektur wird die perspektivische Durchsicht ein wesentlicher Gedanke (z. B. Petersplatz in Rom von Bernini oder neue Stadtplanungen, z. B. Karlsruhe), auch auf der Bühne (Guckkastenbühne). Seit dem Ende des 19. Jh. Relativierung perspektivischen Regeln, mit Kubismus und abstrakter Kunst aufgegeben.

Perspektivismus: Betrachtung der Welt unter bestimmten Gesichtspunkten (Leibniz, Nietzsche).

Perspektivität: besondere projektive Abbildung, bei der alle Geraden eines Punktes zu seinem Bildpunkt durch einen festen Punkt gehen (Math.).


 
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