HTL Steyr - 2AHK- 01/02
Maschineningenieurwesen - Fahrzeugtechnik


AINF - Facharbeit
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PCI-Bus

 

 

4. Neuerungen gegenüber Spezifikation 1.0

Der PCI-Bus ist in der Spezifikation 1.0 ein gebuffertes, entkoppeltes, 32-Bit breites Bussystem mit einer Zyklusdauer von 30 ns bei einer Taktrate von 33 MHz.

In der Version 2.0 der PCI-Spezifikation ist unter anderem die Erweiterung auf 64 Bit enthalten, die abwärtskompatibel zur 32 Bitversion ist. Hierfür ist allerdings ein
längerer bzw. ein zusätzlicher Stecker notwendig. Durch den gemultiplexten Daten- und Adreß-Bus stehen somit 17 x 109 TByte an adressierbarem Speicher zur
Verfügung.

Eine weitere Neuerung dieser Version ist die 3,3 Volt Variante des PCI-Bus, denn neuere CPUs (jüngere 486er und Pentiums) und wahrscheinlich auch die
zukünftigen Rechner werden mit 3,3 Volt betrieben werden.

Die aktuelle Spezifikation 2.1 beseitigt einige Zweideutigkeiten und erweitert den PCI-Konfigurationsbereich um eine Sub-Vendor- und eine Sub-Device-Kennung,
was vor allem von den Grafikkartenherstellern gefordert worden war, um Plug&Play-Betriebssystemen eine Chance zu geben, herstellerspezifsche Treiber auch dann
automatisch zu laden, wenn mehrere Anbieter den selben Grafikchip verwenden.

Eine weitere Klarstellung gab es im Bereich des Interrupt-Routings, wo es jetzt im Gegensatz zu früheren Versionen erstmals einen klar definierten Algorithmus gibt,
nach dem die systemspezifischen Interruptkanäle (IRQs) auf die Interruptleitungen des PCI-Bus verteilt werden. Mit der Version 2.1 verabschiedet sich der PCI-Bus
auch vom Bus-Konzept bei Interrupts, d.h., INT A von Slot 1 ist nicht jetzt nicht mehr zwangsweise mit INT A von Slot 2 usw. verbunden. Jetzt ist es vielmehr so,
daß die systemspezifischen verfügbaren IRQs zuerst auf die einzelnen PCI-Slots verteilt werden und das Interrupt-Sharing erst zum tragen kommt, wenn mehr
Interrupts durch PCI-Devices angefordert werden, als das System zur Verfügung stellen kann.

Die letzte wichtige Neuerung ist die 66-MHz-Option. Damit diese abwärtskompatibel zur alten 33 MHz-Version ist, gibt es allerdings einen Haken. Steckt nämlich in
einem 66-MHz-System auch nur eine 33-MHz-Karte, so arbeiten alle Komponenten mit 33 MHz. Damit ein Board nun nicht versehentlich mit 66 MHz läuft, wenn
eine 33-MHz-Karte eingesteckt ist, wurde der 66-MHz-Enable-Pin (M66EN) auf einen bisher mit Masse belegten Kontakt (Pin B49) gelegt.
 

Quelle: http://wwwbs.informatik.htw-dresden.de/svortrag/ai94/Krauss/pci2.htm

 


© 2002 by Gerhard Madlmayr g_madlmayr@gmx.at