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Tauchuwe´s Meinung:


Auf Eriyadu lernte ich als behinderter Mensch bereits 1986 tauchen und bin dort seitdem Stammgast, fast zum Inventar gehörend. Durch die Vertrautheit der Tauchumgebung sammelte mir weitere Praxis an und bekam eigene Sicherheit.

So wurden zunehmend die Tauchgänge, die ich mir selbst zunächst nicht zutraute und nur vom Hören-Sagen anderer Taucher kannte, immer anspruchsvoller: Nachttauchgänge und Haibeobachtungen in 30 m Tiefe bei starken Strömungen oder gar Stömungstauchen in querliegenden Wasserwalzen ... Es eröffneten sich für mich neue Dimensionen und Welten!

Die jeweiligen Tauchlehrer entwickelten mit mir zusammen phantasiereich Methoden und Techniken, wie diese Gänge gemeistert werden konnten:

Beim Nachttauchen führen die Tauchlehrer für mich die Beleuchtung, weil durch meine unkontrollierten Bewegungen der Arme und Hände die Lichtsignale bei der Kommunikation Mißverständnisse aufkommen lassen bzw. es zu Blendungen durch das starke Licht von Tauchpartnern oder der Tiere kommen könnte.

Bei Strömungstauchgängen halte ich mich mit einer Hand am Ventil der Preßluftflasche des Tauchpartners fest und unterstütze ihn dabei mit meinen starken Flossenschlägen. Oft muß ich dabei mit der anderen Hand Maske oder Lungenautomat mit der anderen Hand festhalten oder den Kopf gegen die Strömung richten, damit diese nicht weggerissen werden ...

Aufgrund meiner behinderungsbedingten flachen und kurzen Atmung mit entsprechend geringem Atem-Minu-ten-Volumen wurden anspruchsvolle Tauchgänge durch Atmung mit dem 2. Lungenautomaten des Tauchpartners überbrückt oder erst ermöglicht, mit dem Ziel, die Auftauchphasen und Sicherheitsstops möglichst autonom durchführen zu können.

An dieser stelle möchte ich mich bei Werner Lau, dem Basenbesitzer, und vor allem seine kreativen Teams bedanken