Die Geschichte der Torhüterausrüstung:

Am Anfang (um 1900) diente die Kleidung vor allem dazu, die Teams zu unterscheiden. Es wurde so gut wie keine Schutzkleidung benutzt. Auch die Torhüter benutzten als Schützer nur Beinschienen, die man sich von den Feldhockey-Torhüter besorgte. Ansonsten trugen sie dieselbe Kleidung wie die Feldspieler: an wärmeren Tagen Fußballkleidung, an kälteren Tagen lange Kleidung. Bis in die 20er Jahre hinein wurde die Scheibe nur flach gespielt, deswegen war, bis auf Beinschienen, keine Schutzausrüstung nötig. Den Stock entlieh man sich ganz am Anfang vom Feldhockey, um 1880 gab es dann den ersten Eishockeystock, der aus einem Stück Holz gefertigt war.

In der Zeit spielte man auch nur mit Leder- oder Stoffhandschuhen. Anfängliche Schutzhandschuhe wurden von den Spielern in eigenarbeit entwickelt Die Torhüter hatte lange keine Spezialausrüstung, sie benutzten sogar den gleichen Stock wie die Feldspieler. Sie zogen sich allerdings meistens wärmer an, da sie sich auch weniger bewegten, und diese Kleidungsschicht bot schon einen besseren Schutz. Es wurde allerdins noch immer ohne Helm oder Gesichtsschutz gespielt. In den 40er Jahren gingen die Torhüter dazu über Baseballhandschuhe als Fanghanschuh zu benutzen , da der Puck auchmal höher gespielt wurde. Der erste NHL-Torhüter mit einem solchen Fanghandschuh war Emile Francis ("Die Katze"). Auch die Torhüter-Maske entwickelte sich (siehe unten). Die Entwicklung der Ausrüstung verlief parallel zur Schußgeschwindigkeit.

Der Schlittschuh:

Der Schlittschuh ist einer der ältesten Sportartikel der Welt. Schon vor mehreren Hundert Jahren verwendete man Tierknochen als Kufen. Später dienten ausgediente oder abgebrochene Säbelklingen als erste Metallkufen.

Um 1850 kahmen dann die ersten Metallkufen heraus, die man an Lederschuhe anschraubte. Noch im vorigen Jahrhundert wurden die Kufen fest mit den Schuhen verschraubt und der Spezial-Schlittschuh war geboren. Kufen (mit Hohlschliff) und Schuhe wurden immer weiter verbessert. In der 2. Hälfte der 20.Jahrhunderts wurde dann Plastik als Material für die Schlittschuhe entdeckt. Zuerst kam die Kombination am Schuh aus Leder und Plastik, dann kam Plastik als Kufenhalterung und später reine Plastikschuhe mit herausnehmbaren Innenteil.

Heute besteht der Torhüterschlittschuh aus einem starken, dickenMaterial, besonders an der Innenseite (wg. Abwehr des Pucks). Die Kufe ist aus 5 bis 8 mm starkem gehärteten Stahl und hat zusätzliche Streben, um zu verhindern, dass der Puck zwischen Sohle und Kufe durchbricht.

Die Torhütermaske:

Bis in die 20er Jahre hinein wurde ohne Gesichtsschutz gespielt. Die erst Maske war eine Ledermaske. Clint Benedict (Montreal Maroons/ NHL) mußte sie notgedrungen nach einer Nasenverletzung tragen:

Die erste Gesichts-Gittermaske trug der Japaner Teiji Homma bei den olympischen Spielen von 1936:

Die Plastikmaske gab es zuerst nur mit Augen- und Mundöffnung (Jaques Plate/ Montreal Canadiens1(.11.1959)), dann wurde die Plastikmaske an das Gesicht angepasst (Gipsabdruck-Form). Hier die Maske von Vladimir Dzurilla aus den 60ern:

Ab den 70er Jahren gab es dann die in den Helm integrierte Gittermaske und die Voll-Kunststoff-Helmmaske.