Regel Nr.1: Spiele den modernen Stil

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Im heutigen Eishocke sieht man eine Vielzahl an Stilen, die eingesetzt werden. Manche Schulen und Lehrer unterrichten nur Butterfly und andere reden noch immer vom altmodischen Stand-up-Stil. Was ich zeigen will ist ein moderner, aktiver Stil und man kann ihn entweder modern oder gemischt nennen.

Was heißt das?

Was ich eigentlich sagen will ist, dass Torhüter nicht einen Stil entwickeln sollten, bei dem eine Bewegung ihr Patent für alles was sie tun ist. Der Butterfly ist eine tolle Bewegung und sehr effektiv, solange er richtig und zur richtigen Zeit benutzt wird. Wie auch immer, er ist keine Parade, er ist mehr eine taktische Bewegung, bei der ein Torhüter ihn benutzt, um den Raum maximal abzudecken, wo es am meisten gebraucht wird.

Die Botschaft in diesem Text lautet also, man soll stehen bleiben wo man kann und runtergehen, wenn die Situation es erfordert. Das ist es, was ich modernes Spielen nenne! Beachte, dass ein Torhüter eine Parade immer schneller aus seiner Grundhaltung als aus jeder anderen Position machen kann. Das ist das Resultat vom Üben und damit ist der Torhüter am besten vertraut. Aus dieser Grundhaltung hat der Torhüter auch immer die besten Möglichkeiten sich in jede Richtung zu bewegen, die das Spiel erfordert.

Einige Leute haben diese Frage zu diesem Stil gestellt: "Warum kann der Torhüter denn nicht immer in allen Situationen Butterfly spielen?" Das ist sehr einfach: Wenn der Torhüter eine Angewohnheit hat, die er für jede Bewegung benutzt, dann ist es für die Gegner einfach dies herauszufinden und den Goalie dafür bezahlen zu lassen. Es ist außerdem schwieriger den Querpässen vor dem Tor zu folgen, wenn ein Torhüter nur den Butterfly-Stil benutzt. Junge Torhüter kommen mit dem Butterly-Stil sehr gut zurecht, besonders mit einer guten Technik, aber je älter die Spieler werden umso schneller wird das Spiel und umso schwerer wird es mit der Butterfly-Bewegung alleine auszukommen.

Reine Butterfly-Torhüter verlieren gut 15-25 cm ihrer Reichweite verglichen mit den kick-saves, da ihr Körper in beide Richtungen gezogen wird, im Gegensatz zu einem guten kick-save, bei dem die ganze Kraft in eine Richtung geht.

Denke außerdem für einen Moment auch an die Abpraller. Geht der Torhüter runter in den Butterfly und lässt abprallen, wir es für ihn wirklich schwer zum nächsten Schuss zu gelangen, wären ein Torhüter der stehen bleibt und abprallen lässt sich leicht auf den nächsten Schuss vorbereiten kann, wenn es sein muss.

Benutze den Butterfly, wenn du nicht weißt, wo der Schuss hingehen wird oder du bei tornahen Spielsituationen viel Raum abdecken musst usw. Wenn du den Schuss sehen kannst bleibe bei der Parade stehen und sei für den nächsten Schuss bereit.

Ich habe hier viel über Butterfly geredet, aber diese Regel betrifft schließlich auch andere Situationen, in denen die Torhüter runter gehen. Die häufigst ist, wenn junge Torhüter sich einfach auf die Knie fallen lassen "um irgendwas zu tun". Dies ist ein häufiger Fehler, der mit der Arbeit mit den Grundbewegungen und den richtigen Fundamenten korrigiert werden kann und somit wir sich der Torhüter auch damit wohlfühlen, die Saves stehend zu machen anstatt sich fallen zu lassen.

Also wann ist es nötig runter zu gehen? Es gibt viele Situationen, in denen ein Torhüter runter gehen muss.

Zum Beispiel:

- Gegenstöße und eins-gegen eins-Situationen

- Pässe zum Spieler in der Ecke

- zwei-gegen-eins-Situationen

- schnelle Schüsse von Pässen hinter der Torlinie

- Rebounts

- bei einem freien Puck

- usw.

Als Zusammenfassung würde ich gere sagen, dass man Torhüter so trainieren sollte, dass sie stehen bleiben, wenn sie den Save somit machen können und somit die Möglichkeit aufrecht erhalten auf Rebounts usw. zu reagieren oder was auch immer die nächste Situation von ihnen verlangt. Indem er sich fallen lässt verschreibt sich ein Torhüter dieser Taktik und alles andere was passiert wird seine Chancen nur viel schlechter machen.

       
     

Hier sieht man den Torhüter bei seinem Butterfly (aus der Sicht des Schützen). Er deckt den Raum gut ab. Diese Technik ist gut solange der Torhüter sie in den richtigen Situationen verwendet und sie nicht zu seinem "Patentrezept" für alle seine Saves macht.

       
     

Hier sieht man den Torhüter in seiner Grundhaltung (aus der Sicht des Schützen), wobei er die gleich Menge an Raum abdeckt wie im Butterfly, aber die Verteilung ist anders. Der Torhüter kann sich so zu Rebounts usw. bewegen, wie er es braucht.