Regel Nr.3: Nutze das Stellungsspiel
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Warum ist das Stellungsspiel so wichtig? Denk mal an die Spielsituationen, mit denen du als Torhüter jede Woche konfrontiert wirst. Wie oft trifft der Puck dich und wie oft machst du einen Save, der auf deiner Reaktion basiert, nachdem du gesehen hast, wohin der Puck geschossen worden ist? Du kannst auch ein kleines Experiment machen, indem du ein Eishockeyspiel aus dem Fernsehn auf Band aufnimmst. Suche einen tollen Fanghand-Save und analysiere ihn in slow-motion Bild für Bild. In den meisten Fällen wirst du herausfinden, dass der Torhüter sich gut positioniert hat, bevor der Puck abgeschossen wurde und dass der Puck eigentlich den Fanghandschuh getroffen hat. Ungefähr 90% der Bewegung fand statt, nachdem der Puck schon im Handschuh war. Trotzdem, wenn du diese Bewegungen siehst, sieht es aus, als hätte der Goalie einen tollen Save gemacht und sich dabei mächtig strecken müssen. Es ist eine mathematische tatsachen, dass die meisten Schüsse unmöglich zu erreichen sind, wenn der Torhüter auf der Torlinie steht und sich auf seine Reflexe verlässt. Unter sem Schlussstrich kann man sagen: Was du vor dem Schuss machst ist wichtiger als das, was du danach machst! Das ist so, weil ein Torhüter sich immer so positionieren muss, dass er soviel vom Tor abdeckt wie möglich wenn ein Schuss auf das Tor erfolgt. Damit hat man die besten Chancen den Puck zu kriegen. Natürlich löst ein gutes Stellungsspiel nicht alle Probleme, aber es ist ein großer Teil des Jobs. Verstehe die Winkel und nutze sie zu deinem Vorteil Als Torhüter musst du die Winkel verstehen und wissen, wie verschieden sie gesehen werden können. Fang damit an zu überlegen, wie der Puck verschiedene Situationen sieht, das ist nämlich die Basis für das Stellungsspiel. Ein Torhüter muss sich so positionieren, dass der Puck aus seiner Sicht im Zentrum des Tores ist. Das üblicht Problem mit jungen Torhütern ist, dass sie sich so positionieren, dass der Störmer, der den Puck führt im Zentrum steht. Damit lassen sie zu viel Raum an der anderen Seite des Tores offen, je nachendem ob der Stürmer rechts oder links schießt. Das ist dadurch bedingt, dass ein Torhüter, wenn er sich nach dem Stürmer ausrichtet, das gefühl hat, dass er richtig steht, obwohl der Puck in Wirklichkeit nach recht oder links versetzt ist. Deswegen steht der Torhüter nicht richtig, wenn geschossen wird. Viele Stürmer denken nicht daran oder verstehen es nicht. Das kann man zum Beispiel daran erkennen, dass Linksschützen eine Tendenz dazu haben bei Linksfängern auf die hohe Fanghandseite zu schießen. Das wäre das richtige Ziel, wenn der Puck tatsächlich von da starten würde, von wo die Augen des Stürmers die Lücke sehen. Wenn man sich das mal aus der Sicht des Pucks vorstellt und dann überlegt, wo die Lücke aus der Perspektive entsteht, würde man sehen, dass ein korrekt stehender Torhüter die linke obere Ecke mit der Fanghand abgedeckt hat und die einzigen Lücken der Raum unter der Fanghand und das 5-hole sind. Trainer sollten ihren Torhütern diesen Effekt verdeutlichen, indem sie Seile in den Ecken der Tore befestigen und die Enden zu Puck ziehen. So kann sich der Torwart vorwärst und rückwärts bewegen und herausfinden, in welcher Position er am besten rauskommt. Am besten probiert man dies aus verschiedenen Positionen und wiederholt das in der Saison ab und zu mal, damit der Torhüter das Gefühl für diese Perspektive nicht verliert. Torhüter müssen an ihrem Stellungsspiel sowohl von der Centerposition arbeiten, alsauch von den Außenpositionen. Indem man die Seile benutzt kann man verdeutlichen, wie viel man rauskommen muss, wenn der Puck weiter an die Seite gespielt wird. Allgemein gilt, je kleiner die Winkel, umso weniger muss man rauskommen und umgekehrt. Man darf dabei nicht vergessen mit den Handschuhen die oberen Ecken abzudecken. Das setzt voraus, dass der Torhüter gut genug schlittschuhfahren kann, um in seiner Liga mitzuhalen. Außerdem darf man nicht vergessen, dass es Situationen gibt, in denen man nicht so weit rauskommen darf, wie es normalerweise nötig wäre und man seine Taktik in dieses Situationen anpassen muss. Ein gutes Beispiel ist, wenn auf der anderen Seite ein Stürmer freisteht und , wenn man wie üblich rauskommen würde, ein Queerpass reicht und der Stürmer eine freie Schussbahn auf das leere Tor hat. Komm früh genug raus, sodass du genug Zeit hast um bei Bedarf wieder zurück, Richtung Tor, zu fahren. Wenn der Angriff mit einem hohen Tempo auf dich zukommt und still stehst hast du schlechte Chancen auf seitliche Pässe zu reagieren oder du wirst einfach umfahren. Zuletzt möchte ich noch auf eine Frage eingehehn, die mir oft im Bezug auf Winkel und Gegenstößt gestellt wird. Wann sollte ein Torhüter anfangen rückwärts zu fahren, mit welcher Geschwindigkeit und mit welchem Abstand? Allgemein sollte die eigene Geschwindigkeit der des Stürmers angepasst werden, sodass man Bewegungen einfacher folgen kann. Die korrekte Distanz kann man so erklären, dass der Torhüter, wenn er plötzlich bremst und seine Kelle so weit wie mölich ausstreckt den Puck berühren können sollte, den der Stürmer führt. [...] |
![]() Hier sieht man wie ein Linksschütze aus seiner Sicht das Tor mit dem gut positionierten Torwsrt sieht. |
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![]() Nun ist die Kamera auf dem Puck und man sieht die Szene aus Sicht des Pucks. Vergleiche dieses Bild mit dem obigen und verstehe den Unterschied. Hier wäre die ideale Position für den Torwart erreicht, wenn der noch ein bischen raus kommen würde, damit die Handschuhe die oberen Ecken abdecken. |
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![]() Aus dieser Sicht sieht man den Torhüter zurück an der Torlinie stehen und die Kamera ist vor dem Stürmer auf dem Eis platziert. |
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![]() Das letzte Foto demonstriert, wie stark der Torhüter das Tor abdecken kann, wenn er raus kommt und den Winkel verkürzt. |
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