Die Kelle ist das wichtigste Werkzeug! Eines der größten, wenn nicht DAS größte Problem das ich bei jungen Torhütern sehe ist eine falsche Grundhaltung. Wenn die nicht richtig ist, ist es nicht möglich die grundlegenden Saves und Bewegungen korrekt auszuführen. Trainer verbringen viel Zeit damit, die Grundhaltung zu korrigieren, obwohl die Kelle oft das Problem ist. Torhüter versuchen ihre Grundhaltung auf eine Kelle aufzubauen, die zu kurz oder zu lang sein kann. Beginne die Korrekturen immer damit, die Kelle zuerst zu kontrollieren. Das kaufen einer Torwart-Kelle sollte immer mit jemandem gemacht werden, der was davon versteht, für Eltern, die niemals Eishockey gespielt haben kann es Sinn machen einen Trainer oder einen älteren Torhüter zu fragen, ob er mitkommen könnte um die richtige Kelle zu finden. Wenn du die passende Kelle dann gefunden hast, nimm lieber zwei davon, somit hast du immer das gleiche Modell als Ersatz. Ein Torwart sollte niemals zwei unterschiedliche Kellen haben und sie abwechselnd benutzen. Tut man dies, verändert man seine Grundhaltung jedes mal. Torhüter müssen immer von der selben Basis aus arbeiten können. Wenn man eine Kelle kauft sollte man seine Schlittschuhe mitnehmen, denn eine Kelle, die im Geschäft noch gut gepasst hat kann auf dem Eis die falsche Größe haben, wenn man sie im Geschäft mit normalen Schuhen auf dem Boden stehend ausprobiert hat. Mansche Läden, die ihr Handwerk wirklich verstehen, haben eine kleine Plattform in der Stock-Ecke, die die Höhe der Torwartschlittschuhe simuliert, wenn man die Kelle ausprobiert. Einen Torwart so auf eine solche Plattform zu stellen, dass die Kelle den Boden erreicht, ist die nächstbeste Alternative zu den eigenen Schlittschuhen. Der Torwart sollte seine Grundstellung zunächst ohne Kelle einnehmen und sich dann verschiedene Kellen geben lassen um so zu sehen, welcher passt. Das schwierigste Alter, um eine passende Kelle zu finden, sind scheinbar die 9 bis 12 Jahre alten Goalies, die zu groß für die Kinder-Kellen sind, aber noch nicht groß genug um eine Erwachsenen-Kelle zu benutzen. Neue Torwartkellen sind schon ausbalanciert, was heißt, dass wenn man die richtige Größe gefunden hat, man nurnoch tapen sollte und nicht mehr absägen. Eine Kelle abzusägen bedeutet, dass man ein Werkzeug erhält, das nicht im Gleichgewicht und somit auch schwerer zu benutzen ist. Regel Nr.1: Säge niemals eine Kelle zurecht! Die Krümmung: Es sieht so aus, als würden die jungen Torhüter in der heutigen Zeit immer stärkere und stärkere Krümmungen wählen, weil es "cool" ist, wenn sie den Puck hoch in die Luft katapultieren können. Die erste und wichtigste Funktion einer Kelle ist es, sie zum stoppen von Pucks zu benutzen. Wenn man einmal angefangen hat eine starke Krümmung des Blattes zu benutzen, dann bewegt sich das Blatt viel einfacher vom Eis weg, wenn der Torhüter die Kelle zur Seite bewegt und das ermöglicht es Pucks unter dem Blatt hindurch ins Tor zu rutschen. [...] Je jünger ein Torhüter ist, umso weniger Krümmung braucht seine Kelle. Tatsächlich würde ich sagen, dass ein Torhüter ein grades Blatt benutzen sollte, bis er die grundlegenden Saves richtig gelernt hat und bereit ist sich zu den schwierigeren Aspekten des Spiels zu bewegen. Das heiß, dass man im Alter von 10 bis 13 anfangen kann Kellen mit einem leicht gekrümmten Blatt zu benutzen, abhängig vom Können und der Qualität des Spiels. Regel Nr.2: Je jünger ein Torhüter ist, umso weniger Krümmung braucht seine Kelle! [...] Die Ferse: Profi-Torhüter gehen mehr und mehr dazu über abgerundete Fersen an ihrer Kelle zu benutzen, da es ihnen erlaubt, den Puck besser zu kontrollieren. Das ist für die älteren geübteren Torhüter okay, aber wirklich gefährlich für jüngere Kinder, die zu wenig Kraft und Kenntnisse haben, sie verlieren nämlich leicht das Gefühl für das Blatt und wissen somit nicht, ob das Blatt vollständig das Eis berühr, oder ob es nur auf der Ferse aufliegt. Das verursacht viele verpasste Pucks und mehr unnötige Tore wie es auch eine zu starke Krümmung tut. Ich habe einige wirklich schlechte Kombinationen gesehen, bei denen junge Torhüter eine Kelle gekauft haben, die die gleichen Maße hatte, wie die ihres Lieblings-Profitorhüters und diese Kellen sind zu groß und verursachen eine schlechte Haltung und als Krönung des ganzen haben sie außerdem eine runde Ferse und eine starke Krümmung. Das Tapen der Kelle: Die üblichen Probleme bei diesem Thema ist zu viel Tape und Tape an den falschen Stellen. Ein korrektes Tape bedeckt das Blatt bis zu dem Punkt der Ferse, der beim spielen das Eis berührt. Über diesen Punkt zu gehen bedeutet nur mehr Gewicht auf der Kelle. Viele Trainer und Eltern scheinen die Kelle ihrer Kinder komplett zu tapen, um sicher zu gehen, dass sie länger hält. Indem sie das machen, erschweren sie den Gebrauch des wichtigsten Werkzeugs des Torhüters. Wenn man schwarzes Tape für das Blatt benutzt, macht dies es den Gegnern schwerer den Puck zu sehen, wenn der Torhüter ihn am Blatt hat und spielen oder passen will. Ich benutzte für meine Torhüter gerne Stock-Wachs, weil es die Kelle haltbarer macht, da es verhindert, dass Feuchtigkeit durch das Tape dringen kann. Es macht auch das Tape langlebiger und verhindert, dass sich Schnee am Blatt festsetzen kann. Die obere Spitze der Kelle kann auf verschiedene Weise behandelt werden, aber das Grundprinzip ist es sie breit genug zu machen, damit sie dem Torwart nicht aus der Hand rutscht, wenn er den Schaft schnell durch die Stockhand rutschen lassen muss, um den Puck wegzustoßen usw. . Jüngere Torhüter haben nicht viel Kraft und brauchen nicht so ein dickes Stockende wie ältere Torhüter, die mehr Kraft haben um die Kelle zu bewegen. Das Stockende muß mit weißem Tape bearbeitet werden. Benutzt niemals schwarzes, das ist in vielen Ligen (in Amerika?) verboten. Außerdem könnte ein Schiedsrichter das schwarze Stockende für den Puck halten, wenn man damit gegen das Netz stößt und keiner möchte sich ein solches Tor fangen. Ältere Torhüter, die den Puck viel spielen, schaffen sich außerdem gerne eine griffigere Fläche am Oberen Ende des Schaftes, direkt unterhalb der Spitze. Wenn der Torhüter gute Fähigkeiten und die nötige Kraft hat, ist das okay, aber jüngere Torhüter brauchen das nicht. Ich sehe außerdem viele Torhüter, die die Grifffläche abtapen, um die Kelle besser halten zu können. Das ist ein großer Fehler und wird oft durch einen flaschen Griff verursacht, bei dem der Torhüter seine Zeigefinger nicht auf der Stockschaufel hat, was den Grff stabilisieren würde. Tape an dieser Stelle macht es viel schwerer die Kelle zu benutzen, wenn man den Schaft durch die Hand rutschen lassen will um einen Puck zu erreichen. Instandhaltung Wenn die Stockschaufel von Schüssen beschädigt wird kann man in dieser Gegend Tape verwenden, wenn man die Kelle fürs Training verwenden will, man sollte sie aber nichtmehr für Spiele verwenden. Wenn sich die Kelle an der Ferse abnutzt, sich verändert und dabei verursacht, dass das Gefühl für das Blatt verloren geht oder sogar deine Haltung verändert ist es Zeit, sie zu ersetzen. Mit einer solchen Kelle zu trainieren und zu spielen kann viel Schaden anrichten und das ist es nicht wert. Die Kelle ist das wichtigste Werkzeug des Torhüters- wähle sie richtig und achte auf sie! |
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![]() Hier siehst du einen Torhüter mit einer Kelle in seiner Größe, die auch zu seiner Grundhaltung passt. Beachte außerdem, dass die Höhe der Schlittschuhe dadurch ersetzt wurde, dass der Torhüter auf einer kleinen Plattform steht. |
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![]() Dieses Bild verdeutlicht was passiert, wenn ein Torhüter eine zu kleine Kelle benutzt. Die Stockhand wird zu weit runtergedrückt und die Haltung ist nicht ausbalanciert. Dieser Torhüter trägt Schlittschuhe. |
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![]() Korrekt am Blatt angebrachtes Tape. Es ist nicht nötig höher zu tapen, das macht die Kelle nur schwerer. |
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![]() Stock-Wachs auf das Tape aufzutragen macht die Kelle haltbarer und vereinfacht den Umgang mit dem Puck, weil kein Schnee haften bleibt. |
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![]() Dies ist ein gutes Beispiel für das Stockende eines jüngeren Torhüters. |
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![]() Hier ein Stockende eines älteren Torhüters, der den Puck mehr spielt. |
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![]() Hier kann man sehen wie ein dickes Stockende den Schaft daran hindert, durch die Stockhand zu rutschen. |
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![]() Hier ein korrekter Griff, bei dem der Zeigefinger auf der Stockschaufel liegt. An dieser Stelle Tape zu benutzen verursacht Probleme. |