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In
einem Kloster leben 99 Mönche, die alle ein Schweigegelübte
abgelegt haben und deshalb nie mit einander komunizieren, weder mit Worten,
noch mit Gesten oder durch Schrift. Zudem führen sie ein sehr einfaches
Leben: Sie arbeiten und beten den ganzen Tag - nur einmal täglich,
zur Mittagszeit, treffen sich alle Mönche in der großen Kammer
zum gemeinsamen Essen. Hier sitzen sie alle um einen großen runden
Tisch, wo sie sich gegenseitig sehen können.
Eines Tages kommt ein Abgesandter der Kirche in das Kloster, um die Mönche
vor einer merkwürdigen Krankheit zu warnen. Er berichtet, dass diese
Krankheit im Kloster bereits ausgebrochen sei und sich mindestens einer
der Mönche angesteckt habe, vermutlich jedoch mehr. Aber zum Glück
sei die Krankheit nicht ansteckend, alle anderen Mönche, die sich
bisher nicht infiziert haben, müssen nichts befürchten.
Ein
roter Punkt auf der Stirn eines Infizierten deutet zudem auf die Infektion hin, dieser Punkt kann
von allen gesehen werden. Da es aber im ganzen Kloster keine Spiegel gibt
und auch keine anderen Reflektionen, gibt es für die Betroffenen
keine Möglichkeit, den eigenen Punkt zu sehen. Sollte ein Mönch
dennoch irgendwann erfahren, dass er einen dieser Punkte auf der Stirn
trägt, so wird er in der folgenden Nacht nicht mehr aufwachen.
Nachdem der Abgesandte diese furchtbare Nachricht überbracht hat,
lässt er die Mönche mit ihrem Schicksal zurück. In der
ersten Zeit passiert nichts Ungewöhnliches im Kloster, doch genau
20 Tage nach Erscheinen des Abgesandten liegen einige der Mönche
tot in ihren Betten.
Wie viele Mönche sind in dieser Nacht gestorben?
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