CLAUS  BOERBLE



 
1969 gilt als Wiege Boerbls. Genauso, wie zeitlos seine Kunst sich darstellt,
       versteht sich Boerbl mit seiner Geburt um zu gehen: fern von Raum und Zeit datiert er sich auf genanntes Jahr.

       Für Boerbl war es bekanntlich ein rauher, steiniger Weg zur Kunst.
       Zeitgenossen titulieren Ihn als einen bohrenden Autodidakten. Trotz widrigster Umstände fand er immer und immer wieder Nischen, seinen Kunstdrang stets auszuüben, sich weiter zu entwickeln, künstlerisch sich fortzubilden und voran zu kommen. Vielen Krankheiten und Mißlichkeiten zum Trotz entwickelte sich aber trotzdem die Raupe zum Schmetterling und begann das fliegen. Nahezu beängstigende Parallelen sind in seinen Werken wieder zu finden.

Wer Boerbls Kunst kennt, weiß, daß der serielle Gedanke vielschichtig
       behandelt wird: Zum einen ist es ein Seriendenken, numerisch, Beispiele
       sind: Quattrologie Sonnenmann, Duodecaologie Genesis, Nonologie
       Gießkannenmann. Zum anderen ist es ein Spiel mit der 4. Dimension, Bilder aneinander zu reihen, folgen zu verdrehen zeitliche Abläufe zusammen zu
       fassen oder beliebig zu zerstückeln. Beispiele sind Quattrologie Elavatio 01
       und 02 und Elavatio version as you want.

        Dieses temporale denken ist dann wohl auch mit ein Grund, was boerbls
       Kunst und Schaffen spielerisch von Zeit und Raum loslöst.
 
 

       Anfänglich mag für den unkundigen Betrachter sein Schaffen kindlich
       erscheinen. Ein weiteres Stilmittel boerbls ist weniger eine Abstraktion, viel mehr eine Art Regression. Dieses regressive Denken mag wohl mit boerbls
       Vergangenheit zu tun haben. Wie eben erwähnt stammt boerbl aus dem
       Lager der naiven Irrealisten.

       Gleichsam einer Parabel, läßt sich aus diesem kindlichen Scheitelpunkt eine
       weitere Kurve weiterverfolgen, die 2. Ableitung, wir kennen das mathematisch aus dem Integral. Es ist eine Ableitung der vorhandenen Realität in mögliche Scheinwelten. Ich erinnere, daß boerbl, vorwiegend computergeneriert arbeitet. Dadurch konnte seine Kunst den virtuellen Charakter bekommen


 


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