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Thelema Theos - per voluntas ad lucem - durch den Willen zu Gott - durch den Glauben zum Selbst - durch die Liebe zur Geschwisterschaft
Durch Dämonen Bessesener Der Priester, der durch eine besondere und ausdrückliche Vollmacht des Ordinarius (Ortsbischofs) die vom Teufel Besessenen beschwört, soll sich durch Frömmigkeit, Klugheit und unbeschlotenen Lebeswandel auszeichnen. Nicht auf seine eigene, sondern auf die Kraft Gottes gestützt, und losgelöst von jedem menschlichen Verlangen, vollziehe er aus Liebe und mit Standhaftigkeit und Demut dieses Gott so wortgefällige Werk. Es geziemt sich ferner, dass er reifen Alters sei und nicht bloss wegen seines auftrages, sondern auch wegen seines sittlichen Ernstes Achtung verdient. 2. Damit er seines Amtes richtig walte, soll er sich viele wissenswerte Kenntnisse von bewährten Autoren, die wir hier der Kprze wegen übergehen, und aus eigener Erfahrunganeignen. Das Wenige, das hier als besonders wichtig angeführt wird, möge er sorgfältig beachten. 3. Vor allem darf er nicht ohne weiteres annehmen, jemand sei vom Teufel besessen, sonder er muss jene Merkmale kennen, duch die ein Besessener sich von jenen unterscheidet, die an einer Krankheit, namenlich seelischer Art, leiden. Die Mekmale einer teuflischen Besessenheit können folgende sein: Wenn einer ausführlich eine ihm unbekannte Sprache spricht oder einen versteht, der in einer sochen redet; wenn er Entferntes oder Verborgenes kundtut; eine Kraft aufweist, die über sein Alter und seinen Zustand hinausgeht. Wenn derartige Tatsachen zugleich in grösserer Anzahl auftreten, so sind sie als umso bedeutsamere Anzeichen zu bewerten. 4. Um sich eine bessere Kenntnis zu verschaffen, frage er nach einer ersten oder zweiten Beschwörung den Besessenen, was er seelisch oder körperlich empfunden hat. Auf diese Weise kann er auch ersehen, bei welchen Worten die Teufel mehr beunruhigt werden. Diese soll er dann mit besonderem Nachdruck vorbringen und öfters wiederholen. 5. Er achte darauf, welche Künste und Listen die Teufel anwenden, um den Exorzisten zu täuschen. sie pflegen nämlich meist trügerisch zu antworten und sich ungern zu offenbaren, damit der Exorzist infolge Ermüdung aufhört oder der Anscheon erweckt wird, der Kranke sei gar nicht vom Teufel besessen. 6. Nachdem die Teufel einmal überführt wurden, verbergen sie sich manchmal und geben den Körper von aller Belästugung frei, so dass der Kranke glaubt, er sei nun völlig befreit. Aber der Exorzist darf nicht aufhören, bis er die echten Zeichen der Befreiung wahrnimmt. 7. Manchmal legen die Teufel alle möglichen Hindernisse in den Weg, damit der Kranke sich dem Exorzismus nicht unterziehe, oder sie versuchen, glaubhaft zu machen, die Krankheit sei eine natürliche. Bisweilen bewirken sie, dass der Kranke während der Beschwörung schläft oder lassen ihn ein Gesicht schauen; sie entziehen sich, so dass es scheint, der Kranke sei befreit. 8. Manche werden behaupten, es liege eine Zauberei vor, erklären, von wem sie ausgeführt wurde, und zeigen die Art und Weise auf, wie sie zu beheben sei. Der Kranke hüte sich deshalb davor, sich an Zauberer, Wahrsagerinnen oder andere Personen als an die Diener der Kirche zu wenden, abergläubische Mittel zu gebrauchen oder sonst auf eine unerlaubte Weise zu handeln. 9. Manchmal lässt der Teufel den Kranken in Ruhe, damit es scheine, es sei gewichen und er gestattet ihm, die Kommunion zu empfangen. Überhaupt sind die Künste und Listen des Teufels zahllos, um den Menschen in die Irre zu führen. Der Exorzist sei darum auf der Hut, um nicht sich selbst täuschen zu lassen. 10. Eingedenk der Worte des Herrn, es gebe eine Art von Teufeln, die nur durch Gebet und Fasten ausgetrieben werden kann (Mt 17, 20), sorge der Priester, soweit es in seinen Kräften steht, dass nach dem Beispiel der Väter hauptsächlich diese beiden Mittel um göttlich Hilfe angewendet werden und zwar von ihm selbst und von anderen. 11. Der Besessene soll für den Exorzismus, wo möglich, in die Kirche oder an einen geweihten und angemessenen Ort, fern von der Masse, gebracht werden. Ist er aber krank oder liegt ein entsprechender Grund vor, kann der Exorzismus in einer Privatwohnung vollzogen werden. 12. Wenn es die seelischen und körperlichen Kräfte des Besessenen erlauben, werde dieser ermahnt, für sich zu Gott zu beten, zu fasten und nach dem Dafürhalten des Priesters öfters zu beichten und zu kommunizieren. Während des Exorzismus soll er sich tief sammeln, sich zu Gott hinwenden und mit festem Glauben und voll Demut ihn um Heilung anflehen. Wenn er stark belästigt wird, möge er es geduldig ertragen und sein volles Vertrauen auf Gottes Hilfe setzen. 13. Er habe ein Kruzifix zur Hand oder in Sichtweite vor sich. Auch lege man, wo sie zu haben sind, Heiligenreliquien, geziemend und sicher gefasst, voll Ehrfurcht auf die Brust oder den Kopf des Besessenen. Dabei ist aber achtzugeben, dass diese heiligen Gegenstände nicht unwürdig behandelt werden oder der Teufel ihnen eine Unbill zufüge. Vollends dar wegen der Gefahr der Verunehrung die heilige Eucharistie nicht über dem Haupt des Besessenen gehalten oder sonst seinem Körper nahegebracht werden. 14. Der Exorzist ergehe sich nicht in weitschweifigen Reden oder in unnützen und neugierigen Fragen, besonders über zukünftige und verborgene Dinge, die mit seinem Amte nichts zu tun haben; vielmehr befehle er dem Geist, zu schweigen und nur auf seine Fragen zu antworten. Man dar dem Teufel nicht glauben, wenn er vorgibt, die Seele eines Heiligen oder eines Verstorbenen oder ein guter Engel zu sein. 15. Fragen, die gestellt werden müssen, sind z.B. jene nach der Anzahl und den Namen der eingefahrenen bösen Geister, jene nach der zeit und dem Grunde ihres Eintrittes und dergleichen mehr. Der Exorzist soll die übrigen Possen, das Gelächter und die Albernheiten des Teufels zurückweisen und verachten und die Umstehenden, deren ohnehin nur wenige seien, ermahnen, sich nicht darum zu kümmern und dem Besessenen keine Fragen zu stellen, sondern demütig und eifrig für ihn zu Gott zu beten. 16. Der Exorzist vollziehe die Exorzismen mit befehlender Macht, voll Glaube, Demut und Eifer. Bemerkt er, dass der böse Geist sich sehr beunruhigt, soll er ihm um so mehr zusetzen und ihn bedrängen. Wenn er wahrnimmt, der Besessene werde an irgend einem Körperteil erfasst oder verletzt oder es bilde sich daran eine Geschwulst, so mache er ein Kreuzzeichen darauf und besprenge ihn mit dem bereitstehenden Weihwasser. 17. Er beachte auch, bei welchen Worten die Teufel mehr erzittern; diese wiederhole er dann öfters. Und bei den Drohungen angelangt, spreche er sie mehrmals aus unter ständiger Erhöhung der Strafe. Sieht er, dass er damit Erfolg hat, so verharre er dabei zwei, drei Sunden und auch länger, wenn er es vermag, bis er den Sieg erringt. 18. Der Exorzist hüte sich, dem kranken Besessenen irgend eine Arznei zu verabreichen oder anzuraten. Diese Sache überlasse er den Ärzten. 19. Wenn er bei einer Frau den Exorzismus vornimmt, habe er immer ehrenhafte Personen bei sich, welche die Besessene festhalten, wenn sie vom Teufel geplagt wird. Diese Personen seien, wo möglich, mit der Patientin nahe verwandt. Der Ehrbarkeit beflissen, hüte sich der Exorzist, irgend etwas zu sagen oder zu tun, was ihn oder andere zu schlechten Gedanken veranlassen könnte. 20. Während des Exorzismus gebrauche er mehr die Worte der Heiligen Schrift als seine eigenen oder die Worte anderer. Er befehle dem teufel, zu sagen ob er infolge irgend einer Zauberei oder zauberischer Zeichen und Mittel im Körper festgehalten werde. Wenn der Besessene solche mit dem Munde eingenommen hat, speie er sie aus. Wenn sie sich ausserhalb der Körpers befinden, soll der Teufel sie offenbaren und das Aufgefundene werde verbrannt. Der Besessene werde auch ermahnt, dem Exorzisten alle seine Versuchungen kundzutun. 21. Wenn ein Besessener befreit ist, werde er aufgefordert, sich sorgfältig vor Sünden zu hüten, damit er dem Teufel keinen Anlass gebe, in ihn zurückzukehren und die letzten Dinge dieses Menschen noch ärger werden als die ersten. --------------------------------------------------------------------------- Der vom Ortsbischof abgeordnete Priester soll vorerst beichten oder wenigstens seine Sünden von Herzen bereuen. Auch soll er , womöglich, vorher das heilige Messopfer dargebracht und Gott um Hilfe angefleht haben. Mit Chorrock und violetter Stola bekleidet, stelle er sich vor den Besessenen hin, den man, wenn Gefahr besteht, anbinden soll. Er mache das Kreuzzeichen über ihn, über sich und über die Umstehenden und Besprenge alle mit Weihwasser. In knieender Haltung bete er die üblichen Litaneien vor. Während die anderen antworten, bis zu den Bitten. Dann bete er: Antiphon: Herr, gedenke nicht unserer Vergehen noch jener unserer Väter und strafe uns nicht wegen unserer Sünden. Vater unser... V Und führe uns nicht in Versuchung. A Sonder erlöse uns von dem Bösen. Psalm 54 (53) Hilf mir, Gott, durch deinen Namen, verschaff mir Recht mit deiner Kraft! Gott, höre mein Flehen, vernimm die Worte meines Mundes. Denn es erheben sich gegen mich stolze Menschen, freche Leute trachten mir nach dem Leben; sie haben Gott nicht vor Augen. Doch Gott ist mein Helfer, der Herr beschützt mein Leben. Auf meine Gegner falle das Unheil zurück. Weil du treu bist, vernichte sie! Freudig bringe ich dir dann mein Opfer dar und lobe deinen Namen, Herr; denn du bist gütig. Der Herr hat mich herausgerissen aus all meiner Not, und mein Auge kann auf meine Feinde herabsehn. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geist. Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. V Hilf deinem Diener (deiner Dienerin). A Der (die) auf dich hofft, mein Gott. V Sei ihm (ihr) ein fester Turm. A Gegen die Feinde. V Kein Feind soll ihn (sie) bezwingen. A Der Sohn der Bosheit soll ihm (ihr) nicht schaden. V Herr, sende ihm (ihr) Hilfe vom Heiligtum. A Und von Sion aus beschütze ihn (sie). V Herr, erhöre mein Gebet. A Und lass mein Rufen zu dir kommen. V Der Herr sei mit euch. A Und mit deinem Geist. Gebet V Lasset uns beten. Gott, dir ist es eigen, immer Barmherzigkeit und Nachsicht walten zu lassen. Nimm unser Flehen gnädig an, damit dieser dein Diener (diese deine Dienerin), der (die) durch seine (ihre) Verfehlungen gefesselt ist, durch deine erbarmende Liebe bereit werde. Heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus: Du hast den widerspenstigen und abtrünnigen Geist dem Feuer der Hölle überantwortet und Deinen eingeborenen Sohn in diese Welt gesandt, um den brüllenden Löwen zu zerschmettern. Wende dich eilends uns zu, errette diesen Menschen, den du nach deinem Ebenbild erschaffen hast, aus seinem Unglück und vom Dämon, der am Mittag wütet. Jage, Herr, dem Tier, das deinen Weinberg zerstört, Schrecken ein. Gib deinen Dienern Zuversicht, damit sie mutig gegen den niederträchtigen Drachen Kämpfen; er soll nicht jene verachten, die auf dich hoffen, und nicht wie einst Pharao sagen: Ich kenne den Gott nicht und werde Israel nicht entlassen: Deine mächtige Rechte zwinge ihn, von deinem Diener (deiner Dienerin) zu weichen +. Er wage nicht länger , den Menschen gefangen zu halten, den du in deiner Güte nach deinem Ebenbilde erschaffen und durch deinen Sohn erlöst hast: Der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. A Amen. 2. Dann befiehlt er dem Teufel, wie folgt: ich befehle dir, unreiner Geist, wer immer du bist, und deinem ganzen Anhang, die ihr diesen Diener (diese Dienerin) Gottes in Gewalt habt; wegen der Geheimnisse der Menschwerdung, des Leidens, der Auferstehung und der Himmelfahrt unseres Herrn Jesus Christus, wegen der Aussendung des heiligen Geistes und der Wiederkunft unseres Herrn zum Gericht; gib mir Deinen Namen, den Tag und die Stunde deines Fortganges mit irgend einem Zeichen kund! Gehorche in allem mir, Gottes unwürdigem Diener! Füge diesem Geschöpfe Gottes, den Anwesenden oder ihrem Hab und Gut keinen Schaden zu! 3. Hierauf wird über den Besessenen wenigstens einer der folgenden Evangelienabschnitte gelesen. Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes. Bei diesen Worten bekreuzt der Priester sich selbst und den Besessenen auf Stirne, Mund und Brust. Prolog Joh 1,-14 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; Sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er wart in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches nicht aus dem Willen des Mannes, sonder aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit. Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Markus Mk 16, 15-18 Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. Und durch die, die Zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben: sie werden in neuen Sprachen reden; wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken , denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden. Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas. Lk 10, 17-20 Die Zweiundsiebzig kehrten zurück und berichteten voll Freude; Herr, sogar die Dämonen gehorchen uns, wenn wir deinen Namen aussprechen. Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen. Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können. Doch freut euch nicht darüber, dass euch die Geister gehorchen, sondern freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind. Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas Lk 11, 14-22 Jesus trieb einen Dämon aus, der stumm war. Als der Dämon den Stummen verlassen hatte, konnte der Mann reden. Alle Leute staunten. Einige von ihnen aber sagten: Mit Hilfe von Beelzebul, dem Anführer der Dämonen, treibt er die Dämonen aus. Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Doch er wusste, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden, und ein Haus ums andere stürzt ein. Wenn also der Satan mit sich selbst im Streit liegt, wie kann sein Reich dann Bestand haben? Ihr sagt doch, dass ich die Dämonen mit Hilfe von Beelzebul austreibe. Wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Anhänger sie aus? Sie selbst also sprechen euch das Urteil. Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen. Solange ein bewaffneter starker Mann seinen Hof bewacht, ist sein Besitz sicher; wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und besiegt, dann nimmt ihm der Stärkere all seine Waffen weg, auf die er sich verlassen hat, und verteilt die Beute. V Herr, erhöre mein Gebet. A Und lass mein Rufen zu dir kommen. V Der Herr sei mit euch. A Und mit deinem Geiste. Gebet V Lasset uns beten. Allmächtiger Herr, Wort Gottes, des Vaters, Jesus Christus, Gott und Herrscher über die ganze Schöpfung: Du hast deinen heiligen Aposteln die Macht verliehen, auf Schlangen und Skorpione zu treten. Bei deiner Weisung, Wundertaten zu vollbringen, hast du auch befohlen: Treibt die Dämonen aus! Durch dein Machtwort fiel der Satan wie ein Blitz vom Himmel herab. Voll Furcht und Zittern rufe ich deinen heiligen Namen an und bitte dich , verleihe mir, deinem unwürdigen Diener, Verzeihung all meiner Sünden, festen Glauben und die Macht, gestärkt durch die Kraft deines heiligen Arms, diesen grausamen Dämon zuversichtlich und furchtlos anzugreifen. Das gewähre mir du, Jesus Christus, unser Herr und Gott, der du kommen wirst, zu richten die Lebenden und die Toten und die Welt durch Feuer. A Amen. 4. Dann bekreuzt der Priester sich selbst und den Besessenen, legt das Ende der Stola auf dessen Hals, hält seine Rechte über dessen Haupt und spricht mit Festigkeit und starkem Glauben: V Seht das Kreuz des Herrn! Fliehet ihr feindlichen Mächte! A Gesiegt hat der Löwe vom Stamme Juda, der Spross Davids. V Herr, erhöre mein Gebet. A Und lass mein Rufen zu dir kommen. V Der Herr sei mit euch. A Und mit deinem Geiste. Gebet V Lasset uns beten. Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus, ich rufe deinen heiligen Namen an und flehe demütig um deine Güte: gewähre mir gegen diesen und jeden unreinen Geist, der dieses Geschöpf quält, deine Hilfe, durch Christus, unseren Herrn. A Amen. Exorzismus Im Namen unseres Herrn Jesus + Christus, beschwöre ich dich, unreiner Geist, jede feindliche Macht, jedes Gespenst: reisse dich los und weiche von diesem Geschöpf Gottes +. Er selbst befiehlt es dir, auf dessen Wort du von den Höhen des Himmels in die Hölle gestürzt wurdest. Er selbst befiehlt es dir, der dem Meer, den Winden und Stürmen gebot. Höre es also und fürchte dich, Satan, du Glaubensfeind, du Widersacher des Menschengeschlechtes, du Mörder und Räuber des Lebens, du Verächter der Gerechtigkeit, du Wurzel aller Übel, du Herd aller Laster, du Verführer der Menschen, du Verräter der Völker, du Aufwiegler zum Neid, du Ursprung des Geizes, du Ursache der Zwietracht, du Erreger von Leid und Leiden. Warum verweilst du und widerstehst du? Du weißt ja, dass Christus, der Herr, deine Wege ins Verderben führt. Ihn sollst du fürchten, der in Isaak geopfert, in Joseph verkauft, als Lamm geschlachtet, als Mensch gekreuzigt wurde und die Hölle überwunden Hat. (Die nun folgenden Kreuzzeichen werden auf die Stirn des Besessenen gemacht.) Weiche also im Namen des Va + ters und des Soh + nes und des Heiligen + Geistes. Man Platz dem heiligen Geist durch dieses Zeichen des heiligen + Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, der mit dem Vater und dem Heilgen Geiste lebt und herrscht, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. A Amen. V Herr, erhöre mein Gebet. A Und lass mein Rufen zu dir kommen. V Der Herr sei mit euch. A Und mit deinem Geiste. Gebet V Lasset uns beten. Gott, Schöpfer und Beschützer des Menschengeschlechtes, du hast den Menschen nach deinem Ebenbild erschaffen: Blicke herab auf diesen deinen Diener N. (diese deine Dienerin N.), den (die) der unreine Geist mit arglistigen Angriffen heimsucht den (die) der alte Widersacher dieser Erde, der Feind von Anbeginn, mit Furcht und Schrecken umgibt, dessen (deren) Geist und Gefühl er betäubt und bannt, mit Grausen verwirrt, mit Angst und Einschüchterung beunruhigt. Herr, weise zurück die Macht des Teufels, wende ab seine ränkevollen Nachstellungen! Der gottlose Versucher soll weit weg entfliehen. Dein Diener (deiner Dienerin) hier sei durch das Zeichen deines Namens + (Kreuzzeichen auf die Stirn) gestärkt und an Leib und Seele geschützt. (Die drei folgenden Kreuzzeichen werden auf die Brust des Besessenen gemacht.) Behüte das Innere + in dieser Brust, Sei du der Herr über das innerste + Wesen. Ermutige + das Herz. Die Versuchungen der feindlichen Macht sollen in der Seele zunichte werden. Auf die Anrufung deines heiligsten Namens hin gewähre, Herr, die Gnade, dass er, der bis jetzt erschreckte, selbst erschrocken und besiegt weiche, und dieser dein Diener (diese deine Dienerin ) im Herzen gefestigt und in aufrichtiger Gesinnung dir in gebührender Weise zu dienen vermöge! Durch unseren Herrn. A Amen. Exorzismus Ich beschwöre dich, alte Schlange, bei dem Richter der Lebenden und der Toten, bei deinem Schöpfer und dem Schöpfer der Welt, bei dem, der die macht besitzt, dich in die Hölle zu schleudern: weiche eilends und voll Furcht, samt deiner wütenden Heerschar, von diesem Diener (dieser Dienerin) Gottes N., der (die) zum Schoss der Kirche seine (ihre) Zuflucht nimmt. Ich beschwöre dich wiederum + (Kreuzzeichen auf die Stirn), nicht durch meine Schwachheit, sondern durch die Kraft des Heiligen Geistes: verlass diesen Diener ( diese Dienerin) Gottes N., den (die ) der allmächtige Gott nach seinem Ebenbild erschaffen hat. Weiche also, weiche, nicht mir, sondern dem Diener Christi. Die Macht dessen Bedrängt dich, der dich durch sein Kreuz unterjocht hat. Zittere vor dem starken Arm dessen, der das Heulen der Unterwelt überwunden und die Seelen zum Licht geführt hat. Bekomme Schrecken vor dem Leib dieses Menschen + (Kreuzzeichen auf die Brust), habe Angst vor dem Ebenbilde Gottes + (Kreuzzeichen auf die Stirn). Widerstehe nicht und fahre ohne Säumen aus diesem Menschen aus, denn Christus hat es gefallen, im Menschen zu wohnen. Glaube nicht, du könntest mich verachte, weil du weißt, dass ich ein grosser Sünder bin. Gott gebietet dir + . Dir gebietet die Majestät Christi +. Dir gebietet Gott der Vater +, dir gebietet Gott der Sohn +, dir gebietet Gott der Heilige Geist +. Dir gebietet das Geheimnis des Kreuzes +. Dir gebietet der Glaube der heiligen Apostel Petrus und Paulus und der Glaube der übrigen Heiligen +. Dir gebietet das Blut der Märtyrer +. Dir gebietet die Standhaftigkeit der Bekenner +. Dir gebietet die fromme Fürsprache aller heiligen Männer und Frauen +. Dir gebietet die Kraft der Geheimnisse des christlichen Glaubens +. Fahre also aus, du Übertreter der Gesetzte! Weiche, du Verführer voll Trug und Arglist, du Feind der Tugend, du Verfolger der Unschuldigen! Du Unheilvoller, du Gottloser, mach Platz, mach Platz Christus, dem Herrn, an dem du nichts von deinen Werken fandest! Er hat dich deiner Waffen Beraubt, er hat dich besiegt und gefesselt, er hat deine Habe vernichtet. Er hat dich in die äusserste Finsternis hinausgeworfen, in der für dich und deine Helfershelfer der Untergang bereitet ist. Warum widerstehst du so grimmig? Warum weigerst du dich wo verwegen? Du bist schuldig vor dem allmächtigen Gott, dessen Gebot du übertreten hast. Du bist schuldig vor seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn, den du zu versuchen wagtest und in deiner Vermessenheit gekreuzigt hast. Du bist schuldig am Menschengeschlecht, dem du mit deiner listigen Überredung den tödlichen Gifttrank dargereicht hast. Ich beschwöre dich also, du verfluchter Drache, im Namen des unbefleckten + Lammes, das über Schlangen und Basilisken schritt und auf Löwen und Drachen trat: verlass diesen Menschen + (Kreuzzeichen auf die Stirn), entferne dich von der Kirche Gottes + (Kreuzzeichen über die Umstehenden), erzittere und fliehe bei der Anrufung des Herrn, vor dem die Hölle erbebt, dem die himmlischen Kräfte, die Mächte und Gewalten untertan sind, den die Cherubim und die Seraphim unaufhörlich preisen mit den Worten: Heilig, heilig, heilig, Gott, Herr der Herrscharen. Dir gebietet das Wort +, das Fleisch geworden ist. Dir gebietet der + aus der Jungfrau Geborene. Dir gebietet Jesus aus Nazaret, der dich schlug, niederschmetterte und dir befahl, einen Menschen zu verlassen, als du seine Jünger verachtetest. Nachdem er dich aus jenem Menschen ausgetrieben, zogst du es vor, in seiner Gegenwart in eine Herde von Schweinen zu fahren. Weiche also, in seinem + Namen beschworen, von diesem Menschen, den er erschaffen hat! Es ist dir hart, zu widerstehen +, es ist dir hart, wider den Stachel auszuschlagen +. Je später du ausfährst, um so grösser wird die Strafe, denn du verachtest nicht Menschen, sondern den Herrscher über die Lebenden und die Toten. Er wird kommen, um die Lebenden und die Toten und die Welt durch das Feuer zu richten. A Amen. V Herr, erhöre mein Gebet. A Und lass mein Rufen zu dir kommen. V Der Herr sei mit euch. A Und mit deinem Geiste. Gebet V Lasset uns beten. Gott des Himmels, Gott der Erde, Gott der Engel, Gott der Erzengel, Gott der Propheten, Gott der Apostel, Gott der Märtyrer, Gott der Jungfrauen: Gott, du hast die Macht, nach dem Tod das Leben, nach der Mühe die Rohe zu verleihen. Ausser dir gibt es keinen anderen Gott. Du bist der einzig wahre Schöpfer des Himmels und der Erde, du bist der wahre König, dessen Reich kein Ende hat: in Demut flehe ich zu deiner glorreichen Majestät, befreie diesen deinen Diener (diese deine Dienerin) von den unreinen Geistern. Durch Christus, unseren Herrn. A Amen. --------------------------------------------------------------------------- Die Durchführung dieses Ritus ist nur Rittern mit der Weihe des Exorzisten, und zusätzlicher bischöflicher Genehmigung erlaubt. Wir warnen eindringlich vor mißbräuchlicher Verwendung dieses Ritus. |