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DER ÄRGER MIT DEM LEISEN
LÄRM
SPIEGEL TV Reportage berichtet über Menschen, die unter Nerv tötenden
Geräuschen leiden. Sie kämpfen gegen mysteriöse Brummtöne oder die
Dudelmusik in Supermärkten. Sogar fröhliches Kindergeschrei kann zum
Problem werden, wenn 15 Kleinkinder einer Kindertagesstätte im
Nachbargarten toben. Immer mehr Menschen fordern ein "Recht auf Stille".
Oft werden sie für Spinner gehalten, besonders wenn das Geräusch, über das
sie sich beschweren, von niemand anderem wahrgenommen wird. Doch der Ärger
mit dem leisen Lärm nimmt zu, denn die akustische Umweltverschmutzung,
welche die meisten für normal halten, kann zur Hölle werden.
"Der Belästigung hilflos ausgeliefert" August Schick ist Psychologie-Professor an der Universität Oldenburg
und seit 28 Jahren in der Lärmforschung tätig. Mit SPIEGEL ONLINE sprach
er über vibrierende Deutsche, in der Lärmlast vereinte Europäer und
Kinder, die sich nur noch per Kopfhörer vor Krach schützen können.
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Was sind "Brummtöne"? Die Analogien sind erstaunlich: Auf der ganzen Welt gibt es Menschen, die so genannte Brummtöne hören. Vielen Betroffenen erscheint das Nerv tötende Geräusch zunächst wie ein Kühlschrank-Summen oder das Tuckern eines Dieselmotors. Übereinstimmend halten sie fest: Nach Mitternacht ist der Krach am intensivsten, in geschlossenen Räumen wesentlich lauter als im Freien. Die ständige Beschallung belastet Körper und Seele: Druck auf den Ohren, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Schweißausbrüche sowie Herzrasen sind typische Begleiterscheinungen des "Brummtons". Von außen nicht wahrnehmbare Vibrationen am und im Körper geben den Betroffenen das Gefühl, "ständig unter Strom zu stehen". Auch die Art des Tons wird von vielen "Brummton"-Geplagten einheitlich beschreiben: Zu einer im tiefen Bassbereich angesiedelten Grundfrequenz gesellt sich eine zweite, modulierende Frequenz, wodurch es zu einem Auf und Ab des Tons in der Wahrnehmung kommt. Manche Menschen werden zudem von einem Pfeifen heimgesucht, dass etwa 10 bis 20 Sekunden andauert und offenbar heftige Kopfschmerzen im hinteren Schädelbereich auslöst. Ob das "Brummton"-Phänomen externe Ursachen hat oder schlicht das Produkt einer Massenhysterie ist, konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Die "Interessengemeinschaft zur Aufklärung des Brummtons" widmet sich der Erforschung des Symptoms und bietet Betroffenen ein Forum: Interessengemeinschaft zur Aufklärung des Brummtons "PIPEDOWN" Der Kampf um musikfreie Zonen
"Pipedown" Deutschland "Pipedown" England
Deutschland einig Lärmschutz-Land Nahezu ebenso häufig wie über das Thema Hecken streiten sich Nachbarn
über Lärm und seine Quellen.
mehr... Kinder können Krach machen Die klare Ansage der Richter an alle Nachbarn, die Kindern das Spielen
verbieten wollen, lautet: hinnehmen oder ausziehen. mehr...
HÖRZENTRUM Hintergrundlärm bremst die Hirnentwicklung Ständiger Hintergrundlärm könnte bei Babys die Entwicklung des
Hörsinnes verlangsamen. Bei Versuchen an jungen Ratten hatte die
Geräuschkulisse dramatische Auswirkungen auf das Gehirn.
mehr... LÄRM Dröhnen über dem Kopf Nächtlicher Lärm erhöht den Blutdruck und fördert Asthma, so das
Ergebnis einer Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes. Die Fluglobby
hingegen leugnet gesundheitliche Folgen von Krach. mehr...
Umfragen ergeben: Jeder zweite Bundesbürger fühlt sich durch Straßenverkehrslärm massiv belästigt. Rund 16 Prozent aller Deutschen sind einem krank machenden Lärmpegel durch Straßenverkehr ausgesetzt. Doch die Mehrzahl der Lärmbetroffenen hat keine einklagbaren Rechte auf Lärmminderung. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) veranstaltet im Juni einen Workshop, der sich mit den rechtlichen, politischen und technischen Anforderungen für eine wirksame Bekämpfung des Straßenverkehrslärms beschäftigt. Bekämpfung von Straßenverkehrslärm Anmeldung bis zum 20.06.2003 an:
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