|
|
Wir beide verliebt wie nur zwei Wellen sich lieben, nicht ahnend, daß sie schon beim nächsten Sturm auseinandergetrieben und verschlägt es die Eine in gischtschäumende, sonnige Weite, die Andere taucht tief in des Ozeans dunkle Seite
~~~
Komm ich will mit dir den Ozean glätten und Saturn die Monde klaun und quitschvergnügt von solchem Tun möchte ich nur in deine Augen schaun. Komm ich will mit dir die Sterne küssen und die Mondin trinken und berauscht von soviel Universum in deinen Armen versinken
~~~
Du Walin in fernem Ozean hörst Du mich singen verloren in der blauen Weite des Nordmeers das große Klingen Ich Wal in zauberischen Tiefen singe für Dich Walin und ich werde singen bis wir, wieder vereint, die Wellen im wilden Rausch durchschwällen
Walin in fernem Ozean, fühlst Du der Wellen Schwingung, mein Herzschlag setzte sie in Gang, schickte sie auf die Reise zu Dir. Ich bat den Wind, mir zu helfen, und er trieb sie an, und höher schlagen sie, wie stündlich mein stürmisches Blut. Doch landen sie bei Dir in Frisco Bay an ? Spürst Du meinen heißen, atlantischen Herzschlag in der Kühle des Pazific ? Macht er dich nicht sehnen nach unseren wilden Ritten auf dem Lava sprühenden unterseeischen Vulkan ? Doch wenn Du nicht merkst die rhythmischen Schauer auf Deiner Haut, soll ich denn den ganzen geliebten Atlantik mit gewaltigem Sprung in die Luft, aufklatschend überschwappen lassen, das er sich gänzlich dem Pazific ergießt und alles im Weg mitreißend, Dir das ganze Meer mein Herz vor Deine Schwingen spühlt?
~~~
Soll ich denn wirklich untergehen mit meinem havariertem Schiff im unbändigen Sturmrequiem? Das Hecklicht längst erloschen, zur Spurlosigkeit verdammt in atlantischer Landschaft voller Toben. Ich reiß am Ruder, und bring mein Schiff nochmal auf Kurs, gerupfter Schwan im Sinus der Wellen. Horch des Requiems Finale hebt an, und ich kann nur vor Topp und Takel lenzen. Wird am Ende des gewaltigen Opus ein leiser Passat meinen Epitaph singen ?
~~~
Von weit her kam ich hier in des Pazific `s Kühle wohin noch kein Wal aus atlantischen Weiten seine Walin schäumend suchte. Viele Monde zog ich durch der Wellen rastloses Schlagen. Die tosenden Wasser um Kap Horn schlugen viele Wunden die der stille Ozean nur wenig kühlte. Das Leuchten Deiner Augen trieb mich immer wieder an wieder mit dir tauchen auf den Grund der Bay doch endlich hier nun - verlor ich Deiner Schwingen Spur wo - wo bist Du nur ? |
|