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| Zillertalbahn
D10 am 16.05.2002 in Jenbach |
Anfang der 1970er beschafften die Jugoslawischen Staatsbahnen JŽ diese Diesellokomotiven für das damals noch bestehende schmalspurige Streckennetz. Als diese Strecken nur wenige Jahre später eingestellt wurden, schafften es zwei österreichische Bahnbetreiber, einige Exemplare dieser Bauart zu bekommen. Bei der Zillertalbahn D10 handelt es sich um die ehemalige JŽ 740-007. Sie wurde in den Jenbacher Werkern überholt und musste überhaupt erst einmal neu motorisiert werden. Dazu wurde ein Jenbacher Dieselmotor mit 440 kW Leistung und ein Turbogetriebe von Voith eingebaut. Das Führerhaus wurde ebenfalls umgebaut. Mit diesen Änderungen konnte die Lokomotive 1982 in Betrieb genommen werden.
1995 wurde sie wiederum neu motorisiert (450 kW) und erhielt eine Fernsteuerung für den Wendezugbetrieb. Damit ist sie nicht nur für den auf der ZB intensiven Güterverkehr geeignet, sondern kann nun auch bei Ausfall eines Triebwagens im Personenverkehr aushelfen und mit den vorhandenen Zwischenwagen und Steuerwagen zu einer Wendezuggarnitur zusammengestellt werden.
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| StLB
VL 22, ex JŽ 740-023, am 04.09.2002 in Oberfeistritz. Ungewohnt: der Lokführer geht neben der Lokomotive mit, die er über die Funkfernsteuerung bedient. |
Die Steiermärkischen Landesbahnen erhielten die gebrauchten
JŽ 740-023 und JŽ 740-024 und reihten sie nach einem
intensiven Umbau durch die ehemaligen Werkstätten in Kapfenberg als
VL 22 und VL 23 ein. Dabei erhielten sie einen 450 kW
starken Dieselmotor von MTU Friedrichshafen. Das Führerhaus wurde
ebenfalls umgebaut. Etwas später wurde die VL 22 mit einer
Funkfernsteuerung ausgerüstet.
Die beiden Lokomotiven sind seit 1985 in Betrieb. Lange Zeit waren
sie in Kapfenberg (Thörlerbahn) stationiert. 1996 kam die VL 22
nach Weiz zur Feistritztalbahn. Die VL 23 wurde später an die
Zillertalbahn vermietet. 2003 kam sie in die Steiermark zurück und wurde
nach Weiz gebracht.
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| StLB
VL 23 am 16.05.2002 in Jenbach. Daneben befindet sich die ZB 2. |
1998 konnten die StLB noch die JŽ 740-106 beschaffen. Ein Umbau zur
VL 24 ist vorgesehen.
Die VL 22 ist inzwischen ähnlich den Triebwagen der Murtalbahn
mit der auffallenden StLB-Lackierung versehen, während die VL 23
noch die ältere orange-grüne Farbgebung aufweist.