MATTO REGIERT ZEITTAFEL DER EREIGNISSE

HOMEHOMESCHULESCHULESCHULE

Dieser Text bietet eine chronologische Übersich der Ereignisse, die im Verlauf der Erzählung auftreten. Es empfiehlt sich, das Buch zuerst zu lesen, bevor Sie dieses Auflistung benutzen, damit Sie sich mit den handelnden Personen vertraut machen können.


TOP  MITTWOCH, 1. SEPTEMBER

  Herbert Caplaun schleicht durch die Türe im Sous-Sol der Abteilung R in die Anstalt. (gem. eig. Angaben)
22.00   Direktor Borstli wird vom Abteiliger Jutzeler ans Telefon gerufen. Männliche Stimme. Telefon läutet kurz darauf nochmals. (Versprochenes Telefonat von Irma Wasem?). Als der Direktor vom Telefonieren zuückkommt, will Jutzeler mit ihm sprechen. Er wird auf halb eins vor dem Direktorsbüro vertröstet. (alles gem. Jutzeler)
  Borstli kommt aus Kasino, allein, trifft an der Ecke des Frauen-B Irma Wasem, geht mit ihr spazieren. (gem. Kölla)
23.30   Schmocker erhält von Bohnenblust ein Schlafmittel (gem. Bohnenblust)
24.00   Ende der "Sichlete" im Kasino

TOP  DONNERSTAG, 2. SEPTEMBER

zwischen 0.30 und 0.45   Bohnenblust lässt Pieterlen im Aufenthaltsraum rauchen, dieser verschwindet.
0.45   Laduner verlässt seine Wohnung.
0.30   Bosteli und Wasem kommen vom Spazieren zurück, Wasem wartet am Eingang des Mittelbaus auf Borsteli. (gem Kölla)
von 0.30 bis 1.15   Jutzeler und Borsteli haben zuerst Streit im Mittelbau, dann im Direktionsbüro. Jutzeler verlangt die Protokolle zu sehen, die die Sache mit Gilgens Schuhen und Unterwäsche betreffen. Bostli lacht Jutzeler aus und droht mit Entlassung, wenn er sich weiter gegen ihn engagiere. Dann geht Borsteli in seine Wohnung im 1. Stock. Er kommt darauf wieder herunter, mit einer Ledermappe und im Lodenkragen. (gem. Wasem). Borsteli begleitet Irma Wasem, die bis jetzt von dem Eingang gewartet hat, bis zum Frauen-B und verschwindet dann. (gem Wasem und Kölla)
  Jutzeler schleicht ins Büro des Direktors zurück, um die Sektionsprotokolle wegen den Todesfällen in der Abteilung U1 zu suchen, welche im vorigen Streit von Borsteli erwähnt wurden, findet jedoch nichts. Als Dreyer unerwartet das Büro betreten will, (um das Geld von der Krankenkasse, Fr. 1200.-, zu stehlen) verhindert Jutzeler im Ringkampf, dass Dreyer das Licht einschaltet. Er lässt den Bewusstlosen Dreyer liegen und begibt sich anschliessend (ca. 2.00 Uhr) über den Hof zu Gilgens Zimmer. Jutzeler gibt an, keinen Schrei zu bemerken.
1.00   Lärm im Nebenzimmer des Wachsaales B. Bohnenblust wird beim Nachsehen niedergeschlagen, es hat kein Licht im Wachsaal. (alles gem. Bohnenblust)
Zwischen 1.30 und 1.45   Wasem, Kölla und Schül hören einen Schrei. (jeweils gem. eigenen Angaben)
  Caplaun stösst nach eigenen Angaben den Direktor die Leiter hinunter. Dies wird er später in der Analyse mit Dr. Laduner und auch im schriftlichen Geständnis angeben. Die eigentlicheTat hat jedoch der Portier Dreyer vollbracht. Laduner sieht Caplaun aus dem Sous-Sol kommen, verfolgt ihn, kann ihn aber nicht erwischen.
2.00   2 Männer sind im Gang in der Ecke zwischen den Abteilungen K und R. Einer davon hat die Gestalt Dr. Laduners, dieser verfolgt den anderen, unbekannten (Caplaun). Beide verschwinden im Sous-Sol. (gem. Nachtwärter, der in dieser Nacht die Hof-Runde machte)
  Laduner entdeckt Dreyer beim Schliessen der Heizungstüre, ohne selbst von Dreyer zu werden. Laduner weiss zu diesem Zeitpunkt aber noch nichts vom Mord.
ca. 2.30   Bohnenblust kommt zu sich, drückt Alarmglocke, Jutzeler, Hofstetter und Gilgen kommen. Die Mitteltüre und die anderen 2 Türen sind verschlossen, Bohnenblust hat 1 Passe und den Dreikant im Sack. (alles gem. Bohnenblust)
2.30   Laduner kommt in seine Wohnung zurück.
3.00   Telefon an Dr. Laduner, dass Pieterlen geflohen ist.
  Laduner nimmt die Brieftasche und den Pass Borstlis vom Direktionsbüro mit und versteckt beides hinter einem Buch im Arbeitszimmer.
5.00   Studer erhält Telefon des kant. Polizeidirektors. An diesem Punkt setzt die Bucherzählung Friedrich Glausers ein.
5.30   Dr. Laduner kommt mit dem Auto bei Wachtmeister Studer's Wohnung an.
6.00   Studer und Dr. Laduner kommen beim Eingangstor der Anstalt an.
  Studer isst bei Dr.Laduner Zmorge.
  Auf der Treppe stösst Studer mit Herbert Caplaun zusammen, welcher sich anschliessend in Dr. Laduners Wohnung schleicht. Er geht zur Analyse. Dr. Laduner stellt heute Morgen keine Fragen, damit Caplaun unter Druck gerät.
  Erste Begegnung Studers mit dem Portier Dreyer, welcher an der Hand verletzt ist.
  Beginn der grossen Visite mit Dr. Laduner, Dr. Blumenstein, Dr. Neuville (Assistent), Oberpfleger Weyrauch und zwei "Frauenzimmer" (Studer). Studer trifft das erste mal den kriegsverletzten Insassen Schül.
  Schlüssel und Dreikantübergabe bei Oberpfleger Weyrauch.
  Studer trifft die Jungfer Kölla un wird zum Mittagessen eingeladen.
  Studer trifft Irma Wasem weinend im Hof an.
14.30   Studer entdeckt Direktor Borsteli tot im Heizungskeller in der Ecke zwischen den Abteilungen R und K. Die Taschen sind leer und ausser einem mit Sand gefüllten Knüppel findet Studer nichts. Das Licht im Keller brennt.
15.00   Studer und Laduner kommen vom Tennisfeld zurück in die Anstalt, Studer zeigt Dr. Laduner die Leiche am Fundort.
  Laduner telefoniert Jutzeler und sagt div. (Buch, Seite 95)
  Studer besichtigt die Wohnung des Direktors im 1. Stock. Er spürt die "Einsamkeit" in der Wohnung.
  In seinem Gästezimmer findet Studer den Pfleger Gilgen sitzen, dieser übergibt ihm ein Gedicht des Insassen Schül.
  Studer überrumpelt ungewollt Dr. Laduner bei der Analyse mit Herbert Caplaun. Caplaun weint.
  Studer geht schlafen in sein Gästezimmer.
22.00   Dr. Laduner beginnt mit Studer ein Gespräch über das "Demonstrationsobjekt" Pieterlen.

TOP  FREITAG, 3. SEPTEMBER

1.00   Ende des Gesprächs, Studer geht in sein Gästezimmer und macht Überlegungen.
  Studer geht auf eine nächtliche Visite zu Nachtwärter Bohnenblust und hält ein langes Gespräch mit ihm
5.45   Studer ringt Insasse Schmocker das Geständnis ab, dass er einen Passe "gefunden" und Pieterlen gegeben hat.
6.00   Tagwache.
  Studer findet heraus, dass Schül selbstgebastelte Dreikante besitzt und einen an Pieterlen verschenkt hat.
  Gespräch mit einem Nachtwärter über letzte Nacht. Er gibt an, um 2 Uhr zwei Männer beobachtet zu haben.
  Zmorge bei Dr. Laduner in dessen Verlauf Gilgen von einer Jungfer zuerst ins Gästezimmer Studers, dann inns Arbeitszimmer geführt wird. Laduner ist des Lobes voll für Gilgen.
  Studer wird von Frau Laduner ins Arbeitszimmer geführt, er entdeckt hinter einem Buch im Regal die Brieftasche und den Pass des toten Direktors.
  Studer telefoniert mit der kant. Polizeidirektion, erfährt, dass er im Büro nicht gebraucht wird, und ruhig mit seinen Nachforschungen weiterfahren soll.
  Im Zimmer Studers fehlt der mit Sand gefüllte Totschläger, der Studer in seinem Koffer aufbewahrte.
11.00   Studer will bei Dr. Neuville in der Apotheke ein Mikroskop benutzen. Dr. Neuville ist begeistert ob der neuen Bekanntschaft mit Studer.
  Dr. Neuville und Studer nehmen Apéro in der Beiz des Wirten Fehlbaum. Studer erfährt von den Machtquerelen zwischen Borstli und Laduner.
  Mittagessen bei Laduners, Oberst Caplaun kommt und spricht mit Dr. Laduner im Nebenzimmer. Später wird Studer vom Obersten hinzugerufen. Caplaun erkennt den früheren Polizeikommissar und wird ganz vertraulich. Er macht Studer das Angebot einer guten Pension. Studer lehnt geschickt ab und vermeidet so eine offene Konfrontation mit dem Obersten.
  Laduner und Studer sind im U1 wo Laduner den Fall Herbert Caplaun mit dem Exempel des Insassen Leibundgut Fritz erläutert.
23.00   Handharpfe beginnt zu spielen, während Studer Gedanken nachhängt.

TOP  SAMSTAG, 4. SEPTEMBER

14.45   Dr. Laduner geht zum Begräbnis des toten Direktors.
  Caplaun kommt in die Loge, Dreyer hat 6000.- in der Hand. Gilgen kommt in die Loge und erhält 4000.- Schweigegeld. Der Portier gibt später an, Gilgen hätte ein Päckli Stumpen, Irma Wasem Schokolade gekauft.
  Aufgeregtes Telefon von Dreyer, es sei in der Verwaltung eingebrochen worden. Es fehlen Fr. 6000.-
  Jutzeler und eine weitere Person schwingen im Garten.
  Studer findet Gilgen im Aufenthaltsraum des B. Er hat Fr. 4000.- unter seinem Schurz versteckt. Studer untersucht daraufhin das Zimmer Gilgens, das er in der Anstalt bewohnt. Er findet zwar den Restbetrag nicht, über dessen Verbleib Gilgen sich hartnäckig ausschweigt. Er entdeckt aber den Sandsack, der aus seinem Koffer gestohlen wurde. Als Studer Gilgen verhaften will, begeht dieser Selbstmord, indem er sich aus dem offenen Fenster stürzt. Studer trägt den Toten vom Hof wieder hoch ins Zimmer, wo er ihn Jutzeler zeigt. Jutzeler erzählt die Begebenheiten mit der Blasmusik, den zwei Gruppierungen innerhalb der Anstalt und dem "Sumpf" dazwischen. Auch die leidige Geschichte mit den Patientenschuhen und -Unterhosen bei Gilgen sowie Rolle Jutzelers am fraglichen Abend kommen zur Sprache.
  Studer kauft an der Loge des Portiers Dreyer Brissagos und erfährt im Gespräch, dass Dreyer am fraglichen Abend im Büro des Direktors war und sich seine Handverletzung während des Ringkampfes mit Jutzeler zugezogen hat.
18.00   Studer spaziert nach Randlingen. In der Beiz bestellt er etwas zu essen und teilt Laduners telefonisch mit, dass er nicht zum Nachtessen erscheinen werde.
20.30   Studer sitzt beim Tee mit der Aufsichtskommission, anschliessend beginnt er mit Studer ein Gespräch über Pfleger und andere Leute... Laduner offeriert Studer einen mit Schlafmittel versetzten "Bénédictine", worauf Studer im Schlaf seltsame Träume durchlebt.

TOP  SONNTAG, 5. SEPTEMBER

2.00   Studer wacht auf, geht über den Hof zum Soussol der Abteilung R, wo er den toten Direktor gefunden hat. Das Licht brennt. Am Boden liegt, von einem Schlaf auf der Hinterkopf betäubt, Dr. Laduner. Im Feuerloch findet Studer eine lederne Aktenmappe mit den Sektionsprotokollen wegen der Todesfälle im U1, das Protokoll die Sache Gilgen betreffende sowie einen Brief des Direktors an Oberst Caplaun mit der Bitte, die Kur von Laduner bei Herbert wegen deren Erfolglosigkeit unterbrechen zu lassen.
  Laduner kommt zu sich und wirft die Mappe samt Protokollen erneut ins Feuer. Studer trifft beim Wasserholen für den verletzten Laduner einen Mann (Pieterlen) an, der sich verdächtigerweise nach dem ergehen von Dr. Laduner erkundigt. Er kann jedoch entwischen.
3.00   Studer bringt Laduner ins Bett.
10.00   Studer spaziert durch die Abteilungen um Pfleger Knuchel zu treffen. Er spricht ihn auf Gilgen an. Er bekommt daraufhin einen Monolog über Religion zu hören.
  Studer entdeckt das verlassene Versteck von Pieterlen direkt über dem Gästezimmer, in dem er wohnt. Als er sich nach Irma Wasem erkundigt, erfährt er, dass sie heute Sonntag frei hat.
  Darauf angesprochen will Dr. Laduner nicht sagen, wer ihn in der vergangenen Nacht niedergeschlagen hat.
18.30   Studer begibt sich zu Gilgens Haus und versteckt sich hinter einem Busch.
Nach Einbruch der Dunkelheit   Wasem kommt zu Gilgens Häuschen und lässt sich öffnen. Pieterlen kommt heraus und geht zusammen mit Wasem spazieren. Studer hört mit, dass Pieterlen sich nach Frankreich zu Verwandten von Wasem absetzen will. Studer kehrt zu Haus Gilgens zurück.
  Caplaun sitzt in einer Ecke, mit Pistole in der Hand, neben ihm sitzt Dreyer, vis-à-vis Jutzeler. Caplaun will Jutzeler erschiessen. Auf kurzes Zureden gibt Caplaun die Pistole dem Wachtmeister. Dreyer mischt sich ein, wird von Studer niedergeschlagen und bleibt vorerst bewusstlos liegen. Studer erfährt von Caplaun den genauen Tathergang und gibt auch an die Brieftasche in Laduners Arbeitszimmer versteckt zu haben. Studer lässt sich ein schriftliches Geständnis anfertigen, das sich aber später als falsch herausstellt. Studer will mit allen 3 Personen in die Anstalt zurückkehren. Doch Dreyer schlägt Caplaun bewusstlos und stösst ihn in den Fluss, wo er ertrinkt. Dreyer wird nach Randlingen geführt und dann nach Bern gebracht.

TOP  MONTAG, 6. SEPTEMBER

9.00   Studer ist mit Laduner im Nebenzimmer der Wohnung. Er legt folgende Gegenstände auf den Tisch: alte Brieftasche, mit Sand gefüllter Knüppel, Stück Stoff, 2 Enveloppen, ein beschriebenes Blatt Papier und Fr. 2000.-
  Telefon läutet: Laduner wird verlangt. Sagt, er komme später, er habe wichtiges Gespräch.
  Studer erklärt die Bewandtnisse mit den Gegenständen. Liest das (erpresste) Geständnis von Herbert Caplaun vor, welcher nun tot ist. Laduner wirft Studer vor, durch Ungeschicktheit den Tod von 2 Menschen verursacht zu haben.
  Studer erhält einen Kirsch angeboten und beginnt über die Beziehungen der Personen zu erzählen. Dann kommt er auf die letzte Nach zu sprechen.
  Das Telefon läutet. Studer erfährt, dass Dreyer bei einem Fluchtversuch umgekommen ist.
  Laduner sagt, dass er beinahe das nächste Todesopfer geworden wäre.
  Laduner erzählt von seinen Typhusversuchen bei seinen hoffnungslosen Fällen.
  Zum Schluss klärt Laduner verschiedene Irrtümer auf, denen Studer erlegen ist, und der Fall findet seine endgültige Erklärung. (Hier endet die Erzählung Friedrich Glausers)


E-MAIL AN DEN AUTOR

Kommentare werden vom Autor gerne entgegengenommen. Füllen Sie dazu einfach das untenstehende Formular aus. Vielen Dank!

Name:

E-Mail:

Ihre Kommentare und Bemerkungen:


TOP© Page-Design by Marcel Suter