liebe kahana. barbara hat mir deine e-mail zugeschickt, wodurch ich erfuhr, dass du meinen brief erst anfangs februar erhalten hast. that's india. ich habe mich hier in basel eingerichtet und in der zwischenzeit viele neue freunde gefunden, mit denen ich theater spiele, singe und musik mache. da ist kein bedürfnis, nach indien zu kommen und dich wieder zu sehen. du weisst, dass versprechen meinerseits nie gegolten haben. versprechen heisst bei mir: sich versprechen, d.h. etwas aussprechen, was nicht gilt. für mich gilt nur der moment. langsam beginnen das meine freunde zu begreifen. natürlich kann ich deinen schmerz nachempfinden, alleine gelassen zu werden, aber ich kann dir nicht helfen, da du noch nie auf ratschläge anderer gehört hast, soweit ich dich bisher wahrgenommen habe. wenn du nach poona umziehst, gib mir bescheid, so dass ich die 5000 fr. überweisen kann an die canarabank, koregaonpark. ich verstehe, dass du noch nicht bereit bist, in die schweiz zu kommen. wahrscheinlich ist die zeit wirklich noch nicht reif dazu. ich werde dann dieses unio mystica konto auflösen und damit wird für mich alles abgeschlossen sein, was unsere geschichte betrifft. du brauchst mir nichts zurückzugeben (ausweise, schlüssel, posaune, gitarre etc). es fehlt mir nichts mehr. noch etwas zum thema versprechungen. du hast immer wieder versprochen, wie im letzten e-mail auch wieder, dass gespräche oder überhaupt reden zu nichts führen, und du deshalb nur noch kommunizieren wirst über's singen und spielen. für mich sind alle solchen zukunftsorientierten aussagen wie schall und rauch. ich wünsche dir, dass du ein ja findest zur realität. viel liebe prem XXXXX@bluemail.ch