Beschwerde gegen TAT Binningen
Zusammenfassung
des Jahres 1999 wird im Jahresbericht falsch dargestellt. Der Gewinn des Claro-Ladens wird hochgeschraubt und der Ertrag des PC-Raums wird in den Keller gedrückt, um ein verzerrtes Bild der Situation darzustellen. Das Warenlager des Ladens Ende 1999 wird als Einnahmen ausgewiesen. Vorstand und Geschäftsleitung weisen organisatorische_Mängel auf. Für Arbeitslose werden keine Kurse durchgeführt oder irgend etwas angeboten, wohl aber für Mitglieder der Pro Senectute. Mehr als zwei Drittel des Sortiments des Ladens entsprechen nicht der Projektbeschreibung. Es wird versucht, den illegalen_Istzustand zum Sollzustand zu machen.Ich beantrage, die gesprochenen Gelder abzuerkennen.
Besucherfrequenz
Im Jahresbericht_TAT_1999_des_Geschäftsführers wird behauptet, dass viele Arbeitslose den PC-Raum besuchen, und dass der PC-Raum praktisch keinen Gewinn abwirft. Der kleine Gewinn wird auf die Internetbenutzung der Erwerbstätigen zurückgeführt. Es wird auch erwähnt, dass der PC-Raum ohne Gewinn sein darf; man könnte fast meinen, dass Arbeitslose die Computer gratis benutzen können, was aber nicht der Fall ist.
In der Grafik sind die Besucherzahlen der Arbeitslosen aber viel zu hoch dargestellt: Einerseits wird jeder Besuch als Besucher des entsprechenden Monats aufgeführt, d.h. ein täglicher Stammgast erscheint mehr als 20 Mal pro Monat in der Statistik (ein derartiger Stammgast schreibt diese Anmerkungen). In der Rubrik 'Besucher Erwerbslos' sind ausserdem Schüler und Rentner enthalten. Rentner benutzen den PC-Raum, weil Pro Senectute dort PC- und Internetkurse durchführt. Da für Arbeitslose keine Kurse angeboten werden, kann man sich fragen, weshalb ausgerechnet Pro Senectute Kurse durchführen darf. Etwa, um die Benutzerstatistik mit Erwerbslosen etwas zu verbessern? Bei den Schülern ist erwähnenswert, dass alle Kinder, die TAT am Mittwoch Nachmittag besuchen, den Geschäftsleiter (über 50) duzen. Sind diese Kinder von alleine gekommen, oder wurden sie ins TAT geholt (Grund siehe oben)?
Ein Blick auf die Einnahmen (alle Daten wurden dem Jahresbericht entnommen) zeigt folgendes Bild:
| Quartal | Besucher | Einnahmen | Kosten | Gewinn | Gewinn |
| (1999) | total | pro Besucher | pro Besucher | pro Besucher | total |
| 1 | 130 | Fr. 5.14 | Fr. 2.53 | Fr. 2.61 | Fr. 339.75 |
| 2 | 170 | Fr. 4.89 | Fr. 3.05 | Fr. 1.84 | Fr. 312.90 |
| 3 | 145 | Fr. 6.96 | Fr. 6.43 | Fr. 0.53 | Fr. 077.15 |
| 4 | 185 | Fr. 6.26 | Fr.5.61 | Fr. 0.65 | Fr. 121.80 |
Mehr als 75% des ausgewiesenen Gewinns wurde im ersten Halbjahr erwirtschaftet; Im 1. Quartal gab es aber noch gar kein Internet (welches ja den Gewinn angeblich erbrachte), und im 2. Quartal wurde Internet erst eingeführt und war noch nicht bekannt. Die Vernetzung der Pcs (Internet auf allen Computern) fand am Anfang des 4. Quartals statt; ab diesem Zeitpunkt war es erst richtig möglich, dass erwerbstätige Besucher Gewinne einfahren konnten. Preisfrage: Wo genau nun ist der Gewinn, der aus den Internetgebühren der Erwerbstätigen kommt?
Um eine Antwort zu erhalten, muss man die Jahresrechnung etwas genauer anschauen.
Jahresrechnung 1999
Es werden zwei Buchhaltungen geführt, eine des Vereins und eine des Ladens. Vermutlich war vorgesehen, Ausgaben für Miete, Personal und allgemeine Kosten direkt dem Verein zu belasten, und spezifische Ausgaben des Ladens mit den Einnahmen zu verrechnen. Die Bereiche Claro-Laden und Computerraum werden aber unterschiedlich behandelt. Diese Manipulation führt zu einem höheren Ertrag des Claro-Ladens, als er eigentlich ist, und zu einem geringeren Ertrag des Computerraums, als er tatsächlich ist.
Beim Claro-Laden werden der Einkaufswert der Waren dem Erlös gegenübergestellt, und Kosten für die Infrastruktur (Ladeneinrichtung) wurden voll zu Lasten des Vereins abgeschrieben. Ebenso werden sämtliche laufenden Kosten des Ladens (Fax-Gerät für Bestellungen, Telefonspesen für Brot- und andere Bestellungen, Preisschilder, Werbematerial von Claro, usw.) vermutlich voll dem Verein belastet; diese Aufwendungen sind in der Rechnung des Ladens nicht ersichtlich, aber es existieren die Posten 'Abschreibungen', 'Werbung', 'Verwaltungskosten' und 'übriger Betriebsaufwand' in der Rechnung des Vereins.
Im ersten Quartal sind für Brot Einnahmen von Fr. 500.-- verbucht, es wurde aber gar nichts eingekauft; Es handelt sich hier kaum um einen Gewinn des Ladens, sondern wohl eher um eine Spende oder Abgeltung für Infrastrukturkosten, welche aber dem Verein gutzuschreiben ist (der Verein bezahlt Infrastruktur und Miete voll).
Ebenso diffus ist der Gewinn bei den Büchern; falls die Fr. 300.-- pro Quartal eine Miete darstellen, sind sie dem Verein gutzuschreiben.
Falls obige Vermutungen zuträfen, wäre der Gewinn des Claro-Ladens um rund Fr. 3,000.-- tiefer als ausgewiesen (Schätzung, da keine Einsicht in die Unterlagen möglich war).
Beim PC-Raum auf der anderen Seite steht den Einnahmen ein Einkaufswert in schwindelerregender Höhe entgegen. Korrekt wäre, an dieser Position Verbrauchsmaterial (Papier, Toner, Tintenpatronen, Disketten) sowie Internetgebühren der Benutzer (nicht aber Verbrauchsmaterial und on-line Gebühren für Verwaltung) aufzuführen.
Diese hohen Einkaufswerte wären erklärbar, wenn Investitionsgüter (Computer, Modem und Netzwerkkomponenten (Ethernetkarten, Ethernet-Hubs, Internet-Gateway, Netzwerkkabel)) genau gleich wie Papier und Tintenpatronen als KAS (kalkulatorische Abschreibungen) voll mit den Einnahmen verrechnet worden wären. Solche Komponenten wurden zur fraglichen Zeit angeschafft, um die Internet-Kurse der Pro Senectute zu ermöglichen. Investitionen in die Infrastruktur müssten aber vom Verein getragen werden (analog zum Claro-Laden), zudem erhält der Verein genau für diesen Zweck Geld (68 kFr. von Institutionen und 17 kFr. Spenden sowie 8.5 kFr. Beiträge an Investitionskosten).
Sollte wirklich der Ausbau der Infrastruktur der Grund des hohen Einkaufswerts sein, muss die Rechnung korrigiert werden; der Gewinn des PC-Raums wäre dann 3 bis 4 Mal höher als ausgewiesen.
Auch die Kosten von Fr. 2.53 pro Besucher im ersten Quartal (ohne Internet(Telefon)) sind sehr hoch. Im PC-Raum steht ein Fotokopierer, welcher von den Besuchern, der Verwaltung von TAT und auch von der Jobbörse benutzt wird. Die Tonerkosten werden dem PC-Raum belastet, aber nur die Bezahlung der Besucher wird dem PC-Raum gutgeschrieben; es gibt keine interne Gutschrift für Verwaltungskopien oder Kopien des Ladens.
Nachdem wir nun wissen, wo der Gewinn der erwerbstätigen Internetbenutzer geblieben ist, bleiben wir noch ganz kurz bei der Jahresrechnung:
Für den Laden, das Cafe und den PC-Raum wurden insgesamt Fr. 47,678.23 ausgegeben und Fr. 50,619.95 eingenommen. Es wurde zudem ein Warenlager im Wert von Fr. 14,545.55 angelegt (unterste Linie rechte Heftseite).
Auf der linken Heftseite, Spalte 3, werden aber auch die Warenlager als Verkaufserträge ausgewiesen. Von den unkorrekt ausgewiesenen Einnahmen von Fr. 17,487.27 (Total Ertrag in der Kolonne Laden) muss der Inventar-Warenwert von Fr. 14,545.55 abgezogen werden (der Lagerbestand am 31. 12. 99 war noch nicht verkauft; dieses Geld war nicht in der Kasse!).
Der wirkliche totale Ertrag von Fr. 2,941.27 setzt sich zusammen aus je einem Einnahmenüberschuss des Cafes (Fr. 4110.--) und des PC-Raums (Fr. 447.--) sowie einem Ausgabenüberschuss des Ladens (- Fr. 1602.--).
Ich bemängelte diese Rechenkünste des Kassiers Mitte Dezember 2000 beim Präsidenten, habe aber noch keine Antwort oder Begründung erhalten; ich weiss nur, dass der Gesamtvorstand noch nicht informiert wurde (Stand 12. Januar 2001).
Organisatorische Mängel
In diesem Zusammenhang erachte ich auch als problematisch, dass die Stellvertretung der Geschäftsleitung sowie die Funktion des Kassiers des Vereins (Vorstandsmitglied) in Personalunion von einer Person (Frau Mantl) wahrgenommen wird, zumal dieser Umstand im Jahresbericht nicht offengelegt wird. Der Geschäftsführer sagt einfach seinem Stellvertreter, der auch Kassier ist, wo Einnahmen und Ausgaben zu verbuchen sind; eine Kontrolle entfällt, und Belege werden nicht nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen verbucht, Resultat siehe oben. Ausserdem erfüllt Frau Mantl die Bedingung nicht, dass nur Arbeitslose für den Verkauf angestellt werden dürfen. Bezüglich Vorstand ist mir aufgefallen, dass zwar zwei (Frau Bösch und Frau Mantl) von vier Mitarbeitern des Ladens vertreten sind (da der Geschäftsführer mit beratender Stimme an Vorstandssitzungen teilnimmt, kann sogar von drei Mitarbeitern gesprochen werden), aber kein arbeitsloses Mitglied des Vereins, welches Anliegen der statuarischen Nutzniesser des Vereins direkt einbringen könnte.
Ebenso fehlt ein Betriebskonzept sowie Pflichtenhefte für die Mitarbeiter. Der Geschäftsführer fällt alle Entscheide bezüglich Laden (Sortiment), Cafe und PC-Raum nach seinem eigenen Gutdünken.
Computer- und Internetkurse
Zurück zum Jahresbericht_TAT_1999_des_Geschäftsführers. Es wird behauptet, dass Internetkuse über Pro Senectute und über TAT angeboten werden. Es trifft aber nicht zu, dass Internetkurse für Arbeitslose angeboten werden. Es wird ein Kurs angeboten (4 Nachmittage oder Abende (je 2½ Stunden), 1 PC pro Teilnehmer) exklusiv für Pro Senectute. Es gibt noch eine 2-Stündige Internet-Einführung für alle, bei welcher auch Arbeitslose teilnehmen können, allerdings müssen sie den vollen Preis bezahlen. Bis zu 6 Teilnehmer drängen sich vor nur 2 Computern, und spezifische Themen wie Stellensuche auf dem Internet werden nicht behandelt. Arbeitslose, welche Fragen bezüglich Internetsuche von Stellen haben, werden abgewiesen, weil das Personal keine Auskunft erteilen kann (Stand Dezember 2000). Die Computerkenntnisse des Personals sind generell ungenügend für eine Aufsichtstätigkeit in einem PC-Raum mit Internet.
Seit dem 4. Quartal 1999 werden regelmässig PC-Kurse und Internetkurse der Pro Senectute durchgeführt. Der Kursleiter (Jahrgang 1956) wird nicht etwa von Pro Senectute gestellt, sondern er ist Mitglied des Vereins und mit dem Geschäftsführer befreundet. Ich habe schon Anfang 2000 bemängelt, dass in einem Arbeitslosentreffpunkt Computerkurse für Pro Senectute, aber keine Kurse für Arbeitslose angeboten werden. Der erste Kurs von Pro Senectute im neuen Jahr hat übrigens am 11. Januar 2001 begonnen, und über die Durchführung von Kursen für Arbeitslose wird nicht einmal nachgedacht. Im September 2000 wurden zur Browser-Startseite, welche auf allen PCs installiert ist, Links zu Jobangeboten hinzugefügt (vom Schreibenden, und nicht etwa im Auftrag des Geschäftsführers oder Präsidenten, sondern weil das Personal Stellensuchenden nicht helfen konnte, entsprechende Sites zu finden; diese Startseite ist auch auf
abrufbar). Trotzdem wurden noch im Dezember 2000 Stellensuchende unverrichteter Dinge wieder weggeschickt, weil das Personal nicht wusste, wie eine Stellenabfrage durchgeführt wird. Der Geschäftsführer beantwortete eine entsprechende Reklamation von mir mit dem Hinweis, dass im TAT keine Computerspezialisten arbeiten, und dass Stellensuche auf dem Internet nicht zum Pflichtenheft des TAT gehöre. Im Abschnitt 4 des Beitragsgesuchs (TAT Zentrum) ist aber gleich zweimal explizit aufgeführt, dass Arbeitslosen bei der Stellensuche auf dem Internet geholfen werden soll. Zwei Jahre lang wurde rein gar nichts getan, und der Geschäftsführer ist auch nicht Willens, irgend etwas in dieser Richtung zu unternehmen. Dieser Vorfall war übrigens der Auslöser meiner Beschwerde beim Präsidenten Mitte Dezember 2000, welche nun mangels Interesse des Präsidenten an dieser Angelegenheit an Ihre Institution weitergeleitet wird (meine Hauptanliegen (Liquidation des Bioladens, Entlassung des Geschäftsführers, Umzug des PC-Raums an den gegenwärtigen Ort des Ladens und Führen eines Arbeitslosentreffpunkts mit Internetcafe im Sinne der Statuten des Vereins und in Einklang mit der Projektbeschreibung im Beitragsgesuch) wurden dem TAT-Gesamtvorstand nicht vorgetragen, obwohl am 10. Januar 2001 eine ordentliche Vorstandssitzung stattfand (Aussage des Präsidenten am 12. Januar 2001, 11:15 Uhr)).
Laden
In der Projektbeschreibung ist von einem Drittweltladen (Claro) die Rede. Der Laden soll nicht Hauptzweck des Projekts sein, sondern der Ertrag soll einen Teil an die Gesamtkosten beitragen. In Wirklichkeit belegt der Laden ein Schaufenster sowie den besten Teil der Lokalität mit neuem Parkettboden. Der PC-Raum als Hauptzweck des Vereins hingegen ist fensterlos eingeklemmt zwischen einer Trennwand und der Toilette. Der schäbige alte Teppichboden passt immerhin zur unbequemen Bestuhlung. Der Anteil von Fair-Trade-Artikeln aus der Dritten Welt (Kalebasse, Max Havelaar) im Laden beträgt weniger als ein Drittel des Angebots. Der Rest, also mehr als zwei Drittel des Sortiments, vorwiegend industrielle Nahrungsmittel mit dem Aufdruck 'Bio' aus Europa sowie Bücher, Kosmetik, Brot und Käse, entsprechen nicht dem Angebot eines Drittweltladens. Der Anteil dieser Artikel (Sortimente von Dr. Ritter, Eden, Biofarm etc) nimmt ständig zu, und der Laden belegt bereits Platz im Cafe. Der Ertrag deckt nicht einmal die anteiligen Mietkosten, dafür beansprucht der Laden den grössten Teil der Arbeitszeit des Geschäftsführers und des Personals. Der Geschäftsführer richtet einfach ein Reformhaus nach seinem persönlichen Geschmack ein, vernachlässigt den PC-Raum und kümmert sich keinen Deut um die verbindliche Projektbeschreibung. Der Vorstand schaut tatenlos zu, diskutiert über Sitzungsgelder für die Mitarbeiter des Ladens (welche zum grössten Teil auch im Vorstand sitzen) und organisiert als Höhepunkt seiner bisherigen Tätigkeit das Spaghettiessen im Februar 2001. Der Präsident behauptete mir gegenüber, dass die Förderung des Bio-Landbaus in der Projektbeschreibung verankert sei. Ausser dem Begriff Drittweltladen habe ich aber bei der Durchsicht dieser Projektbeschreibung am 9. Januar 2001 keinen anderen Hinweis auf eine Verkaufstätigkeit gefunden.
Zukunft
Im Oktober 2000 versuchte der Geschäftsführer, mit den 4 Mitarbeitern im TAT und unter Leitung eines externen Beraters ein eintägiges Seminar über die Zukunft des TAT durchzuführen, selbstverständlich unter Ausschluss des Vorstands. Es standen zwei Varianten zur Auswahl, aber bei keinem der Seminare wären die Bedürfnisse von Arbeitslosen der Ausgangspunkt gewesen. Das Ziel ist vermutlich gewesen, die bereits vollzogenen Abweichungen von der ursprünglichen Projektbeschreibung (TAT Zentrum) nachträglich zu sanktionieren. Der Präsident stoppte diese Aktion im letzten Augenblick. Im Dezember 2000 wurde eine Umfrage bei allen Besuchern des TAT über die Gestaltung der Zukunft durchgeführt (Beilage). Es ist erstaunlich, dass Schüler, Erwerbstätige und Rentner über die Zukunft eines Arbeitslosentreffpunkts befragt werden. Unter Punkt 1. (Status) kann übrigens 'Arbeitslos' gar nicht markiert werden, da ein entsprechendes Feld fehlt, und 'Erwerbslos' wurde auch von nicht arbeitslosen Gästen, z. B. Hausfrauen, markiert (das kennen wir doch aus der Besucherstatistik, oder?). Es gibt aber mehr Hausfrauen, welche den Laden frequentieren, als arbeitslose Besucher des Treffpunkts. Die Meinung von Hausfrauen, welche einfach in der Nähe einkaufen wollen, ist aber nicht relevant, wenn es um die Zukunft eines Arbeitslosentreffpunkts für das gesamte Leimental inklusive Allschwil geht. Unter Frage 2. (was schätzen Sie am TAT?) fällt auf, dass weder 'Hilfe bei der Stellensuche auf dem Internet' noch 'Unterstützung von Arbeitslosen' markiert werden kann; da beides im TAT nicht angeboten wird, gehört es aber sicher auch nicht auf diesen Fragebogen. Allerdings ist die Unterstützung von Arbeitslosen der Hauptzweck in der Projektbeschreibung, und die Hilfe bei der Stellensuche auf dem Internet ist in der Projektbeschreibung explizit aufgeführt. Bei Frage 3. (was wäre ausbaufähig) sucht man vergeblich nach Angeboten für Arbeitslose, welche angekreuzt werden könnten. Ein Ausbau des Angebots für Arbeitslose wird bei dieser Fragestellung kaum herauskommen, viel mehr werden die 'Arbeitslosen' etwas weniger Computer und dafür etwas mehr Laden wünschen. Gemäss Statuten des Vereins muss aber ein Arbeitslosentreffpunkt geführt werden, und nicht etwas anderes. Hätte man die Bedürfnisse von Arbeitslosen abklären wollen, hätte man Fragebogen vom RAV (Regionales Arbeitsvermittlungszentrum, Binningen, alle Arbeitslosen des Leimentals sind dort registriert) verteilen lassen können. Basierend auf dieser Umfrage wird gegenwärtig (Start am 8. Januar 2001) ein Betriebskonzept (Motto: Bio statt Arbeitslose), welches bis heute fehlt, ausgearbeitet; es ist offensichtlich, dass damit nur die bereits vollzogenen Änderungen von der Projektbeschreibung offiziell festgehalten werden sollen. Dieser Fragebogen (vom Geschäftsleiter gestaltet) ist ein weiterer Beweis dafür, dass Arbeitslose nur der Vorwand sind, um Gelder für das Betriebsdefizit eines Bio-Ladens nach dem Gusto des Geschäftsführers zu erhalten.
Weitere Probleme
Um diese Beschwerde möglichst kurz zu halten, beschränke ich mich darauf, nur gravierende Abweichungen von der Projektbeschreibung und offensichtliche Täuschungsmanöver detailliert darzustellen. Weitere Beanstandungen:
Der Geschäftsleiter sammelt Unterschriften für Initiativen der Ökogemeinde Binningen und hängt Wahl- und Abstimmungsplakate aus im Lokal eines politisch neutralen Vereins.
Die Öffnungszeiten sind auf den Laden ausgerichtet, Arbeitslose mit Zwischenverdienst haben aber nur nach Feierabend Zeit, um Bewerbungen zu schreiben; die meisten Stelleninserate erscheinen am Wochenende, aber am Samstag Nachmittag, Sonntag und Montag ist geschlossen.
Ausser einem Tisch mit ein paar Stühlen (die oft von anderen Leuten besetzt sind) gibt es nichts in diesem 'Arbeitslosentreffpunkt' (die Benützung des PC-Raums muss bezahlt werden). Es gibt aber seit zwei Jahren einen leeren Keller mit direktem Zugang vom Laden, in dem man etwas einrichten könnte.
Anträge
Das 'TAT-Zentrum' entspricht in keiner Weise der Projektbeschreibung. Der Laden ist Mittelpunkt, und alles muss sich dem Laden unterordnen. Das Angebot wurde eigenmächtig mit Büchern, Kosmetik und Bioprodukten erweitert, die Drittweltprodukte gemäss Projektbeschreibung machen weniger als ein Drittel des Sortiments aus, und der Ertrag deckt nicht einmal die Mietkosten. Der PC-Raum, eigentlich Hauptteil, wird von Pro Senectute als Schulungsraum benutzt, und für Arbeitslose werden nicht einmal die in der Projektbeschreibung explizit aufgeführten Dienstleistungen angeboten, ganz zu schweigen von allgemeiner Unterstützung von Arbeitslosen. Die Jahresrechnung wird manipuliert, um für den Laden ein günstiges Bild zu zeichnen. Gegenwärtig wird versucht, den heutigen Zustand mit einem Konzept auf fragwürdiger Grundlage zum Sollzustand zu machen.
Weder Geschäftsleitung noch Vorstand sind Willens, sich an die Versprechungen, welche bei der Projekteingabe gemacht wurden, zu halten.
Ich beantrage daher, die gesprochenen Gelder abzuerkennen, keine Zahlungen mehr zu leisten und bereits geleistete Zahlungen zurückzufordern. Zudem empfehle ich, zivil- und/oder strafrechtliche Schritte zu prüfen.
Diese Beschwerde wurde am 16. Januar 2001 der Stiftung Arbeitslosenrappen in Basel übergeben und am 17. Januar 2001 dem Lotteriefonds Basel-Landschaft zugestellt. Sie wurde zudem am 25. Januar 2001 der reformierten Kirchgemeinde Allschwil (zuhanden aller beteiligten Kirchgemeinden) überreicht sowie am 30. Januar 2001 der Elsa Zahler-Rudin Stiftung in Binningen ausgehändigt.
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