Der Kosmos 

Nur die wenigsten Bewohner Mythons haben ein wirkliches Verständnis für Astronomie. Diese wenigen Magier, Zauberer
und Astrologen beziehen sich entweder auf ihre eigenen Entdeckungen, die sie nach Jahren intensiver Arbeit gemacht haben
oder stützen sich auf das Wissen der Hochelfen, die ihnen in der Sternenkunde weit üueberlegen waren. Selbst von diesen Sternenforschern ist es widerum nur ein Bruchteil, der wirkliche Astronomie betreibt. Die anderen nutzen die Sterne lediglich
dazu, um bestimmte Muster und Anordnungen derer, auf so manch' seltsame Art, auf das Leben und die Zukunft bestimmter
Personen oder Länder zu beziehen.
Es gibt nur sehr wenige, die über das folgende Wissen verfügen, noch weniger die es verstehen und glauben können und
wohl niemanden der es beweisen oder widerlegen könnte.

Das Sonnensystem

Das Doppelsonnen-System der Welt Mython befindet sich am äußersten Rand der Galaxis. Von der Planetenoberfläche aus sind deshalb die Winternächte sehr sternenreich, während hingegen die Sommernächte ausgesprochen dunkel sind. Das Planetensystem hat zwei Sonnen, Splendra, einen heißen, gelben Stern, der unserer irdischen Sonne entspricht, und Aetra, ein roter, kalter Stern, der kaum Wärme abstrahlt (nur etwa 10-15% Splendras).

Die Planeten

Das Planetensystem besteht aus 8 Planeten, wobei Mython der dritte von innen ist. Die Namen der Planeten wurden ihnen von den hochelfischen Gelehrten gegeben und sind heute bei den Astronomen aller Völker gebräuchlich.
Der sonnennächste Planet Elemmire umkreist Splendra und wird von ihr so aufgeheizt, daß er einen Schweif trägt. Aus diesem Grund wird er von vielen Völkern für einen Komet gehalten. Er ist nur bei der Umkreisung Mythons um Splendra (s.u.) kurz vor Sonnenaufgang oder kurz nach Sonnenuntergang zu sehen.
Der nächste Planet heißt Earendil und fällt am Nachthimmel als violetter Stern aus. Auch er umkreist Splendra. Die Hochelfen sehen in ihm den Sitz der Alten Götter, die vom Firmament aus die Sterblichen beobachten.
Der dritte Planet ist Mython, von den Hochelfen Arda genannt.Er umkreist in einem achtförmigen Orbit die beiden Sonnen. Während eines ganzen Jahres beschreibt der Planet eine komplette 8 um die Doppelsonnen, was etwa 365 Tage dauert und wesentlichen Einfluß auf die Jahreszeiten Mythons hat.

Die restlichen fünf Planeten (Carnil, Alcarinque, Lumber, Néuar und Luinil) sind zu weit von Mython entfernt, um sie mit bloßem Auge als solche zu erkennen. Sie umkreisen beide Sonnen in einem beträchtlichen Abstand.

Die Monde

Mython hat drei Monde, wovon zwei echte Monde sind und der Dritte ein eingefangener Planetoid. Die echten Monde sind klein (etwa 20% der Größe des irdischen Mondes) und da sie Mython in einer beinahe polaren Umlaufbahn umkreisen, erscheinen sie auf Mython immer sichelförmig. Der innere Mond, von den Hochelfen Lunais genannt, wirkt wie mit roten Äderchen überzogen, seine Umlaufzeit beträgt 5 Tage. Der äußere Mond trägt den hochelfischen Namen Solais und erscheint weiß, seine Umlaufzeit beträgt etwa 60 Tage. Beide Monde laufen im gleichen Winkel zur Achse der Welt, deshalb gibt es häufig gegenseitige Bedeckungen, mindestens acht bis zehn Mal pro Jahr. Die Dauer der Mondfinsternis ist immer nur kurz, da sich der innere Mond sehr schnell bewegt, sie dauert nur zehn Minuten.
Der Planetoid, von den Hochelfen als Angomais bezeichnet, bewegt sich auf einer äquatorialen Umlaufbahn, die gegenläufig ist zu den Monden. Im Gegensatz zu ihnen geht er im Westen auf und im Osten unter (bzw. umgekehrt, wenn Mython Aetra umkreist). Durch seine stark elliptische Bahn schwankt seine Größe zwischen 20% und 50% der Größe des irdischen Mondes. Seine Umlaufzeit beträgt 30 Tage, wovon er nur acht Tage in Weltnähe ist.


Solais und Lunais erstrahlen am sternlosen Nachthimmel über Mython