Die nachfolgenden Links in der Tabelle führen euch zu einer näheren Beschreibung des einzelnen Herrschers. Damit könnt ihr euch ein Bild von der damaligen Situation machen und als Plotaufhänger benutzen. Hinweise die sich auf das Regelwerk beziehen oder Charakterwerte darstellen sind kursivhervorgehoben.
Zeittafel: englische Könige
Name: Herrschaftszeit: Adelshaus
Artus (Arthur) irgendwann zwischen 500 und 800 Angelsachsen
Edwy 955-959 Angelsachsen
Edgar 959-975 Angelsachsen
Eduard, der Märtyrer 975-978 Angelsachsen
Ethelred II. 978-1013 Angelsachsen
Svend Gabelbart von Dänemark 1013-1014 Vikinger
Edmund Ironside 1016 Angelsachsen
Knut der Große 1016-1035 Vikinger
Harold Harefoot 1035-1040 Angelsachsen
Hardknut (Harthaknut) 1040-1042 Vikinger
Eduard der Bekenner 1042-1066 Angelsachsen
Harold II. Godwinson Januar-Oktober 1066 Angelsachsen
Wilhelm I.(William), der Eroberer 1066-1087 Normannen
Wilhelm II. (William) Rufus 1087-1100 Normannen
Heinrich Beauclerc 1100-1135 Normannen
Stephan I, von Blois 1135-1154 Normannen
Heinrich II, Kurzmantel 1154-1189 Haus Plantagenet
Richard I, Löwenherz 1189-1199 Haus Plantagenet
Johann I, ohne Land 1199-1216 Haus Plantagenet
Heinrich III. 1216-1272 Haus Plantagenet
Eduard I. 1272-1307 Haus Plantagenet
Eduard II. 1307-1327 Haus Plantagenet
Eduard III. 1327-1377 Haus Plantagenet
Richard II. 1377-1399 Haus Plantagenet
Heinrich IV. 1399-1413 Haus Lancaster
Heinrich V. 1413-1422 Haus Lancaster
Heinrich VI. 1422-1461 Haus Lancaster
Eduard IV. 1461-1483 Haus York
Eduard V. 1483 Haus York
Richard III. 1483-1485 Haus York
Heinrich VII. 1485-1509 Haus Tudor
Heinrich VIII. 1509-1547 Haus Tudor
Eduard VI. 1547-1553 Haus Tudor
Maria I. 1553-1558 Haus Tudor
Elisabeth I. 1558-1603 Haus Tudor
Jakob I. 1603-1625 Haus Stuart
Karl I. 1625-1649 Haus Stuart
Oliver Cromwell 1653-1658 Commonwealth & Protektorat
Richard Cromwell 1658-1659 Commonwealth & Protektorat
Karl II. 1660-1685 Haus Stuart
Jakob II. 1685-1688 Haus Stuart
Maria II. und Wilhelm III., von Oranien 1689-1702 Haus Stuart
Anna 1702-1714 Haus Stuart
Georg I. 1714-1727 Haus Hannover
Georg II. 1727-1760 Haus Hannover
Georg III. 1760-1820 Haus Hannover
Georg IV. 1820-1830 Haus Hannover
Wilhelm IV. 1830-1837 Haus Hannover
Viktoria 1837-1901 Haus Hannover
Eduard VII. 1901-1910 Haus Sachsen-Coburg
Georg V. 1910-1936 Haus Windsor
Eduard VIII. 1936 Haus Windsor
Georg VI. 1936-1952 Haus Windsor
Elisabeth II. seit 1952 Haus Windsor
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Artus - Um diesen König ranken sich so viele Legenden daß er selbst lange nach seinem Tod das spätere Mittelalter beeinflußt. Artus, die Tafelrunde und die dazugehörigen Ritter stellen das Idealbild der ritterlichen Tugenden dar. Um einen sehr kurzen Überblick über die Legenden zu geben, die sich um ihn gebildet haben, Folgendes:
Artus zieht das Schwert Excalibur aus einem Felsen. Vermutlich wurde er durch den Magier Merlin dazu befähigt dies zu tun. Da es hieß, derjenige der das Schwert ziehen könne, wäre der wahre König Englands, wird Artus König und vereint daraufhin angelsächsische Stämme um Immigranten zu vertreiben, die das Land unrechtmäßig in Besitz genommen hatten. Er erbaut Camelot und schart die besten Ritter in seiner Tafelrunde um sich. Dann widmet er den Rest seines Lebens der Suche nach dem heiligen Gral. Sämtliche Ritter seiner Runde machen sich ebenfalls auf die Suche.
Dann wäre noch das Inzestdrama zwischen Artus und seiner Schwester Morgan le Fay, die sich verkleidet um sich ein Kind von ihm zu erschleichen. Ihr gemeinsamer Sohn soll den König vom Throne stürzen bis es zu einer entscheidenden Schlacht kommt bei dem Vater und Sohn sich gegenseitig den Todestoß versetzen. Bevor Artus stirbt beauftragt er mehrmals einen Ritter Excalibur in einen See zu werfen (damit die Lady of the lake es zurückerhält), da der Ritter es erst nicht über´s Herz bringt die Klinge hineinzuwerfen.
Die wichtigsten Charaktere sind Folgende:

König Artus - Sämtliche Diskussionsteilnehmer am White-Wolf Forum waren sich einig, Artus sei nur -wenn auch sehr außergewöhnlicher- Mensch gewesen, der mit seinen Taten die Welt bewegt hat. Da Artus mit einigen seiner Ritter Inbegriff für Tugendhaftigkeit geworden ist (Path of Chivalry) wäre eine Form von True Faith denkbar. Seine übermenschlichen Verbündeten haben zu seinem Ruhm sehr viel beigetragen.

Merlin - Dieser mysteriöse Mann soll schon Artus Eltern gekannt haben. Deshalb begleitet er Artus sein ganzes Leben lang und leitet seine Geschicke oder ebnet ihm wenigstens den Weg. Das Artus König werden konnte ist wohl seiner Magie zu verdanken, die er besessen haben soll. Ich würde vorschlagen daß es sich hier um einen Magierdes Order of Hermes handelt.

Gawain -     Er ist angeblich der erste Ritter der Artus´ Tafelrunde beigetreten sein soll.
Galahad -    Ist Gawain´s Sohn und ist ebenfalls ein Mitglied der Tafelrunde
Lancelot du Lac - Stammt eigentlich aus Frankreich, besticht durch seine herausragende Tugendhaftigkeit und gilt als einer der fähigsten Ritter.. Doch zieht er Artus´ Zorn auf sich, da er seine Liebe zu Artus´ Gemahlin Guinevere nicht verbergen kann.
Parcival -     Ihm scheint das Glück immer hold zu sein. Das Glück ist es auch das ihm den Gral am nächsten von allen Rittern bringt. Doch ihm fehlt es schlußendlich am nötigen Mut die Prüfungen zu bestehen die ihm dort auferlegt werden.
Mein Vorschlag: Parcival scheint etwas Glamourzu besitzen und könnte ein Changeling sein. Das würde jedenfalls erklären warum er immerzu Glück hat. Dafür besitzt er einen niedrigen Courage Wert.



Eduard der Märtyrer - Am Ende seiner Herrschaftszeit wird Eduard von einfallenden Vikingern selbst gefangengenommen. Als er es ablehnt vor ihnen seinem christlichen Glauben abzuschwören wird er von ihnen an einen Baum gefesselt und durch mehrere Pfeile getötet. Das brachte ihm nach seinem Tod den Beinamen der Märtyrers.


Ethelred II. - Seine lange Amtszeit wird von vielen Mißerfolgen begleitet. Große Probleme bereiten ihm die immer wieder einfallenden Vikinger, denen er immer höhere Schutzgelder zahlen muß. Schließlich muß er fliehen als Svend Gabelbart durch sein Land wütet.

Svend Gabelbart von Dänemark - Führte einen Eroberungszug durch England. Unglücklicherweise starb er bei einem Sturz von seinem Pferd. Doch sein Sohn Knut sollte sein Werk vollenden.


Knut der Große - Wie bereits gesagt führte er zu Ende was sein Vater Svend angefangen hatte. Nach Ethelreds Flucht konnte seinen Nachfolger Edmund ebenfalls sehr schnell vom Thron verdrängen. Mit Gewalt holt er sich die englische Krone und ist fortan neuer König. Da die Vikinger jetzt England fest in ihrer Hand halten, wird ihnen dadurch eine neue Rolle zuteil. Viele werden entweder seßhaft oder kehren in ihre Heimat zurück. Da die Gegend jetzt zunehmend christianisiert wird, ist die Zeit der großen Vikingerüberfälle vorbei. (siehe Wolves of the Sea)


Eduard der Bekenner - War ein besonders frommer König. Wahrscheinlich kommt sein Beiname daher, da er sich als erster König, im Zuge der Christianisierung, zum christlichen Glauben bekannt hat. Als er nach England kam um zum König gekrönt zu werden, brachte er viele Normannen in seinem Gefolge mit nach England. 1051 bestimmte er seinen Vetter Wilhelm zum Thronfolger. Auf dem Sterbebett versprach er jedoch seinem Schwager Harold den Thron. Als er dann wenig später kinderlos starb entbrannte ein Streit zwischen Harold und Wilhelm um die Thronfolge.


Harold II. Godwinson - Ist König Eduard´s Schwager und begründete seinen Anspruch auf die englische Krone damit, daß Eduard sie ihm am Sterbebett versprochen hatte, was einige Ratsherren bestätigen konnten. Harold war der Sohn eines angelsächsischen Grafen und hatte somit viel Einfluß auf den englischen Hof. Als Nachkomme einer privilegierten Familie genoß er den Ruf ein lebensfroher Mensch und ein mutiger Krieger zu sein. Im Jahre 1064 kämpfte er für Wilhelm gegen die Bretonen und mußte ihm vor seiner Rückkehr nach England einen Vasalleneid schwören. Immerhin konnte er sich 10 Monate auf dem Königsthron behaupten. Das war wahrscheinlich genau die Zeit die Wilhelm benötigte um mit seinem Heer in England einzumarschieren. Nachdem Harold im September einen weiteren Anwärter auf den Thron, nämlich König Harald von Norwegen, besiegen konnte eilte er mit seinem Heer nach Hastings um Wilhelms Heer zu begegnen. Dort kam es zur entscheidenden Schlacht. Harold mußte sein Leben auf dem Schlachtfeld lassen nachdem er von einem Pfeil am Kopf getroffen und von einem Schwerthieb niedergestreckt wurde.


Wilhelm I. der Eroberer - Trägt auch den Beinamen Bastard, da er als unehelicher Sohn Robert´s dem Herzog der Normandie zur Welt kam. Sein Vater hatte darauf bestanden daß er mit 7 Jahren den Thron besteigt und seine Barone ihn als rechtmäßigen Herrscher anerkennen. Die Machtkämpfe in seiner Jugend brachten Wilhelm den Ruf ein ein zäher, befähigter Krieger zu sein und ein kluger Politiker. Im Jahre 1047 schlug er einen Aufstand nieder, der gegen ihn gerichtet war und sicherte sich so endgültig seine Macht. Seinen Machtanpruch auf die englische Krone begründete er damit daß er schon früh zu Eduard´s Thronfolger gemacht wurde und Harold ihm gegenüber sein Wort gebrochen hatte. Die Schlacht bei Hastings konnte er durch eine noch nie dagewesene Taktik für sich entscheiden.


Richard I. Löwenherz - Verbrachte den größten Teil seiner Jugend in Frankreich. Sein Vater hatte Lehen unter ihm und seinen zwei Brüdern aufgeteilt und so kam es ständig zu Auseinandersetzungen um das Land. Richard schaffte es sich durchzusetzen und besiegte seine zwei Brüder sowie seinen eigenen Vater, der ihn dafür noch kurz vor seinem Tod verfluchte. Um diesen Sieg zu erringen ging Richard mit dem damaligen französischen König Philipp II. ein Bündnis ein, obwohl sie beim 3. Kreuzzug erbitterte Feinde waren. Auf dem Weg ins heilige Land gingen sie getrennte Wege und Richard erlitt mit seinem Heer in der Nähe von Zypern Schiffbruch. Als der König von Zypern ihm seine Unterstützung verweigerte, nahm er dies zum Anlaß die gesamte Insel einzunehmen. Dann erst konnte er seine Reise fortsetzen. Durch einen Irrtum wußten die Sarazenen ihn zu fürchten. Als Richard in der Nähe von Akko zu Land kam erreichte er eine seichte Uferstelle. Das Wasser war etwa 50 Meter vom Ufer entfernt nur knietief. Als Richard deswegen vom Schiff ins knietiefe Wasser sprang glaubten die Sarazenen er wäre ein Halbgott und deswegen waren sie bereits vor seiner Ankunft von äußerster Angst erfüllt. Einer seiner Widersacher war ein österreichischer Adeliger der Philipp II. treu ergeben war. Er reiste zwischen Frankreich und dem heiligen Land her um Richard´s Ländereien zu erobern und mit dem Sultan Saladin zu verhandeln. Als Richard davon erfuhr heuerte er die fanatische Assasinensekte (oder Assamiten) an um ihn zu ermorden, was ihnen wenig später auch gelang. Als Vergeltung für die vorangegangene Rückeroberung durch die Sarazenen ließ Richard ein großes Blutbad in Form einer Massenhinrichtung sarazenischer Krieger ausrichten. Die Kreuzfahrer unterschätzten jedoch die Gefahren und die Stärke des sarazenischen Heeres, deswegen gelang es ihnen trotz zweimaligen Versuches nicht, Jerusalem einzunehmen. Richard mußte aufgeben und trat seine Rückreise nach England an. Bei Marseille stellte er fest daß die Franzosen nur darauf warteten ihm den Garaus zu machen. So mußte er das Mittelmeer bis nach Italien zurücksegeln um eine Route durch Österreich einzuschlagen. Richard mußte sich verkleiden und reiste nur Nachts. Trotzdem wurde er von Kundschaftern des österreichischen Königs erkannt und festgenommen. Dort wurde er wegen Landesverrats eingesperrt und von einer Burg auf die Andere verfrachtet bis er nach Deutschland verlegt wurde. Der deutsche König erkannte in Richard einen wertvollen Verbündeten da er selbst einen Krieg gegen Philipp II. von Frankreich führen wollte. Gegen ein Lösegeld von 150.000 Talern wurde er befreit. Berühmt wurden auch Ivanhoe, der sich für die Freilassung des Königs eingesetzt hatte und Robin Hood, der geächtet wurde, Richard jedoch bis zu seiner Rückkehr treu ergeben war.


Johann I., ohne Land - Gegen ihn hatten einige der mächtigsten englischen Barone rebelliert und traten am 15. Juni 1215 mit ihren Forderungen am Themseufer an König Johann heran. Sie verlangten von ihm daß er sich zukünftig an Gesetze halten solle und die Freiheiten seiner Untertanen anerkennt. Johann hatte seinen Untertanen hohe Steuern auferlegt die er benötigte um seine Ländereien nach einer Reihe Niederlagen zurückzuerobern. Zuvor hatten sich einige Barone wegen der häufigen Niederlagen im Jahre 1213 geweigert ihr Schildgeld an den König zu entrichten. Die Rebellen belagerten als erstes 15 Tage lang den Königssitz in Northampton, konnten ihn jedoch nicht einnehmen. Aus Verzweiflung marschierten die Rebellen dann gegen London auf. Die Truppen die der König zum Schutze nach London entsandte kamen zu spät und London fiel kampflos in die Hände der Rebellen. Um den Frieden wiederherzustellen mußte Johann Zugeständnisse machen und unterzeichnete die Magna Charta. Papst Innozenz schlug sich zwar auf die Seite des Königs und erklärte die Charta für ungültig. Doch beide, Johann und Innozenz kamen im Jahre 1216 auf noch ungeklärte Weise ums Leben. Man behauptet Johann sei von einem Mönch vergiftet worden. Doch im selben Jahr bei Krönung Heinrich III. wurde eine überarbeitete Fassung der Magna Charta bei der Krönung verlesen.

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