..wenn es Nacht wird.



ich fühlte, wie jede einzelne Faser meines Körpers starb, und  im  letzten Aufbaumen gegen mein mir unabwendbar erscheinendes  Schicksal, hörte ich einen endlos langen Schrei aus weiter Ferne durch das Universum hallen und gleichzeitig begriff ich, dass ich es war, die da schrie, und ich schrie und schrie bis mir vor Erschöpfung die Sinne schwanden. Ehe ich ins Leere  stürzte, sah ich, wie die Welt um mich herum  krachend und tosend in sich zusammenbarst. Dann wurde es dunkel. 
Ich weiß  nicht, wie lange ich wie tot da gelegen hatte, doch es müssen einige Stunden gewesen sein, denn als ich langsam mein Bewusstsein wieder fand, standen schon die Sterne am Himmel. Zuerst wusste ich gar nicht, wo ich mich befand, als ich die Augen wieder aufschlug, doch dann erkannte ich die Umgebung wieder. Ich lag auf meiner Wiese zwischen dem hohen Gras und den Blumen, die ich so liebte. Mir fiel ein, was geschehen war, und ich richtete mich auf und wollte nach dem Tor sehn.  Mein Blick schweifte suchend in die Runde, doch da war nichts. Das Tor war weg.  Von Grauen gepackt sprang ich auf und rannte und rannte, solange, bis ich zu Hause ankam. 
Mein erster Weg führte mich in mein Zimmer, wo das Bild des Tores an der Wand hing. ich ging darauf zu, nahm es schnell herunter und warf es mit aller Kraft gegen die Zimmerwand, so dass es in tausend Stücke zerschellte.  Dann holte ich Besen und Schaufel, kehrte die Überreste zusammen. 
Ich habe niemals nachgesehen ob das Tor auf der Wiese wieder da war.





© 2001 BAZ

 

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