Edda
Edda ? die heilige Schrift des heidnischen Europa
In der älteren Edda erkennen wir den letzten authentischen
Rest der ehemaligen Weisheitslehre des alten heidnischen Europa. Sein eigentlicher
Ursprung reicht bis in den gemeinsame indisch-arische und die altgermanische
Tradition zurück. Die puranischen Überlieferungen des alten Indien
sowie die Überlieferungen der Edda stammen aus dieser gemeinsamen
Vergangenheit. Die Worte Edda und Veda scheinen gleichen Ursprung zu haben.
Es ist zu vermuten, daß sich das in den Jahrtausende alten indischen
Puranas berichtete Geschehen ehedem im geographischen Bereich
Nord- und Mitteleuropas abgespielt haben wird. Vielleicht ist in diesem
Zusammenhang die naheliegende Annahme richtig, daß die noch erhaltenen
Großsteinanlagen in Europa die letzten Überbleibsel der vedisch-eddischen
Hochkultur sind.
Die ernüchternde Erfahrung zeigt, daß die Reste dieser
vedisch-eddischen Tradition bei uns allerdings aufgrund des für die
damaligen Priesterfamilien tödlichen Einflusses der christlichen Kirche
im frühen Mittelalter jäh unterbrochen wurde. Vielleicht war
der Überlieferer der Edda, Sämund Sigfusson, einer
der letzten Vertreter des bei uns heimischen vedisch-eddischen Priestergeschlechts.
Die isländische Überlieferung berichtet, daß er einer alten
heidnischen Priesterfamilie angehört hat und in seiner Zeit als großer
Zauberer bekannt gewesen ist. Solche Zauberer waren fähig,
die Edda als Ausdruck der letzten Wirklichkeit zu schauen. Diese Schau
drückte sich sodann spontan in Versform (Hexameter) aus. Die Edda
ist somit nicht Dichtung sondern ebenso wie die Veden eine feinere Wirklichkeitsebenen
der Schöpfung. (Siehe hierzu meine ausführliche Darstellung in
meinem Buch Der Weg der alten Zauberer - Vom Ursprung magischer Stäbe
Um das Jahr 1000 traten alle Isländer nach einer entsprechenden
Volksbefragung geschlossen zum Christentum über. Die alten heidnischen
Priester wurden damit automatisch in den christlichen Priesterstand übernommen.
Hierdurch konnte Sigfusson, nicht zuletzt nach einer Romreise genaue Einblicke
in die Pläne der christlichen Kirche nehmen, die darauf ausgerichtet
waren, den alten Glauben restlos zu vernichten.
Nachdem ihm in dieser Weise bezüglich des eigentlichen Charakters
der christlichen Kirche die Augen geöffnet waren, entschloß
sich der weitblickende Sigfusson nach seiner Rückkehr aus Rom, gegen
alle alten überlieferten heiligen Regeln zu verstoßen, und die
wesentlichen Teile der in seiner Familie bis dahin in vedischer Tradition
nur mündlich überlieferten Weisheit aufzuschreiben, und sie vor
der Welt zu verbergen. Hierdurch entging der wesentliche Teil der damals
noch bekannten heiligen Überlieferung der Vernichtung.
Die Schriften der Edda wurden erst im Jahre 1643, also etwa 600
Jahre später wieder aufgefunden und erst um 1800 aus dem Altnordischen
zunächst ins Lateinische und danach in die deutsche Sprache übersetzt.
Es ist zweifellos dem großen Seher der Wirklichkeit Sämund Sigfusson
zu verdanken, daß die uralte Weisheitstradition unserer Vorfahren
nicht für ewig unterbrochen wurde.
Er steht stellvertretend für die große Tradition
der vernichteten Seher der Druiden, Skalden
und Barden des alten heidnischen Europa.