Wer diese Seite hier angeklickt hat, dem waren die Informationen, die wir in unserem Überblick über unseren ConSors-Besuch über das Unternehmen gegeben haben, zu wenig. Deshalb haben wir uns hier die Mühe gemacht, den Vortrag, den wir von Frau Oda Evers bekamen, noch einmal ausführlich darzustellen:

Zunächst kamen wir in der Johannisgasse an, und standen vor dem modernen ConSors-Gebäude. Auffällig war gleich, das die AG ihren Standpunkt in das Stadtzentrum gelegt hat, was für ihre Dienstleistungen doch ziemlich überflüssig ist, doch dazu später. Wir betraten das Gebäude und standen in der Eingangshalle, die sehr spartanisch gestaltet war. Auf Fernsehbildschirmen waren einstürzende Häuser zu sehen, und alles ähnelte mehr einer Baustelle denn der Hauptfiliale eines Discount-Brokers. Ebenfalls in der Eingangshalle war ein Empfangstresen, über dem ein Laufband mit dem aktuellen ConSors-Kurs befestigt war, und eine kleine Sitzgruppe. Hier wurden wir von Frau Evers begrüßt. Nachdem wir zunächst einige Grundlagen klären mussten, ging es dann richtig los. Zuerst besuchten wir das Team "rot", das zur Zeit für die Neukunden zuständig ist. In einem Raum saßen ca. 20 Mitarbeiter und beantworteten Telefonanrufe, E-mails und Faxe. Hier werden alle, die sich entschieden haben, ein Depot bei ConSors zu eröffnen, erfasst, beraten oder mit Informationen gefüttert.. Nach unserem kurzen Rundgang, bei dem wir uns auch kurz mit einer Mitarbeiterin unterhielten, gingen wir in den ersten Stock in einen eigens für uns vorbereiteten Sitzungssaal (an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für die freundliche Bewirtung und die Geschenke!). Dort begann dann unsere eigentlicher Vortrag. Zächst stellte uns Frau Evers das Grundkonzept von ConSors vor. Die Mitarbeiter werden in Teams eingeteilt, die wiederum nach Farben unterschieden werden. Jede Farbe bedeutet einen ganz bestimmten Aufgabenbereich, der jedoch nach einer gewissen Zeit geändert wird, damit die Arbeit nicht zu eintönig wird. Die AG handelt nur mit Wertpapieren, gibt also ihren Kunden keinerlei Beratung. Nur so können die Preise für Depot und Transaktionen so niedrig gehalten werden. Der Kunde kann per Fax, Telefon oder Internet ordern bzw. sein Depot verwalten. Die erste Frage, die von uns gestellt wurde, lautete was der Name "ConSors" eigentlich bedeute. Frau Evers erklärte, dass ConSors zwar ein von Gründer Karl-Matthäus Schmitt fiktiv erdachter Begriff ist, sich jeder jedoch darunter auch etwas vorstellen könne. So kommt ConSors auch aus dem lateinischen und bedeutet soviel wie "Teilhaber". Das große "S" in der Mitte von ConSors sei, so Evers, wohl in Anlehnung an das große "B" in der Mitte der Gründerbank, der SchmittBank, entstanden. Nachdem wir die erste Frage geklärt hatten und jetzt grundlegend wussten, was ConSors heißt bzw. tut, konnten wir tiefer in die Materie eindringen. Mit Hilfe der ersten Folie, demonstrierte Frau Evers das Prinzip des "Trading-Circle", der im Wesentlichen in drei Phasen gegliedert ist. In der "pre-trading-Phase" muss sich der Anleger überlegen, was er machen will. In der "trading-Phase" gibt der Anleger dann seine Entscheidungen an ConSors weiter. Eine Transaktion, so Frau Evers, werde binnen maximal zwei Minuten ausgeführt und könne dann sofort vom Auftraggeber überprüft werden. Die letzte Phase, das sogenannte "post-trading" bedeutet, dass der Anleger am nächsten Tag die schriftliche Bestätigung seines Auftrages zugesandt bekommt. Der Anleger hat die Möglichkeit, im sog. Intraday den ganzen Tag zu kaufen bzw. zu verkaufen. Die Depots werden vom Computer jedoch erst ab 18.00 Uhr aktualisiert, da der Handel ab dieser Zeit nachlässt, weil die Börse in Frankfurt den Parketthandel schon beendet hat. Jeder Kunde bei ConSors erhält nach genau festgesetzten Prinzipien auch einen Überziehungskredit. Man muss mindestens vier Werte im Depot und ein Depotvolumen von 20.000€ haben, um einen Kredit beanspruchen zu können. Die Höhe des Kredits bezieht sich auf das Depotvolumen des Kunden und wird in Prozent des Volumens angegeben. Der Prozentsatz ist wiederum in Risikoklassen unterteilt. Blue-chip-Werte haben somit einen höheren Prozentsatz (80%) als Nemax-Werte (20%). Der Quartalkreditzins von ConSors beträgt nur 4,95%. Mit Hilfe einer nächsten Folie demonstrierte uns Oda Evers die verschiedenen Kundenwelten. Es gibt drei Kundenschichten, die von der zugehörigen Personenanzahl im Sinne eines Dreiecks gesehen werden können. Die unterste, damit auch von der Anzahl her größte Schicht, die Bankkunden, auch Investoren genannt, bildet die Breite Masse. Dies sind die Kunden, die sich bei ihrer Hausbank beraten lassen und auch über sie ihren Wertpapierhandel tätigen. Die zweite Gruppe bilden die "Classic-Broker", die bei einem Discount-Broker ein Depot besitzen und so ihre Geschäfte tätigen. Sie ordern über einen Broker, brauchen also keine Beratung mehr. Die dritte Gruppe, und damit Spitze des Dreiecks, bilden die "heavy-Trader". Dies sind Kunden mit einem Depotvolumen von über 50.000€, die zusätzlich noch mindestens 100 Trades pro Jahr tätigen. Sie werden von ConSors im Rahmen des Star-Trader-Club gesondert und sehr gut betreut, da sie das eigentliche Geschäft des Unternehmens ausmachen.
Nach den Kundenwelten präsentierte uns Frau Evers die "ConSors-Welt" etwas genauer. Das Unternehmen sei ein "deutsches Unternehmen mit amerikanischen Führungsstil", was bedeutet, dass alles nach dem "open-door-System" läuft. Dass heißt, kein Chef sitzt hinter einer verschlossenen Tür, sondern immer mitten im Team. So wäre es uns auch möglich gewesen, den Vorsitzenden und Gründer von ConSors, Karl-Matthäus Schmitt in seinem Team zu besuchen, doch der war leider auf Geschäftsreise und somit verhindert. Desweiteren herrscht bei ConSors eine sehr freundschaftliche Beziehung unter den Mitarbeitern. Die größtenteils zwischen 20 und 30 Jahre alten Angestellten (unser Lehrer fühlte sich schon wie ein "Grufti") kennen sich gut, duzen sich und feiern gemeinsam ihr Betriebsfest bzw. machen gemeinsame Betriebsausflüge, wie z.B. zum Skifahren nach Österreich. Das alles, so Frau Evers, die schon seit einiger Zeit im Unternehmen beschäftigt ist, trägt zu einem sehr gutem Betriebsklima bei. Dass unter solchen Vorzeichen ein Arbeitsplatz bei ConSors sehr begehrt ist, dürfte ja wohl keine Frage sein. Doch dass ConSors so wächst, dass die AG pro Monat 30 neue Mitarbeiter anstellt ist doch verwunderlich. So hat uns auch die explosive Entwicklung der Mitarbeiterzahl, die anhand der Grafik von der Gründung 1994 bis zum Jahr 2000 verfolgt werden kann, sehr erstaunt. Danach weniger erstaunt hat uns die Tatsache, dass ConSors pro Tag ca. 35.000 Orders durchführt, im Spitzenwert sogar bis zu 55.000.
Auch Seminare werden von ConSors organisiert. Da Frau Evers für diesen Bereich selbst verantwortlich ist, hat sie uns auch alles genau erklärt. Pro Woche veranstaltet ConSors ein mindestens 3 Tage dauerndes Seminar. Der Veranstaltungsort wird aus den Großstädten Deutschlands ausgesucht, da ein schlecht besuchtes Referat ein "Draufzahlgeschäft" ist. Die Preise für die Seminare betragen zwischen 55 und 115 DM, für Nicht-ConSors-Kunden 20 DM mehr. Ein Seminar findet nur statt, wenn sich mindestens 100 Teilnehmer angemeldet haben. Für Verpflegung, sowie für die Unterlagen sorgt ConSors. Auch die Referenten werden gezielt ausgewählt. Mit der Organisation und der Betreuung dieser Seminare ist neben Frau Evers nur noch eine Mitarbeiterin beauftragt. Zum Abschluss unseres Vortrages stellte uns Frau Evers noch einige ConSors-Projekte vor. Zum einen das Projekt "ConSors-Friends". Das von Team schwarz betreute Projekt beinhaltet die Belohnung für Kundenwerbung. Wer es schafft, pro Jahr drei neue aktive Kunden zu werben, wird in den Kreis der "ConSors-Friends" aufgenommen. Hier gibt es zahlreiche Vergünstigungen, z.B. 10% Orderprämie, einen billigen ConSors-Shop, oder Reiseangebote. Diese Idee ist das "Baby" bei ConSors, verkauft sich aber, nach den Worten von Frau Evers, sehr gut. Ein weiteres Projekt von ConSors ist das Mitarbeitersponsoring. Da Mitarbeiter keinen Eintritt im "ConSors-Friends" haben, wollte man ihnen Preise, wie z.B. 3000.- oder Sachgeschenke, für ihre Aktivitäten zuteilen. Da das Limit mit 500 Kunden im Jahr viel zu hoch gesetzt wurde, musste diese schöne Idee leider ins Wasser fallen. Den Flammen zum Opfer fiel ein anderes Projekt. Der "ConSors-Truck" nämlich sollte im Oktober 1999 starten und durch Deutschland fahren. So wollte man auch kleinere Städte und Orte, an denen nie Seminare stattfinden, erreichen. Nach einer hektischen Vorbereitungsphase und gezielter Werbung sollte die Idee des größten ConSors-Projektes verwirklicht werden. Doch leider brannte der Truck aus und muss erst wieder neu hergestellt werden. Doch jeder ist zuversichtlich, dass die Aktion bald anlaufen kann und dann ein voller Erfolg wird (hoffentlich besucht der Truck auch einmal Coburg!).
Nach dem ca. 45-minutigen Vortrag, zeigte uns Frau Evers noch zwei neue ConSors-Werbespots und danach begann die Diskussion. Im wesentlichen wurde hier nur noch das vorgetragene wiederholt bzw. fallabhängig vertieft. Nach dem Gespräch durften wir noch zwei weitere Teams besuchen und sogar einigen Anrufer zuhören. Zum Abschluss präsentierte uns Frau Evers an ihrem eigenen Depot noch die Funktionsweise der kostenlosen ConSors-Orderline.
Nach gut 150 Minuten verabschiedeten wir uns und bedankten uns noch einmal ganz herzlich für die super Vorstellung. Auch an dieser Stelle noch einmal vielen DANK !!!


So, wir hoffen, dass jetzt auch die Interessierteren auf ihre Kosten gekommen sind. Wenn ihr Schüler seid und auch mal bei ConSors reinschauen wollt, setzt euch mit Frau Evers in Verbindung. Wir können nur sagen, es lohnt sich.