Die traurige Wahrheit
(Teil 3)

by Marion   marion.binder@teleweb.at

 

Als Patrick aufwachte und sich umdrehte sah er, daß Raphaela schon wach war. "Guten Morgen." sagte er. "Guten Morgen." sagte sie zurück. "Bis Du schon lange auf?" fragte Patrick. "Seit ca. einer halben Stunde." gab sie zur Antwort. Patrick hielt es einfach nicht aus und begann :" Raphaela bitte sag mir was mit Dir los ist? Ich merke schon seit Wochen, daß Dich irgend etwas beschäftigt." Bitte rede mit mir." bat er. Raphaela starrte noch immer an die Decke. Patrick wollte aufstehen, als ihn Raphaela zurück zog. "Also willst Du mir jetzt doch sagen, was Dich beschäftigt." fragte er zögernd. "Es bleibt mir ja doch keine Wahl." entgegnete sie. "Ich versteh nicht." wandte Patrick ein. "Patrick, ich war vor 3 Wochen beim Arzt. Erschrocken erhob sich Patrick. "Und? Bist Du krank?" fragte er. "Nein! Ich bin nicht krank!.....Ich....bin...in..der..6 Woche.....schwanger." sagte sie stockend. Patrick mußte einmal schlucken. Aber als er begriffen hat, was Rapheale da gerade gesagt hat stieß er einen Jubelschrei aus. "Du freust Dich?" hackte sie ein. "Aber natürlich!" rief Patrick und gab ihr einen Kuß. "Aber Du bist so oft nicht zu Hause. Hast Termine und Konzerte." unterbrach sie die Jubelfreude von Patrick. "Ich weiß. Aber wir werden für alles eine Lösung finden." beruhigte er sie und strich ihr über den Kopf. Raphaela schaute Patrick aber nur traurig an. "Aber Du scheinst Dich nicht sehr zu freuen?" sagte er. "Ich bin doch noch so jung. Habe mein ganzes Leben vor mir. Und was ist mit meiner Ausbildung? Was wird Deine Familie sagen? entgegnete sie. "Ich bin doch auch noch jung. Du machst die erste Zeit eine Pause und dann kannst Du ja Deine Ausbildung weitermache. Meine Geschwister werden sich freuen." sagte er mit ruhiger Stimme. Nachdem sie noch weiter gesprochen haben, beschlossen sie aufzustehen und Frühstücken zu gehen. Als Raphaela aus dem Bett stieg, schaute Patrick auf ihren Bauch und sagte:" Man sieht ja noch gar nichts." "Ist ja auch noch zu früh." antwortete sie. Dann gingen sie zu den Anderen in den Frühstücksraum. Patrick konnte es kaum erwarten seinen Geschwister die frohe Botschaft zu sagen. "He Leute! Wir haben euch was zu sagen." rief er. "Ja? Was denn?" riefen ihnen die Anderen entgegen. "Also! Raphaela und ich bekommen ein Baby." sprach Patrick weiter. Worauf ein großer Jubel unter scheinen Geschwister ausbrach. "Unser kleiner Patrick wird Vater!" rief Johnny. "Na so klein bin ich auch nicht mehr." besserte er seinen Bruder aus. "Na, da muß ich mich ja mit Sandra beeilen!" scherzte Angelo. Das Frühstück wurde gleich zu einer Feier umgewandelt. Patrick rief auch gleich seinen Vater an, um ihm zu sagen, daß er Vater wird. Papa Kelly reagierte zuerst etwas geschockt. Aber dann freute er sich sehr über den kommenden Zuwachs.

Aber trotzdem mußten sie dann ins Studio. Patrick war an diesem Tag nicht zu bremsen. So gut drauf war er schon lange nicht mehr. Auch seine Geschwister merkten das mit Freude. Immer wieder unterbrach Patrick die Aufnahmen um nach Raphaela zu sehen. "Fühlst Du Dich geh gut?" fragte Patrick besorgt. " Ja, Du tust ja so, als würde das Kind jede Minute auf die Welt kommen." sagte sie kichernd. Bevor Patrick noch antwortet konnte, wurde er von Kathy auch schon wieder ins Studio geholt.

Die Kellys saßen gerade beim Abendessen. Patrick stocherte lustlos im Essen herum. "He Patrick! Was beschäftigt Dich denn?" fragte Patricia. "Ich habe nur gerade an die Fans gedacht. Wie werden die reagieren, wenn sie von der Schwangerschaft erfahren?" entgegnete er. Joey legte ihm die Hand auf die Schulter "Mach Dir da nicht solche Gedanken. Bei mir haben sie ja auch positiv reagiert." beruhigte ihn Joey. Patrick hatte um Raphaela Angst, daß die Fans ihr was antun. Aber er wollte nicht darüber reden.

Es war schon 1.30h Patrick lag noch immer wach im Bett und dachte über die Fans nach. "Sicher es gibt auch liebe Fan! Aber was ist mit dem Anderen?" "Kannst Du nicht einschlafen? Oder denkst Du noch immer an die Fans?" fragte Raphaela. "Ich habe Angst, daß die Fans Dir und dem Baby etwas antun." stieß Patrick heraus. "Du brauchst keine Angst haben! Die Fans haben sich doch schon daran gewöhnt, daß wir zusammen sind. Und daß Du mal Vater wird müssen sie auch damit rechnen. Und die meisten Fans sind ganz nett" sprach sie leise. "Aber was ist den Fans, die so besessen sind?" fragte er. "Die müssen endlich begreifen, daß Du nicht ihnen gehörst." gab sie als Antwort. Patrick nahm sie in den Arm und flüsterte:" Was mache ich nur ohne Dich? Ich liebe Dich." "Dann hättest Du eine andere Freundin. Ich liebe Dich auch." sagte sie und küßte ihn.

Die 3 Wochen, wo Raphaela bei Patrick bleiben konnte, vergingen für beide sehr schnell. Joey brachte Raphaela zum Flughafen. Diesmal konnte Patrick Raphaela nicht begleiten, da er ins Studio mußte um den Part von Patricia aufnehmen zu können. Patrick war sehr traurig, daß er Raphaela nicht zum Flughafen bringen konnte. Patricia & Barby versuchten ihn aufzumuntern.


Am Flughafen:

Joey trug noch Raphaelas Tasche zum Einchecken und dann verabschiedetet er sich:" Wünsche Guten Flug. Und passe gut auf Dich auf." "Danke! Werde ich machen. Und sag Patrick bitte, daß ich mich, sobald ich zu Hause bin mich melden werden." Joey nickte zustimmend und verließ den Flughafen.
Patrick konnte es kaum erwarten, bis Joey zurückkam. Als er das Auto hörte lief er gleich Joey entgegen. "Hast sie gut zum Flughafen gebracht?" rief er Joey entgegen. "Na klaro! Ich soll Dir sagen, daß sie sich melden wird, sobald sie zu Hause ist." antwortete Joey.

Patrick telefonierte jeden Tag mit Raphaela. Raphaela erzählte ihm auch, daß man langsam einen kleinen Bauch sehen konnte. Er freute sich so sehr und konnte es kaum erwarten, Raphaela wieder zu sehen.

Auf langem Bitten von Patrick, flogen die Kellys früher vom Studio von Südfrankreich wieder nach Hause.
Endlich saß er im Flieger nach Deutschland. Er nahm sein Handy. Aber fluchte dann irgendwas. "James! Kann ich bitte Dein Handy haben? Bei meinem ist der sch... Akku leer." rief er James zu. "Ja, aber telefoniert nicht zu lange!" mahnte der Patrick. Patrick nahm das Handy entgegen und wählte Raphaelas Handynummer. Er atmete auf, als er das Freizeichen hörte. "Hallo." meldete sich Raphalea. "Hi Sweetheart." begrüßte er sie. "Hi Honey." grüßte sie zurück. "Rate mal wo ich gerade bin?" redete Patrick weiter. "Keine Ahnung. Bitte sag es mir." bat sie. "Weil Du es bist! Ich sitze im Flugzeug nach Deutschland - Köln/Bonn Airport." verriet er. "O Mann! Das ist eine tolle Überraschung." rief sie. "Seit ihr mit den Aufnahmen schon fertig?" fragte sie weiter. " Ne! Wir werden die Aufnahmen im Kölner Studio weitermachen. Damit ich bei Dir sein kann." entgegnete Patrick. "WOW!! Super! Ich fahre gleich zum Flughafen." rief sie. "Raphaela! Warte!." rief Patrick. Aber sie hatte schon längst aufgelegt. Patrick drückte auf den "NO" Knopf und gab das Handy James zurück.

Fast vier Stunden dauerte der Rückflug. Dann landete die Maschine. Patrick stieg aus dem Flieger aus, nahm seinen Koffer und lief in die Flughalle. Dort sah er Raphaela mit ein paar Mädchen stehen. Besser gesagt es waren Fans. Patrick`s Gesicht verfinsterte. Langsam ging er auf Raphaela zu. Aber da hatten ihn auch schon die Fans entdeckt. Und hielten auch schon ihre Autogrammbücher unter seiner Nase. Es waren nur 7 Fans. Er war sehr überrascht, daß die Fans so ruhig waren. Sie fragten ihn noch, wann das neue Album raus kommt? Oder Ob er beim Marathon in Roth mitmachen wird? Patrick beantwortete die Fragen, gab ihnen Autogramme und machte Fotos mit ihnen. Und dann verabschiedeten sich die Fans auch schon. "Wünschen noch eine schönen Tag" sagten sie und verließen den Flughafen. Dann konnte er zu Raphaela gehen. Er staunte nicht schlecht, als er Raphaela von vorne sah. Denn jetzt konnte er eine kleine Wölbung bei Raphaela erkennen. Vorsichtig nahm er Raphaela in die Arme und küßte sie. Dabei strich er ihr sanft über die kleine Wölbung. Auf einmal war es ihm egal, ob ihn die Fans noch sehen oder nicht. Dann kamen auch schon die Anderen und es ging zum Schloß.

An diesem Abend redeten Patrick & Raphaela darüber, wann und wohin sie zusammen ziehen. " Ich habe eine Idee." rief Patrick. "Ja? Welche?" fragte sie neugierig. Patrick sagte dann, daß es noch Gästehäuser gibt. Aber die gehören noch eingerichtet. Die Beiden einigten sich, daß sie in eines der Gästehauser ziehen.

Am nächsten Tag, bat Patrick seien Brüder, daß sie ihm beim Umzug helfen. Einstweilen die Burschen die Möbel ins Gästehaus trugen, fuhr Raphaela nach Hause und packte dort ihre Sachen zusammen.
Am späterem Abend fuhr Patrick zu Raphaela. Er klingelt und Raphaelas Mutter öffnete die Türe. "Hallo Patrick! Ich möchte Dir gleich zu Deiner Vaterschaft gratulieren." begrüßte sie ihn. " Vielen Danke." sagte Patrick. Patrick ging dann zu Raphaela ins Zimmer. Sie war noch immer mit dem Einpacken beschäftigt und merkte ihn zuerst gar nicht. "Hallo?" rief dann Patrick. "Hi! Sorry, aber ich war so mit dem Einpacken beschäftigt, daß ich Dich gar nicht kommen gehört habe." sagte sie. Mit einem wehmütigem Gefühl machte sie den letzten Koffer zu. Patrick merkte, daß sie etwas traurig war. "Nicht traurig sein! Du kannst Deine Mutter jederzeit sehen und sie kann gerne nach Gymnich kommen." sagte Patrick aufmuntern. Patrick nahm die ersten zwei Kartons und wollte zum Auto gehen. Aber da sah er, daß Raphaela einen Koffer nehmen wollte. ;,Die Koffer & Kisten nehme ich! Du darfst nichts schweres heben." ermahnte Patrick sie. Raphaela lächelte ihn nur an und verabschiedete sich einstweilen von ihrer Mutter. Dann half ihre Mutter Patrick die Sachen zum Auto zu tragen. Nach ein paarmal hin & her laufen waren die Koffer & Kisten im Auto verstaut. Raphaela umarmte ihre Mutter und stieg ins Auto. Patrick verabschiedete sich auch und stieg ins Auto ein. Tröstend legte er Raphaela den Arm um ihre Schultern.

Vor dem Tor standen noch ein paar Fans. Als Patrick an ihnen vorbei fuhr winkten sie ihn und wollte, daß er stehen bleibt. Patrick tat ihnen den Gefallen und kurbelte das Fenstern runter. Er bekam Geschenke und beantwortet die Fragen. Nach ein paar Minuten sagte er dann, daß er ins Schloß muß und kurbelte das Fenster wieder rauf und fuhr die Einfahrt zum Schloß entlang. Er rief nach Angelo und Johnny, damit sie ihm helfen die Sachen aus dem Auto ins Gästehaus zu tragen. Auch Sean wollte helfen. Patrick gab ihm eine kleine Kiste. Glücklich nahm Sean die Kiste entgegen und ging Angelo & Johnny nach.

Am nächsten Tag mußte Patrick ins Studio. Raphaela begleitet ihn. Immer wieder erkundigte sich Patrick nach ihrem Befinden. Am Nachmittag hatte Raphaela einen Kontrolltermin bei ihrer Frauenärztin. Da Patrick nicht mitkommen konnte, bat Raphaela die Ärztin das Ultraschallfoto auszudrucken.

Mit dem Ultraschallfoto in der Tasche fuhr Raphaela wieder zum Studio. Als sie aus dem Taxi ausstieg wurde sie auch schon von den dort warten Fans angesprochen. Ein Fan fragte sie dann, ob sie schwanger sein, da sie sichtlich zugenommen hatte. Raphaela wußte nicht, ob sie es zugeben sollte oder nicht. Aber da kam auch schon Patrick aus dem Studio um sie rein zu holen. Da fragte der selbe Fan Patrick, ob Raphaela schwanger ist. Patrick atmete einmal tief durch und beantwortete die Frage mit einem freudigem "JA". Den Fans kamen die Augen aus. Aber zur Überraschung der Beiden kamen nur Glückwünsche. Nach einer Weile verabschiedeten sich Patrick & Raphaela und gingen wieder ins Studio. Dort setzte sie sich auf die Couch. Dort öffnete Raphaela ihre Tasche und holte das Ultraschallfoto heraus. "Was ist das?" fragte Patrick. "Ein Ultraschallfoto von unserem Baby." gab sie zur Antwort. Mit großen Augen schaute Patrick sich das Ultraschallbild an. "Hier das ist unser Baby." sagte Raphaela und zeigte auf einen Stelle am Foto. "Kann die Ärztin schon sagen, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird?" fragte Patrick neugierig. "Bei der nächsten Untersuchung kann sie es sagen." antwortete sie. Patrick beugte sich zu ihr rüber und küßte sie und streichelte zärtlich über die Wölbung, die mittlerweile schon ein kleiner Bauch war.

Nach einem weiter Montag im Studio war das neue Album endlich fertig. Und die Kellys gönnten sich zwei Wochen Urlaub. Kathy fuhr mit Sean über das Wochenende nach Belgien, James fuhr mit seiner Freundin nach Frankreich, Barby flog mit ihrem Freund, mit dem sie seit zwei Monaten zusammen war nach Schottland, Maite blieb in Deutschland aber fuhr nach München, Angelo fuhr mit Sandra zu ihren Eltern nach Wien, Patricia und Dennis flogen nach Spanien, Johnny und Maite flogen ebenfalls nach Spanien, Joey flog mit seiner Familie nach Italien und Patrick und Raphaela fuhren nach Holland.

Jeder genoß die freien Tagen. Patricia & Dennis machten lange Spaziergänge am Strand und gingen jeden Tag ins Meer schwimmen. Johnny & Maite fuhren auch ans Meer. Dort trafen sie sich öfters mit Patricia und Dennsi. Maite hatte einen Freundin in München und die Zwei hatten einen Menge Spaß. Joey und Tanja mußten die erste Woche ihres Urlaubes im Hotel bleiben. Denn Luke ist krank geworden. Aber gegen Ende der Woche ging es ihm wieder besser. Kathy mußte mit Sean am Sonntag wieder nach Gymnich zurück, denn Sean hatte ja am Montag wieder Schule. James und seine Freundin genossen die Zeit allein. Genauso wie Barby und ihr Freund.
Patrick und Raphaela gingen in der Stadt bummeln, ins Kino oder schwimmen. Desto größer der Bauch, Raphaela war schon im fünften Monat, von ihr wurde freute sich Patrick immer mehr auf seine kleine Tochter. Die Beiden waren im Schwimmbad, und gingen gerade auf ihren Platz zurück. Doch da rutschte Raphaela plötzlich aus. Patrick wurde vor Schreck ganz blas im Gesicht und versuchte ihr aufzuhelfen. Aber das ging nicht. Das Geschehen blieb dem Bademeister nicht verborgen und eilte sofort zur Hilfe. Da sah der Bademeister, daß Raphaela schwanger war und fragte:" Ist mit ihnen alles in Ordnung?" "Ja, nur mein Fuß tut mir sehr weh." Beantwortete sie seine Frage. Da Raphaela nach einem zweiten Versuch nicht aufstehen konnte rief der Bademeister einen Krankenwagen. Dieser kam nach 10 Minuten. Er brachte Raphaela ins nahegelegene Krankenhaus. Patrick mußte ihm Warteraum Platz nehmen. Er rief gleich Kathy an und erzählte ihr, was passiert war. "Dem Baby wird schon nicht passiert sein. Ruf gleich wieder an, wenn Du was näher weißt." versuchte Kathy ihren kleinen Bruder zu beruhigen. Nach etwa 25 Minuten kam dann er Arzt aus dem Behandlungszimmer. "Herr Kelly!" rief er. "Ja, der bin ich. Wie geht es meiner Freundin? Ist was mit dem Baby?" überhäufte er gleich den Arzt mit Fragen. "Ich kann sie beruhigen! Dem Baby geht es sehr gut. Ihre Freundin hat sich nur den Fuß verstaucht." gab der Arzt zur Antwort. Dann führte der Arzt Patrick in den Behandlungsraum. "Wie geht es Dir?" fragte Patrick gleich Raphaela. "Gut, nur der Fuß tut weh." entgegnete sie. Patrick trat zu ihr hin und umarmte sie und legte die eine Hand schützend auf ihren Bauch. Patrick rief sogleich Kathy an und erzählte er, daß Raphaela sich nur den Fuß verstaucht hat und das es dem Baby gut geht. Der Arzt sagte Patrick dann noch, daß er eine Gynäkologe hinzugezogen hatte. Der ihm bestätigt hatte, daß dem Baby gut geht. Erleichtert atmeten Patrick und Raphaela auf. Er konnte auch Raphaela gleich wieder zum Hotel mitnehmen. Die Empfangsdame rief den Beiden ein Taxi. Mit einer Krücke in der rechten Hand, verließ Raphaela das Krankenhause. Patrick ging voraus und öffnete ihr die Autotüre.
Im Hotel angekommen, legte sich Raphaela gleich auf die Couch. Patrick brachte ihr ein heiße Schokolade. Er setze sich neben sie auf die Couch und schaute sie besorgt an. "Schau doch nicht so besorgt." sagte Rapheale und strich Patrick über die Wange. "Du hast mir einen ordentlichen Schrecken eingejagt." sagte er. "Ich bin doch nur ausgerutscht". redete sie weiter. "Und Du bist schwanger." entgegnete Patrick. "Ihr Männer glaubt wohl, wenn wir Frauen schwanger sind, daß wir überhaupt nichts mehr aushalten." sagte sie ärgerlich. "So war das auch nicht gemeint." sprach Patrick. "Ich weiß! Du hast Dir Sorgen wegen dem Baby gemacht. Aber Du hast es selber vom Arzt gehört! Unserer Kleinen ist nichts passiert" sagte sie beschwichtigend. Patrick nickte und beugte sich zu ihr und küßte sie.
Die zwei Wochen Urlaub vergingen wieder sehr schnell.

So nach und nach trafen die Geschwister in Gymnich ein. Als Patrick und Raphaela rein kamen schauten die Anderen sofort auf die Krücke bei Raphaela. Sie erzählten, was passiert. Ein Aufatmen ging durch die Menge. Sean erzählt, daß er auf einen Test eine 1 bekommen hat. Er erntete großen Beifall. Dann versammelten sich alle im Speisesaal und Maite kam mit dem großen Abendessen. Jeder erzählte von seinem Urlaub. Bevor die Meisten wieder das Schloß verließen wurde noch über die bevorstehende Tour gesprochen. Patrick mochte dieses Thema momentan überhaupt nicht, da er wußte, daß die Tour bis zwei Monate nach der Geburt seiner Tochter gehen würde. Jeder machte Vorschläge. Patricia schlug vor, daß sie ein älteres Lied singen könnte, wie zum Beispiel "No Lies". Johnny meinte, daß sie ein Konzert im TV übertragen lassen könnten. Kathy notierte sich alle Vorschläge. "Patrick! Du sagst ja gar nichts!" sprach Kathy ihn an. Doch Patrick stand auf und ging wortlos auf sein Zimmer. Raphaela stand ebenfalls auf und folgte ihm. Vorsichtig öffnete sie die Türe und betrat das Zimmer. Patrick stand am Fenster und starrte in die Dunkelheit. Langsam trat sie zu ihm und fragte:" He, Warum bist Du einfach aufgestanden?" Patrick drehte sich um und da erkannte Raphaela Tränen in seinen Augen. Sie nahm seine Hand und legte sie auf ihren Bauch. Tränen tropften auf ihr Kleid. "Patrick, warum weinst Du?" fragte sie zögernd. "Niemand nimmt Rücksicht auf mich. Wir können die Tour doch verkürzen, damit ich bei Dir sein kann, wenn unsere Tochter auf die Welt kommt." schluchzte er. Raphaela nahm Patrick in die Arme und strich ihn über den Kopf und sagte mit sanfter Stimme:" Die Ärztin hat doch den 24 August als Termin genannt und da ist kein Konzert." "Kinder können auch früher auf die Welt kommen." entgegnete Patrick. Zögernd nickte Raphaela zustimmend. Da klopfte es an der Türe. "Komm rein!" rief Raphaela und Joey betrat das Zimmer. Raphaela erzählte, warum Patrick so plötzlich aufgestanden ist und jetzt weinte. "Ich kann nur daß Konzert auf der Loreley am 25.August um einen Tag nach hinten verschieben. So leid es mir tut, die anderen Konzert kann ich nicht verschieben, sonst drehen mir die Hallenbesitzer den Hals um." sagte Joey. Patrick sah seinen großer Bruder an und brachte nur ein "Danke" heraus. Joey wünschte noch eine gute Nacht und verließ das Zimmer. Patrick wischte sich die Tränen aus den Augen und fragte:" Glaubst Du, daß ich ein guter Vater werde?" Raphaela nahm wieder seine Hand und sagte:" Aber sicher wirst Du ein guter Vater werden." Es dauerte eine Weile, bis sich Patrick beruhigt hatte. Aber schließlich gelang es Raphaela Patrick auf andere Gedanken zu bringen. Sie erzählte ihm, wie sie einkaufen war, Fans getroffen hat und die ihr Babygewand gegeben haben. Und wirklich!...Ein lächeln kam Patrick über die Lippen.

Am nächsten Tag stand Patrick sehr früh auf, weil die Lieferanten daß neue Bett brachten. Damit sie endlich in ihrem "eigenem Heim" schlafen konnten.

Als Raphaela aufwachte und sich umdrehte, fuhr sie erschrocken hoch. Denn Patricks Seite war leer. Sie stand auf, zog sich ihren Morgenmantel an und ging in die Küche, wo sie auf Maite traf. "Guten Morgen Raphaela." rief ihr Maite entgegen. "Guten Morgen Maite! Wo ist denn Patrick?" sagte Raphaela. "Der ist in Nebengebäude, wo ihr ja bald wohnen werdet." antwortete Maite. "Danke! rief ihr Raphaela zu und verließ wieder die Küche. Da ihr der Fuß noch etwas weh tat, humpelte sie die Stufen hinauf und ging ins Zimmer um sich umzuziehen. Sie stand vor dem Kasten und nahm ein Kleidungsstück nach dem Anderen heraus. ;,Das paßt nicht! Das paßt auch nicht! murmelte sie vor sich hin. Sie fand eine Rock mit einem weitem Gummi und eine Bluse. Schnell zog sie sich an und ging zu dem Gästehaus, wo sie bald wohnen werden. Als sie zur Türe kam, verabschiedete sich Patrick gerade von de Lieferanten. "Guten Morgen.! sagte Patrick, als er sie sah. Er nahm sie an der Hand und führte sie in ihr Schlafzimmer. "Ab heute können wir hier schlafen." sagte er und gab ihr einen Kuß, den sie sogleich erwiderte. Patrick zeigte ihr auch das Kinderzimmer, was er fleißig einrichtete. "Du scheinst nicht begeistert zu sein?" meinte Patrick. "Doch, habe ja die Sache mit ausgesucht. Aber mir paßt nichts mehr." sagte sie etwas traurig. "Ist doch klar! Du bekommst auch ein Baby. Dann gehen wir eben Schwangerschaftskleider einkaufen." entgegnete Patrick freudig und streichelte zärtlich über den Bauch, der von Tag zu Tag zu wachsen schien. "Ja, das müssen wir. Und können wir gleich heute machen, denn ich habe so und so einen Kontrolltermin bei der Ärztin." sagte sie.

Um 15.00h fuhren die Beiden zur Ärztin. Im Warteraum konnte Patrick seine Nervosität nicht mehr verbergen. Dies merkte auch Raphaela. "He, Du wirst ja nicht untersuchst." flüsterte sie ihm zu. Patrick schaute sie nur an und grinste verlegen. "Frau Winkler" rief die Ärztin in den Warteraum. Raphaela nahm Patrick an der Hand und betrat den Behandlungsraum. "Guten Tag! Bitte nehmen sie Platz." begrüßte sie die Ärztin. "Guten Tag! Kelly." stellt sich Patrick vor. "Guten Tag!" sagte auch Raphaela. Zuerst sagte die Ärzte ein paar allgemeine Sachen und dann sagte sie:" Na, jetzt werden wir schauen, wie es der Kleinen geht. Und bat Raphaela auf den Untersuchungsstuhl. Patrick stellte sich auf die linke Seite. Die Ärztin wusch sich die Hände und setze sich auf den Hocker, der neben der Ultraschallmaschine stand. Dann zog sie den Rock, den Raphaela anhatte ein Stückchen runter und tat ein Gel auf ihren Bauch. Dann fuhr sie mit so einem Ding über den Bauch. Nebenbei zeigte sie auf den Bildschirm, wo der Kopf, Arme und Beide, die man schon langsam erkennen konnte sind. "Ich kann sie beruhigen! Das Baby entwickelt sich sehr gut." sagte die Ärztin. Und gab Raphaela ein Tuch, damit sie das Gel von ihrem Bauch abwischen konnten. Also dann sehen wir uns wieder in ca. 3 Wochen. Auf wiedersehen Frau Winkler und Auf wiedersehen Herr Kelly. Die Beiden verabschiedeten sich von der Ärztin und verließen die Praxis. "So und jetzt gehen wir Gewand für mich einkaufen." sagte Raphaela. Patrick nickte zustimmend und sagte:" Kathy hat mir ein Geschäft empfohlen, wo sie damals ihre Schwangerschaftsgewand gekauft hat." "Okay, dann schauen wir mal dort hin." entgegnete Raphaela. Hand in Hand schlenderten sie zu dem Geschäft. "Also die Ultraschalluntersuchung war erstaunlich." begann Patrick. "Ja, das ist es." sagte Raphaela. Raphaela fand gleich in dem Geschäft, was Kathy empfohlen hatte passendes Gewand. Sie entschied sich sehr schnell und schon standen sie bei der Kassa. Mit zwei Tüten verließen sie das Geschäft. Als sie raus kamen, kamen ihnen drei Mädchen entgegen. Die eine lief gleich auf sie zu und fragte gleich nach einem Autogramm und ob Patrick für Susi schreiben würde. Patrick nahm den Stift und den Block, dem ihm das Mädchen in Hand gab entgegen und schrieb "FÜR SUSI! ALLES LIEBE PATRICK KELLY"!. Strahlend nahm das Mädchen ihren Block wieder an sich und sagte :"Danke." Die anderen zwei Mädchen kamen auch dazu. Sie gratulierten Patrick & Raphaela zu ihrem Baby. Die Eine gab Patrick ein Geschenk und sagte :" Das ist für euer Baby." Mit einem "Dankeschön!" bedankte sich Patrick. Sie plauderten noch ein wenig mit Mädchen. Aber dann mußten Patrick und Raphaela auch schon weiter gehen. Patrick war erleichtert, daß die Fans so positiv reagierten. Bevor die Beiden nach Hause fahren wollten, gingen sie noch in einen Eissalon. Patrick nahm sich einen Eisbecher um 14DM und Raphaela nahm sich einen Becher um 12DM. Mit dem Eis schlenderten die Beiden zu einem Taxistandplatz. Und fuhren nach Gymnich zurück. An diesem Nachmittag standen sehr viele Fans vor dem Schloß. Der Taxifahrer fuhr vorsichtig an ihnen vorbei und zur Eingangstüre. Patrick bezahlte und ging ins Haus hinein. Da Raphaela etwas müde war, legte sich sie sich ins Bett. Patrick blieb bei ihr, bis sie einschlief. Er verließ leise das Zimmer und ging zum Tor. Die Fans fingen an zu jubeln, als sie ihn kommen sahen. Die meisten waren sehr nett. Hatten Geschenke für das Baby. Aber so paar mußten wieder aus der Reihe tanzen und sagten nur blöde Sprüche. Aber die hörte Patrick nicht. Er unterhielt sich mit den Fans, gab Autogramme und macht Fotos mit ihnen. Er unterhielt sich mit den Fans seit ca. einer Stunde, als Sean angelaufen kam und rief:" Onkel Patrick! Raphaela sucht Dich!" Patrick nickte Sean zu und verabschiedete sich von den Fans. Mit schnellen Schritten ging Patrick zurück ins Haus. In der Küche angekommen, fand er auch schon Raphaela. "He, Maus! Gut geschlafen. Du hast mich gesucht?" sagte Patrick und gab ihren eine Kuß. "Ja, habe gut geschlafen. Du warst plötzlich weg und ich wußte, wo Du warst." entgegnete sie. "Na, jetzt bin ich da!" sagte Patrick beschwichtigend. "Ich muß Dir die Geschenke von den Fan für unser Baby zeigen." fuhr er fort. Die Beiden gingen in ihr Nebengebäude und setzten sich dort ins Wohnzimmer. Patrick legte die Geschenke auf den Tisch und sie begannen eines nach dem Anderen aufzumachen. Babygewand, Schnuller, Fläschchen und Stofftiere waren unter den Geschenken. Patrick war so erleichtert, daß die Fans sich mit ihnen freuten. Auch wenn es ein paar gab, die es nicht super fanden. Mit der Zeit war das Patrick auch egal.

Die letzten freien Tagen vor der großen Sommer Tour vergingen sehr rasch.
Bei den Konzerten die im Mai und Juni waren, begleitete Raphaela ihn. Darüber war Patrick sehr froh.

Patrick konnte es kaum bis zur Pinkel Pause erwarten. Er kündigte die Pause an und lief von der Bühne und weiter zu Raphaela. Er umarmte sie und küßte sie und streichelte über den Bauch.
Patrick war traurig, weil er bei der nächsten Untersuchung nicht dabei sein konnte. Raphaela versprach aber gleich danach anzurufen. Patrick saß gerade im Tour Bus, als Raphaela ihn anrief. Sie erzählt, daß man schon die Herztöne hören kann. Dabei fingen Patricks Augen zu strahlen an. Und natürlich sagte sie ihm, daß mit dem Baby alles in Ordnung ist.

Im Juli verlor Patrick die ganze Lust an den Konzerten. Seine Gedanken waren die ganze Zeit bei Raphaela. Für ein paar Tage kamen sie nach Gymnich zurück. Patrick rannte sogleich zu Raphaela. Als sie ihm entgegenkam, staunte Patrick nicht schlecht. "Der Bauch ist wieder größer geworden." stellte er fest. "Ja, sicher! Und es dauert ja auch nicht mehr lange, bis unser Baby auf der Welt ist." strahlte Raphaela Patrick an. Sanft streichelte er den Bauch. Plötzlich fuhr er erschrocken zurück und stammelte:" Das...das.....Baby...Baby hat.... sich....bewegt." "Schön, daß Du das jetzt auch erleben darfst." gab Raphaela zur Antwort. Sie nahm Patrick`s Hand und legte sie auf eine bestimmte stelle am Bauch. Patrick war total aus dem Häuschen. Beim Abendessen erzählte er sogleich von dem tollen Erlebnis. "Joey meinte dann, daß er, als Tanja mit Luke schwanger auch so empfunden hatte. Und wieder wurden sie von seinen Geschwister gefragt, wie denn das Baby heißen soll? "Ich könnt nerven! Das erfahrt, sobald sie auf der Welt ist." entgegnete Patrick.

Am 23.August gaben sie ein Konzert in Heidelberg. Patrick war mit den Gedanken überhaupt nicht bei dem Konzert. Zuerst verspielte er sich am Keyboard, dann hatte er seinen Einsatz bei Good Neighbour verpaßt. Worauf er von Kathy einen mahnendem Blick erntete. Er lächelte verlegen zurück. Dann war endlich die 20 Min. Pause. Patrick rannten in die Garderobe nahm sein Handy und rief sogleich Raphaela an. Er erkundigte sich nach ihrem Wohlbefinden. Und erzählte von den Pannen beim Konzert. Raphaela sagte zwar, daß es sich wohl fühlte, aber so ganz stimmte das nicht. Sie hatte nämlich seit den führen Abendstunden immer wieder stechende Scherzen. Da sie Patrick nicht beunruhigen wollten, verschwieg sie es ihm. Dann mußte Patrick wieder auf die Bühne. Bei "Take my Hand" vergaß er sein Mikrophon, was ihm ein Bühnenarbeiter nach brachte.
Nach zwei Zugaben war das Konzert auch endlich vorbei. Patrick war der erste, der im Bus saß.
Auf ging es nach Gymnich. Die Anderen fuhren nach Köln nur Kathy und natürlich Patrick blieben in Gymnich. Da es schon 2.30h morgen war, schlich Patrick ganz leise ins Schlafzimmer und legte sich ins Bett. "Schön, daß Du wieder da bist." flüsterte Raphaela. "Ich wollte Dich nicht aufwecken." Tut mir leid." sagte Patrick mit leiser Stimmen. "Du hast mich nicht geweckt. Ich wollte aufbleiben, bis Du kommst." antwortete sie. Während sie noch so weiter flüsterten wanderte Patrick`s recht Hand zu ihrem Bauch, den er liebevoll streichelte. Raphaela spürte wieder einen stechendem Schmerz, aber da Patrick schon eingeschlafen war, wollte sie ihn nicht wecken.


© by Marion


4. Teil

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