Die traurige Wahrheit
(Teil 8)

by Marion   marion.binder@teleweb.at

 

Im März gab es einige TV - Auftritte.

Obwohl der Geburtstermin schon sehr nahe war, fuhr Patrick zu der einen Show mit.

Er stand gerade beim Moderator und besprach, wann sie dran kommen. Da kam Kathy mit seinem Handy und sagte :"Raphaelas Mutter will Dich besprächen:", und reichte ihm sein Handy. Patrick nahm sein Handy und meldete sich. "Hallo Patrick."; sagte die Mutter. "Hi, ist was mit Raphela?", fragte Patrick gleich. "Ich habe sie vor 10Min. ins Krankenhaus gebracht.", sagte die Mutter. "Was? Ist es den schon so weit.?", rief Patrick. "Ja, es ist so weit.", antwortete die Mutter. "Aber das Kind soll doch erst in ein paar Tagen kommen.", sagte Patrick geschockt. "Ja, aber die paar Tage machen nichts aus.", versuchte die Mutter Patrick zu beruhigen. "Ich bin so schnell ich kann bei ihr.", rief Patrick und legte auf. Er lief zur ihrer Garderobe und riß die Türe auf. "Leute! Bei Raphaela ist es so weit!" rief er. Patrick war total aus dem Häuschen. "Ich muß zu ihr!" sagte Patrick. "Die Show beginnt in ein paar Minuten.", sagte Kathy. "Ist mir jetzt egal. Ich muß zu Raphaela.", entgegnete Patrick. James lief gleich los und organisierte einen Flug von Regensburg, wo die Show war, nach Köln. Patrick verabschiedete sich kurz von den Anderen und machte sich auf den Weg zum Flughafen.

Endlich war er in Köln. Er nahm sich ein Taxi und fuhr gleich zur Klinik. Er eilte zum Empfang. Da kam ihm auch schon Raphaelas Mutter entgegen. "Wie geht's Raphaela?, fragte Patrick gleich. "Die Wehen kommen erst alles 25Min. Es ist alles okay.", entgegnete die Mutter und führte Patrick zu Raphaelas Zimmer. Langsam öffnete er die Zimmertüre. "Patrick!", rief Raphaela, als er das Zimmer betrat und streckte ihm die Hand entgegen. "Na meine Süße:", sagte Patrick. "Ihr habt doch eine TV - Auftritt.", sagte Raphaela. "Deine Mutter hat mich angerufen. Und ich kann Dich ja nicht alleine lassen.", sprach Patrick. "Ich bin so froh, daß Du da bist.", strahlte Raphaela. Patrick strich ihr über den Kopf und gab ihr einen Kuß auf die Stirne.

Die Anderen hatten zur selben Zeit gerade ihren Auftritt. Natürlich fragte der Moderator, wo Patrick ist. "Seine Frau wird heute das Baby bekommen. Patrick ist zu ihr geflogen:", antwortete Kathy. "Dann hoffe wir, daß das Baby gesund auf die Welt kommt.", sagte der Moderator.

Patrick wich keine Sekunde von Raphaela. Die Geburt dauerte schon fast 7 Stunden. Raphaela war schon sehr erschöpft. Patrick sprach ihr immer wieder Mut zu. Erst gegen halb acht in der Früh hörte Patrick den ersten Schrei des Babys. , Herzlichen Glückwunsch zu ihrer Tochter.", sagte der Arzt und legte das Baby auf Raphaelas Bauch.

Kathy versuchte Patrick immer wieder zu erreichen. Doch Patricks Handy war abgeschaltet.

Raphaela wurde dann auf ihr Zimmer gebracht. Nach wenigen Minuten war sie eingeschlafen. Patrick ging noch schnell zum Münztelefon und rief Kathy an. "Kathy Kelly:", meldete sie sich. "Hi! Ich bins Patrick.", sagte er. "Na endlich! Wie geht's Raphaela und dem Baby? Ist es ein Mädchen oder ein Junge?", überhäufte Kathy ihn mit Fragen. "Danke, beide sind wohl auf. Es ist ein Mädchen.", antwortete Patrick. "Und wie heißt sie?", fragte Kathy weiter. "Auf einen Namen müssen wir uns noch einigen:"; gab Patrick als Antwort. "Aber jetzt muß ich wieder ich wieder zu Raphaela! Bye!", sagte Patrick und hängte auf. Mit großen Schritten ging Patrick wieder zurück zu Raphaelas Zimmer. Leise öffnete er die Zimmertüre und setzte sich wieder auf den Sessel, der neben dem Bett stand.
Fast zwei Stunden später öffnete Raphaela die Augen. "Gute geschlafen? Schatz", fragte Patrick. "Ja, bin aber trotzdem noch müde.", entgegnete sie. "Dann schlaf weiter.", sagte Patrick und strich ihr über den Kopf.

Gegen Mittag brachte eine Schwester das Baby. Mit strahlenden Augen nahm Patrick seine Tochter in den Arm. "Wie nennen wir sie?", fragte er. "Wie währe es mit "Alexa"?", schlug Raphaela vor. "Ist ein schöner Namen.", sagte Patrick. "Oder willst Du einen anderen Namen?", fragte Raphaela. "Nein, Alexa gefällt mir.", antwortete Patrick.

Am Abend konnte Patrick Raphaela sogar schon nach Hause mitnehmen. Freudig wurden sie von den anwesenden Geschwistern begrüßt. Da Raphaela noch sehr müde war, ging sie gleich ins Bett.

Am nächsten Tag wachte Patrick so gegen 9.00h auf. Er ging los um Frühstück zu machen und weckte die Kinder.

Am Nachmittag fuhren Patrick, Raphaela und die Kinder zur Klinik. Mit großen Augen bestaunten Sarah und Manfred ihre Schwestern.

Ein paar Tage später konnten sie Alexa nach Hause holen. James kam sogar extra aus Irland um seine Nichte kennen zu lernen. Als die Geschwister das Auto kommen sahen, gingen sie ihnen auch schon entgegen. Sean & Luke zankten sich wieder mal, wer das Baby als erster halten darf. Gestützt von Johnny kam ihnen auch Papa Kelly entgegen. Jeder durfte die kleine Alexa halten. Auch Barbys Tochter wollte sie halten. Nach der Vorführung gingen Patrick und Raphaela in ihr Gebäude und legte Alexa in die Wiege. Patrick begann ihr was vorzusingen. Nach einer Weile war Alexa eingeschlafen.

Ein paar Tage später kam Sarah ins Schlafzimmer und rief:"Papa, wo ist meine Jacke?" "Nicht so laut! Sonst weckst Du Alexa.", entgegnete Patrick. Mit einem traurigen Gesicht verließ Sarah das Zimmer. Raphaela folgte ihr. "Da ist Deine Jacke.", sagte Raphaela und gab ihr die Jacke aus dem Kasten. "Der Papa hat Alexa lieber als mich.", sagte Sarah traurig. "Ganz bestimmt nicht. Der Papa hat Dich genauso liebe wie Alexa und Manfred.", versuchte Raphaela sie zu trösten. "Aber vorher war er so laut.", sprach Sarah weiter. "Wenn Babys schlafen, muß man ganz leise sein. Sonst weckt man sie auf. Und sie zum schlafen zu bringen kann manchmal dauern."; versuchte Raphaela es zu erklären. Dann lief Sarah in den Schloßpark. Raphaela ging wieder zu Patrick zurück. "Schläft sie?"; fragte sie leise. "Ja, wie ein Sonnenschein.", flüsterte er. ,"Sarah glaubt, daß Du sie jetzt nicht mehr lieb hast.", sprach sie weiter. "Aber das stimmt doch nicht. Wo ist Sarah?" sagte Patrick. "Sie ist im Park."; antwortete Raphaela. Patrick machte sie auf den Weg in den Park. "Sarah!" , rief er. Da kam auch schon Sarah angelaufen und fragte:;, Was ist?". "Mama hat mir gesagt, daß Du glaubst, daß ich Dich nicht mehr lieb habe.", begann Patrick. "Du hast ja nur mehr Zeit für Alexa.", entgegnete Sarah. " Alexa braucht mich auch. Und ich habe euch alle gleich lieb:", sagte Patrick. Sarah fiel ihm um den Hals und gab ihn ein Bussi auf die Wange.
Im Juni startete die Sommertour. Patrick beschloß nur am Wochenende dabeizusein.

Für Sarah hieß es ab September in die Schule zu gehen.

Am Abend vorher war Sarah sehr traurig. Patrick versuchte sie zu trösten. Nach dem Abendessen, brachte Patrick Sarah und Manfred ins Bett. Manfred schlief sofort ein. Nur Sarah wollte nicht einschlafen. "Papa, ich will nicht in die Schule.", sagte sie. "Sarah jedes Kind muß das. Du lernst dort schreiben, rechnen, lesen. Und lernst auch andere Mädchen kennen.", entgegnete Patrick. "Will aber bei Dir bleiben.", sagte Sarah. "Du kommst ja zu Mittag wieder nach Hause. So aber jetzt wird geschlafen.", sagte Patrick und deckte sie zu. Dann ging er noch ins Hauptgebäude, wo noch Kathy, Patricia, James, Barby und Raphaela saßen. Als Raphaela ihn komme sah, frage sie:"Schlafen beide?". "Ja, Sarah ist nur wegen morgen etwas traurig.", antwortete Patrick.

Am nächsten Tag läutete der Wecker um 6.45h. Verschlafen öffnete Patrick die Augen. Dann ging er zu Sarah und weckte sie. Beim Frühstück fing sie zu weinen an. Tröstend nahm Patrick sie in seine Arme. Manfred wollte natürlich seine große Schwester begleiten. Patrick nahm die Schultasche von Sarah und ging schon mal in den Park vor. Dann kam auch schon Raphaela mit den Kinder. Vor dem Tor standen einige Fans. Die natürlich von Patrick Autogramme und Foto wollten. "Leute! Zuerst bringe ich Sarah in die Schule. Wenn ich zurück komme, gibt es Autogramme.", sagte Patrick. Als Patrick das Schulgebäude betrat und zum Klassenraum ging, griff Sarah nach seiner Hand. "Wirst sehen. Wird alles nicht so schlimm werden.", sagte Patrick. Dann kam auch schon die Klassenlehrerin und forderte die Kinder auf sich einen Platz zu suchen. Patrick zeigte Sarah einen Platz in der zweiten Reihe. Die Klassenlehrerin sprach ein Willkommen und erzählt dann, wie es in den nächsten Tagen weiter geht und was die Kinder für die ersten Tagen brauchen. Dann konnten sie wieder die Schule verlassen.

Als die Fans, die vor dem Tor standen Patrick kommen sahen, gingen sie gleich auf ihn zu. Patrick nahm sich dann auch ein wenig Zeit.

Am nächsten Tag brachte Patrick Sarah zu Schule. Sarah fing wieder zu weinen an. , Um 12.00h hole ich Dich wieder ab.", sagte Patrick. Da kam auch schon die Klassenlehrerin und sagte:"Guten Morgen Herr Kelly! Guten Morgen Sarah." "Guten Morgen Frau Mayer.", sagte Patrick. Sarah hielt sich an seiner Hand fest. "Sie werden sehen. Sarah wird sich beruhigen. Es ist sicher jetzt besser, wenn sie gehen. Sonst kommt Sarah nie los.", sagte die Lehrerin weiter. "Verstehe schon.", entgegnete Patrick. "Als bis Mittag Sarah.", sagte er und gab Sarah noch eine Kuß auf die Stirne. "Papa, geh nicht.", sagte Sarah. Und zog an seiner Hand. "Sarah in ein paar Stunden hole ich Dich wieder ab. Also schön brav sein:", sagte Patrick und verließ den Klassenraum. Die Lehrerin nahm Sarah an der Hand und führte sie zu ihrem Platz. Mit einem wehmütigen Gefühl machte sie Patrick auf den Weg zum Schloß. Viele Fans standen vor dem Tor. "Leute! Ich habe heute echt keine Lust. Vielleicht morgen.", sagte Patrick und ging ins Schloß hinein. Er holte seine Gitarre und setzte sich damit in die Wiese. Was er diesmal spielte klang traurig. "Da bist Du!", rief eine Stimme. Patrick drehte sich erschrocken um und sah Raphaela. "Du hast mich erschreckt.", sagte er. "Das tut mir leid.", entschuldigte sie sich. "Alles okay?", fragte sie vorsichtig. "Ja, ja, alles okay.", entgegnete er. "Dich bedrückt doch irgendwas!", hackte Raphaela nach. "Hat Sarah wieder geweint?"; fragte sie. "O Ja, und wie.", sagte Patrick etwas traurig. "Sie wird sich daran gewöhnen! So wie jedes Kind.", versuchte Raphaela ihn zu beruhigen. "Ich versuche sie zu beruhigen. Ihr Mut zu zusprechen. Obwohl ich das nie erlebt habe.", sagte Patrick. "Das macht doch nichts. Du tröstest sie und bist für sie da. Das ist wichtig.", entgegnete Raphaela. "Ich kenne aber das Gefühl nicht.", sprach Patrick weiter. "Weil Du nie normal in die Schule gegangen bist. Und das ist ja nichts schlechtes.", sagte Raphaela. Patrick schaute sie nur an. Raphaela legte ihr Hand um ihn. "Du bist ja total verspannt", bemerkte sie. "Ja, das bin ich.", sagte Patrick. "Dann bekommst Du eine schöne Massage.", flüsterte Raphaela ihm ins Ohr. Patrick machte es sich auf der Wiese gemütlich und Raphaela begann mit der Massage.

Ein paar Tage später hatten die Kellys ihr Meetig im Schloß. Deswegen waren alle Geschwister anwesend. Es wurden verschieden geschäftliche Sachen besprochen und dann spielte jeder noch seine neuen Songs vor. Da sagte Patrick:"Leute! Ich habe beschlossen, daß ich bei der Wintertour nur an den Samstag Konzerten dabei bin und bei den TV - Auftritten gar nicht mitkommen.". Die Geschwister schauten ihn erstaunt an. Auch Raphaela schaute ihn erstaunt an. "Wir müssen Deine Entscheidung akzeptieren.", sagte Kathy. "Und natürlich verstehen wir, daß Du bei Sarahs erstem Schuljahr bei ihr sein willst.", sagte Patricia. Die Anderen nickten zustimmend.

Als Patrick & Raphaela in ihrem Schlafzimmer waren, sagte Raphaela: "Du hast mir gar nichts von Deiner Entscheidung gesagt.". "Ich habe es selber erst heute beschlossen. Sarah braucht mich und ich kann Dich ja mit den dreien alleine lassen.", entgegnete Patrick. Raphaela umarmte ihn und küßte ihn leidenschaftlich. Patrick erwiderte ihren Kuß und hob sie vorsichtig hoch und legte sie auf Bett.


© Marion


Fortsetzung folgt..




zurück