PROFESORLU
UNIVERSITAR
HANS-MARTIN GAUGER
Anlu
aestu, la 29 di meslu Cirishearu, profesorlu Hans-Martin Gauger, cari umplu 65
anj di banâ, fu sârbâtoritu la
Universitatea Albert-Ludwig di Freiburg. Atseslj tsi alegu revista aflâ la pag. 39 niscânti dati ditu bana aestui mari
anvitsatu, romanistu, cari di multsâ anj cilâstâseashti, cu vreari sh-cu axii,
s-facâ cunuscutâ limba shi cultura armâna-miljei, tu lumea a anvitsatsiloru shi atsâloru tsi da giueapi trâ
yinitorlu a Europiljei.
Profesorlu Gauger
easti, di la anlu 1986, prezidentu a Consiiului Shtiintsific cari andrupâ ULCA
s-adarâ congresili internatsionali di la Universitatea di Freiburg cu thema “limba, literatura,
istoria shi cultura armânamiljei”. Tutu elu agiutã s-tsânemu, verli, cursurli cu idyea themâ, la aestâ universitati.
Deadunu cu unu altu mari
anvitsatu, istoric, profesorlu Max Demeter Peyfuss di la Universitatea di
Viena, deadi consultatsii shtiintsifitsi, competenti, la Consiliulu ali Europi
cari adrã raportul shi dimândãrli trâ Recomandarea 1333. Tora di oarâ nâ agiutâ
s-andridzemu biblioteca macedolatinâ
shi anvetslu a limbiljei armâneshti sumu apanghiul a unâljei di nai ma
avdzâstili universitãtsi ditu Europa - Universitatea Albert-Ludwig-,
cumândâsitâ di unu altu mari europenistu, Prof. Dr. Wolfgang Jäger.
Dupâ veacljea adeti, urãmu sh-noi a
domnului Prof. Dr. H-M. Gauger, banâ lungâ, cu sânâtati bunâ sh-cu tuti
ghinetsli .
Persönlichkeiten des Hochschulwesens:
Prof. Dr. Hans-Martin Gauger
Am 19. Juni l.J. wurde der 65. Geburtstag von Professor Hans-Martin Gauger
von der berühmten Freiburger Universität gefeiert.
Die „Union für
aromunische Sprache und Kultur“ sowie das „Europäische Zentrum für aromunische
Studien“ – wo Professor Gauger den wissenschaftlichen Beirat leitet –
wünschen ihm gemeinsam
mit der Redaktion der Zeitschrift „Zborlu a nostru“
ein langes Leben mit bester Gesundheit und vielen weiteren Erfolgen auf den
Gebieten von Wissensachaft und Kultur. Wir nutzen diese Gelegenheit, um den
Lesern unserer Zeitschrift einige Daten aus dem Leben dieses Wissenschaftlers
zur Kenntnis zu bringen, der uns in all den Jahren seit Beginn des Erscheinens
unserer Zeitschrift in dem Bemühen unterstützte, die Sprache und Kultur der
Aromunen vor dem Untergang zu bewahren, da er sie als kostbaren Bestandteil des
gemeinsamen europäischen Kulturgutes betrachtet.
Prof. Dr. Hans-Martin Gauger wurde 1935 in Freudenstadt, Württemberg, geboren. Er wuchs aber in Saulgau, Oberschwaben, auf. Er ging, nach Grundschule und ersten Klassen des Gymnasiums, auf zwei französische Schulen in Tübingen und in Konstanz.
Baccalauréat 1952 an der Universität Straßburg, danach deutsches Abitur 1954 in Biberach (Riss), Studium ab 1954 in Tübingen, Leicester (England), Paris, Santander (Spanien). Promotion 1960, Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien 1961, Habilitation 1968. Seit dem Wintersemester 1969/70 lehrt er an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br., und zwar das Fach Romanische Sprachwissenschaft. Sein spezielles Interesse gilt dem Französischen und den Sprachen der Iberoromania (Spanisch, Portugiesisch, Katalanisch). Aber auch mit dem Italienischen hat er sich beschäftigt und dann auch, erst als Professor, mit dem Rumänischen. Er hat in den frühen siebziger Jahren als Prorektor entscheidend beigetragen zu der Partnerschaft zwischen der Universität Iasi und Freiburg.
In einem Gespräch im Zusammenhang mit der Frage über die Sprache der Aromunen, hat uns Professor Gauger einiges mitgeteilt: „Am Aromunischen
interessiert mich der
spezifische Status einer Minderheitensprache. Dann fasziniert mich auch das
Problem des Mazedoromanischen, also die bemerkenswerte Tatsache, dass sich hier
unter sehr spezifischen Bedingungen eine Diaspora-Romania bilden und - bis
heute - halten konnte.
Ich bin der Meinung, dass alles getan
werden muss, damit diese Sprache erhalten bleibt. Man müsste die beteiligten
Regierungen dahingehend beeinflussen, dass sie dieser Sprache den ihr
zukommenden Raum gewähren, etwa in der Schule und im kirchlichen Bereich.
Spezifisch ist ja diese Minderheit auch insofern, als sie sonst keine
Forderungen erhebt: Sie will nur Anerkennung finden als kulturelles Element,
als Teil des kulturellen Gesamterbes Europas. Für mich gehört das Aromunische,
eine vom Rumänischen klar getrennte Sprache, zu der grossen Vielfalt, aber auch
zu der grossen Einheit des Romanischen, die wir mit Erstaunen feststellen,
erstens auf dem alten Kontinent, vom Atlantik bis zum Schwarzen Meer, dann in
der neuen Welt, auf dem riesigen amerikanischen Kontinent von Quebec und
Kalifornien im Norden bis hinunter zum Kap Hoorn im äussersten Süden. Römische
Romanisierung zunächst im und durch das "Imperium Romanum", danach,
viel später, von Spanien, Portugal und Frankreich getragen, romanische Romanisierung,
und alles geht schliesslich zurück, wie es Eugenio Coseriu einmal gesagt hat,
auf <die Sprache der Bauern und
Hirten von Latium>".
Dr. Octavia Duma