Ohne Zwischenfaelle passieren wir die deutsch-daenische
Grenze und in Daenemark (KURZ DANILAND), die Strecke ist ohne nennenswerte
Hoehepunkte, bleiben wir geschwindigkeitsmäßig sogar annaehernd
im erlaubten Bereich. SO UM DIE 120 KM/T IST ECHT GEMÜTLICH. Beim
letzten Essensstop verdruecken wir, was noch an verderblichen Waren an
Board ist (VERDERBLICHES DAS SOFORT WEG GEHOERT, DENN BEIM REST WUERDEN
WIR NOCH JETZT ESSEN. ANDERERSEITS WENN SUSI ZUSCHLAEGT, DAUERT DAS ALLES
NICHT SO LANGE.), und rearrangieren den Inhalt unseres weißen Hauses.
Irgendwie jedoch scheint das Chaos hinten mehr zu werden, es schaut unordentlicher
aus, ist aber bei genauerer Betrachtung durchdachter. Unser Schlafplatz
ist heute ein Parkplatz unweit von Hirthals mit Stehklo (interessant!).
Ungemuetliche Schlafposition, aber warmer Morle, auch was wert!!!!
15.8.
Herr, laß es endlich 5:30 a.m. werden!!!!
Wie oft ist mir dieser Gedanke in dieser Nacht durch
den Kopf geschossen? An Schlaf war nicht zu denken und meine Knochen nehmen
mir jedes bißchen Entspannung sehr uebel. Langsam aber sicher wird
es auch kalt im Auto! Ich sollte eine Meuterei planen! Wie macht man das?
Bin ich dafuer munter genug? Hilfe, ich will sterben!
Gegen 5 Uhr frueh reicht es mir. Mein Fueße sind
am Erfrieren und somit wecke ich Morle auf und drehe eine Runde nach Hjørring
und zurueck, um wieder eine einigermaßen brauchbare Temperatur im
Inneren herzustellen. Daß ich dabei relativ alleine auf der Straße
war, ist positiv zu werten, denn die Windschutzscheibe war mein einziges
Fenster zur Außenwelt. Der Rest des Panoramas war durch den feuchten
Beschlag zur Blindheit verurteilt. Aber Alex, der das eventuell ein Problem
haetten werden koennen, hat selig auf ihrem "rutschigen" Schlafsitz geschlummert.
ICH HABE NUR MITBEKOMMEN, DAß SUSI GESAGT HAT, DAß SIE
JETZT EINE RUNDE FAHREN MOECHTE. NUN GUT SOLL SIE- SOLANGE ICH "SCHLAFEN"
KANN. SIE HAT ZWAR VERZWEIFELT VERSUCHT MICH BEI JEDEM SPEED-BUMP VOM SITZ
ZU WERFEN UND DAMIT AUFZUWECKEN, ABER ICH WAR STAERKER UND HABE SIE EINFACH
IGNORIERT - BIS DER WECKER GELAEUTET HAT. So ein kleines braunes Ding hat
mich besiegt. SUSI´S STIMME IST ZWAR AUCH ZUM FUERCHTEN, ABER DER
WECKER IST NOCH SCHLIMMER. Vielleicht haette ich singen sollen, aber schon
so frueh ein Morgensport (Alex waere 3 Runden um Morle gerast) ist nicht
gesund. Also der Wecker genügt.
Nach dieser "Aufwaermrunde" folgt noch ein kurzes Doesstuendchen.
Doch dann haelt uns nichts mehr, und wir machen uns auf Richtung Hirthals,
genauer gesagt Hafen, eigentlich Terminal der Color Line. Dort angekommen
bekommen wir schon unsere Tickets und werfen uns in die Warteschlange,
um der Boarding time zu harren. Die beginnt dann sogar 40 min vor dem Abfahrtstermin
und nach kurzem schimpfen ueber ein herrenloses Luxemburger Auto, das uns
auf dem Weg hinein in den Bauch der Faehre nur unnoetig aufhaelt, sind
wir drin, wo uns gleich ein interessant ausschauendes Mannsbild entgegenkommt
und uns Stop deutet. INTERESSANT IST RICHTIG. SEHR RICHTIG SOGAR. ALSO
DER WAR NICHT VON SCHLECHTEN ELTERN. Sag ich doch! Doch weil wir nichts
verbrochen haben, noch nichts, der Urlaub hat ja gerade erst begonnen,
duerfen wir weiterfahren und bald stehen wir niet- und nagelfest auf unserem
angewiesenen Platz.
Als erfahrene Faehrenbenutzer packen wir die absolut
notwendigen Utensilien wie Raetselheft, Kugelschreiber, Zahnputzzeug und
Geld in die Umhaengetasche und suchen uns ein nettes Eck zum Fruehstuecken.
Leider öffnet das Seaside Cafe seine Pforten erst
bei Abfahrt, aber die Zeit bis dahin vertreiben wir mit Rätseln zum
munterwerden. Sobald es moeglich ist, besorgen wir uns Kaffee und
was zum Essen und genießen es!
Schlafen auf der Faehre? Wollte das jemand ? Es ist doch
viel lustiger am Tisch zu sitzen, einen Kaffee nach dem anderen zu schluerfen
und waehrend 2 Raetseln den fremden Leuten zuzuschauen! Eben typisch A
& S!
Bald ist es Mittag und nach einem nicht sehr fruchtbaren
Spaziergang durch saemtliche Geschaefte dieser MS Skagen sitzen wir wieder
beim "3. Kaffe" auf unserem angestammten Platz. Gott sei Dank sind wir
bald am Zielhafen. Doch bei Alex macht sich bereits das schlechte Gewissen
breit. Der Zoll kommt bald auf uns zu. Was werden die Leute wissen wollen?
Zerlegen sie Morle? Oh,Gott, wir haben viel zu viel Alkohol an Bord! ICH
BIN EBEN HOFFNUNGSLOS EHRLICH (AUCH WENN ICH SCHMUGGLE) Irgendwie finde
ich es belustigend, mit welcher Intensität sich Alex unangenehm fuehlen
kann. Doch ich bin ja nicht gemein und versuche Alex` Bedenken durch rationale
Fragen zu zerstreuen. Ob es mir gelungen ist wage ich zu bezweifeln , denn
Alex hat sogar meine Frage nach dem Mittagessen mit den Worten "Mittagessen?
Was? Jetzt? Wieso?" abgetan. Wahnsinn, was ein zu hoher Adrenalinspiegel
alles bewirkt. HA, HA, HA,....
Alex wird immer ruhiger und auch aufmerksamer.
Der Zoellner hat uns dann doch wirklich einfach durchgewunken,
dabei habe ich noch nett Takk gesagt. Somit sind wir drin in Norwegen ?
MIT ETWAS ZUVIEL ALKOHOL IM KOFFERRAUM.
Stundenlang fahren wir jetzt Richtung Bergen durch das
Setesdal und weiter. Die Landschaft gefaellt uns wie schon letztes Mal
sehr gut und wir geben entzückte Freudenschreie von uns, wenn wir
etwas Bekanntes erkennen.
Nur kleine Pausen unterbrechen diese Monstertour. Gegen
Abend kommt unsere Picknick-Area in Sicht. Luxerioes mit WC (ohne Kalle)!
DIESE PA IST IN DER NAEHE VON INDRE ARNA, ALSO FAST SCHON IN BERGEN. 40
km außerhalb. Hier bemuehen wir uns so gut es geht eine Schlafstellung
zu finden. Total erschlagen versuchen wir unser Bestes und suchen Erholung,
wo immer wir sie finden! MEIN NAECHSTES AUTO WIRD MIT ABNEHMBAREN LENKRAD,
DENN IRGEND WIE WAR MIR DIESES RUNDE DING IM WEG WAEHREND SUSI NETT UND
BRAV GESCHLAFEN HAT.
16.8.
Jetzt tut restlos alles, jedes Gelenk, jeder Muskel weh.
Morle wir lieben dich, aber freuen uns trotzdem auf ein horizontales Bett
mit der Möglichkeit, alle vier von uns strecken zu koennen. MORLE
I LOVE YOU, BUT........
Von einem deutschen Paerchen werden wir zum Tee eingeladen,
aber soviel Mitleid vertragen wir nicht, heiße Getraenke koennten
unsere Koerpertemeratur anheben (die Folgen sind (VORALLEM BEI SUSI) sind
nicht abzusehen) und deshalb beschließen wir, sofort abzurauschen
und in Bergen bei M.D. ein ordentliches Fruehstueck einzunehmen.
In der Stadt finden wir uns auch ohne Karte zurecht und
der Parkplatz gehoert fuer 120 min uns. Wo sind wir hier? Der M.D. oeffnet
seine Pforten erst um 10 Uhr Ortszeit, jetzt 20 min vorher ist noch alles
luftdicht verschlossen. BERGEN IST ANSCHEINEND VOR 10:00 NICHT AM LEBEN.
Somit wanden wir noch durch die Straßen gen TI, denn ohne festes
Ziel spaziert man nicht durch Bergen an einem Freitag vormittag.
Kurz nach 10 Uhr finden wir uns dann wieder an der Futterquelle
ein (die ersten wollen wir ja auch nicht sein).
Alex ist zu nichts mehr faehig (Hals- und Kopfschmerzen,
auf Gott und die Welt beleidigt (schreiendes Kind war der ausloesende Faktor))
und laeßt sich bedienen. WAS HEIßT HIER LAESST SICH BEDIENEN,
ICH MUßTE DRINGEND EINE STRATEGISCHE KLOPAUSE EINLEGEN UND DURFTE
DAFUER NACHHER NOCH MILCH ZUM KAFFEE ORGANISIEREN. GUT SUSI HAT NACHHER
NOCH DIE BURGER BESORGT UND DAFUER SEI IHR GEDANKT. Gern geschehen. Begonnen
wird mit Kaffee und O-Saft, denn nachdem dieses Fastfood Lokal so spaet
zum Leben erwacht, gibt es kein Frühstück. Danach folgen Burger
und Pommes. Die heiße Apfeltasche zum Schluß bleibt uns verwehrt.
Nach einem Buecherkauf fallen uns Jordbeeren in die Augen und außerdem
rochen die verflixt gut. Schon gekauft.
Waehrend wir dann Richtung Åsane fahren (Alex muß
erst um 17 Uhr vor dem SAS-Hotel in Bergen sein), futtern wir Erdbeeren.
Der IKEA-Parkplatz hat es uns angetan, dort verbringen
wir dir naechsten Stunden mit lesen und schlafen. Im Auto wird das
Chaos im hinteren Bereich noch kurz organisiert, bevor es um 16 Uhr zurueck
nach Bergen geht. ¾ h warten wir vor dem SAS-Hotel und beobachten
ganz genau die vorbeieilenden Leute. SUSI HAT DIE GANZE ZEIT GEHOFFT, DASS
ICH SEHR, SEHR NERVOES WERDE, ABER WEIT GEFEHLT. SIE HAT SOGAR ALLE PAAR
AUGENBLICKE MEINEN PULS GEMESSEN. Im Ernstfall haette ich natuerlich sofort
Wiederbelebung gemacht, oder doch nicht?!
Dann spannt sich Alex plötzlich neben mir und bringt
ein erfreutes?, erleichtertes?, verzweifeltes? "Who are you looking for?"
heraus. Carolyn hat uns entdeckt. Nach der kurzen Introduction geht es
Richtung Studentenheim und uns wird alles erklaert. Wer sich das alles
merken soll, weiss ich nicht. Alex muss Formulare ausfuellen und kriegt
einen Schluessel nach dem anderen. Alex und Schluessel, ich glaube dieses
Verhaeltnis ist hinlaenglich bekannt. NAJA, UND WEIL ES SO SCHOEN IST,
BEKOMME ICH SCHLUESSEL UND KARTEN IN VIELEN AUSFUEHRUNGEN UND VARIATIONEN.
Wahnsinn!
Heute abend gibt es endlich die schon fertigen Nudeln
mit Soße, in der Mikrowelle geht es schnell und wir lassen uns damit
dem Boden in Alex Zimmer mit Meerblick (nicht zu verachten) nieder.
Jeder eine Jumbo Tasse "Sparkling Dream" in der Hand. Doch, oh, Schreck,
die Nudeln schmecken etwas komisch. Gut wir weichen auf Ravioli aus und
genießen diese um so mehr.
Danach weihen wir noch die Kaffeemaschine ein. Toll,
der Kaffee macht uns noch einmal richtig munter.
Nach 22 Uhr fallen wir erschoepft in die Betten und genießen
die Lage im rechten Winkel zur Verbindungslinie zwischen uns und dem Erdmittelpunkt.
17.8.
Welch herrliches erwachen! Doch viel zu frueh!
Die Kaffeemaschine setzt sich erst um 8:45 in Gang. Oh, well! Das Fruehstueck
ist hervorragend und wir muessen feststellen, daß es Anzeichen von
Leben auf diesem Korridor gibt. Doch wo immer sich dieses Wesen herumtreibt
ist uns nicht bekannt. MAN SIEHT NUR EIN DRECKIGES TELLER MEHR, MAL
EINE ZEITUNG DANN SCHLAPFEN, NUR DER BESITZER BLEIBT UNS VORERST NOCH VORENTHALTEN.
Heute steht IKEA auf dem Programm. Wir brauchen solche
Sachen wie Bettwaesche, Pflanzen, Glaeser, Bilder, Zahnputzbecher,...
Auch nach einem geeigneten Fotoladen halten wir Ausschau,
aber der eigentlich gesuchte Japan-Foto laeuft uns nicht ueber den Weg.
Mittags gibt es Nudeln mit Ösi-Soße, Toll!
Ach Tom Erik lernen wir kennen, (DER BESITZER DER "GEHEIMNISVOLLEN" OBJEKTE)irgendwie
hat er uns mit einem Wortschwall in norwegisch Ueberfallen und an unseren
entsetzten Gesichtern ablesen koennen, dass wir leider Gottes dieser Sprache
nicht mächtig sind. Auch gut, dann eben in Englisch!
Die Erkundungstour geht zur NHH hinueber und dir Millionen
Stufen machen uns irgendwie zu schaffen. DA WUSSTE ICH NOCH NICHT WAS DA
NOCH ALLES KOMMEN WIRD. Aber wir halten durch. Heute abend gibt es BBQ
vom International Comittee. Somit brauchen wir noch Wuerstel und Brot und
Getraenke. Also noch einmal hinunter zum Rema 1000 und alle Stufen wieder
zurueck. Sport ist eben unser ein und alles. Tja, die restliche Zeit bis
zum Treffpunkt fuer das BBQ vergeht mir lesen und faulenzen ganz gut. FAELLT
UNS JA AUCH NICHT SCHWER. Schliesslich ziehen wir uns an und latschen alle
Stufen wieder hinunter. Bei der Bushaltestelle warten schon einige Leute.
Wir stellen uns hin und quatschen einfach, worauf wir von Jan aus Kiel
angesprochen werden (deutsch) und somit den Anfang gemacht haetten, denn
eigentlich sind fast alle Leute an der Bushaltestelle Exchange-Students.
(Ich nicht) (? GOTT SEI DANK)
Irgendwann, nachdem wir noch auf Kathrine gewartet haben,
kommen wir zum Haus von 4 Studenten der NHH in Bergen, dort geht es schon
lustig zu. Wir verteilen uns nun auf alle moeglichen Zimmer. Alex und ich
finden uns im obersten Stockwerk wieder, umringt von Frankreich, Schweiz,
Norwegen, Canada, Mexiko, Deutschland, Daenemark, Spanien. Also ein bunt
zusammengewuerfelter Haufen. Unsere Austrian corner ist die Alkoholfreie,
wir trinken Cola. Nach Alex` phänomenaler Oeffnungszeremonie, das
Cola war äußerst begierig an die frische Luft zu kommen, sind
wir bekannt. Alle anderen tun sich am Bier guetlich, denn heute ist Samstag
abend!!!!
Geredet wird in allen moeglich Sprachen und mit jedem.
Gegen 23 Uhr geht es Richtung Exodus. In diese Disco
kommen wir als Exchange Students heute gratis hinein. DIE MACHEN DAS NICHT
OHNE HINTERGEDANKEN. Nachdem wir Mark beim Oeffnen seiner mitgebrachten
Bierflasche mit Rat und Tat zur Seite standen, im Endeffekt machte er es
selber mit seiner Guertelschnalle (DIE IDEE KAM VON MIR), ging es auf die
Tanzflaeche. Dort shaketen wir zu Coco Jambo genau so wie zu Killing me
softly. Nach Mitternacht haben wir dann beschlossen gemeinsam mit Mona,
Jan, Dirk und Emmanuel diesen Ort zu verlassen und den Heimweg anzutreten.
Diese Busse fahren nur mehr alle heilige Zeiten. In Hatleberg haben wir
dann noch den Fernsehraum besichtigt und dann sind wir erledigt in die
Betten gefallen.
18.8.
Heute wird lange geschlafen; vom Kaffeeduft geweckt,
doesen wir noch mit den erstandenen Buechern im Bett . Ebenso gemuetlich.
Tja, Sonntags ist in Bergen nichts Besonderes los und somit ist bei uns
ein Faulenztag angesagt, bevor morgen fuer Alex der Ernst des Norwegenjahres
beginnt.
An und fuer sich wäre heute um 12 Uhr eine Wanderung
auf den Hausberg auf dem Programm gestanden, aber um diese Uhrzeit kann
man ja mit Alex bekanntlich noch gar nichts anfangen. Gut so! WAS HEISST
DA, MIT MIR KANN MAN NICHTS ANFANGEN - ICH MUSSTE SUSI ZU GAR NICHTS UEBERREDEN.
ICH ERINNE MICH DUNKEL AN EINEN SATZ VON IHR ? "ICH BIN KEIN EXCHANGE STUDENT,
ICH MUSS GAR NICHT MITGEHEN" JA, JA, ALSO VON WEGEN ALLE SCHULD AUF MICH
ABWAELZEN. SUSI IST GENAU SO FAUL WIE ICH - WENN NICHT NOCH SCHLIMMER.
Ok, ich bin schlimmer, aber ich habe sogar offiziell Urlaub, du hingegen
solltest wenigstens ab uns zu social activities betreiben, aber ich muss
mich korrigieren. Social activities, da bist du brav! Reden kannst du eben!
Egal ob mit Kaffee oder Bier in der Hand! DAS GIBT DIE RICHTIGE PERSON
VON SICH. ABER SUSI KENNT MAN JA GAR NICHT ANDERS, SIE IST DURCH IHRE FAMILIE
VORBELASTET UND STEHT IHR UM NICHTS NACH. Ich bin in dieser Familie ein
Findelkind. Was somit fuer meine sogenannten Verwandten gilt, ist mit mir
nicht automatisch in Bezug zu setzen. Daß man allerdings in den vielen
Jahren ein bißchen von der Lebensweise der naeheren Umgebung annimmt,
ist nur natuerlich und somit auf jeden Fall verzeihlich. Soviel nur zur
Vorbelastung durch meine Famile.
Am Nachmittag habe ich glaenzende Idee: Wir koennten
uns doch eigentlich auf den Weg zum Flughafen begeben, denn wenn moeglich
fliege ich von Bergen nach Wien und dann irgendwie weiter nach Linz. Also
auf Richtung Flughafen. Unser einziges Problem ist, daß sich leider
auf keiner unserer Karten dieser Ort findet. Aber uns, als erfahrene Faehrtensucher,
hat so eine Kleinigkeit noch nie gestoert. Da bei unserer Ankunf in Bergen
auf der Nordeinfahrt kein Schild mit Flughafen war, versuchen wir eben
die Suedstraße. SAGEN WIR MAL SO, ICH HABE ZUMINDEST GEWUßT,
DASS DER FLUGHAFEN SUEDLICH VON BERGEN LIEGT. Gesagt, getan. Ploetzlich
jedoch teilt sich diese Fahrbahn in 3 Richtungen auf. Tja, da fahren wir
nun, nur wohin? Am besten auf der Groeßten und tatsaechlich, rund
20 km außerhalb von Bergen gibt es ihn den Flughafen.
Auch ich bekomme ein Reisedatum, am Samstag komme ich
um 1884 NOK nach Wien. Na bitte, hoffentlich schmeißt mich Alex nicht
schon vor diesem Datum hochkant aus ihrem Zimmer! HAENGT GANZ VON SUSI
AB. SIE KANN SICH JA EIN BETT MIT SCHWEIGEN ERKAUFEN!?!?!?!
Nach einem kurzen Stop bei M.D. geht es wieder zum Studentenheim.
Beim Einparken treffen wir auf Jan, Manu, Romain, Clementine, Benedicte
und Lars und einfach so werden wir heute Abend zum Essen und gemuetlichen
Beisammensitzen in Romains Kueche eingeladen. So etwas kann man sich nicht
entgehen lassen.
Abends wird es dann hochinteressant. Das Menu besteht
aus Spaghetti mit Sauce. Allerdings gibt es keinen Can-opener fuer die
Tomatensauce. Auch gut, gibt es eben Ketchup dazu. Einzig Lars ist von
dieser Geschmackskombination nicht entzueckt.
Manu ist in seinem Element, er koennte sich auch gut
als Straßenkuenstler verdient machen. SUSI UND MANU, 2 VERRÜCKTE
UNTER SICH!
Am spaeteren Abend verabschieden wir uns dann und machen
uns auf Richtung B-224.
Die Zeitschaltuhr an der Kaffeemaschine ist gestellt,
somit steht einer guten Nacht nichts mehr im Wege.
19.8.
Wecker und Kaffeduft, was will man mehr?
Um 10 Uhr ist Treffpunkt an der Rezeption. Selbstverstaendlich
trabe ich mit, denn ich warte, wer heute Alex´ Schluessel bekommt
und mache mich dann auf nach Bergen City. Alex behaelt ihren Schluessel
und ich habe Ausgang bis 15 Uhr. NAJA, ICH WEISS JA NICHT, WANN ICH ZURUECK
KOMME UND SO IST ES SICHERER ICH NEHME DAS BEGEHRTE EINLASSGERAET. WER
WEIß WAS SUSI SO IN DER STADT MACHT.
Zum Bus darf ich gleich mal rennen, denn wer weiß
wann der naechste kommt. Wo steige ich denn heute aus? Direkt am
Bryggen ist mir zu weit zum Gehen. Also bleibe ich im Bus sitzen und warte
auf die naechste Haltestelle. Nur wo ist die?
Na toll, am Busbahnhof. Wie um Himmelswillen komme ich
zum Japan-Photos, schließlich will Alex ihre Bilder entwickelt haben,
ich übrigens auch.
Somit wird von mir erst einmal die Stadt erkundet, ohne
Stadtplan versteht sich, denn die TI ist am Bryggen und somit weit weg.
Nachdem ich gluecklich Jans Brief in den Postkasten geschmissen habe, und
fast alle Straßen durchmarschiert bin, sehe ich ein Straßenschild
mit Engen. Irgendwo habe ich diesen Namen schon einmal gelesen. Nicht weit
entfernt muß doch der Japan-Photo sein. Und tatsaechlich, natuerlich
sehe ich ihn erst wenn ich genau davor stehe. Aber besser spaet als nie.
Bis es Nachmittag wird, ist mir Bergen kein unbekanntes
Dorf mehr und mit schlafwandlerischer Sicherheit finde ich meine Bushaltestelle.
Sieh da, nach 5 min Wartezeit kommt doch tatsaechlich mein Bus, ich hebe
den Arm und, ich bin entzückt, er bleibt bei mir stehen. Im Studentenheim
bin ich natürlich trotz Milchkauf 15 min zu früh. Somit setze
ich mich vor die Haustüre und süffle genüßlich mein
Sprite. Kurz darauf kommt Rolf vorbei und wir quatschen bis Alex kommt
und dann helfe ich, gute Seele, ihm sogar noch beim Auto ausräumen;
der hat ja Millionen Kisten mit. Weils so schoen ist, spanne ich auch gleich
noch Romain und Lars zum Schachtelschleppen ein.
Heute Abend ist wieder BBQ und anschliessend Klubben.
Die Grillerei findet heute unten am Meer statt. Bis man dorthin kommt,
maß man erst eine Kletterpartie hinter sich bringen. Natuerlich war
unser Platz besetzt und wir mußten warten, bis die netten Norweger
ihr Zeug zusammengepackt haben und abrauschen. Aber wir haben es mit Hilfe
eines Bieres überlebt.
Der Abend war sehr angenehm, geredet wird mit jedem und
gegen Ende bleiben wir bei Mona haengen. Die Kletterpartie bei Dämmerung
ist auch eine nette Erfahrung, wobei ich noch mit Jan ueber die Bezeichnung
fuer meine österreichischen Landsleute diskutiere; wir bleiben beim
"zänkischen Bergvolk" haengen. (FLACHLAND PIEFKE)
Im Klubben ist es sehr voll und Alex und ich verbleiben
auch nicht sehr lange dort.
Gegen Mitternacht, eigentlich etwas spaeter, liegen wir
in unseren Betten, ich im Bett!!!!!! Eine herrliche Nacht!
20.8.
Während Alex heute aufsteht, Kaffee trinkt, sich
anzieht und in die Uni geht, doese ich noch geraume Zeit weiter und freue
mich meines faulen Lebens. Doch irgendwann kommt in Leben in mich und ich
stapfe unter die Dusche, das Bett wird weggeräumt und im Buch wird
weitergelesen. Schliesslich taucht Alex wieder auf und hat Hunger, gut
wir kochen Nudeln mit guter Ösis-Sauce. Ein Gedicht.
Auf unserem Programm fuer heute steht ganz groß
Fotos. Vorher fahren wir aber noch zum Flughafen, um jetzt aber endgueltig
mein Ticket abzuholen. Der nette Herr am SAS-Schalter beginnt doch glatt
mit uns ueber Wien zu reden. Dann geht es noch Geld wechseln, denn heute
moechte ich endlich den Norwegerpulli erstehen von dem ich schon seit 2
Jahren träume.
Die Parkplatzsuche in Bergen City ist noch ein Problem,
denn dieses Plaetzchen sollte ja wenn moeglich nicht allzu weit vom Japan-Photo
entfernt sein.
Gut, dann nehmen wir eben den Parkplatz der keine 10
m vom Geschaeftseingang entfernt ist. Auch gut, wir lassen ja mit uns reden.
Am Brunnen dann schauen wir die erhaltenen Fotos an und werden dabei von
Daniel und Dirk in unseren Träumereien gestoert. Trotzdem wechseln
wir ein paar Worte mit ihnen und dann verschwinden sie freundlicherweise
wieder und lassen uns weiter bloed ueber unsere Fotos lachen.
Wir kaufen noch Pulli und Buch, dann geht es Richtung
Hatleberg. Um 20:00 beginnt Baptism im Klubben. Natuerlich essen wir vorher
noch eine Kleinigkeit, ohne Mageninhalt macht man das nicht, die Folgen
kennt man (SUSI - SIEHE ANDALUSIEN) von frueher.
Die ganze Horde begibt sich also ins Klubben, durch einen
Hintereingang hinein, muß jeder (in Gruppen eingeteilt) so schnell
wie moeglich ein Bier hinunterlehren., erst dann ist der Weg frei durch
den schwarzen Tunnel; auf Knien geht es in die Finternis (vor mir
Alex aus Wien). Irgendwann kann man wieder stehen , doch immer noch herrscht
totale Dunkelheit. Etwas zum trinken und etwas zum lutschen bekommt man.
Weiter geht´s, ab und zu haengen tote Tiere (=Hendln) und nasse irgend
etwas ins Gesicht. Von der Ferne hoert man erschrecktes Geschrei, aber
alle ueberleben. Wir stecken zwar mal fest, aber der Ausgang wird gefunden.
Etwas undefinierbares wird jedem auf die Hand geschmiert,
bevor man offiziell in den Clan der NHH-Studenten aufgenommen ist. Ha,
ich bin auch drin.
Im Klubben selbst gibt es Bier und Musik. Erst nach Mitternacht
machen Alex und ich den Abgang und marschieren viele, viele Stufen hinauf
nach Hatleberg, ohne einmal zu stolpern. Das muß noch am Rande erwaehnt
werden. Rolf hatte schon gleich außerhalb des NHH-Gebäudes so
seine Probleme. Schnell kann es gehen, wenn man die Gehsteigkante übersieht.
Nach kurzem Gequatsche fallen wir todmüde in unsere
Betten. Totally exhausted.
21.8.
Da riech ich doch gerade Kaffeeduft, gut, daß ich
nicht aufstehen muß!
Somit wechsle ich ueber zur Seitenlage und doese wieder
ein. Ab und zu riskiere ich ein Auge und muß feststellen, daß
Alex brav aufgestanden ist und gemuetlich beim Kaffee sitzt.
Doch ploetzlich hinein in diese traumhafte Morgenstille,
schrillt das Telefon. Unfaßbar, wer ruft um diese nachtschlafende
Zeit, 9:20 Uhr, an.
Ach so, Geri, ok, doch faßbar und irgendwie auch
verstaendlich. Alex erzaehlt doch glatt wieder vom gestriegen Abend, ich
waere gut drauf gewesen. Ok, es hat mir gefallen und es war nicht langweilig,
aber deshalb gleich einen Volksaufstand machen ist mir unverstaendlich.
Alex hat sich dann irgendwann Richtung Uni verabschiedet,
der weg ins Träumeland ist jetzt wieder frei. Aber nein, das Telefon
am Morgen war tödlich. Recht lange halte ich es trotz Uebersiedelung
ins Bett nicht mehr aus.
Mein Vormittag wird nur von Alex´ zurueckkommen
unterbrochen. Sie muß sich umziehen und dann zum Direktor gehen und
brav Haende schuetteln. Selbstverstaendlich erhasche ich ein Foto von Alex
in Gala (dieses Wort habe ich vom Kreuzworträtsel, dort wird es staendig
gebraucht).
Als Alex zurückkommt, bin ich gerade dabei das Zimmer
zu verschönern, ich Hänge die im IKEA erstandenen Monets fachgerecht
auf. Gar keine leichte Angelegenheit, aber auch nicht unmoeglich. Wie man
am Endresultat sehen kann. Schoen langsam wird das Zimmerchen wohnlich
und anheimelnd, es gewinnt an Charakter.
Heute 18:00 ist wieder BBQ und schwimmen angesagt. Somit
müssen wir erst noch etwas Gutes zum Essen kaufen. Aber dann, Hot
Dogs gibt es noch genuegend aber an Bier fehlt es (WEIL SUSI SOVIEL TRINKT)
und Schokolade wuerde nicht schaden (YUMMMIE). Im Rema 1000 findet sich
ja alles und sogar noch tiefgekuehlte Pizza, Lasagne und Gemuese fuer unsere
Tiefkuehltruhe. Somit steht auch das morgige Mittagessen schon fest. Pizza
Hawaii!
Also, auf zum BBQ, der Weg dorthin verlangt Geduld. Alle
500m frage ich Mona, wie weit es eigentlich noch ist, allerdings bekomme
ich keine befriedigende Antwort, bis ich selbst das Schild mit 300m bis
zum Strand sehe. Mona, noch 2 Norweger und ich haben uns ins Wasser getraut.
So kalt war es wirklich nicht. Dafuer hat die Dusche nachher einiges wieder
wettgemacht. Man hatte das Gefuehl von Eiswuerfeln auf der Haut.
Das Essen war gut und gegen Ende standen wir alle nach
einem kurzen Regenschauer beisammen und Andreas und Jan spielten Alleinunterhalter,
wir anderen haben uns gebogen vor Lachen. Mona laedt uns noch zu sich in
ihre Kueche ein, um uns Gailltano vorzusetzen. Auf dem Nachhauseweg erwischt
uns ein ordentlicher Regen, alle sind naß bis auf die Haut. Somit
zuerst umziehen, dann zu Mona.
In ihrer Kueche versammeln sich: Alex, Andreas, Frauke,
Jan, Mona und ich. 2 Hot Shots, 1 Obstler, 1 Pisang Ambon und 1 Bayleys
spaeter, beschließen wir, SET zu spielen. Heute geht es schon bedeutend
besser als beim ersten Mal. Dieser sehr amüsante Abend endet wieder
erst nach Mitternacht, wobei noch festzuhalten ist, 4 Nationen saßen
um den Tisch und die Ösis waren in der absoluten Mehrheit. Kommt selten
vor, doch es wurde deutsch gesprochen!
22.8.
SCHON IN ALLER FRUEH TREFFEN SICH EINIGE VON UNS EXCHANGE-LEUTEN
UM SICH ALS ALIENS MIT DER POLITI ANZULEGEN. SUSI WIRD VON MIR EINFACH
MITGESCHLEIFT - SIE HAT GAR KEINE ANDERE WAHL. JAN, THOMAS, GERLINDE, FRAUKE
UND ICH WOLLEN VERSUCHEN UNSEREN ILLEGALEN STATUS LOSZUWERDEN UND EIN RESIDENCE
PERMIT ZU BEKOMMEN.
VORGEWARNT VON DEN ANDEREN WOLLEN WIR IN ALLER FRUEH
2 PAßFOTOS ORGANISIEREN. ALS SPARSAMER STUDENT IST MAN NATUERLICH
UEBER PREISUNTERSCHIEDE DER EINZELNEN AUTOMATEN INFORMIERT. SO ZAHLEN WIR
BEI DER POST 30 NOK UND BEI DER POLITI 40 NOK. WIR BEKOMMEN UNSERE VERBRECHERFOTOS
(IM WAHRSTEN SINN DES WORTES) BEI DER POST (WO SONST) UND WANDERN ZIELSTREBIG
RICHTUNG FREMDENPOLIZEI. WIR TRUDELN EIN UND SEHEN,DAß UNSERE ITALIENISCHE
KOLONIE SCHON VOR UNS DA IST. JEDER ZIEHT EINE NR. (SUSI NATUERLICH AUSGENOMMEN).
DAS ZETTELCHEN VERSPRICHT UNS SO ZW. 25 UND 35 MIN WARTEZEIT. NICHT SO
SCHLIMM. WIR SETZEN UNS HIN UND WARTEN UND WARTEN UND VERGLEICHEN VERBRECHERFOTOS
UND WARTEN UND WATRTEN UND..........
NACH MEHR ALS 1 ½ STUNDEN KOMM´ ICH ALS
ERSTE VON UNS AN DIE REIHE. OH SCHRECK - FORMULARE, FORMULARE, FORMULARE
- NA GUT ALS GEUEBTER ÖSTERREICHER WIRD MAN AUCH DAMIT FERTIG.
NUR DEN STEMPEL AUF UNSER GELBES FORMULAR WOLLTEN SIE UNS NICHT GEBEN.
KEINEM VON UNS - WEIL DER 1.STEMPEL VON DER SCHULE GEFEHLT HAT (EIN VERSEHEN).
DIE WOLLTEN UNS DOCH GLATT NOCH ´MAL HEREIN ZITIEREN FUER DIESEN
DOOFEN STEMPEL. EINER VON DENEN IST DANN AUF DIE GLORREICHE IDEE GEKOMMEN
IN DER SCHULE ANZURUFEN - WORAUFHIN WIR AUCH WIRKLICH DEN STEMPEL BEKOMMEN
HABEN.
UNSERE KLEINE GRUPPE TRENNT SICH DANN UND SUSI UND ICH
FAHREN NACH HAUSE. SUSI SOLL DOCH SCHLIESSLICH MEINE ZUKUENFTIGE BILDUNGSSTAETTE
VON INNEN KENNENLERNEN, DARUM DARF SIE AUCH MIT AUF DAS INFOMEETING, DAS
ABER EH´ FUER DIE FRAU BRAUSE WAR. WIR ERKLIMMEN DEN BERG NACH HATLEBERG
NUR UM FESTZUSTELLEN, DAß MEIN VERTRAG GEKOMMEN IST. DAS HEIßT,
ICH DARF NOCH ´MAL RUNTER LAUFEN UM DAS DEPOSIT VON 2000,- NOK ZU
ZAHLEN. SUSI TUT SICH DIESE WANDERUNG NATUERLICH NICHT MEHR AN. ICH ARME,
ARME, AUSTRALIERIN - DENN DAZU WURDE ICH VON DEN HEIMTRAEGERN GEMACHT.
DER NACHMITTAG VERLAEUFT FRIEDLCIH, SUSI IST RELATIV PFLEGELEICHT, DAFUER
GIBT ES AM ABEND DIE "SHRIMP-PARTY" IM CAMPUS. AUSLAENDER UND BEREITS VORHANDENE
MENTOREN VERSAMMELT EUCH. NACH EINIGEM SMALL-TALK MIT JEDEM STUERMEN DIE
LEUTE DAS ESSEN. WIR SIND AN EINEM DEUTSCHEN TISCH GELANDET. ÖSTERREICH,
SCHWEIZ, DEUTSCHLAND UND DES DEUTSCHEN MAECHTIGE NORWEGER VEREINIGT EUCH.
NUR THOMAS AUS FRANKREICH STOERT UNSER SPRACHGEFUEGE EIN WENIG, ABER DIESER
UEBERMACHT IST ER NICHT GEWACHSEN. NACH EINIGEN FROEHLICHEN STUNDEN, NORWEGISCHEN
TRINKLIEDERN, - SUSI HAT SICH BENOMMEN- WANDERN WIR ALLE RUEBER IN KLUBBEN
UM DEN ABEND GEMEINSAM AUF PICKIGEM BODEN TANZEND IN UNI-FEST ATMOSPHAERE
ZU BESCHLIESSEN.
23.8.
DER TAG STEHT IM ZEICHEN DES NICHTSTUN UND GELDVERTRAGEN.
WIR LASSEN UNSEREN HEIßGELIEBTEN MORLE STEHEN UND
NEHMEN AUSNAHMSWEISE DEN BUS IN DIE STADT. ICH WUERDE GANZ GERNE WEGEN
EINER REGENJACKE SCHAUN´ UND SUSI WIE IMMER GELDVERTRAGEN. ALLE "GROßEN"
MALLS UND DIE KLEINEN GESCHAEFTE STEHEN AUF DEM PROGRAMM. 1. HALTESTELLE:
GALLERIET. NATUERLICH STUERMEN WIR DEN H&M DER HIER ZU LANDE SCHOEN
AUFGETEILT IST IN DIE EINZELNENE ABTEILUNGEN ALS GESCHAEFTE. BEI DEN LETZTEN
AUSVERKAUFSSTUECKEN KOENNEN WIR NICHT WIEDERSTEHEN UND SCHLAGEN ZU. FUER
MICH SHORT UND HEMD, FUER SUSI - MAN LESE UND STAUNE - EIN WEISSES
KLEID. WEITER GEHTS . IM INTERSPORT FINDE ICH ZWAR JACKEN, ABER ICH WILL
KEINE HOSE DAZU, ALSO Laß ICH ES LIEBER.
LANGSAM ABER SICHER MACHEN SICH UNSERE MAEGEN BEMERKBAR
UND SO STUERMEN WIR IN DER HOFFNUNG AUF BILLIGES FUTTER DIE UNTERE ETAGE
- UND SIEHE DA: ES GIBT PIZZA UND COLA UM 19,- NOK. DAS KOENNEN WIR NICHT
UEBERSEHEN. MIT GEFUELLTEN MAEGEN SCHLENDERN WIR, FROH UNS KEINE SORGEN
UEBER DIE PARKZEIT MACHEN ZU MUESSEN, WEITER DURCH DIE STADT.
IM KLØVERHUSET WERDEN WIR ERNEUT FUENDIG. NORMALERWEISE
SIND DIE GESCHAEFTE DORT NICHT MEINE PREISKLASSE, ABER BEI SCHILDERN MIT
50,-; 100,-; 150,-;..... DRAUF, KANN ICH NICHT WIEDERSTEHEN. SUSI OFFENSICHTLICH
AUCH NICHT. IN EINEM DER SHOPS WAR ICH WIE IM 7. HIMMEL. ESPRIT-SACHEN
SO WEIT MEIN AUGE REICHT - ENTWEDER ZU EINEM BRAUCHBAREN PREIS ODER IM
ANGEBOT. ICH SCLAGE MIT KLEID UND T-SHIRT ZU UND MUß SUSI IRGENWIE
ANGESTECKT HABEN, DENN, MAN HOERE UND STAUNE, SIE WANDERT MIT EINER WEISSEN
BLUSE UND EINER WEISSEN ESPRIT-JEAN AUS DEM SHOP. BEPACKT UND IM LEICHTEN
REGEN FAHREN WIR ZURUECK NACH HATLEBERG.
IM ZIMMER FAENGT SUSI DANN AN IHRE SACHEN ZU KOORDINIEREN
UND WEGZUPACKEN. JETZT SEH´ ICH ERST WIE GROß MEIN ZIMMER
IST.
SO GEGEN 6:00 WANDERN WIR IN DEN 4. STOCK (LIFT NATUERLICH
- ICH GEH DOCH NICHT). ES GIBT EIN NORWEGISCHES "VORSPIEL" IN MONAS KUECHE.
DIE LEUTE VON 2-3 MENTORENGRUPPEN VERSAMMELN SICH ZUM GEMEINSAMMEN TRINKEN.
DIP, CHIPS UND GEMUESE SORGEN DAFUER, DAß WIR NICHT VERHUNGERN.
ES IST EINE BUNTGEMSICHTE RUNDE, ALLE SPRACHEN UND NATIONALITAETEN
SIND VERTRETEN.
ES WAR EIN VERGNUEGLICHER ABEND, NUR WAS DA AN BIER GETRUNKEN
WURDE IST PHAENOMENAL. SUSI UND ICH HABEN ZWISCHENDURCH LAMBRUSCO GETRUNKEN
- HMMMMM - DAVON KOENNTE ICH MEHR GEBRAUCHEN. ES SIND WIE WIR GEGANGEN
SIND MEHR ALS 50 BIERFLASCHEN IN DER KUECHE GESTANDEN - MAN BEDENKE, DAS
SIND ALLES PFANDFLASCHEN!!!!!!!!!!!!!
DIE LEUTE WANDERN LANGSAM ABER SICHER IN KLUBBEN UND
FUER UNS, DEN REST, GIBT ES GAILLTANO. JA, JA, JE SPAETER DIE STUNDE, UM
SO BESSER DIE GETRAENKE. ZIEMLICH SPAET WANDERN WIR ZURUECK IN UNSER
ZIMMER. WIR MUESSEN BALD AUS DEN FEDERN UND STREICHEN KLUBBEN.
24.8.
HEUTE IST MEINE CHANCE DAFUER ZU SORGEN, DAß SUSI
AUCH WIRKLICH DAS LAND VERLÄßT.
NACH EINEM GEMUETLICHEN FRUEHSTUECK (DER KAFFEEVERSCHLEIß
IST EIN WAHNSINN), PACKT MME SCHOEN IHRE 7+ SACHEN.
KURZ
NACH 9 DARF SIE NOCH EINEN LETZTEN BLICK AUF HATLEBERG WERFEN, BEVOR ICH
SIE IN MORLE VERFRACHTE. ZIELSTREBIG FAHREN WIR RICHTUNG FLESLAND LUFTHAVN.
SUSI WIRD IHR GEPACK LOS UND WIR NEHMEN DEN FLUGHAFEN
UNTER DIE LUPE. ALSO IM ALLGEMEINEN BEREICH GIBT ES KAUM GESCHAEFTE.
WIR LASSEN SUSI´S TAX-FREE-CHECK STEMPELN UND GENEHMIGEN
UNS EIN COLA. DIE ZEIT VERGEHT SCHNELL , WENN MAN ANKOMMENDE MALLORCA-URLAUBER
AUSRICHTEN KANN. SO UM 11:00 UHR GEHEN SUSI UND ICH RAUF RICHTUNG GATES
UND DA HEIßT ES ABSCHIEDNEHMEN. SUSI VERSPRICHT MIR ZU SCHREIBEN
UND ICH HOFFE SIE TUT ES WIRKLICH.
EINE KURZE UMARMUNG UND SCHON IST SUSI DURCH DIE KONTROLLE.
(WIE SIE DA WIEDER DURCHGEKOMMEN IST?!?)
ICH HOFFE, SIE KOMMT GUT HEIM.
?DANKE, DAß DU MICH HERAUFGEBRACHT HAST. ES HAT VIELES ERLEICHTERT.