Wogans Auftrag

8) Tauh'Eff II

Bernd (iSL)
Auf dem Weg nach draußen sind alle drei noch recht irritiert, denn alle Informationen sind recht unterschiedlich und wollen so gar nicht zusammen passen. Sie diskutieren auf dem Weg zum vereinbartem Treffpunkt, was denn nun davon zu halten sei.

Adrian
Kissmett reibt sich sein Kinn und meint darauf: "Meiner Meinung nach sollten wir uns in die Berge begeben wo sich Horvath wahrscheinlich mit jemanden trifft ich kann mich aber auch täuschen. Dann aber sollten wir uns eventuell eher in Richtung Norden aufmachen, um dort diesen einen Typ abzupassen und zu Horvath zurückverfolgen" Er sieht die anderen fragend an.

Steffen
Atlan lässt sich die verschiedenen Informationen noch mal durch den Kopf gehen und sagt dann zu seinen Freunden: "Also ich denke wir sollten sie in der Stadt erwarten. Hier am Hafen haben wir eine relativ gute Übersicht und sehen ob er heute, morgen oder sonst wann kommt. Das ist unsere beste Chance, denke ich."

Antje
Shimor sieht die Freunde an und meint zu Bardón: "Ich schätze, dass Horvath sich nicht auf dem Schiff befindet, sondern sich von seinen Söldner getrennt hat und im Norden ist, um irgendeinen Auftrag im Verbindung mit Wogan zu erledigen. Seine Soldaten sind entweder im Süden oder Westen, um eventuelle Verfolger von seiner Spur abzulenken, da es vielleicht nicht offensichtlich ist, dass er sich von seinen Söldner getrennt hat. Aber was er genau vorhat, tjaaaa das ist wohl ein Geheimnis..."

Bernd
Bardón und Gabrok stecken kurz die Köpfe zusammen und tauschen sich mit ihren Gedanken aus. Dann nicken beide und Bardón wendet sich an die Mitreisenden: "Also, nachdem ich mir nun die Sache noch einmal durch den Kopf habe gehen lassen und meinen Freund Gabrok noch mal befragt habe bin ich zu der Lösung gekommen. Horvath ist unterwegs, soviel scheint klar zu sein. Auch dass er zurückkommt ist uns allen klar, nur nicht genau wann und wie er von hier weg will. Nach dem ich mir von Gabrok noch einmal alle Schiffsein- wie Auslaufzeiten habe sagen lassen ist mir klar, dass Horvath nach Süden ist und in drei Tagen mit dem Schiff, welches morgen aus Smöhre kommen wird, weiter fahren will. Dann alle anderen Auslaufzeiten decken sich nicht mit den angeblichen Rückkehrzeiten Horvaths." Der Abenteurer sieht in die Runde und fährt fort: "Die Frage ist nur, was machen wir jetzt? - Ich würde mich Atlan anschließen, der ja meinte, wir sollen hier bleiben. Denn es ist ja sicher, dass Horvath hierher zurück muss, um von der Insel weg zu kommen. Atlan, was meinst du, wie sollen wir uns auf die Ankunft Horvaths vorbereiten und was ist dann überhaupt zu tun?"

Antje
Atlan sieht Bardón an und lässt dann seinen Blick zurück zu Shimor und dem Wirtshaus schweifen. "Ich bin der Meinung, dass wir hier abwechselnd Wache schieben sollten. Ich habe es inzwischen im Gefühl, dass Wogan in Horvaths Gewalt ist und wir eine Möglichkeit finden sollten, ihn zu befreien, sobald sie hier eintreffen." Shimor nickt zustimmend. "Genau, der Meinung bin ich auch. Derjenige, der gerade keine Wache schiebt, darf sich ein paar Krüge im Wirtshaus genehmigen, das schärft die Wahrnehmung, wenn man am Hafen entlangpatrouilliert." Atlan brummt: "Ich schätze eher, dass du dann zwei Wogans oder Horvaths sehen wirst, du alter Trunkenbold. Falls sich einer wirklich nicht mehr auf den Beinen halten kann, kann er sich von mir aus im Wirtshaus in eine Koje hauen, aber er sollte sich bereit halten, sofort aufzuspringen, sobald wir anderen etwas auffälliges sehen." Atlan sieht Shimor erneut scharf an: "Wenn ich dich recht betrachte, so bist du auch nicht mehr der frischeste. Vielleicht solltest du tatsächlich zurückgehen und mal eine Mütze voll Schlaf nehmen. Wir wecken dich in ein paar Stunden, wenn nicht vorher etwas besonderes geschieht." Shimor muss sich eingestehen, dass Atlan tatsächlich Recht hatte und er sich nicht mehr ganz taufrisch fühlt. Tatsächlich ist es etwas mühsam für ihn, halbwegs gerade aufgerichtet zurück zu dem Wirtshaus zu gehen und ein Zimmer zu verlangen und dann auch noch die Wendeltreppe heraufzugehen. Es erscheint ihm, dass die Kurven gar kein Ende nähmen. Nur kurz bemerkt er die fast malerische Aussicht, die er von seinem Fenster auf das Meer heraus hat und sieht Bardon unter dem Fenster auf und ab gehen, während er aufmerksam die Vorbeigehenden beobachtet. Dann senkt sich eine Wolke über sein weinvernebeltes Gehirn und er denkt noch "vielleicht hätte ich beim Herausgehen nicht noch die zwei Krüge Rotwein aus Tauh'Eff trinken sollen, irgendwas muss in diesem Wein gewesen... sss.... chrrrrrrrrrrrrrrrrr". Mitten in der Nacht wacht er von kreischenden und quietschenden Geräuschen auf. Verfluchter Mist, müssen sich diese balzenden Katzen ausgerechnet das Dach vor meinem Fenster aussuchen..." Brummend schlurft er zum Fenster um sie zu verscheuchen. Als er heruntersieht, bemerkt er, dass Bardon, der zuvor noch aufmerksam wie ein Luchs hin und her gewandert war, in seligem Schlummer gefallen, vor der Hauswand sitzt. Als Shimor zufällig den Kopf nach rechts wendet, sieht er in einiger Entfernung eine Gestalt, die er jederzeit wiedererkannt hätte, auch wenn sie im Mondschein nur schlecht zu erkennen war. HORVATH! Er nähert sich mit einigen Männern, die er nicht erkennen kann, der Schiffsanlegestelle quer gegenüber. "Ihr habt gut reden, von wegen Shimor schlafen lassen und ihn dann wecken. Heeeee Bardon! Aufwachen!" Als er nicht sofort reagiert, greift Shimor nach den beiden Katzen, die verliebt schnurrend über das Dach streifen und wirft sie kurzerhand auf den schlafenden Bardon, wo sie weich und sicher landen. Dort machen sie es sich gemütlich bis Bardon aus seinem seligem Schlummer aufgewacht ist. "Bardon, wach sofort auf! Ich schätze wir kriegen Besuch!"

Bernd
Der Abenteurer schreckt hoch, aber es ist schon zu spät, denn Horvath uns seine Leute haben die Situation schnell erfasst und eilen mit gezückten Waffen zu Bardón, der wiederum versucht die Flucht ins Wirtshaus anzutreten. Doch zuerst macht ihm eine der Katzen einen Strich durch die Rechnung und dann schmeißt ihn auch noch jemand mitsamt der aufgehenden Tür um, bevor Bardón noch die Tür öffnen kann. Der Abenteurer sieht noch im Fallen, wie Atlan und Kissmett herauseilen und auch Shimor ist im Hintergrund zu erkennen, wie er die Treppe herunterstolpert. Dann wird es Nacht um Bardón, als er einen heftigen Schlag auf den Hinterkopf bekommt. So bekommt er nicht mehr mit, wie sich seine Freunde einen erbitterten Kampf mit Horvaths Söldnern liefern. Altan hat es gleich mit dreien von den Gaunern zu tun, während Kissmett in seiner listigen Art sich am Rande hält und immer nur kurz eingreift, um den einen oder anderen auszuschalten. Shimor ist nicht zu sehen, aber dafür taucht plötzlich wieder die Amazone Silvermoon, welche sich gleich erfolgreich um diverse Angreifer kümmert. Gabrok wehrt sich ohne viel Erfolg dagegen in den Schwitzkasten genommen zu werden und Abraxa sowie Alkermes gebrauchen immer wieder ihre Wanderstöcke, die jedes Mal krachend auf die Köpfe der Angreifer niedergehen, und den einen oder anderen einfachen Zauber, um sich die Angreifer fern zu halten. Altan ist mittlerweile schwer getroffen, kämpft aber entschlossen weiter, doch auch die Hilfe von Silvermoon kann ihn nicht vor schweren Hieben bewahren. Kissmett und Gabrok versuchen ihn noch aus dem Gewühl zu ziehen, werden aber immer wieder angegriffen und gestört. Nur zwei Personen scheinen fast unbeteiligt zu sein: Horvath und Wogan, der sich mit gefesselten Händen in Horvaths Nähe aufhält. Aber als der Kampf langsam zu ungunsten der Gauner zu kippen droht, hält es auch den Gaunerkönig nicht mehr und so stürzt er ins Getümmel. Alkermes muss zuerst daran glauben, als ihn ein Hieb Horvaths hinterrücks den Schädel spaltet. Dann stürzt der Gauneranführer auf Kissmett zu, der sich so gerade eben noch zur Seite retten kann. So verfehlt ihn Horvaths Hieb nur knapp, trifft aber dafür die Brust Atlans, den Kissmett bei seinem Sprung fallen lassen musste. Gabrok flieht in seiner Furcht und Silvermoon nimmt stattdessen den Kampf mit Horvath auf. Wogan nutzt diese Gunst und eilt zu Bardón, der regungslos am Boden liegt und aus einer Kopfwunde stark blutet. Wogan bemerkt nicht, wie sich zwei Gestalten auf ihn und Bardón zu bewegen. Als die erste Gestalt mit seinem Schwert ausholt huscht plötzlich ein Schatten heran...

Florian
Noch ehe der erste Angreifer weiß was überhaupt passiert ist geht er schon zu Boden. In seinem Brustkorb steckt ein Messer das seinem kriminellen Leben ein Ende setzt. Sein Kumpane ist gleich zur Stelle - wird aber, bevor er zuschlagen kann, von der unbekannten Gestalt umgerissen und zu Boden geschlagen. Schwerfällig erhebt er sich wieder und sieht sich seinem Angreifer gegenüberstehen. Mit einem wilden Schrei rennt er wutentbrannt auf ihn zu. "AAAAAHHHHH !" Doch sein Schrei verhallt schnell als der Fremde sein Bein ausfährt und ihn am Kopf trifft. Ein kurzes Knacken, Genickbruch und auch er geht zu Boden. Doch viel Zeit zu überlegen bleibt unserem Helden nicht den schon sieht er wie Silvermoon schwer mit Horvath zu tun hat. Schnell rennt er zu seinem Pferd, reißt Pfeil und Bogen herunter und eilt ihr zu Hilfe. Horvath scheint siegessicher. "Zwei von euch habe ich heute schon erledigt und du wirst Nummer drei werden. Ich muss sagen, gar kein schlechter Tag für mich !!" Er reißt sein Schwert hoch, doch bevor er Silvermoons Schädel spalten kann saust ein Pfeil heran und fesselt den Schurken an einen nahestehenden Baum. Damit hatte er nicht gerechnet. Schnell reißt er sich los und verschwindet in der Nacht. Der Kampf ist beendet, doch es gibt Verluste zu beklagen. Man packt die Leichen der Gefährten und zieht sich ins Wirtshaus zurück. Auch der Fremde folgt ihnen. "Schließt die Fenster! Ich bin lieber vorsichtig." befiehlt Wogan den anderen. "Und nun lasst uns unseren unbekannten Helfer bestaunen." Der Rest der Gruppe dreht sich um. Vor ihnen steht eine Gestalt in einen Umhang mit Kapuze gehüllt. Außer der schweren, schwarzen Stiefel ist weiter nichts zu sehen. "Wir würden vielleicht mehr sehen wenn ihr die Kapuze abnehmen würdet." spricht Wogan weiter. Zögernd kommt er der Aufforderung nach. Ein junger Bursche im Alter von zirka 20 Jahren kommt zum Vorschein, mit kurzen, aber struppigen schwarzen Haaren. "Wer seit ihr?" fragt Wogan. "Meine Name ist Tarak." "Wo kommt ihr her ?" fragt Wogan weiter "Meine Herkunft tut nichts zur Sache." sagt der junge Mann.

Alexander
Die Gruppe steht in dem kleinen Raum des Wirtshauses und weiß immer noch nicht ganz, wie ihnen geschieht. Wogan ist da -- und mit ihm ist auch der Tod unter die Gefährten getreten. Alkermes und Atlan liegen regungslos auf dem Boden. Bardón, nicht unweit entfernt, scheint auch eher im Reich der Toten zu wandeln, statt auf Arcoris. Doch er atmet noch. Sichtlich geschockt stürzt Gabrok auf Bardón zu und kniet sich neben ihm nieder. "Oh nein, oh nein!" wimmert er immer wieder und versucht behelfsmäßig die Kopfwunde zu verbinden. Shimor und Kissmett stehen neben Wogan, Tarak gegenüber und sehen den Neuling fragend an. Als Wogan sieht, das Gabrok sich um Bardón kümmert und Abraxa zu Alkermes und Atlan geht, wendet er sich wieder Tarak zu. "Nun seit nicht so verschlossen," spricht Wogan in ernstem Ton. "Ihr habt uns geholfen und wir wollen wissen warum." Ehe Tarak jedoch antworten kann, hört man vom Flur her ein lautes Gepolter. Dumpfe Stimmen sprechen miteinander und schwere Stiefel schreiten über den hölzernen Boden. Im Nu sind die Versammelten aufmerksam, wirbeln zu Türe herum, die sich im gleichen Augenblick öffnet. Im Türrahmen erscheint eine große, breitschultrige Gestalt, ihr schweres Breitschwert in Händen haltend und betritt mit zwei weiteren, gleichermaßen düster aussehenden Männern den Raum. Dahinter spinkst der Wirt verängstig in den Raum und nickt bestätigend einer weiteren Wache zu. "Das sind sie. Sie haben sich draußen einen Kampf geliefert. Einfach so. Die anderen sind entkommen." "Ist schon gut, wir kümmern uns um sie." Dann tritt der vierte Soldat ebenfalls in den Raum und verschließt die Holztüre vor den neugierigen Blicken des Wirtes. "Was geht hier vor?" fragt die Wache und sieht dabei zu den Gefährten. "Wir... wir brauchen einen Heiler," spricht Gabrok, "er stirbt sonst." "Ich glaube, ich kann das alles erklären," sagt Wogan und tritt auf die Soldaten zu. "Da bin ich aber gespannt." Abraxa wendet sich von Alkermes und Atlan ab, bei denen sie nur den Tod feststellen konnte und beugt sich zu Gabrok und Bardón hinunter. Gabrok sieht sie mit Tränen in den Augen an. "Hilf ihm bitte, er darf nicht sterben." "Das wird wieder," spricht sie und lächelt Gabrok mit ihrem schiefen Grinsen zu. Dann kümmert sie sich um die immer noch blutende Kopfwunde. Shimor und Kissmett behalten immer noch neugierig Tarak im Auge, damit dieser keine falschen Bewegungen macht. Auch die drei Wachen sehen sehr aufmerksam auf das Geschehen in dem Raum. Wogan hat sich etwas zu dem Anführer gebeugt und spricht ziemlich leise auf ihn ein. Ein paar Worte wie Gefahr, Auftrag, Entführung sind zu vernehmen. Dann greift er an seine Seite, zieht ein Pergament hervor und hält es dem Anführer unter die Nase. Dieser studiert dies eingehend und nickt immer wieder. Dann faltet er es zusammen und reicht es Wogan zurück, der es wieder verschwinden lässt. "Gut, aber seht zu, das dies nicht wieder geschieht. Wenn ihr unsere Hilfe braucht," er deutet zu den zwei Toten, "gebt uns Bescheid." "Habt Dank, im Namen des Königs," spricht Wogan, drückt der Wache nochmals kräftig die Hand, und auf ein Zeichen hin verlassen die vier Soldaten den Raum. Wogan blickt kurz zu Tarak hinüber, dann zu Abraxa. "Wie geht es ihm?" "Er kommt durch." "Und die anderen beiden." "Tot." Einen Moment lang schweigt Wogan. Dann wendet er sich wieder Tarak zu, der ihm im Moment die meisten Aufschlüsse geben kann. "Also nochmals zu dir."

Florian
"Später, später!" Tarak schnappt sich seinen kleinen Lederbeutel und eilt zu Gabrok, Abraxa und Bardon. Hastig kruscht er in dem Beutel umher und holt eine Handvoll Kräuter heraus. Diese packte er auf einen Umschlag und legt ihn auf die blutende Wunde. "Was machst du da, du junger Wicht? Was sind das für Kräuter? Ich kenne sie nicht." misstrauisch entreißt Abraxa ihm den Beutel. Anscheinend ist ihr es nicht recht, dass Tarak sich herausnimmt den Patienten zu behandeln. "Gebt das her ! Es sind Kräuter aus meiner Heimat." ruft der junge Mann. "Wo kommt ihr her?" wendet sich Wogan nun wieder an Tarak. "Ihr stellt zu viele Fragen. Aber ich werde sie euch beantworten. Nicht alle, aber einige." antwortet der junge Mann. Aber Wogan ist noch nicht zufrieden und so fragt er: "Wieso habt ihr uns geholfen?" Während Tarak sich um Bardón kümmert antwortet er: "Ich war gerade in der Nähe und sah das ihr in Gefahr wart. Da kam ich nicht drum herum euch zu Hilfe zu eilen." "Ihr könnt sehr gut mit Pfeil und Bogen umgehen." sagt Shimor bewundernd. "Wenn ihr das meint." murmelt Tarak ohne aufzusehen. "Doch ihr seit ein guter Schütze." Wogan will zu einer neuen Frage ansetzen als er durch Gabrok gestört wird. "Seht nur, Bardon! Er wacht wieder auf." Vorsichtig stützen Gabrok und Kissmett ihren Reisegefährten. "Geht es?" fragen sie ihn, der Adelige schüttelt nur vorsichtig den Kopf und zieht eine schmerzverzerrte Mine: "Ja, aber mir brummt der Schädel noch." "Schnell einen Krug Wasser!" ruft Kissmett den anderen zu. Ein Krug Wasser macht die Runde und landet bei Bardon. "Nun trink alter Freund." Wogan ist sicherlich erleichtert darüber das es Bardon schon besser geht. Währendessen schreitet Tarak ans Fenster und sieht hinaus. "Es zieht ein Sturm auf. Ich werde die Nacht über hier bleiben müssen." Wogan dreht sich um. "Nun denn, wir würden euch ungern gehen lassen, nachdem ihr uns in solch einer Not geholfen habt." Da betritt der Wirt die Gaststube und sieht sie fragend an: "Kann ich für die Herrschaften noch etwas tun?" Wogan wendet sich an ihn. "Wir brauchen ein Zimmer für den jungen Mann."; "Zimmer habe ich genug, doch wie sieht es mit der Bezahlung aus? Kann er den bezahlen?" Tarak schaut den Wirt verdutzt an. "Ich und Geld? Nein, Geld besitze ich im Moment keines, aber vielleicht befindet sich etwas in meinem Besitz das ich euch sonst geben kann." Langsam gleitet der Blick des Alten über einen der Tische auf dem Tarak sein ganzes Hab und Gut platziert hat. Plötzlich schnellt er hervor und zieht ein Samuraischwert vom Tisch. "Das würde mir gefallen !" Schnell ist Tarak bei ihm und reißt es ihm aus der Hand. "Das Schwert? Niemals!" Der Wirt schaut ihn mit einer Mischung aus Erstaunen und Wut an und sagt dann: "Ich glaube dann wird nichts aus unserem Geschäft." Der Alte will sich gerade umdrehen und weggehen als ein Ruf ihn zurückhält "Moment!" Wogan hält einen Beutel mit Münzen in der Hand. "Langt das für die Übernachtung?" "Der Beutel?" schnappt der Wirt "Aber sicher!" Ein breites Grinsen zeigt sich auf dem Gesicht des Wirtes. Er grabscht nach den Beutel und verschwindet schnell aus dem Raum. "Was für ein Kleingeist! Nur auf Profit aus!" bemerkt Tarak abfällig als der Schankmeister die Stube verlassen hat. "Ein Geschäftsmann eben." entgegnet ihm Wogan. Und setzt kurz darauf nach. "Darf ich euer Schwert mal sehen?" Tarak hat nichts einzuwenden und macht Wogan eine einladende Geste. "Eine schöne Arbeit. So was findet man sehr selten. Es war klug von euch das Schwert nicht einzutauschen." Der großgewachsene Kaufmann gibt es ihm zurück und Tarak legt es zu seinen anderen Sachen. Dabei muss er sich leicht bücken und so fällt Shimor eine Tätowierung im Nacken auf. "Eure Tätowierung, was bedeutet die?" "Die Tätowierung... äh, die hat nichts zu bedeuten !" Hastig zieht er die Kapuze über seinen Kopf, schnappt sich sein Gepäck und eilt nach oben. Die anderen bleiben zurück. Bardón wendet sich an Wogan. "Du bist so nachdenklich. Was ist los?" Der Kaufmann reibt sich das Kinn "Ich weiß es nicht. Das Schwert, die Tätowierung, seine ganze Erscheinung. Irgendwie ist mir der Bursche nicht geheuer und irgendwie kommt mir die ganze Sache auch wieder bekannt vor. Wenn ich nur wüsste woher... Aber eins sage ich dir, Bardón mein Freund, ich werde es herausfinden, denn ich habe es nicht gern wenn man mir versucht Informationen vorzuenthalten!"

Bernd
Der Abenteurer schüttelt leicht den Kopf und grinst. Dann fällt ihm was ein: "Nun aber mal zu Dir, alter Haudegen!" Raunzt er Wogan entgegen. "In was hast du uns da hineingeritten? Was hat es auf sich mit deinem Auftrag?" Wogan blickt Bardón lange und nachdenklich an. Dann sieht er auf die anderen und zum Schluss auf Shimor, bevor er redet: "Ich weiß nicht, ob ich hier so offen reden soll, denn ich kenne von all den Lebenden und Toten hier nur dich und Shimor." Shimor grinst erfreut doch Bardón greift seinem Freund den Kaufmann an den Arm und sagt mit festen Blick: "Höre, mein Freund Wogan, die Toten und die Lebenden hier haben mit mir schon so manch interessante Situation durchstanden. Sie haben sich ohne viele Fragen meiner angeschlossen, als mich dein Hilfeersuchen erreichte. Sie haben sogar Risiken auf sich genommen, die leicht zu ihrem Tode hätten führen können und trotzdem sind sie hier! Ich vertaue hier jedem - wenigstens soweit, dass er nicht zur Gegenseite gehört!" Wogan sieht seinen Freund erstaunt an, besinnt sich und meint dann: "Nun denn, es sei. Ich werde euch grob einweihen, aber habt Verständnis, dass ich euch nicht alles sagen kann." Er macht eine Pause als wenn er einen Einstieg zur Erklärung suchen würde, dann setzt er sich an ein Fenster, lehnt sich mit der Schulter an den Rahmen und fängt an der Abenteurergruppe zu erzählen, was sein Auftrag ist. „Ihr müsst wissen, dass dies, was ich hier tue, ganz im Dienste aller Lebenden in Arcoris, vielleicht sogar der ganzen Mittelerde, ist.“ Damit sieht er jedem ernst ins Gesicht, bevor er weiterspricht.
„Hier in Tauh’Eff lebt und arbeitet ein Wissenschaftler Namens Rapoge’reis, dieser hat sich zur Aufgabe gemacht, alles über die Vergangenheit der Kobolde und ihrer alten Könige sowie ihrer uralten und mächtigen Magie herauszufinden – rein zu wissenschaftlichen Zwecken, versteht sich. Ihr könnt, wenn ihr in Geschichte nicht bestens bewandert seid, nicht wissen, was diese Kobolde alles erschaffen haben, um sich ihrer Haut zu wehren. Ein wichtiges, vielleicht gar das wichtigste Utensil der Koboldgeschichte ist der Königsstab des Königs Tiffiluf des dritten. Dieser hatte einmal einem mächtigen Zauberer, dem Magier Asgaroth, durch einen Zufall das Leben gerettet. Darauf hin bot dieser an, dem Koboldkönig einen Dienst zu erweisen. Der Kobold, der nicht auf den Kopf gefallen war, sann lange und intensiv darüber nach und sprach zum Magier, dass er einen Königsstab von ihm haben möchte, einen Stab, der etwas besonderes an sich haben soll: er möge alle Lebewesen in ihrem Geiste und ihrem Handeln manipulieren können. Asgaroth gab nach einigem Zögern nach und einige Tage später hatte Tuffiluf seinen Stab. Nur das Asgaroth den Stab so geschaffen hatte, dass er nur solange jemanden manipulieren möge, wie der Stab auf diesen gerichtet sei, damit Tuffiluf keine Gelegenheit habe die Herrschaft über alle Wesen zu erlangen. Der Koboldkönig grollte dem Magier zwar, musste es aber wohl oder übel hinnehmen. Der Zauber wird durch einen Satz aus der uralten Koboldsprache aktiviert. Um andere zu verzaubern, muss der Stabhaltende laut rufen: Ma’an nibadan, rohale adide a gudana abana. Was soviel heißt wie: Lebewesen welches vor mir steht, dein Wille ist mein und deine Kraft ebenso. - Es versteht sich, dass dieser Stab, in falschen Händen, das größte Unheil anrichten kann. Darum muss dieser Stab zum König - oder wenigstens vernichtet werden.“
Die anderen sehen Wogan mit Grauen im Blick an, selbst Kissmett kann sich nur schwerlich vorstellen unter der Fuchtel eines anderen zu agieren. Doch bevor irgend jemand etwas sagen konnte, durchbricht ein singendes Schwirren die Luft, Glas zerspringt und mit einem dumpfen Schlag durchbohrt ein Pfeil den Körper Wogans knapp unter dem Hals. Dieser erstarrt mit staunendem Blick und fällt nach vorne über. Bardón schwer geschockt von der Tatsache, das sein befreundeter Weggefährte und Freund getroffen worden ist, stürzt sich aufschreiend auf den sterbenden Körper als könne er ihn durch bloßes festhalten vom Sterben abhalten. Kissmett reagiert am schnellsten, er lässt sich rücklings hinter den Tisch fallen, auf dem er saß und robbt aus dem Raum. Shimor springt auf und zieht reaktionsschnell sein Schwert und versucht mit schnellen Bewegungen aus dem Fenster zu sehen und wieder in Deckung zu gehen. Abraxa huscht so schnell sie kann zur Seite in eine Nische, während Rara seinen Schrecken in der Luft auslebt und auf einen hohen Balken unter der Decke fliegt. Gabrok zerrt an Bardón, um ihn von Wogan weg zu ziehen, aber die beiden klammern sich mit geballter Kraft aneinander und sehen sich intensiv in die Augen...

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