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Bezogen auf die geringe Raumhöhe könnte man bei dieser Beistellnische schon fast von einem kleinen "Einbauschrank" sprechen. Links davon die Liegenische der Höhlenrückwand mit keilförmigen Kopfteil. Interessant ist, daß die Liegenischen eines Raumes nicht immer auf gleicher Höhe über dem Fußboden liegen. Die Oberfläche der Höhlen scheint nicht verputzt gewesen zu sein, sodaß die Riefelung der Wandoberfläche durch die Schrämmspuren als gestalterisches Moment anzusehen ist. Einzelne Verfärbungen zeigen jedoch, daß zumindest einige Höhlen eine figurale Malerei in lasierenden Rottönen aufgebracht wurde. Die im Streiflicht gut ablesbaren Schrämmspuren unter der Beistellnische lassen vermuten, daß hier ein Rechtshänder mit Schlagholz und Spitzmeißel am Werk war, den die Hiebe verlaufen annähernd gerade von rechts oben nach links unten. Eine zweite Art ist die Abarbeitung der Wand mit kreisförmigen Hieblinien, wie sie gut in anderen Teilen der Wohnhöhlen sichtbar blieb. Geräumige Nischen entlang der Wände. Statt Verputz geschrämmte Oberflächen.
16.03.2000 |