Apsidensaal; 9. Jahrhundert.
Chorquadratkirche; romanisch, 13. Jahrhundert.
Der Ortsname geht vermutlich auf Isanrich, Sohn des Markgrafen Aribo (9. Jahrhundert), zurück. Der Ort war vom 9. Jahrhundert bis 1788 im Besitz der bayerischen Benediktinerabtei Metten und wurde 1128 erstmals urkundlich erwähnt.
Durch die Grabungen von G. Melzer (1973) konnte - über römischen Mauerzügen - als erster Sakralbau ein Apsidensaal erschlossen werden, der im 13. Jahrhundert durch eine Chorquadratkirche überbaut wurde. Um 1513 wurde das Langhaus des 13. Jahrhunderts durch einen polygonalen Langchor mit Sakristei erweitert.
An den annähernd im Verhältnis von 1 : 2 proportionierter ersten Saalraum schloß ohne Einziehung eine leicht oblonge langgezogene Apsis an. Der kapellenartige Grundrißtypus wird aufgrund der Besitzverhältnisse mit "Baugepflogenheiten" (K. Czerwenka) des bayrischen Kloster Metten in Verbindung gebracht, wobei die Datierung ins 9. Jahrhundert durch Keramikfunde untermauert werden kann. Eine ähnlich oblonge Apsis konnte beim Erstbau der Pfarrkirche von Kirchdorf (T) aus dem 7. - 8. Jahrhundert ergraben werden.
Literatur: Melzer, Eisenreichdornach, 1973, 123 - 125. - Moßler, Kirchengrabungen, 1976, 449. - Czerwenka, Architektur, 1992, 7f.
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studiolo 19.06.99 21:39