Kapitel 1
Basilisk
Ein Ungeheuer, von dem man
im Mittelalter annahm, sein Anblick und Atem seien tödlich.
Chimära
In der griechischen
Mythologie ein Feuer speiendes Ungeheuer mit dem Kopf eines Löwen, dem Leib
einer Ziege und dem Schwanz eines Drachen. Seine Eltern waren Typhon und Echinda. Sie suchte Lykien, ein
Königreich in Kleinasien, heim und wurde schließlich von Bellerophon
getötet.
Drache
Echsenartiges Fabeltier
sowohl der abend- als auch der morgenländischen Sage bzw. Mythologie, das einem
Krokodil ähnelt und zumeist als Feuer speiendes Ungetüm mit Flügeln, gewaltigen
Krallen und dem Schwanz einer Schlange dargestellt wird.
In den antiken Kulturen
des Nahen Ostens steht der Drache als Symbol für die teuflischen Mächte der
Zerstörung.
In der klassischen
Mythologie übernimmt der Drache die Funktion des Wächters.
In den Sagen der
heidnischen Stämme Nordeuropas finden sich sowohl gute als auch böse Drachen.
Besonders in Japan und
China gilt der Drache als höchste spirituelle Macht; er bildet das älteste
Emblem der dortigen Mythen und ist häufiges Motiv der Kunst dieser Länder. Der
Drache steht für himmlische und weltliche Macht, aber auch für Weisheit und
Kraft. Der dortigen Sage nach leben Drachen im Wasser, bringen Gesundheit und
Glück und sorgen für ausreichenden Regen, damit es eine gute Ernte wird.
Dronte (Diriclaw)
Ausgestorbener
Riesenvogel, der nicht fliegen konnte und einst die Wälder der Insel Mauritius
bewohnte. Vögel dieser Art waren ungefähr so groß wie ein Truthahn und hatten
einen riesigen, gekrümmten Schnabel. Flügel und Schwanz waren zurückgebildet,
die Beine kurz, dick und gelb gefärbt. Ein einzelnes, großes Ei wurde in ein
Bodennest aus Gras gelegt. Erstmals wurde die Dronte
1598 von holländischen Forschern beschrieben. Sie galt als träger Vogel, der
keine Angst vor Menschen hatte. Das letzte Tier dieser Art wurde 1681
beobachtet. Das rasche Aussterben wird einerseits auf Haustiere zurückgeführt,
die von Siedlern nach Mauritius gebracht worden waren: Einige dieser Tiere, z.
B. Schweine, entkamen in die Wälder, vermehrten sich und zerstörten viele Dronteneier. Andererseits wurden die Tiere von Seefahrern
gejagt.
Einhorn
ein ursprünglich aus dem
Orient stammendes Fabelwesen mit dem Körper eines Pferdes, seltener einer
Ziege, und einem langen, geraden Horn auf der Stirn.
Durch seine Eigenschaft,
seinen Kopf in den Schoß einer Jungfrau zu legen und sich dadurch zähmen zu
lassen, wurde es zum Symbol der Keuschheit Marias. Im Volksglauben galt sein
Horn in gemahlener Form als Aphrodisiakum.
Fee
Mit Zauberkräften
ausgestattete weibliche Gestalt des Volksaberglaubens, die vor allem im Märchen
eine bedeutende Rolle spielt.