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"Da sprach aus mir wieder der Romantiker, der Tagträumer. Ich verstehe dich, Cherie.....ich würde mir wünschen, mit dir nach Spanien zu gehen. Aber wenn es nicht sein soll......vielleicht irgendwann einmal, Jamie." Lucien sah ihn an und lächelte leicht. "Ich bin schon froh, das wir zusammen sind......wenn wir nicht in der Küche zusammengesessen wären, hätten wir wohl nie gemerkt, das wir uns lieben." "ja und wenn wir beide nicht so müde gewesen wären...was haben wir doch für ein Glück!" Jamie verdrängt die Gedanken an die Zukunft und freute sich hier so mit Lucien zu liegen. "Es ist schön sich mal wieder mit dir zu unterhalten, ohne angst zu haben es kommt jemand oder man ist zu müde..." "Ja...hier kann ich dir alles sagen, was mich beschäftigt und muss nicht befürchten, das die Wände Ohren haben. Dir geht es so wie mir....wenn wir müde sind, geht unsere Deckung runter...die Masken, die wir tagsüber angelegt haben, werden durchscheinend und geben einen Blick auf den wahren Jamie und den wahren Lucien frei......und ich bin sehr stolz, das mir ein Blick auf den wahren Jamie vergönnt war." "ich bin auch froh, das du hinter meine Maske und ich hinter deine schauen darf.... du bist ein wundervoller Mensch, Lucien." Jamie strich ihm liebevoll durchs haar und zeichnete sein Ohr nach. "Was wohl die anderen machen, meinst das noch andere zusammen sind so wie wir?" "Du schmeichelst mir, Jamie..." Lucien fuhr sich verlegen durchs Haar, kraulte dann aber sofort wieder seinen Nacken. Er überlegte eine Weile und meinte dann leise. "Ich weiß nicht, so wie wir vielleicht nicht....,,aber es gibt bestimmt einige, die das Bett miteinander teilen. Kim mag dich sehr gerne, Jamie....und Pascal, ich weiß nicht so recht, ich glaube, er hat sehr viel für Andrea übrig. Wie das bei Andrea ist, weiß ich allerdings nicht so recht, ich kann ihn sehr schlecht einschätzen." "Ich kann mir gar nicht vorstellen, das Kim mich mag...irgendwie komisch. Aber Pascal mag dich auch nur bietet Andrea die bessere Ausrede um in die Küche zu kommen. Und Andrea ist nett und ich glaube schon das er Pascal mag oder vielleicht dich..." Jamie genoss das Kraulen seines Nackens und revanchierte sich indem er Luciens Brustwarze streichelte. "Pascal mag mich, weil ich ihm etwas zu essen hinstelle...der Junge ist verfressen, sag ich dir." Lucien schloss die Augen und seufzte wohlig unter Jamies Berührung. "Er macht mir keine Avancen, zumal das sowieso sinnlos wäre. Und Andrea.....er ist ruhig und besonnen, er ist der Ausgleich zu Pascal." Er öffnete die Augen wieder und sah Jamie an. "Ich sehe, wie Kim dir hinterher sieht, Cherie. Und er ist in deiner Nähe, da er der Kammerdiener des Lords ist....." "Mmh, die Vorstellung ist irgendwie lustig, ich und Kim.." Jamie musste lachen. "Als wenn ich was von Kindern will...und Pascal mag zwar Andrea sehr aber ich glaube wenn du ihm zeigen würdest das du ihn magst, würde er auch was mit dir anfangen...tja wir sind beide heiß begehrt." Jamie grinste in sich hinein. "Ich und Pascal? Du lieber Himmel....." Lucien lachte allein bei der Vorstellung. "Ich mag ihn, und es wäre bestimmt ne interessante Erfahrung, ihn im Bett zu haben...aber er ist mir zu sprunghaft. Und außerdem bin ich nicht so einer......nur ne reine Bettgeschichte ist nicht mein Ding. Für mich muss da mehr dahinter sein..." Er spielte mit einer Strähne von Jamies Locken und sah ihn schmunzelnd an: "So...dann bin ich also heiß begehrt....und mit einem anderen heißbegehrten zusammen. Und das, wo ich so eifersüchtig bin..." "Du bist also eifersüchtig, aber zu Kim bist du immer noch nett, also kann es mit seiner Schwärmerei ja nicht so weit her sein...oder mit deiner Eifersucht... mmh.. wenn für dich mehr dahinter sein muss dann hab ich ja echt glück das ich dich und du mich liebst, sonst wärst du nie in dieses Bett gekommen..." Jamie streichelte leicht Luciens Rücken rauf und runter und malte Muster auf ihn. "Bis jetzt sieht er dir ja auch nur hinterher und hat noch nichts verlauten lassen gegenüber dir...da geht das noch. Aber sollte er dich darauf ansprechen oder Hand an dich legen, wird er sehen, was er davon hat." Lucien runzelte leicht die Stirn, entspannte sich dann aber wieder. "Ja, wenn ich dich nciht lieben würde, wäre ich nicht hier...Jamie....aber irgendwie hat bei mir der Blitz eingeschlagen, als du bei mir geschlafen hast, und dann war ich mir sicher wie schon lange nicht mehr." Jamie drückte Lucien kurz an sich und küsste ihn. "ich empfinde das gleiche, nicht jeder hätte mich so schnell erobert wie du...und wegen Kim keine Panik, das traut er sich nicht..." Jamie malte weiterhin Bilder auf Luciens rücken. "ich liebe deinen rücken, er ist so schön und kräftig und er schmeckt gut." nach diesen Worten küsste er ihn kurz auf den rücken. Lucien drückte sich an ihn und stöhnte leise. "Ich liebe deine Haare, Jamie....diese wilden Locken." Und wie zum Beweis vergrub er die Hand darin. Er beugte sich vor und küsste ihn wieder, leidenschaftlich ließ er seine Zunge in seinen Mund gleiten, verwickelte Jamies in ein neckisches Spiel. "Dich zu schmecken ist einfach unvergleichlich..." murmelte er leise, als er sich von ihm löste. Jamie erwiderte den Kuss voller Leidenschaft und hörte dann auf. "Ich glaube kaum, das es eine gute Idee wäre, wenn wir jetzt weiter machen, über kurz oder lang musst du runter um Abendessen zu kochen und ich muss schauen ob alle Arbeiten getan wurden." Jamie tat es zwar in der Seele weh jetzt abzubrechen, aber er wusste das es so vernünftiger war. "Du hast recht, Cherie.....so ungern ich es auch zugebe. Die anderen würden mich vermissen, wenn das essen nicht pünktlich auf dem Tisch steht...wir haben leider noch unsere Verpflichtungen." Lucien löste sich bedauernd von Jamie und setzte sich auf. "Umso mehr freue ich mich auf heute Nacht..." er lächelte ihn vielsagend an. Jamie lächelte zurück und stieg dann aus dem bett und zog sich an. "Ich bin in der Bibliothek, falls was ist...bleib ruhig noch was liegen.. es ist noch zeit bis du runter musst, aber ich muss noch alles kontrollieren...." schnell ging Jamie raus und in die Bibliothek... er liebte Lucien sehr und dieser sah zu verführerisch aus wie er da nackt im bett lag nur knapp mit der decke bekleidet. Lucien streckte sich und sah Jamie beim Anziehen zu, es war ein sehr erregender Anblick. <Meiner> dachte er glücklich und ein wohliges Gefühl machte sich in seinem Innern breit. "Ich werde auch aufstehen und nach unten gehen.....ich wollte noch etwas backen. Ich muss mich beschäftigen, sonst denke ich lauter unanständige Dinge..." lachte er leise und schlug die Bettdecke zurück, erhob sich und fischte nach seinen Sachen. Jamie lachte immer noch über Lucien. Er sah sich in der Bibliothek um und entdeckte, dass niemand in seiner Abwesenheit da gewesen war. Anschließend machte er einen Rundgang um alles zu kontrollieren und sicher zu gehen das alles in Ordnung war Lucien hatte in seinem Zimmer das Hemd gewechselt und war auf dem Weg in die Küche, als ihm Thomas über den Weg lief. Thomas war noch nicht sehr lange auf dem Anwesen beschäftigt, er war einer der Kammerdiener des Lords, groß gutaussehend....eben genau das, was dem Lord Freude machte. "Hast du Jamie gesehen, Lucien?" fragte er. Lucien blieb stehen: "Er wollte in die Bibliothek nach dem essen...aber das hast du ja nicht mitgekriegt, weil du nie mit uns isst." Lucien rümpfte in Gedanken die Nase...Thomas war arrogant und sich zu fein, um mit den anderen zu essen...er speiste stets oben, mit den anderen Kammerdienern, die sich auch für was bessres hielten. "Was willst du denn von ihm?" fragte er beiläufig. "Das geht dich zwar nichts an, aber ich habe vor, ihn mal ein bisschen auszufragen.. er ist immer so geheimnisvoll und das reizt mich." "Das reizt dich?" Lucien spürte, wie seine Stirnader schwoll. Dieser arrogante Bastard. "Ja...ich überlege grade, wie ich den Jungen in mein weiches Bett kriege." "ich bezweifle, das du das schaffst......" meinte Lucien und ging weiter, bevor er herausplatzte. Er knirschte mit den Zähnen...wie hatte Jamie gesagt? Heißbegehrt. Er ging in die Küche und begann, Teig für einen Kuchen zu rühren, um sich abzureagieren. Jamie kam gerade wieder in die Bibliothek als er Thomas sah, der sich umschaute. Thomas war einer der Kammerdiener des Lords und nicht unbedingt nett. "Was gibt es , Thomas? Der Lord mag es nicht wenn seine Angestellten die Bibliothek benutzten." Thomas blickte auf als er Jamies stimme hinter sich hörte. Arrogant wie immer ,dachte er. "Ich wollte dich kurz sprechen und habe den Koch getroffen und ihn gefragt wo du bist." Thomas trat näher an Jamie heran. "Und was möchtest du mit mir besprechen?" Jamie wich keinen Schritt zurück, das konnte er sich nicht leisten. "nun, ich dachte, wir beide könnten ein wenig Zeit mit einander verbringen. Ich kenne ja noch nicht so viele und dich würde ich gerne kennenlernen.." Thomas schaute Jamie erwartungsvoll an. Lucien stand in der Küche und rührte Teig, fragte sich im Stillen, was Thomas wohl mit Jamie in der Bibliothek machte. "So ein arroganter, idiotischer Bastard." murmelte er vor sich hin. Schließlich hielt er es nicht mehr aus, er stellte die Schüssel beiseite und stürmte aus der Küche, zur Bibliothek, klopfte und trat ein, ohne Antwort abzuwarten. Er blieb wie angewurzelt stehen, als Thomas so dicht vor Jamie stand und seine Augen verdunkelten sich. "Entschuldigung..." meinte er schnippisch "ich wollte nicht stören.." und drehte sich wieder herum. "Wenn du nachher 5 Minuten Zeit hast Jamie, komm doch bitte zu mir in die Küche. Ich möchte gerne über dieses Problem mit dir sprechen......dieses Mäuseproblem." Jamie erschrak leicht als Lucien so plötzlich herein gestürmt kam und gleich wieder ging. irritiert schaute er zu Thomas und stellte fest das dieser noch näher gekommen war. Jamie streckte sich unauffällig "Ich verspüre keinen Wunsch, jemanden näher kennen zu lernen. Ich habe genug bekannte. Danke, wenn das alles war solltest du gehen und dich um deine Aufgaben kümmern. Der Lord kann es nicht leiden wenn jemand schlampig ist." Mit diesen Worten wollte Jamie sich abwenden, doch Thomas hielt ihn zurück. "Ist mir doch egal, der Lord ist nicht da und wen interessiert es schon was ich mache... ich kann mir vorstellen das du manchmal einsam bist. So als Butler kannst du schließlich nicht allzu viele Freunde haben." "Es reicht, du vergisst wer du bist. NUR ein Kammerdiener und ersetzbar. Geh jetzt." Jamie wartete bis Thomas die Bibliothek verlassen hatte und ging dann in die Küche zu Lucien. Lucien rührte seinen Teig und sah nur kurz auf, als Jamie die Küche betrat. "Ist er wieder weg?" fragte er spitz und widmete sich wieder seiner Aufgabe, rührte intensiver, als es nötig war. "Noch ein Verehrer....und so ein gutaussehender noch dazu." Jamie sah erstaunt zu Lucien, so kannte er ihn ja gar nicht..."Ja ich hab ihn fort geschickt, er ist aufdringlich und nervt." Jamie sah sich um und umarmte Lucien von hinten "der Teig kann aber nichts dafür... vertraust du mir nicht oder warum bist du so wütend?" "Der Teig muss geschlagen werden.,.." meinte Lucien kurz angebunden, seufzte dann leise, stellte die Schüssel ab und drehte sich in seiner Umarmung. "Mich macht wütend, mit welcher Selbstverständlichkeit dieser arrogante Bastard davon ausgeht, dich in sein Bett zu bekommen. Das hat nichts damit zu tun, das ich dir nicht vertraue.....ich bin nun mal eifersüchtig auf jeden, der nur diesen Gedanken hat." Jamie sah Lucien immer noch erstaunt an "Mit mir ins bett???? uhi, nee ich bevorzuge dich... vielleicht sollten wir es allen sagen damit so was nicht wieder vorkommt. Ich bevorzuge meinen Geliebten nämlich glücklich und nicht eifersüchtig." Dann küsste Jamie Lucien leidenschaftlich und lange. Lucien erwiderte den Kuss und als er sich von ihm löste, sah er ihn lange abschätzend an. "Das würdest du tun? Den anderen sagen, das wir ein Paar sind? " Er lächelte und strich Jamie über die Wange. "Das bedeutet mir sehr viel...obwohl ich bezweifle, das sich Thomas davon abhalten lassen würde, dich weiter anzumachen." "Aber ich würde ihm sagen, dass ich dich liebe und dafür sorgen das er entlassen wird wenn er sich dir gegenüber unangebracht benimmt oder mich noch einmal belästigt. Ich kenne den Lord gut und er mag es nicht wenn seine Kammerdiener was mit anderen als ihm anfangen..." Jamie sah Lucien liebevoll an. "Ich würde alles tun, damit du glücklich bist." Lucien beugte sich spontan vor und küsste ihn erneut. "Danke.....das macht mich glücklich. Aber es muss nicht sein....und gegen Thomas werde ich mich zur Wehr setzen...ich hab so meine ganz eigenen Methoden." Er sah ihn liebevoll an. "Ich möchte nicht, das du Schaden davonträgst, falls uns einer beim Lord anschwärzt.....ich weiß, das du mich liebst und das genügt mir. Aber ich hab meine Eifersucht nicht sehr gut im Griff.....verzeih mir bitte." "Das ist schon in Ordnung. Ich bin nur froh das du nicht böse bist und was willst du gegen Thomas unternehmen?" Jamie sah Lucien fragend an... und ließ ihn nicht aus seien Umarmung gehen. Lucien grinste ein kleines, fieses Grinsen. "Jamie, versprich mir, das du nichts zu dir nimmst, was die Kammerdiener essen...zumindest die, die nicht mit uns in der Küche essen wollen, weil sie sich zu fein sind....ja? es könnte dir schlecht bekommen." Jamie sah erst verständnislos zu Lucien und dann ging ihm ein Licht auf, "Aber Lucien nicht alle sind so wie Thomas und du würdest ihnen allen schaden...ich meine ich kann Thomas auch nicht leiden aber .."Jamie sah weg, so kannte er Lucien wirklich nicht und so mochte er ihn auch nicht, obwohl er selbst war auch nicht besser. "Ich schade niemandem, Jamie, für was hältst du mich?" Lucien machte sich aus der Umarmung los und verschränkte beleidigt die Arme vor der Brust. "Sie werden nur ein bisschen mehr trinken müssen....Verliebte sind dafür bekannt, das sie das Essen versalzen." Lucien senkte den Kopf und sah auf den Boden. "Ich mache das nur, wenn er sich mir gegenüber unangebracht verhält..." sagte er leise. "Denkst du wirklich, ich würde so was ohne Grund tun?" Jamie schaute zu Lucien und dachte nach... "Natürlich hast du recht, es tut mir leid, ich hab mich geirrt. " Jamie zog Lucien an sich und sah ihm tief in die Augen "ich bin der Idiot hier und es tut mir wirklich leid. kannst du mir verzeihen?""" Bittend sah er ihn an. "Du musst dich nicht entschuldigen, ich habe maßlos übertrieben.....es überfällt mich wie ein Fieber, es wie ein schleichendes Gift, das meine Adern emporkriecht und meinen Verstand vernebelt. Ich hasse meine Eifersucht, aber sie überfällt mich unkontrolliert.." Lucien seufzte und vergrub den Kopf an Jamies Schulter. "Ich könnte dir niemals böse sein, Cherie." zu Teil 11 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||