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KAIRO | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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1.3. Geschichte Ägyptens 1.3.1. Altertum In der Jungsteinzeit bezeugen die Kulturen von Merimde, Faiyum und Omari in Unterägypten eine sesshafte Bevölkerung. Der oberägyptische Raum zeigt die einander folgenden Kulturen von Tasa und Negade I und II. Nach Kämpfen im Norden schloss die Einigung beider Landesteile die vorgeschichtliche Zeit ab (Reichseiniger nach der Überlieferung Menes, 1. Dynastie). Dieser Staatsbildungsprozess ermöglichte zusammen mit der Schrift- und Kalenderentwicklung den Aufbau einer Verwaltungshierarchie. Zunächst regierten die Könige (für die sich das hebräische Lehnwort Pharao eingebürgert hat) von wechselnden Pfalzen aus das Land. Nach Unruhen und Konsolidierungsanstrengungen in der Thinitenzeit kam es in der 3. Dynastie zu einem kulturellen Höhepunkt unter Djoser (um 2650 v. Chr.). Es entstand ein straff gelenkter Zentralstaat (Altes Reich) mit fester Residenz in Memphis. Unter der 4. Dynastie (um 2570-2470 v. Chr.) wurden die großen Pyramiden von Gizeh und Dahschur durch Snofru, Cheops, Chephren und Mykerinos errichtet. Die Könige der 5. Dynastie (um 2470-2320 v. Chr.) erbauten Kultstätten für den Sonnengot Re. In der 6. Dynastie (um 2320-2155 v. Chr.) begann ein Zerfall der Regierungsgewalt (Zusammenbruch des Alten Reichs). Die 1. Zwischenzeit war von sozialen Umbrüchen gekennzeichnet. König Mentu-hotep II. aus dem oberägyptischen Theben (11. Dynastie) einigte erneut das Reich (Mittleres Reich, um 1994-1650 v. Chr.). Die Pharaonen der 12. Dynastie (1994-1781 v. Chr.), die wieder in der Nähe von Memphis residierten (besonders Sesostris I. und Sesostris III., Amenemhet III.), führten das Reich zu neuer Blüte. In der Zeit der 13. und 14. Dynastie (um 1781-1650 v. Chr.) gelangten die asiatischen Hyksos zur Macht (15./16. Dynastie, um 1650-1550 v. Chr.). Sie wurden durch die thebanischen Könige Kamose und Amasis I. vertrieben. Letzterer leitete die Zeit des Neuen Reichs ein (18.-20. Dynastie, um 1550-1062 v. Chr.). Ägypten wurde durch die Eroberung Syriens und Nubiens (besonders durch Thutmosis III., 1490-1437 v. Chr.) Großmacht mit der Hauptstadt Theben. Der religiöse Erneuerungsversuch des Amenophis IV. (Echnaton, um 1364-1346 v. Chr.) misslang; die asiatischen Besitzungen fielen an die Hethiter. Sethos I. (um 1304-1290 v. Chr.) wehrte den Angriff der libyschen und ägäischen Völker ab.Ramses II. (1290-1224 v. Chr.) erkämpfte Frieden mit den Hethitern. Ramses III. (um 1194-1163 v. Chr.) wehrte den Angriff der libyschen und ägäischen Völker ab. Unter Ramses IV.- XI. verfiel das Reich endgültig. In Ober-Ägypten regierten die Hohenpriester des Amun von Theben aus fast selbständig, als im Norden die schwache 21. Dynastie (um 1080-945 v. Chr.) folgte. Mit Schoschenk I. gewannen libysche Söldner (22. Dynastie um 945-720 v. Chr.) den Thron. Ägypten zerfiel erneut in Teilstaaten (23.-24. Dynastie), bis es von nubischen Königen von Kusch erobert wurde (25. Dynastie, um 712-655 v. Chr.). Psammetich I. (26. Dynastie, 664-525 v. Chr.) vertrieb die Nubier aus Oberägypten. Unter Psammetich III. (525-504 v. Chr.) gewann Ägypten noch einmal seine Unabhängigkeit. Auf die 2. persische Eroberung folgte bald die Alexanders des Großen (332/331 v. Chr.). In den Kämpfen der Diadochen gewann Ptolemaios Ägypten; Hauptstadt des Reichs der Ptolemäer (304-30 v. Chr.) wurde das neu gegründete Alexandria. 51 v. Chr. griff Cäsar zugunsten der ägyptischen Königin Kleopatra in die Reichswirren ein und unterstellte Ägypten dem römischen Senat. Nach dem Sieg des Augustus über Antonius und Kleopatra wurde Ägypten 30 v. Chr. römische Provinz. 395 n. Chr. fiel es an Byzanz (395-641). 1.3.2. Mittelalter Nach der Eroberung durch die moslemischen Araber 640/41 gehörte Ägypten zum Islamischen Reich. Nach der Dynastie der Tuluniden (868-905) folgte 935-969 die Dynastie der Ichschididen und der schiitischen Fatimiden. 1171 führte die von Saladin begründete Dynastie der Ajjubiden Ägypten zu neuer Macht und kultureller Blüte. Wirtschaftlich erstarkte Ägypten unter den Mamluken-Sultanen (1250-1517) anfänglich weiterhin, bald aber schwächten es innerdynastische Kämpfe so, dass es 1517 dem Angriff der Türken erlag. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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